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Der Tierheim-Blog

14.01.2018

Sicherlich fragt ihr euch was machen die ganzen Kranken, mal abgesehen von dem Husten, der hier rund geht und uns veranlasste einen Transport zu verschieben. Es ist einfach nur Husten, völlig unspektakulär, die Hunde sind fit, fressen gut, sind gut drauf. Es hustet halt an allen Ecken. Die meisten hüsteln nur, manch wenige haben starken Husten, wo man sich dann auch echt umdreht und schaut. So wurde die tägliche Medikamentenrunde zu einer ausladenden Aufgabe.

Texas Wunde heilt, inzwischen mach ich da nichts mehr dran. Es ist nicht mehr tief und die Achselhöhle ist ein denkbar ungünstiger Punkt bei einem fülligen Hund wie Texas. Jede Menge Gewickel mit geringem Nutzen.

Askjell ist wieder etwas aktiver, aber er nimmt nicht zu und auch scheinen seine haarlosen Stellen aufzubrechen. Schmerzen scheint er keine zu haben. Wenigstens freut er sich über das viele Futter...

 

Der Till hat ziemlich Gewicht verloren, er ist jetzt in der Futter Plus Runde drin. Und ebenfalls ein Sorgenkind ist Linnea, auch sie ist sehr dünn und das schon eine ganze Zeit. Sie ist mehrfach gegen Parasiten behandelt worden und haut bei Futter Plus riesen Mengen weg. Sie ist gestern umgezogen, zurück in Zone 4. Ich bin mal echt gespannt, ob es rein die Umgebung war, die sie vielleicht so gestresst hat. Sie wäre nicht der erste Hund, der so sensibel reagiert.

 

Mendocino hat den Kragen ab, das ist eine Extrameldung wert. Ich darf zwar an das Bein und auch sonst war es doch recht entspannt, aber ja nicht an den Hals fassen. Mendo und ich haben jetzt 1 Woche gebraucht, nur um das Ding abzubekommen. Ich hab es ihm gestern Abend nochmal in aller Ruhe erklärt und er hat schlotternd stillgehalten. Es ist verheilt, er läuft gut und auch sonst kann ich keine Probleme mehr feststellen. Hier noch ein Bild mit Kragen.

Aus Oma Ida wurde Tante Ida. Wir können uns nicht vorstellen, dass sie bereits 15 Jahre alt sein soll. Arpi schätzt sie auf 8. Sie hat sich tatsächlich Parvo eingefangen, 4 Tage durchgehangen und ist inzwischen fit wie nie zuvor. Aus meinem letzten Bericht hat Ayola überlebt, Tare war glaube ich bereits genesen, Yossef hat leider nicht überlebt. Es erkrankte ein weiterer Welpe, Bili, den ich abends eigentlich guter Dinge verabschiedete. Er war soweit fit, wedelte, er hat lediglich nur nicht gefressen. Beim nächsten Nachsehen war er verstorben. Sein Bruder Moja war recht schnell wieder aktiv, seine Schwester Tatu hatte etwas zu kämpfen, da sie zusätzlich auch noch hustete. Die 3 Tage extra Knast in der Quarantänebox fand sie richtig blöd. Es erkrankten die Brüder Zeev und Eliezer, Zeev hatte lediglich einen Tag nicht gefressen und war die ganze Zeit aktiv. Eliezer hat heute den 3.Tag und hat gestern sowie heute morgen ein wenig gefressen.

Ich habe nun einen Plan entwickelt wie wir zukünftig die Versorgung besser hinbekommen. Nachdem jetzt endlich der Zaun zur Mülldeponie gezogen ist können wir unseren abgetrennten Parvoarbeitsplatz organisieren. Wir brauchen einen eigenen Raum um Schnittstellen zu minimieren. Wir können aktuell nicht betonieren, aber der Platz kann schon mal soweit vorbereitet werden. Darauf soll ein Metallhaus, um sich umziehen zu können und ein Versorgungswagen abzustellen. Daneben wird der Entsorgungsplatz entstehen mit Tonnen zum Verbrennen, ein Desinfektionsplatz mit Ablauf und Grube, das Ganze wird eingezäunt. Ein entsprechendes Metallhaus habe ich bereits gefunden. Es ist hoch und groß genug und kostet ca. 550 Euro.

Ich würde mich sehr über Spenden freuen um das realisieren zu können, unter dem Verwendungszweck Parvo. 


Kommentare:

Am 15.01.2018 schrieb Manu:
wäre da nicht noch ein Container sinvoll?
So eine Art Bürocontainer der auch Fenster hat?
Am 15.01.2018 schrieb feli:
....eine schöne Idee...wenn jeder 20? aufbringen kann dann kommt doch schnell etwas zusammen. auch ich überweise einen kleinen 'Beitrag...
Am 14.01.2018 schrieb Ingborg M.:
Liebe Meli,
danke für deine Ausführungen; sind wir dadurch jetzt wieder einigermassen im Bilde.
Trauer um Yossef und Tare... das Schicksal ist manchmal kaum zu verstehen........mögen sie in Frieden ruhen. Eins ist sicher, in deinen Armen und unter deiner Fürsorge sterben alle in Liebe.
Für dein Metallhaus habe ich erstmal 20 Euro (Stichwort: Parvo) überwiesen, abervesprochen, da kommt noch mehr !!
Am 14.01.2018 schrieb Janin:
Danke dir so sehr für die Info über Mendo Meli!
Fühl dich gedrückt!

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06.01.2018

Bei diesem Abschied war alles richtig. Einzig ein Bild davon fehlt, aber ich hab noch nie eine Kamera mitgenommen, wenn ich mit Arpi los zog um einen Hund einzuschläfern. Stattdessen hatte ich eine dieser öligen Fischdosen dabei. Die Dose lenkte Sunday von Arpi ab, der ihm dadurch unbemerkt eine Spritze in den Hintern gab. Ich überließ Sunday die Dose und so schlief er mit der Zunge am Dosengrund ein. Besser hätte es doch irgendwie nicht sein können.

Sunday hat sehr gerne gefuttert und wurde dafür immer sehr flott. Das war ihm nicht mehr möglich, trotz Schmerzmittelgaben am Maximum konnte er sich nur noch mühevoll bewegen. Heute kam er dann nicht mehr hoch. Sunday war einer der kernigen Typen, immer draussen selten in einer Bude, immer alles im Blick und sofort zur Stelle wenn man kam. Für Deckchen und Kissen war er nicht zu haben und ich glaube, so wie alles kam war es gut für ihn. Sunday lebte nun schon lange Zeit frei in Zone 4, mit überschaubarer Anzahl an Hunden, Krone auf dem Kopf und Menschen, die ihn sein ließen wie er ist. Mal von ein paar Diskussionen zwecks Fellpflege abgesehen. 

Bei der Durchsicht meiner Bilder hab ich mich natürlich wieder geärgert kein aktuelles von Sunday zu haben. Wenn man die Hunde schon so lange kennt und sie immer gleich sieht kommt man irgendwie nicht auf die Idee... Bei den Bildern auf seiner Seite war es fast wieder eine Zeitreise. Manches was im Hintergrund zu sehen ist gibt es in der Form nicht mehr. 

Ich hab noch ein Bild, da ist er leider etwas abgeschnitten, das habe ich im Oktober gemacht. Ich möchte es trotzdem hier zeigen. Sunday mit Fajna. 

 

Es war wirklich schön dich kennengelernt zu haben, von dir kann oder konnte man lernen entspannt den Alltag zu bestreiten. Wohin dich auch deine Reise führt, lass dem Wolf sein Futter :)


Kommentare:

Am 09.01.2018 schrieb Moni und Mandy:
Mach es gut kleiner Kuvasz.
Am 06.01.2018 schrieb Ingeborg M.:
Liebe Meli, hätte man ihn fragen können, so hätte Sunday sich sicher gewünscht, mit der Zunge in der Sardinendose gehen zu dürfen.
Die Liebe, mit der du alle Hunde begleitest, ist so eindrucksvoll.
Ich kann nur wieder und wieder danke sagen.
Liebe Grüße

Am 06.01.2018 schrieb Silvia:
Run free Sunday!
Ich wünsche Dir eine gute Reise...

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02.01.2018

Vielen Dank für all die lieben Wünsche. Es wird sicher bald besser werden. Aktuell sind oder waren viele Dinge in einer Art Endphase, angefangen von dem Jahr an sich und den damit verbundenen Listen und Zahlen, die man hier bereithalten muss plus der Möglichkeit es für 2018 und weitere Jahre einfacher zu gestalten. Auch sind die meisten groben Bauarbeiten rund ums Haus abgeschlossen.

Der gestrigen Tag war kein guter Startschuss fürs Jahr, Silvester im Tierheim war wie immer recht unspektakulär, da sich das Feuerwerk in Grenzen hält und wir von Böllern nicht viel mitbekommen. Jedes Jahr gab es immer Gedränge im Haus, dieses Jahr klopften nur Cordy und Banjul an, die anderen sonst Zufluchtsuchenden sind inzwischen regelmäßig im Haus anzutreffen. Die Bauarbeiten in unserem Raum sind abgeschlossen, es kam eine kleine unnütze Wand raus und dadurch können die Hunde sich besser verteilen.

Warum war es kein guter Startschuss? Die Arbeiter waren weiter in Feierlaune, was dazu führte, dass ich Arpi um Hilfe bat, damit wenigstens der volltrunkene Atilla aus dem Tierheim verschwand und der Rest den ernst der Lage erkannte. Ich bin ziemlich angefressen...

Ich habe mich nicht gerechtfertigt, ich habe den Moment genutzt unser Vorgehen zu erklären. Zum einen, weil ich möchte, dass ihr wisst warum das alles schwierig ist, zum anderen weil es vielleicht jemand liest, dem das weiterhilft. Es klärt aber auch die eigene Sichtweise, wenn man dann und wann Dinge mal zusammengefasst aufschreibt. Gelöscht hatte ich nur eine Impfempfehlung, die mir 1. veraltet vorkam und 2. nicht die hier herrschenden Umstände, sprich hoher Infektionsdruck berücksichtigte. Fragen, die ich noch zu Parvo habe kann mir nur noch ein Fachmensch beantworten. Am liebsten würde ich dazu eine Studie in Auftrag geben, ich denke aber stumpfes Verbrennen und neu kaufen ist kostengünstiger.

Ich sehe mich selber auch im Zentrum des Verbreitungsgeschehen. Es ist unglaublich schwierig, wenn die hier gegebenen Bedingungen immer noch unzureichend sind. Dazu kommt noch die alles beherrschende Witterung. An der Thematik weiterzuarbeiten, Schritt für Schritt, das ist meine Aufgabe. Was wir brauchen ist mehr und bessere Ausrüstung und konsequentere Umsetzung der Hygiene. Konsequentere... da ist es ja schon niedergeschrieben, konsequente Umsetzung der Hygiene.

Danke für alle Rückmeldungen, mal braucht man Trost, mal braucht man Denkanstöße, mal Anfeuerung, mal Verständnis. Danke für alles :) Ich wünsche euch ein schönes neues Jahr!


Kommentare:

Am 03.01.2018 schrieb Charlotte:
Liebe Meli, auch ich wünsche dir alles Gute und vor allem weniger Mühsal im neuen Jahr. Und hoffentlich bald wieder Hilfe! Es ist sicher alles noch schwieriger, da du es im Moment nicht mit Sabine teilen kannst. Ich kann dir gar nicht genug danken für alles.
Am 03.01.2018 schrieb Moni:
Tania`s Worten kann ich mich nur zu 100% anschließen!!!
Am 02.01.2018 schrieb Tania:
Liebe Meli.....Dir und Deinen Wauzis wünsche ich auch von ganzem Herzen ein schönes neues Jahr!!!!!!
Ich kann nur immer wieder sagen, schön dass es dich gibt!!!!!!!!!!!!!

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28.12.2017

Ich möchte auf einen Kommentar eingehen, den ich etwas reduziert freigegeben habe. Mir erschien der Text zur Impfempfehlung veraltet, da es inzwischen auch Parvoimpfstoffe gibt die man mit 4 Wochen verabreichen kann. Selbstverständlich impfen wir gegen Parvo und zwar im 2 Wochenabstand. Es gibt bei der Prophylaxe folgende Schwierigkeiten.

Die meisten Welpen haben maternalen Antikörper, sie werden durch das Trinken der Vormilch und Milch in den ersten Tagen aufgenommen. Hat die Mutter aber keine eigenen Antikörper, kann sie diese auch nicht an ihren Nachwuchs weitergeben. In der Regel fällt dieser Antikörperspiegel zwischen der 6. und 8. Lebenswoche. In der Regel, kann aber auch mit 5 oder 10 Wochen passieren. Während des Absinkens dieses Antikörperspiegels gibt es eine kurze Zeitspanne, in der der Titer zu hoch für eine wirksame Impfung, aber zu niedrig für einen ausreichenden Schutz vor den Viren ist.

Meist sind die Welpen verwurmt, sie müssen vor der Impfung erst dagegen behandelt werden und oft befinden sie sich in einem ausgemergelten Zustand. Man kann also nicht direkt bei Ankunft impfen.

Somit haben wir 2 Gefahrenbereiche, einmal die Tage nach der Ankunft und die Zeit des Absinkens des mütterlichen Schutzes.

Die meisten Welpen erkranken im Zeitraum vor oder kurz nach der ersten Parvoimpfung. Rechnet man den Zeitraum von Ankunft bis zum ersten möglichen Parvoschutz vergehen fast 2 Wochen. Wir versuchen so viele wie möglich bereits draussen zu impfen. Inzwischen sind doch mehr Leute bereit einen oder mehrere Welpen, bei sich aufzunehmen bevor sie ins Tierheim kommen. Die meisten Erkrankten sind zwischen 5 und 7 Wochen alt. Nach Marcellos Tod haben wir die Impfung zwischen den beiden Kombi-Impfungen aufgenommen, was die Situation deutlich verbessert hat. Im vergangenen Jahr waren Lieke, Grietje und Tjark die einzigen, die kurz vor der 3. Parvo-Impfung standen und erkrankten, nur Tjark hat es überlebt. In Zeiten von Parvoerkrankten impfen wir auch wöchentlich und es besteht die Überlegung generell bis zur ersten Kombi-Impfung wöchentlich zu impfen.  


Kommentare:

Am 01.01.2018 schrieb Karin S.:
Ich denke, Fragen und Vorschläge auch aus der Ferne sind nichts Negatives. Ich habe Meli's Antwort als sehr informativ auch für uns Laien empfunden und gar nicht wie eine Rechtfertigung. Natürlich kenne ich den ursprünglichen Kommentar nicht. Aber es ist doch völlig normal dass wir, die wir die News verfolgen, uns Gedanken machen. Ich finde da sollten wir entspannt mit umgehen.
Am 01.01.2018 schrieb ----Ingeborg M.:
Liebe Meli,
zum heutigen Start in das neue Jahr 2018 möchte ich dir von ganzem Herzen Danke sagen. Ich sende dir hiermit die herzlichsten Grüße und die besten Wünsche für dieses kommende Jahr.
Es liegt nahe zu sagen, mögest du uns noch recht lange erhalten bleiben.
Aber nein, das ist es nicht was ich sagen möchte. Ich möchte, dass es dir gut geht, dir wünschen, dass du gesund bleibst und die Liebe und Geborgenheit, die du immer bereit bist, unseren BP-chen zu opfern, in deinem persönlichen Umfeld finden mögest. Ich hoffe sehr, dass dein kleines neues Häuschen einen Anteil daran haben wird.
Mögen alle Schutzengel immer ihre Arbeit tun und und ihre schützende Hand über dich halten.
Du hast meinen vollsten Respekt und meine Bewunderung. Gäbe es mehr Menschen wie dich auf dieser Welt, sähe sie anders aus.
Ich habe dich schon ein paar mal gefragt, ob ich dir denn nicht irgendwie eine kleine Freude machen könnte, aber du hast nie darauf reagiert. Vielleicht fällt dir ja doch etwas ein, ich würde mich wirklich freuen.
Ich wünsche mir so sehr, dass Parvo bald besiegt ist und somit wenigstens dieser Stress von dir genomen wird.
Mein Dank und meine Wünsche gelten auch all jenen vor Ort, die dich täglich unterstützen
Lass dich umarmen, du Liebe....
Am 01.01.2018 schrieb Petra Erdmann:
Danke für die Erklärung und den Blick "hinter die Kulissen", Meli! Mit Rechtfertigung hat das nichts zu tun, eher mit Einblick in die tägliche Arbeit.
Ich wünsche dir und dem gesamten Team vor Ort und hier in D ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr! Allen Fellnasen dort ein glückliches Leben! LG
Am 31.12.2017 schrieb Ingeborg M.:
Liebe Meli, ich hoffe, ihr habt auch etwas Zeit für euch ohne Aufregung
...............rutscht gut rein.....
meine Gedanken sind bei euch!!!
Am 29.12.2017 schrieb Gundula:
Ihr in MC schaut immer über den Tellerrand.Ihr seit leider und auch zum Glück höchst Wissend über Parvo.Medizinisch auf den neusten Stand.Ihr versucht so steril wie es geht unter den Umständen zu arbeiten.
Ja wir hier können nur Geld spenden und Sachspenden sammeln. Und einige ja wenige waren in Mc um zu helfen.Und Meli ist die Letzte die eine neue Idee wen es die gibt und die brauchbar wäre ablehnt.
Am 29.12.2017 schrieb Ingeborg M.:
DANKE SIGI, DU SPRICHST MIR AUS DER SEELE !!
Am 29.12.2017 schrieb feli:
was hat das denn mit Rechtfertigung zu tun....Tierschutz braucht auch überlegte Gedanken und Gespräche....wo kann man helfen..was macht Sinn..und da betraf es einfach mal die Bereitschaft zu Gesprächen. Das hat doch keineswegs mit Vorwurf oder Rechtfertigung zu tun. Einfach mal über den Tellerrand hinweg schauen und überlegen wie kann man aus der Ferne euch tatsächlich helfen. Spenden sammeln für Impfungen z.B. oder eben euch Fragen... was ist eurer Wunsch vor Ort. Wie kann man helfen. Etwas aus der Ferne bewegen....Schreiben und Mitleid bekunden ist ja lieb gemeint...und aus der Ferne schreiben wie tapfer ihr seid..gut auch mal erforderlich, dennoch ist das aktive Hilfe für Probleme die ihr schildert??? .....das ihr euch aufopfert weiß jeder und dass es übermenschliche Kraft braucht um dieses Elend vor ort zu ertragen und zu verbessern dass sollte jeder wissen. das muss man nicht ständig kommentieren...hilfreicher wäre es m.E. aus der FERNE aktive Vorschläge machen und fragen...wie kann man euch helfen. Sagt es...ihr seid an der Front...was können wir hier, die eure Seiten lesen machen??? Darum geht es ....und nicht um irgendeine Rechtfertigung die überflüssig ist. Schade....sehr schade....
Am 29.12.2017 schrieb Angelika:
Ich möchte mich Sigi auch anschließen, alles Gesagt - Danke dafür. Und hier wieder ein geschriebenes DANKE (zum täglichen gedachten) an das MC-Team .. Ihr seid einfach nur bewundernswert, viel Kraft und Glück und Erfolg für das kommende Jahr!!!
Am 29.12.2017 schrieb Gundula:
Danke Sigi ich konnte meine Gedanken dazu nicht so formulieren.Aber du schon.Ich hatte noch nie einen Hund.Aber dennoch seit Ihr auch meine Helden.Jeden Tag.
Am 29.12.2017 schrieb Sigi:
Das klingt wie eine Rechtfertigung. Aber das habt ihr weiß Gott nicht nötig. Ihr tut was ihr könnt, sehr professionell, rund um die Uhr. Keiner hier würde das schaffen.
'Gute' Tipps aus der Ferne sind schnell geschrieben, aber die viele, viele Arbeit, der Kampf gegen rumänische Gegebenheiten, das ständige Improvisieren müssen, das vielfältige Leid der Hunde täglich mitanzusehen müssen, die kleinen Kerlchen auch noch zu Grabe tragen zu müssen, erfordert übermenschliche Kräfte.
Daher bitte keine Rechtfertigungen mehr - sonst bricht mir das Herz. Ihr seid meine Helden!

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27.12.2017

Es ist uns jetzt zum ersten Mal passiert, dass uns Parvo-Tests falsch negativ angezeigt wurden. Das führte leider dazu, dass mehrere Welpen nicht die erforderlichen Antikörper erhielten und verstarben. Es fing mit den Geschwistern Nanny, Selun, Janko und Cassie an. Cassie war die Erste, nach 2 Tagen Infusionstherapie war sie aber auf dem Weg der Besserung, ihr Bruder Selun beschränkte sich auf ein Tag nicht fressen. Bei Janko aber nahm es den typischen Verlauf und er verstarb nach 3 Tagen. Wir wollten Janko untersuchen lassen, wir mussten wissen was los war. Wie sollen wir behandeln und wer ist alles gefährdet? Ich war sehr beunruhigt, denn inzwischen waren in einem benachbarten Zwinger Maya-Li und Le-Jim erkrankt.

Es war eine Geschwistergruppe von 4 Welpen, als sie ankamen waren 2 von ihnen noch nicht mal in der Lage selbstständig zu fressen. Sie waren so extrem verwurmt, dass aus dem Gedärm erstmal nichts anderes heraus kam. Anna starb 2 Tage nach ihrer Ankunft, von dem kleinen Hundchen war einfach nichts über, Infusionen und Co konnten nicht helfen. John-Lo befand sich zum Päppeln bei Mesis Familie. Am Tag, als er zurück zog erkrankten seine Geschwister. Maya-Li und Le-Jim verstarben recht schnell, Auch Maya-Li sollte untersucht werden und wurde mit Janko eingeschickt. 

Inzwischen hatten wir ein ganzes Sortiment an weiteren Tests. Giardien, Rota-Viren, Corona-Viren, die Staupetests haben wir sowieso. Bevor John-Lo erkrankte brach die Krankheit in dem Nebenzwinger aus. Deta und Kay und da war der erste Test dann positiv und zwar ausschließlich Parvo. John-Los Test war positiv, John-Lo kämpfte, aber so junge Dinger haben dieser Krankheit einfach nichts entgegenzusetzen. Er war gerade mal 4 Wochen alt. 

Deta und Kay erholten sich relativ schnell, dann erkrankten Rabe und Potter. Rabe ist nach 2 Tagen Krankheit leider verstorben. Potter erholte sich und alle weiteren Welpen in dem Zwinger blieben gesund. 

Ein weiterer Zwinger war betroffen. Esmé; Tiberias und Amil erkrankten, Tiberias ist leider verstorben, Esmé erholte sich schnell, Amil hatte zu kämpfen, inzwischen hat er sich gut erholt. Schwester Kasia hatte einen Tag keinen rechten Appetit und Mutter Sujeena blieb gesund. 

Das Ergebnis der Untersuchung ist keine Überraschung, Janko wie auch Maya-Li verstarben an Parvo. Ich hatte so gehofft, dass es damit mal wieder vorbei war, doch erkrankten vor 3 Tagen 3 Welpen. Sie wurden von Laura mit der Flasche aufgezogen und sind jetzt 4 Wochen alt. Ayola, Tare und Yossef können alle Daumendrücker gebrauchen. 

Es tut mir leid einen so trockenen, unbebilderten Bericht rauszuhauen, zum einen habe ich leider keine Zeit und zum anderen bin ich gerade in einem Funktionsmodus. Natürlich ist das nicht alles, denn es gibt weiter Sorgenfälle. Oma Ida aber ist gestern aufgewacht. Bis dahin hat sie in jeder nur erdenkliche Pose geschlafen, ihr war maximal ein wohliges Grunzen zu entlocken, wenn ich ihr den Rücken gekrault habe. Sie zeigte lediglich dann Aktivität, wenn ich ihr gekochtes Huhn hingehalten habe. Mit erstaunlicher Schnelligkeit schnappe sie zu. Seit gestern Mittag ist sie wach, läuft ein wenig rum, frisst normales Futter und zeigt sich an ihrer Umgebung interessiert. Erst war sie mir gegenüber sehr skeptisch, dass wir uns bereits Tage kannten war ihr wohl nicht bewusst. 

Texas hat sich die Achsel aufgerissen, wir haben keine Ahnung wie das passiert ist. Wir haben den ganzen Bereich kontrolliert und nichts gefunden, was die Verletzung erklärt. Die Wunde ist tief, ich habe sie freirasiert und tamponiere sie täglich aus. Bei der Gelegenheit war auch die verfilzte Hose dran, das war dringend notwendig. Eine Narkose wollte ich nicht riskieren.

Askjell baut zusehends ab, er wird schmaler, scheint lustlos, ihm setzt auch die Kälte recht zu. Seine Hütte ist extradick ausgestattet mit Stroh und Flauschedecke. Es war ein bisschen abzusehen, denn so richtig Speck hat er nie angesetzt. Da seine Nieren nicht in Ordnung sind bekommt er wieder Nierendiätfutter.  

Die Pfote von Anikati ist eine weitere Herausforderung. Da wir teilweise Temperaturen bis unter Minus 10 Grad hatten und sie nichts darin fühlt ist die Pfote ständig gefährdet. Sobald sie einmal den Verband verliert ist alles wieder offen. Aber auch der kleinste Druck verursacht offene Stellen. 

Hombre und Nele sind weitere Hunde, die ich in besonderer Weise auf dem Schirm habe. Inzwischen sehr tüddelig und wunderlich ist aber besonders ihr Fressverhalten im Auge zu behalten. Sie brauchen Zusatzmahlzeiten, genauso wie Icarus, Minna, Xheneta und die Geschwister Netti, Idis und Fita. Die 3 Mädels werden eigentlich immer zusätzlich gefüttert, weil sie sonst total dünn werden und sie sind große Fans von Softbrocken-Futter. 

Mendocino hat einen bösartigen Tumor am Bein. Den haben wir in einem verzweifelten Versuch sein Leben zu retten entfernt. Nach der Operation stellte sich heraus, dass er leider weitere gesundheitliche Probleme hat. Er hatte für kurze Zeit Blut im Urin, kann diesen aber auch schlecht halten. Er war für eine Woche gesondert untergebracht und so stellte ich fest, dass für die häufig durchgepinkelten Decken in der Küche ggf nicht nur Nele und Hombre in Frage kommen. Mendocino braucht tägliche Verbandswechsel die nicht immer einfach zu meistern sind.

 

Kommentare:

Am 30.12.2017 schrieb Briska:
Hallo, Meli, ich wünsche Dir, dass du aus der absoluten und ehrlichen Bewunderung für Dich, Deinen unermüdlichen Einsatz, die aus den Kommentaren hier "spricht" etwas Kraft und Durchhaltevermögen schöpfen kannst. Ganz viel Gesundheit und auch glückliche Momente im neuen Jahr, das wünsche ich Dir von Herzen!
Am 28.12.2017 schrieb Ingebog M:
Meine Daumen für die Geschwister Ayola, Tare und Yossef sind gedrückt und ich bitte inständig die Schutzengel, Meli zu helfen
Am 28.12.2017 schrieb Ingeborg M.:
Ich bin einfach nur traurig, finde einfach nicht die richtigen Worte und schliesse mich Charlottes Worten an.
Meine gesamte positive Energie ist unterwes zu euch, meine Kerzen brennen hier für euch
und ich umarme euch ganz dolle
Am 27.12.2017 schrieb Tania:
Oh weia....das hört sich alles nicht gut an....hoffentlich hat Mendocino noch ein bisschen Zeit!!!!!!!
Alle Daumen sind gedrückt....Danke Meli.Es ist sooo schön, dass es dich gibt!!!!!!Einen dicken Knutsch....
Am 27.12.2017 schrieb Sylvia mit Melli:
Melli und ich schicken euch ganz viel kraft ..immer wieder traurig wenn man das liest ..in gedanken sind wir bei euch und drücken den kleinen ganz feste die pfoten umd daumen ???
Am 27.12.2017 schrieb Ditte:
Liebe Meli, ich lese hier immer mit und schicke Euch all meine lieben Gedanken!Ja hoffentlich geht es bald bergauf und das Wetter wird wieder wärmer!Viel Kraft und kommt gut rüber ins Neue Jahr!
Am 27.12.2017 schrieb Silvia:
Viel Kraft, Meli!
Es tut mir so leid von all den kranken und bedürftigen Hunden zu lesen. Und das auch noch in der Kälte, die den Hunden zusetzt und die Arbeit so viel härter macht.
Ich hoffe sehr, es geht bald wieder aufwärts.
Freuen tut es mich für Oma Ida, der ich noch eine gute Zeit wünsche!
Am 27.12.2017 schrieb Charlotte:
Das ist furchtbar, was da alles abgeht. Bei all dieser Krankenbetreuung bleibt ja kaum Zeit, den ganz normalen Alltagswahnsinn zu bewältigen. Ein kleiner Lichtblick ist Ida, ich hoffe, es geht weiter aufwärts mit ihr. Meli, ich wünsche dir viel Kraft für das alles und hoffe, dass du nicht zusammenklappst dabei! Die Trauer kommt ja auch noch dazu :-(. Und all den kranken Hundis wünsche ich ganz schnelle und gute Besserung.
Am 27.12.2017 schrieb feli:
Meine Frage ist:
Macht es bei euch Sinn..für Impfmittel zu spenden oder geht es nicht darum???? Könnte man euch damit helfen und den Welpen????

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