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Vereinsgeschichte

     
 

Bruno Pet – Tierhilfe in Rumänien


Es fing an mit einem Hilferuf im Internet....

Im Januar 2005 ging ein Hilferuf per E-Mail durch das Internet. Ein kleines Tierheim in Rumänien, das von einer einzelnen Dame, Eugenia Ies, betrieben und finanziert wurde, platzte aus allen Nähten. An Weihnachten 2004 sollten Hunde im städtischen Tierheim von Suceava getötet werden, doch sie wurden von den Mitarbeitern grausam misshandelt und mit heißem Teer übergossen. Tierschützer konnten für die meisten Hunde rechtzeitig einschreiten und kontaktierten Eugenia Ies, die die Hunde bereitwillig aufnahm. Die Hilfe für die geretteten Hunde und der Unterhalt des Tierheimes mit so viele Hunden war alleine von einer Person mit nur geringen Hilfsmitteln nicht mehr zu schaffen. Schnell gelangte diese Mail auch ins Gesunde Hunde Forum, wo die Hilfsbereitschaft riesig war.

Um sich ein Bild machen zu können, fuhren Swanie und Ela Anfang Februar nach Rumänien. Auf der Zugfahrt nach Suceava bekamen sie von Robert Smith einen Schnellkurs über Tierschutzarbeit in Rumänien. Er erklärte ihnen die Besonderheiten und die Schwierigkeiten, das Streunerproblem in Rumänien (und in allen anderen Länder mit Streunern) zu lösen. In Suceava angekommen waren die Tage ausgefüllt mit Besuchen verschiedener Tierheime und mit Gesprächen, wie schnell und effizient Hilfe geleistet werden kann, denn hier war Hilfe bitter nötig.

 
       
 

Erste Hilfsmaßnahmen durch andere Tierschutzvereine, wie z.B. eine große Kastrationsaktion waren angelaufen, die Hunde wurden geimpft und Spenden gesammelt. Um die Unterstützung des Tierheims von Eugenia Ies dauerhaft zu sichern wurde von Swanie und ihren Mitstreitern der Verein Freundeskreis Bruno Pet e.V. gegründet. Die erste beständige Finanzierung wurde mittels Patenschaften von einzelnen Hunden erreicht. Mit den bisher gesammelten Spenden wurden die Zwingeranlagen ausgebaut und die Hunde medizinisch versorgt. In kleineren Transporten durften erstmals Hunde ausreisen um das übervolle Tierheim etwas zu entlasten.

Die zu Beginn geplanten Freilassungen nach erfolgter Kastration konnten aufgrund der zurückgezogenen Unterstützung durch den Bürgermeister nicht stattfinden. Um die Lebensbedingungen der Hunde zu verbessern musste das Tierheim leerer werden, aber wohin mit den Hunden? In Zusammenarbeit mit Pflegestellen und Tierheimen in Deutschland wurde die Ausreise einer großen Anzahl an Hunden geplant.

Im Januar 2006 wurde mit Hilfe des Tierärztepools ein Tierarzteinsatz zur Erfassung aller Hunde und ihrer Gesundheit durchgeführt. Die Hunde wurden medizinisch versorgt, auf Mittelmeerkrankheiten untersucht, erneut geimpft und gechipt. Dank der großartigen Finanzierungshilfe durch die Paten wurden die Hunde des Tierheims Bruno Pet für die Ausreise nach Deutschland vorbereitet.

 
       
 

Wir gehen auf Reisen....

   
       
 

Im April 2006 war es dann soweit, der 1. Großtransport mit 50 Hunden wurde durchgeführt und weitere folgten. Da Rumänien noch nicht in der EU war, gestalteten sich die Transporte manchmal mehr als abenteuerlich. Man kann sich nicht wirklich vorstellen, welcher Papierkrieg hinter jedem einzelnen Hund steht - auf jeder Fahrt gab es an der Grenze plötzlich andere Bestimmungen, Fahrzeuge wurden aufgrund der falschen Stempelfarbe über lange Stunden festgehalten. Dies und andere Tücken einer Reise wie ein Motorschaden auf der Heimfahrt mitten in der Nacht mit dem Transporter voller Hunde ließ uns so manches mal nette Menschen mitten in der Nacht aus dem Bett klingeln und um Hilfe bitten...der ganz normale Wahnsinn eben.  
     
 

Und wie geht’s weiter in Rumänien?

Den Hunden ging es langsam immer besser, die Zwinger waren nicht mehr so voll und die Lage entspannte sich. Doch im Herbst 2006 verkaufte Eugenia Ies das Tierheimgelände. Sie hatte schon in der Vergangenheit immer wieder geäußert, dass sie einfach nicht genügend Kraft, Zeit und Geld hat, ein Tierheim dieser Größenordnung auf Dauer zu betreiben. Mit Abnahme der Patenhunde fielen die Nebenkosten wie z.B. das Gehalt der Arbeiter immer mehr ins Gewicht, das Grundstück wurde schlicht weg zu teuer. Auch die Tatsache, dass die Stadt ihr ständig im Nacken saß, weil ihnen das Tierheim ein Dorn im Auge war, hat mit Sicherheit zu ihrer Entscheidung beigetragen. Die Übergabe des Geländes wurde auf Mai 2007 festgelegt, also genügend Zeit sich um die Zukunft der Hunde kümmern zu können. Ein neues Grundstück, kleiner, besser gelegen, stand in Aussicht. Dort wollten wir gemeinsam mit Eugenia Ies unsere Arbeit in kleinerem, überschaubarem Rahmen weiterführen. Wir planten über den Winter wie der Umzug gestalten werden könnte und eine Kastrationsaktion von Straßenhunden, die wir im Frühjahr durchführen wollten.

 
       
 

Im April 2007 haben wir gemeinsam mit 2 Tierärzten aus dem Tierärztepool in Suceava Straßenhunde kastriert und dabei neben der Verbesserung der Lebenssituation und Verhütung von Nachwuchs der Straßenhunde auch für einen positiven Eindruck bei der Bevölkerung und in der einheimischen Presse gesorgt. Sogar die Nachrichten sendeten einen Beitrag über unsere Aktion.

Durch den positiven Verlauf der Aktion motiviert und voller Tatendrang glaubten wir das drohende Unheil, dass sich schon während des Besuches abzeichnete, abwenden zu können. Eugenia Ies war arbeitslos geworden und am Ende all ihrer Kräfte. Wir versuchten Kraft zu spenden und Geld zu mobilisieren. Als wäre Eugenias Verzweiflung nicht schlimm genug, wollten die Besitzer des neues Grundstückes plötzlich kurz vor dem Umzug eine riesige Summe Geld für ihr Land. Alles Grübeln und Rechnen half nichts mehr, wir mussten das Tierheim räumen und hatten nur 8 Tage Zeit zur Verfügung.

 
     
 

Dank der Hilfe von vielen lieben und kompetenten Menschen schafften wir es, die verbleibenden Tierheimhunde alle unterzubringen. Nach dem letzten Transport blieb ein unbewohntes Tierheim zurück. Ein leerer, stiller Ort, der uns alle, die wir diesen Ort voller Leben und Gebell kannten, beinahe körperlich schmerzte. Unser Projekt in Suceava war abgeschlossen, die Hunde alle in Sicherheit. Nun blieb nach aufregenden und aufreibenden Zeiten ein wenig Zeit zum Durchatmen und ließ uns plötzlich mit aller Macht spüren, dass das Bild des evakuierten Tierheims auch unser Innerstes widerspiegelte. Eine unbegreifliche Leere und Stille.
Wir konzentrierten uns darauf, die Hunde, die nun in Deutschland waren, zu betreuen, den einen oder anderen umzusetzen, an einen passenderen Platz, wo auf seine Bedürfnisse eingegangen werden konnte. Einige der Hunde waren krank, oft alte Verletzungsgeschichte aus dem Straßenhundeleben, wir sorgten für Behandlung und Pflege. Wir waren auch damit beschäftigt, als Team etwas zur Ruhe zu kommen, denn ganz ehrlich, so notwendig Tierschutz ist, er raubt auch Energien. Und dann kam wieder alles anders als man denkt..... fest stand, wir wollten weiter machen in Rumänien, planten für die Zukunft Kastrationsaktionen, den Bruno Pet Tag...als ein Hilferuf per E-Mail durch das Internet ging.

Es geht weiter mit einem Hilferuf im Internet....

Ein kleines Tierheim in Rumänien war in Not geraten. Ein Hauptsponsor war ausgefallen, das Tierheim stand vor dem finanziellen Aus und den Hunden drohte der Abtransport in eine Tötungsstation.
Noch während Constanze Haag eine Mail mit Fragen verfasste klingelte ihr Telefon, am Apparat war Angela... Auf ihrer verzweifelten Suche nach Hilfe erhielten sie Connys Telefonnummer von einem anderen rumänischen Verein, kontaktierten Conny umgehend und erzählten völlig fertig mit den Nerven die ganze Geschichte. Bei uns liefen die Telefone heiß, schnell waren wir uns einig, dass wir helfen wollen.

Und das ist es, das neue Projekt vom Freundeskreis Bruno Pet e.V.:

 
       
 

Das Tierheim am Stadtrand von Miercurea Ciuc, inmitten der rumänischen Karpaten, beherbergte 2003 ca. 150 Hunde. Auf einer Fläche von 2000 qm hausten die Tiere in sechs Verschlägen und Ausläufen. Die Unterstützung der Stadtverwaltung reichte für jeden Hund am Tag für 170 g Brot, 40 g Mehl und 20 g Reis. Die Hunde sollten mit Rattengift getötet werden, um Platz zu schaffen für weitere Hunderte von Hunden, also eine Tötungsstation.
Dieter Fickel und Angela Zimmermann, ein Paar aus Österreich, besuchten ein von ihnen unterstütztes Kinderheim in Frumoasa und während dieses Aufenthaltes besichtigten sie erstmalig das Tierheim. Sie drehten ihre Urlaubskasse um und kauften spontan einen Transporter voll Trockenfutter. Sie versprachen, Eva Orendi und ihrer Freundin Magdalena Puska und vor allem den Hunden zu helfen, um den frühzeitigen Tod der Tiere zu verhindern.

 
     
 

Durch die zu dem Zeitpunkt neu gegründete Stiftung, unter Leitung der beiden Damen, konnte für rumänische Verhältnisse viel erreicht werden. Der Tod durch Rattengift blieb den Hunden erspart.
Es kam ein Transport aus Deutschland mit Spendengütern, Medikamenten und medizinischem Material und einem Notstromaggregat im Tierheim von Miercurea Ciuc an und im Laufe der Zeit folgten weitere.

2005 konnte ein 1 ha großes angrenzendes Grundstück erworben werden und das Tierheim wurde erweitert.
Die Stadt wollte weiterhin eine Brasover Hundefängerfirma beschäftigen, um die Straßenhunde einzufangen und in das Tötungslager in Brasov einzuliefern. Der Vizebürgermeister von Miercurea Ciuc war aber auch offen für ein gemeinsames Kastrationsprojekt.

Bei einer Erhöhung der Kapazität des Tierheimes, was auf dem neuen Gelände möglich war, konnten die noch verbliebenen Straßenhunde der Stadt übernommen werden. Das brachte jedoch eine höhere finanzielle Belastung mit sich. Nach den Gesprächen mit dem stellvertretenden Bürgermeister von Miercurea Ciuc ist das Tierheim stark angewachsen. Er hat sein Wort gehalten und keine Straßenhunde mehr zu den Tötungsstationen geschickt.

 
       
 

Die Zahl der Straßenhunde in der Gegend um Miercurea Ciuc stieg im Laufe der Zeit trotzdem stetig. So ist es zu einer neuen Belastungsprobe für die beiden Frauen und ihrem Tierheim gekommen. Die finanziellen Mittel wurden knapp. Kosten für Futter, Medikamente und Baumaßnahmen explodierten.

Dieters und Angelas Zukunftstraum war ein kleines Gebäude und trotz aller Sorgen ist es Dank finanzieller Unterstützung gelungen, ein gebrauchtes Holzhaus zu kaufen, das erste feste Gebäude auf dem Tierheimgelände. Geplant sind ein OP- und Behandlungsraum für den Tierarzt, ein Krankenzimmer sowie sanitäre Anlagen. Außerdem soll ein ehemaliger Obdachloser, der jetzt schon als Nachtwächter auf dem Gelände arbeitet, dort einziehen, um noch besser für Sicherheit zu sorgen, denn in der Vergangenheit gab es leider immer wieder Diebstähle.

Und dann zog sich der Hauptsponsor zurück und das Futtergeld für die Hunde war plötzlich nicht mehr da...

 
     
 

Zur Situation Ende August 2007 und unsere erste Zielsetzung:

Es waren weit über 300 Straßenhunde im Tierheim untergebracht.

Die Stadt zahlte eine kleine Unterstützung und den Lohn für zwei Arbeiter. Zwei weitere Arbeiter zahlte der Verein Tierhilfe Thüringen e.V.. Es arbeiten zwei Tierärzte für das Tierheim, das Tierheim musste aber bisher nur die Medikamente und die Impfstoffe kaufen. Es fehlte an Futtergeld und Geld für die medizinische Versorgung.

=> 1. Ziel: Absicherung der fehlenden Kosten für Futter und Medikamente

Das Haus ist noch nicht fertig gebaut. Zu dem Zeitpunkt war es noch nicht winterfest.

=> 2. Ziel: Haus winterfest machen

Je eher das Haus zur Nutzung übergeben werden kann, um so schneller könnten durch Pension und Tierarztpraxis kleinere Summen in das Tierheim zurück fließen, und man hätte eine feste Zusatzeinnahme geschaffen. Da in der Stadt Bedarf für eine Tierpension besteht, war die Errichtung einer solchen auf dem Gelände des Tierheims geplant.

Ein großer Vorteil ist die Bereitschaft des Vizebürgermeisters Kastrationsprojekte an Straßen- und Bauernhunde zuzulassen. Mit den Bauern aus den umliegenden Orten wurde vor einiger Zeit über die ländlichen Tierärzte eine Aufklärungskampagne gestartet, um die Notwendigkeit von Kastration/Sterilisation zu erläutern.

=> 3. Ziel: Eine Kastrationsaktion in der Umgebung

Am 08. September fuhren Angela und Dieter für 10 Tage nach Miercurea Ciuc und fotografierten die Hunde. Mit den Bildern der Hunde möchten wir wieder die Futterkosten dauerhaft mittels Patenschaften abdecken. Es werden also Paten gesucht.

 
     
  Am 14.10.2007 fuhren wir zum 1. Mal nach Miercurea Ciuc.  
       
 

Wir wollten gerne Eva und Magda, die das Tierheim seit einigen Jahren leiten, persönlich kennenlernen und uns die Tierheimanlage anschauen, um festzustellen, was noch an Verbesserungen notwendig ist.

Wir beabsichtigten den Bürgermeister kennenzulernen, um mit ihm darüber zu sprechen, wie man seine Interessen und die der Tiere am besten unter einen Hut bekommt. Unser Ziel war, dass er keine Straßenhunde mehr nach Brasov in die Tötungsstation bringen lässt, wenn wir durch Transporte dafür sorgen, dass im Tierheim von Miercurea Ciuc Aufnahmekapazitäten bestehen bleiben. Im Gegenzug dazu wollten wir eine offizielle schriftliche Genehmigung für das Kastrieren von Straßen- und Privathunden vor Ort durch unsere Tierärzte. Bei positivem Ausgang dieser Gespräche könnte eine erste Kastrationaktion im Frühjahr stattfinden. Der vorangegangene Punkt bedingt den nächsten, wir hatten vor Hunde mitbringen.

 
     
 

Wir planten so viele Hunde wie möglich zu katalogisieren. Dieter hatte schon viel Vorarbeit geleistet und unheimlich viele Hunde fotografiert und auch notiert, in welcher Box sie untergebracht waren.

Wir wollten schauen, wie wir die Futtersituation vor Ort verbessern können. Die Fotos von Dieter zeigten ganz deutlich: viele Hunde waren zu dünn und der Winter stand vor der Tür. Ein bisschen Erfahrung, wie man rumänischen Hunden etwas Speck auf die Rippen zaubert, haben wir ja Suceava bereits sammeln dürfen.

Es war vorgesehen die Tierärzte vor Ort kennenzulernen und mit ihnen über die medizinische Versorgung, Impfungen usw. sprechen und auch ein Konzept entwickeln, was die Kastrationen angeht. Bisher waren zwar viele aber noch nicht alle Hunde kastriert. Die unkastrierten Hunde werden nach Geschlechtern getrennt gehalten. Wir möchten das auf Dauer aber unbedingt ändern, unser Ziel ist es, dass jeder Hund gleich kastriert und entsprechend markiert wird, wenn er ins Tierheim kommt.

Erste eigene Erkenntnisse nach dem Besuch:

 
       
 

Magda und Eva haben das Herz am rechten Fleck. Sie sind sehr engagiert, sehr kooperativ und haben ein herzliches, persönliches Verhältnis zu ihren Hunden. Sie freuen sich über jede Unterstützung und haben ein offenes Ohr für Verbesserungsvorschläge. Ihr freundliches Naturell, ihre Tierliebe und ihre Erfahrungen lassen auf eine gute Zusammenarbeit schliessen.

Das Tierheim war brechend voll und dadurch auch viele Hunde an der Kette. Es musste unbedingt die Anzahl der Hunde reduziert werden. Und so durften ca. 50 Hunde ausreisen, darunter auch ein paar Notfälle, die umfassende medizinische Versorgung in Deutschland erhielten.

Der Zustand der Hunde hatte sich im Vergleich zu den Bildern im September gebessert. Sie hatten deutlich mehr auf den Rippen (wenn auch nicht alle). Es sind sehr viele Hunde, die freundlich und neugierig dem Menschen gegenüber sind. Es stellte sich heraus, dass eine große Zahl der Hunde nicht kastriert ist. Das Stresspotential ist dadurch nochmals erhöht. Die unkastrierten Hunde werden nach Geschlecht getrennt gehalten. Die Kettenhunde bekommen viel Aufmerksamkeit und sind von daher auch sehr freundlich und aufgeschlossen. Dennoch muss unbedingt Platz geschaffen werden, damit jeder Hund sich wenigstens in einem Zwinger frei bewegen kann. Es gibt dort tatsächlich eine Gassigeherin, deshalb kennen einige Hunde auch schon Halsband und Leine.

Teilweise sind die Zwinger in schlechtem Zustand. Einige Zwinger liegen so ungünstig, dass sie ständig matschig sind, weil der Boden immer im Schatten ist und nie abtrocknen kann.
Es sind noch viele Behelfszwinger in denen Hunde teilweise einzeln sitzen. Sie werden als Notlösung genutzt, weil es so viele Hunde sind. Es fehlt die Möglichkeit, neue Hunde erstmal in Quarantäne unterzubringen, damit sie entwurmt, entfloht und geimpft werden können, bevor sie zu den anderen Hunden kommen. Die Hunde könnten bessere Wasser- und Futternäpfe gebrauchen.

 
     
 

Das neue, eigene Grundstück ist recht groß. Ein Ausbau mit neuen, besseren Zwingern wäre ein deutlicher Fortschritt. Es wäre auch die Möglichkeit gegeben, Ausläufe zu integrieren und eine Quarantänestation zu errichten. Es gibt auf dem gesamten Gelände nur einen Wasseranschluss, der Strom stammt aus dem Notstromaggregat, was die Arbeit natürlich erschwert. Das Futter wird teilweise wegen Diebstahlgefahr außerhalb gelagert. Die Lagerung vor Ort wäre sicher einfacher, aber es kann bisher nicht sicher weg gesperrt werden.

Die Zusammenarbeit mit dem Tierarzt ist gut gelaufen. Barny ist ein netter, kluger Mann. Er arbeitet sehr effizient und strahlt Fachkompetenz aus. Leider war sein Zeitrahmen sehr eng und die Reisenden hatten zu tun um mit ihm Schritt zu halten. Auf jeden Fall ist er eine große Stütze für das Tierheim.

Während des Aufenthaltes konnten sehr viele Hunde gleich gechipt und katalogisiert werden.

Der Bürgermeister war verhindert, somit konnten die geplanten Gespräche nicht stattfinden. Dafür war ein Stellvertreter des Bürgermeisters da. Er war nett und aufgeschlossen und schaute uns beim Chippen zu. Auch die Presse war vor Ort und zeigte sich sehr interessiert.

Zusammenfassend müssen wir sagen, dass es viel zu tun gibt, doch gemeinsam können wir es schaffen.

 

 
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