Eine lebensrettende OP für Stjarna

Die kleine Stjarna kam mitten im harten rumänischen Winter ins Tierheim. Was für andere Hunde an sich eine Katastrophe bedeutet, war für die nette Hündin wohl ihre Rettung. Völlig verwahrlost, abgemagert bis auf die Knochen und ohne wärmendem Fell, hätte sie den Winter, in dem es auch in diesem Jahr nachts oft Temperaturen von -25 C gab, kaum überlebt.

Stjarna lebte wohl bei einem älteren Herrn im Garten, weitgehend sich selbst überlassen. Als dieser nun ins Krankenhaus mußte, wurde sie von Nachbarn ins Tierheim gebracht. Ob das ihre wirkliche Geschichte ist, kann sie uns leider nicht erzählen. Von nun an braucht diese liebe Hündin auch nicht mehr zurückblicken.

Stjarnas Pech sollte sich nun eigentlich in eine Glückssträhne wandeln. Das größte Glück das sie wohl hatte, war es, in das Tierheim von Miercurea Ciuc zu kommen. Dort kümmerte man sich liebevoll um die offensichtlichen Hautprobleme. Gutes Futter brachte auch die Kraft und Lebensenergie zurück, die Hund braucht um im rumänischen Winter den stressigen Tierheimalltag zu überleben. Stjarnas Geschichte könnte hier zu Ende sein und wir könnten jetzt für dieses liebe Hundemädchen ein schönes Zuhause in Deutschland suchen. Doch wie so oft, schlägt das Schicksal bei manchen einfach mehrfach zu. Als Stjarna im Tierheim kastriert werden sollte, stellte der Tierarzt ein auffälliges Herzgeräusch fest. Um ihr eine Narkose und ein damit verbundenes Risiko für ihr Herz zu ersparen, wurde auf die Kastration vorerst verzichtet. Da es in Rumänien vor Ort keine Möglichkeit gibt, ein solches gesundheitliches Problem abzuklären, suchten wir für Stjarna eine Pflegestelle in Deutschland, die auch schnell gefunden wurde.



Anfang März konnte sie die Reise in ihr neues Leben antreten. Ein sehr verschrecktes, zitterndes kleines schwarzes Hundemädchen wurde hier aus Ihrer Transportbox getragen. Alleine laufen oder gar aufrecht stehen? Viel zu gefährlich. Dabei ist Stjarna ein ganz lieber kleiner Hund. Sehr devot und schicksalsergeben. Selbst in der größten Panik denkt sie nur an Flucht, oder macht sich so klein wie möglich. Über die auf der Pflegestelle lebende Hündin hat sie sich schon am ersten Tag ein wenig freuen können. Das fest unter dem Bauch eingeklemmte Schwänzchen wurde beim ersten Kontakt schon mal etwas lockerer. In den ersten Tagen konnte sie den Alltag in Deuschland kennenlernen und befand ihn von Tag zu Tag als angenehmer.

Am 5. Tag in Deutschland machte sich Stjarna mit ihrem Pflegefrauchen auf den Weg zum Tierarzt. Dieser untersuchte erst mal den Allgemeinzustand. Sie ist noch immer ein sehr zierlicher Hund und die Qualität des Fells ist auch noch verbesserungswürdig. Aber alles keine wirklichen gesundheitlichen Probleme. Außerdem schätzte der Arzt Stjarna auf max. 3-5 Jahre. Anschließend wurde das Herz mittels Ultraschall untersucht, vermessen und beurteilt. Die Diagnose war niederschmetternd. Stjarna hat einen schweren angeborenen Herzfehler. Einen sogenannten PDA mit links-rechts-Shunt. Ihr Herz hat die Größe eines Hundes von 35 kg. (Das zierliche Mädchen bringt gerade einmal 11kg auf die Waage.) Wäre dies nicht erkannt worden, würde sich die Herzleistung der kleinen Maus in nächster Zeit massiv verschlechtern. Wassereinlagerungen wären erst der Anfang, eine deutliche Verschlechterung der Leistungsfähigkeit, Husten und Atemnot bis hin zum Tod wären die Folge.



So schlimm diese Diagnose auch ist, ist sie nicht hoffnungslos. Es handelt sich um einen der wenigen angeborenen Herzfehler beim Hund, die operativ behoben werden können. Jedoch bedeutet das auch, daß Stjarnas Uhr tickt. Es geht für sie nicht um eine Verbesserung der Lebensqualität, es geht für sie schlichtweg um die Frage ob Leben oder Tod. Sollte die Operation erfolgreich verlaufen, gilt Stjarna als geheilt. Das Herz wird sich mit der Zeit wieder verkleinern. Ihre Lebensqualität wird der eines gesunden Hundes entsprechen. Die kleine Stjarna ist angekommen in ihrem neuen Umfeld. Sie zeigt sich als ein ganz freundliches und sanftes Hundemädchen. Ob entspannte Streicheleinheiten oder wildes Spiel mit dem Hund der Pflegestelle, Stjarna genießt es in vollen Zügen. Wir haben uns entschieden, die hoffentlich lebensrettende und sehr riskante OP durchführen zu lassen. Natürlich ist ein solcher Eingriff mit sehr hohen Kosten verbunden. Aber Stjarna soll leben.

Bitte unterstützt uns, um Stjarna die Möglichkeit zu geben, noch einmal richtig durchzustarten in ihrem Leben. Krankheit und Hunger dürften der Vergangenheit angehören. Die lebensrettende OP ist ein Schritt, danach sucht sie noch ein tolles Zuhause…

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