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Meli's Rumänien-Tagebuch - Direkt aus Miercurea Ciuc

03.03.10 03.März: Ich musste jetzt erstmal schauen was für ein Datum überhaupt ist. Innerhalb von 5 Tagen haben wir 18 Hunde aufgenommen und weitere sollen folgen, da die Stadt wohl einen Frühjahrsputz veranstaltet. Da fragt man sich, was man hier eigentlich tut.

Letztes Wochenende waren Regina und Ute hier und 52 Hunde durften mit zurück fahren. Mädels, es war toll euch hier zu haben, ich vermiss euch. Kurz vor Ankunft setzte hier Tauwetter ein und es sah schrecklich aus. Die Hunde sind im Matsch versunken. Inzwischen ist es in vielen Zwinger einigermaßen abgetrocknet, doch gibt es genug Zwinger hier, die nicht so günstig zur Sonne sind. Deshalb haben wir Kies bestellt welcher heute ankam. Das war richtig schön, das sieht jetzt deutlich besser aus und den Hunden hat das sichtlich gefallen. Leider reicht so eine LKW-Ladung nicht weit.

Nun, Penny ist abreist und ich bin direkt zu Jorja gegangen. Leckerchen sind toll, die nimmt sie nach kurzem Zögern auch aus der Hand. Furkan hat da gleich mitgemacht. Anpacken war zum Fürchten und danach war es auch mal kurz aus mit Leckerchen, aber das wird werden. Bei den beiden ist Sorella und die ist ja so eine liebe Maus. Sie schmust so so so gerne. Ich lass sie von Tibi nochmal untersuchen. Ich hoff, dass sie auch fahren darf.

Ach Dunja hab ich umgesetzt, sie war für einige Zeit in Zone 2 zurückgekehrt. Nun sitzt sie im ehemaligen Kindergarten und es ist total süß, wie sie mit Natalie spielt. Also an den Lebertumor kann ich nicht mehr so recht glauben... aber irgendwas muss mit dem Bauch ja sein, sie ist nach wie vor empfindlich.

Unit macht sich echt gut, die Beinchen stellt er immer besser hin. Tanja durfte an Belanas Platz, nun müssen in ihrem alten Zwinger auch nicht mehr so viele zusammen sein.
16.02.10 16.Februar: Ernie kommt jetzt schon relativ flott um zu schauen ob ich was dabei habe. Er riecht noch vorsichtig an meinen Fingern, aber wenn nichts zu holen ist zieht er sich langsam zurück. Momentan will das Fell nicht richtig nachwachsen und ich befürchte, eine weitere Behandlung gegen Räude wird notwendig sein.

Bert hat sich gut an mich gewöhnt, er lässt sich streicheln und legt sich neben mich hin. Sein rechtes Ohr sieht schlimm aus, geschwollen und dicker gelber Belag. Er beißt wieder hingebungsvoll an seinen Pfoten. Ich habe eine kleine offene Stelle am Nacken festgestellt.

Tabea kommt kurz aus der Hütte gewuselt wenn ich mich davor setze. Wenn man bedenkt, dass wir uns von der Zwingertüre bis dahin gearbeitet haben sollte ich wohl zufrieden sein.

Lanja läßt sich streicheln - schicksalsergebend. Ich weiß nicht ob sie Angst vor mir oder vor der *herrschsüchtigen* Sofia hat. Lanja läßt sich alles soweit gefallen.

Momentan sitze ich neben Henning. Er ist ein ganz klein wenig schüchtern, aber auch sehr neugierig. Selbst meinen Bleistift musste er genau inspizieren. Nun liegt er neben mir sehr entspannt in der wärmenden Wintersonne und läßt sich genüsslich streicheln. Henning ist ein bildschöner Kerl fällt mir so auf. Sahara, Linda und Isa leben ebenfalls in diesem Zwinger, aber sie lassen sich nicht blicken. Na sowas, als ich nun gehen wollte kamen Linda und Sahara doch noch heraus. Linda ließ sich auch richtig anfassen, Sahara durfte ich kurz über das Gesicht streicheln.

Honey sitzt ganz dicht hinter mir und schnuffelt mich ab. Francesca war am Geruch meiner Gummistiefel interessiert. Honey muss man einfach mal *einpacken*. Auch wenn sie immer wieder mal etwas scheu reagiert, wenn man reinkommt, so ist sie doch sehr am Kontakt zu Menschen interessiert und läßt sich sanft schmusen. Francesca musste heute sogar eine 2. Geruchsprobe von mir haben und noch eine 3. plus vorsichtiges Finger abschlecken. Auch bei ihr wieder deutliche Anzeichen von Räude.

Nora kam mit einem verletzten Bein ins Tierheim. Sie ist eine 7 Monate alte und sehr, sehr menschenbezogene Hündin. Meine Hunde bringen ihr gerade bei, wie man sich anderen Hunden gegenüber zu verhalten hat und sie lernt recht schnell.

Bei Maurice habe ich mich inzwischen ein Drittel des Rückens hochgearbeitet. Und Logan ist ein dufte Kumpel geworden, der tanzt und springt zur Begrüßung. Er freut sich sehr, wenn ich ihn so richtig dolle durchrubbel.

Sunny macht sich jetzt echt gut, ihre Augen haben wieder Glanz bekommen und sie kommt sofort zum schmusen.

Kenan ist ein seltsames Kerlchen, hab ich es schon mal erzählt? Er bellt einen an und knurrt, zumindest hört es sich so an. Wenn man ihn nicht kennt weicht man eher zurück, aber eigentlich will der Bub gekrault werden.

Kim, Venos und Bundas sind abgehauen. Bundas hat höchst vergnügt ein Verkehrschaos angerichtet. Er folgte den Arbeitern aber sehr brav zurück ins Tierheim. Venos war das Fangspielen leid und flüchtete ebenfalls zurück ins Tierheim. Kim musste allerdings eingefangen werden.

Unit ist übern Berg und hat sich zu einem fröhlichen Hundchen entwickelt. Leider hat er völlig verbogene Vorderbeine. Er kann zwar laufen, aber doch nur mühsam.

Das Seh- und Hörvermögen von Simeon hat sich deutlich gebessert. Wie weit oder was der kleine Kerl sehen kann weiß ich nicht. Er kommt in seiner Umgebung gut zurecht und er kann mich mit einigem Abstand erkennen. Er hört gut auf seinen Namen und kommt fröhlich angebraust. Vielleicht liegt es an seiner Behinderung, vielleicht ist er auch einfach ein wenig tappig, aber er scheint gewisse Signale der anderen Hunde nicht wahrzunehmen und kriegt deshalb öfter als andere eins über die Rübe. Das beeinträchtigt sein Wohlbefinden jedesmal ca. 1 Minute lang, was er mit lauthalsem Wehklagen zum Ausdruck bringt. Anschließend stapft er aber wieder munter zwischen den anderen Hunden umher. Simeon ist kein Schmuser, selten lässt er sich auf entspanntes Kuscheln ein. Viel lieber macht er mit einem Zerrspielchen und blödelt rum.

04.02.10 04.Februar: Schlechte Laune Tag, das war heute. Die letzten Nächte konnte ich nicht gut schlafen, deshalb war ich besonders grantig, als ich heute morgen in aller Frühe vom Gekläff geweckt wurde. Der Tag sollte auch so bleiben. Das kennt ja jeder, so Tage, wo einen aber wirklich alles auf die Palme bringt.

Eine wirklich harte Arbeit war Bilder von Penny machen. Die Zwingertüre läßt sich wie bei so vielen Zwingern von innen nicht zumachen und ich hatte vergessen eine Leine mitzunehmen (damit binde ich sie dann zu). Also musste ich vor der Türe stehen bleiben, eine Hand an der Türe und in der anderen Hand den Fotoapparat und vor mir dieser unglaublich freudig erregte und an mir hochspringender Hund. Hab ich schon mal gesagt, dass ich fotografieren ganz schrecklich finde? Ich hatte noch einige Fotos vor der Kälte gemacht und heute wollte ich sie auf den großen PC laden, wofür ich aber alle Heizkörper ausmachen musste. Entsetzt stellte ich fest, dass es sich um 400 Fotos handelte. O.k., endlich auf dem PC stellte ich wie üblich fest, dass von 400 Bildern vielleicht 10% einigermassen brauchbar waren. Nachdem ich Katie-, Penny- und Lillybilder bearbeitet und online gestellt hatte war mir kalt und ich hab PC wieder gegen die Heizung getauscht. Bitte Leute einmal Katie angucken, sie ist ein so goldiger Schatz. Die anderen natürlich auch, aber sie ist so entzückend ruhig. Ach ja Romanfey hab ich auch hochgeladen, sehr süß die Kleine.

Und an so einem Tag liefern die Hundefänger einen Schwung halbtoter Welpen ab. Eine bunte Mischung, die sind bestimmt nicht miteinander verwandt, 7 Stück insgesamt. Und einen ausgewachsenen Hund brachten sie auch noch. Ich trabte ab in Richtung Praxis und erzählte Tibi davon, der gerade Skady kastrierte. 15 Minuten später war er fertig und wir gingen zu den neuen Welpen. Der erste Welpe war schon tot, der zweite kurz vorm Umkippen. Blutige Brühe aus dem Popo, der typische Geruch, Parvo. Wenn einer noch nicht krank war, dann spätestens jetzt hatte er sich infiziert, dazu sind sie alle noch sehr klein und dünn. Definitiver Kontakt mit Parvo, dieses Wetter, ohne Mutter, schlechter Ernährungszustand, in diesem Alter, ihre Chancen liegen bei Null. Jetzt bin ich wieder dazu verdonnert 6 kleinen Wesen beim Sterben zuzuschauen... manchmal möchte ich ...

Achtung, jetzt wird es schaurig-ekelig, evtl. diesen Absatz überspringen, ernst gemeint!!! Ein Welpe von Kielle war krank und am nächsten Tag lag er tot im Hütteneingang. Ich hatte die Hände voll und als ich später zurück kam um ihn zu holen lag er nicht mehr da. Ich war überrascht, das es so schnell bemerkt wurde und freute mich. Als ich heute den Zwinger betrat um ihnen das Futter zu bringen lag mitten im Zwinger der Kopf des Welpen, nur der Kopf... Ich fand noch Därme in der Hütte, den Rest hab ich nicht gefunden.

Gut, ich hatte die Nase von diesem Tag echt voll, ich hatte ja vor die Bilder zu bearbeiten und damit ich meine Ruhe hab (was man so Ruhe nennen kann) schloß ich die Türe zum hinteren Bereich, damit die Arbeiter den vorderen Bereich ohne meine Hilfe betreten können. Seit ich behauptet habe, ich hätte den Schlüssel verloren sind sie ja plötzlich wieder in der Lage selbständig ihren eigenen Schlüssel zu benutzen. Also, die Türe war zu, ich hatte meine Klamotten ausgezogen und es mir gemütlich gemacht, mich gefreut, dass sie heute nicht wegen jedem Scheiß brüllend vor dem Haus stehen und was war? Sie standen doch wieder brüllend vor dem Haus. Nachdem ich meinem Unmut Luft gemacht habe, ob sie denn nun in der Lage wären selbständig die Türe zur Praxis zu öffnen, neben der sie standen und ich bestimmt 20 Meter weg war, krabbelte ich zurück und es folgten die üblichen, ca. stündlichen Hupaktionen irgendwelcher Menschen, die es nicht verstehen, dass der Eingang und somit das Personal nun mal 200 Meter weiter die Straße lang zu finden sind. Jedesmal flippen die Hunde aus, ich muss mich wieder komplett anziehen, runterdackeln, meine Hunde beruhigen und fuchtelnd zeigen, dass ums Eck der Eingang ist. In 50% der Fälle verstehen sie es nicht und ich muss den Weg komplett außenrum latschen, die Pfleger suchen, fuchteln, dass da vorne Menschen sind und bis das alles passiert ist, sind die Hupenden meist schon wieder weg. Sehr erquicklich, ein Schild wäre hilfreich für diese Menschen und meine Nerven.

Das Schöne an diesem Tag: Unit hat Appetit und erbricht nicht, er hat seine Trinkmenge reduziert und pinkelt. Ein Hoffungsschimmer, er könnte es schaffen.

03.02.10 03. Februar: Nemmami ist gestorben, sie wurde leider von Nachbarshunden durch ein Loch im Zaun gepackt und so schwer verletzt, dass wir sie erlösten. Das macht mir sehr zu schaffen, denn dieser Hund schien vom Pech regelrecht verfolgt zu sein. Ich bin sehr, sehr traurig darüber. Auch Stanislas haben wir eingeschläfert. Der Tierarzt wollte nach dem Hauttumor schauen, ob evtl. nochmal was nachgewachsen ist und seine Zähne richten. Dabei kam ein Tumor aus dem Unterkiefer zum Vorschein. So wie das ausgesehen hatte muss das schon sehr weh getan haben.

Tibi ist fleissig am Kastrieren, das ist echt prima. Sukey war die letzte mit unerwartetem Nachwuchs im Tierheim. Klar, es werden auch Mütter mit Welpen abgegeben, aber hier im Tierheim sind keine mehr auf die Welt gekommen und gar hier produzierten Nachwachs gibt es keinen mehr.

Räude ist wieder ein Thema und ich vermute, ich weiß, warum das hier immer wieder so ist. Seit es das Heu in den Hütten gibt treten wieder die Hautprobleme auf.

Heute habe ich wieder eine Runde Spielzeug verteilt. Am allerbesten sind die Knuddel, Ziehtaue, sie halten am längsten. Alles was Plastik oder Gummi an Tauen ist wird abgefressen, ruckzuck, das ist leider nicht so toll. Die ganz einfachen Knuddel, die sind prima. Und die Bälle, die sorgen für Spass, allerdings je nach Ball und Hund nur für kurze Zeit. Trotzdem, es macht viel Spass den Hunden zuzusehen. Für Elihu ist es sogar eine Art Therapie. Die Fraktur wird inzwischen wohl verheilt sein, das Metall soll auch bald raus, aber er benutzt das Bein nicht richtig. Entweder zieht er es hoch oder er hoppelt wie ein Hase damit. Mit dem Ball hat er es vergessen und hat das Bein teilweise richtig benutzt und belastet.

Balou, Leyla und Yunus sind wirklich harte Brocken. Momentan mache ich täglich nur Folgendes. Ich gehe rein, mach den Deckel der Hütte auf, streue Leckchen rein und gehe wieder raus. Yunus sitzt meistens und ich hab auch schon versucht ihm direkt eins zu geben, aber nimmt es nicht (noch nicht). Leyla versucht unter den anderen abzutauchen, was meist so aussieht, das der Hintern irgendwo in der Luft hängt und der Rest von ihr zwischen den beiden Jungs steckt. Balou macht sich ganz platt, aber inzwischen geht die Nase schon mal gucken wo die Leckers sind. Heut hat er auch kurz mal die Zunge ausgefahren, wie ein Frosch um eins anzutesten. Einmal hat er sogar eins genommen und ich Doofie konnte mir ein freudiges Quitschen nicht verkneifen. Da war es dann vorbei. Erster Erfolg war, dass ich sie knuspern hörte als ich den Zwinger noch nicht verlassen hatte. Heute sah ich sie schon nach den Leckers suchen, da war der Deckel der Hütte noch nicht mal ganz zu. Juhu.

Romana und Romi verhalf ich zu einem neuen Hüttendach. Das alte lag zerbrochen in der Hütte. Romana habe ich mal kräftig gekrault, was sie halb schlotternd und halb schön findend ertragen hat. Romi wird etwas mutiger, etwas, aber immerhin.

Wer mir ganz dolle Freude bereitet sind Ernie und Bert. Die beiden kommen jetzt schon richtig freudig an. Ernie kann sogar lächeln. Er ist noch nicht ganz so mutig und Bert ein Weltmeister im Leckerchen nuckeln.

Ich mag den Navajo so gerne, das ist ein ganz feiner, sanfter Hund. Er ist noch ein kleines bisschen schüchtern und leider werde ich in diesem Zwinger dann gleich von 3 Clowns angehampelt und bedrängt. Mein Geruder und mein Bestreben mich von diesen zu lösen um ihn unbedingt zu streicheln verunsichert ihn dann wieder.

Cindy, eigentlich Cindy II was mir nicht gefällt und ich mir ja schon überlegt habe ob ich sie in *Cindy aus MC* umtaufen soll, diese Cindy hat mir ja schon einigen Kummer bereitet. Als ich sie kennenlerne dachte ich, das ist ein alter, kranker Hund. Einerseits dürr, der Bauch aber total aufgebläht und Durchfall der übelsten Sorte, das Fell stumpf, die Haut von Räude gezeichnet. Dann noch ihr ganz spezielles Äusseres. Nach einigen Behandlungen heilte die Haut und auch das Gedärm gab endlich Ruhe. Aber Cindy ging es noch nicht gut. Egal zu wem ich sie setzte, sie wurde gemobbt, gebissen und oder sie bekam nichts vom Futter ab. So hatte sie Bissverletzungen und war viel, viel zu dünn. Cindy schmeisst sich halt wirklich sofort hin, wenn sie einen anderen Hund sieht. Neulich sprang sie durch die Zone 3 und warf sich vor Hunde, die in einem Zwinger am Zaun standen. Klar hat sie von den Freilaufhunden wieder Prügel bezogen. Jetzt hat es aber geklappt, sie hat die richtigen Hunde nun um sich. Nevin, Rosalie, Gretchen und Mika, das sind ihre Freunde geworden. Mich rührt es jeden Tag Cindy nun wohlgenährt und fröhlich mit den anderen Hunden spielen zu sehen. Das ist so wunderbar, sie ist so ein liebes Ding. Ich hoffe, sie wird jetzt auch ein wenig selbstbewusster.

3 Geschwister, Welpen und wieder war es so. Es starb das erste, die anderen sahen schon so schlecht aus... Wie immer, Parvo raffte sie dahin. Ich sah heute in die Hütte und glaubte keinen mehr vorzufinden, denn gestern schon starb das 2. Mädchen und der Bub sah sehr elend aus. Doch der Bub lebte noch und so habe ich mal wieder einen Parvo-Päppel-Welpen im Haus, er heißt Unit. Janessa, mein Staupe-Päppel-Welpe lebt und erholt sich gut. Die Schwäche der Hinterbeine ist kaum noch vorhanden, ich denke, ich hoffe, sie schafft das.

Der absolute Knaller, Ritchie, er hat das Leben draußen entdeckt und macht jetzt das, was Daddy im Sommer immer machte, er geht auf Tour. Dazu braucht er inzwischen gute Klettereigenschaften, da die Wand repariert und der Sägespänehaufen weggeschaufelt wurde. Ich habe es heute beobachtet und wenn mir jemand das nur erzählt hätte dann hätte ich demjenigen den Vogel gezeigt. Aber ich hab es selbst gesehen, wie er aus dem Tierheim kam. Er steigt eine Leiter - LEITER - hoch (auf 2,5 Meter ungefähr). Diese Leiter lehnt an einem Holzgerüst aus dünnen, wirklich dünnen Baumstämmchen. Er klettert also die Leiter hoch und muss dann auf einem dünnen Stämmchen auf 2,5 Meter Höhe noch ungefähr 3 Meter balancieren um dann über die Mauer zu hechten. Unglaublich, aber wirklich so geschehen und gesehen.

30.01.10 30. Januar: Hallo ihr da draussen, es wäre mal wieder Zeit für einen Eintrag im Tagebuch. Aber so viel kann ich auch nicht berichten. Die letzte Woche lebte ich sozusagen in einem begehbaren Kühlschrank, die Zimmertemperatur lag teilweise bei 8 bis 10 Grad. Überlebt hab ich das Ganze Dank Anne, die mich mit *meinen* Vitaminen versorgte und Dank meiner Mutter, die mich mit *meinem* Hustensaft versorgte, kann ich jetzt die harmlos gebliebenen Auswirkungen kurieren. Andras war immer sehr besorgt wofür ich mich sehr bedanken möchte. Es ging im nicht gut damit, dass ich mich weigerte meine Hunde zu verlassen um diese sehr kalte Zeit bei seiner Familie zu verbringen. Seit gestern Abend habe ich erstmals seit einer Woche wieder Wasser hinten im Haus. Allerdings war ich emsig bemüht dieses sofort abzuschalten, da es sich in Fontänen aus undichten Stellen im Badezimmer ergoss. Ein Segen, dass es Erwin gibt, der den Schaden heute umgehend reparierte. Die Amatur an der Badewanne musste komplett ausgetauscht werden.

Es war eine interessante, aber harte Woche. Es gab kein Wasser hinten im Haus, aber in der Praxis lief es noch. Also raus in die Kälte, rum ums Haus und holen. Das bedeutet, volle Montur anziehen einschließlich Mütze, Schal und Handschuhe. Ohne Handschuhe blieb ich unweigerlich am Türgriff kleben. Ein ekelhaftes Gefühl, was man unbedingt vermeiden will nochmal zu erleben. Ausserdem schmerzten sonst sofort die Finger. Kein Wasser heißt, nicht mal eben die Hände im Waschbecken waschen. Dafür hatte ich mir dann eine Schüssel aufgestellt, Handtuch daneben, morgens einmal frisch machen, Problem behoben. Kein Wasser heißt, keine Klospülung. Also einen Eimer mit Wasser daneben stellen, Problem behoben. Kein Wasser bedeutet, kein Wasser zum Putzen - raus, holen, oder zum Kaffee, Tee oder Essen kochen (jawoll, richtig gelesen, ich hab das Tee trinken entdeckt) - raus, holen. Wasser für die Hunde - raus, holen, zum Waschen (obergrausam, natürlich hatte das Wasser eine Temperatur von Eiswürfeln) - raus, holen. Und besonders nett, zur Verfügung hatte ich 1 Eimer und meinen Kochtopf. Da war Organisation gefragt, das kann ich euch verraten. Was in der Zeit überhaupt nicht ging war Haare waschen. Ich hatte es einmal ausprobiert und hatte schlagartig die heftigsten Kopfschmerzen, die man sich vorstellen kann, ich hätte fast geheult. Wäsche waschen? Wie denn? Und wo soll das trocken? Also wurde es knapp an Socken. Inzwischen habe ich gelernt in einem Eimer mit Eiswasser wenigstens das Notwenige zu waschen ohne Frostbeulen an den Händen zu bekommen. Ist doch toll oder? Warum ich nicht die Waschmaschine benutze? Sie braucht STROM! Und das ist ein Thema, das ich noch nicht weiter erörtern will, da ich sonst rhythmische Zuckungen bekomme.

Fakt ist aber, die Leitung reicht nicht für den allgemeinen Gebrauch und schon gar nicht für das intensive Betreiben einer elektrischen Heizung und so war es auch nicht verwunderlich, dass ich bei eingeschaltetem Licht kein Buch lesen konnte. Ich brauchte Kerzen dazu. Sehr heimelig, begraben unter einem Berg Decken, komplett angezogen, sich den Kerzen zuneigend ein Buch zu lesen. Inzwischen hab ich fast alle durch, wenn es nochmal so kalt wird muss ich sie halt nochmal lesen.

Die Arbeiter luden mich immer wieder in ihren sehr, sehr schnuckelig warmen Bauwagen ein, was ich allerdings immer ablehnte. Sie verstanden nicht warum und ich wusste nicht, wie ich erklären sollte, dass ich nach dem Aufenthalt in ihrem sehr, sehr schnuckelig warmen Bauwagen und der Rückkehr in den begehbaren Kühlschrank vermutlich Heulkrämpfe bekommen hätte.

Man soll ja immer auch die positiven Aspekte betrachten. Die Kacke läßt sich viel schneller aufsammeln wenn sie gefroren ist und den Hundefängern war es wohl auch zu kalt.

Tibi hatte die Woche das Operieren eingestellt, es war einfach viel zu kalt. Dafür hat er sich ausgiebig der Wurmproblematik gewidmet. Bei diesen Temperaturen überleben die Dinger ja nicht im Freien, ideal, raus aus dem Hund und schockgefrostet. Ich hoff, es nutzt was.

Wir haben uns Pierre *vorgenommen*, der übrigens ohne meine Finger auch nur anzukratzen aus der flachen Hand frisst, er bekam 2 Zähne gezogen, Ohren, Augen, Krallen, usw. alles o.k., ein paar Verfilzungen rausgeschnitten, war aber auch gar nicht so viel. Großflächig hätten wir bei dem Wetter auch nichts machen können. Wir haben festgestellt, dass er Staupezähne hat und ausserdem auch deutlich älter als angenommen ist.

Faramir hatte beide Ohren ganz fürchterlich entzündet, Eiteransammlung auf beiden Seiten. Kein Wunder war er grummelig. Nun genießt er wieder alle Streicheleien.

Ich habe heute die Hunde der Zone 3 und 4 gründlich in Augenschein genommen. Es scheint keiner zu Schaden gekommen zu sein. Alle waren wohlauf und munter. Abalone hat ein Augenproblem, das sich Tibi am Montag anschauen muss. Rico und Roxy scheint es in ihrer Gruppe nicht so gut zu gehen, da werde ich morgen was unternehmen müssen.

Nico wurde vermittelt, wieder ein Kettenhund weniger.

18.01.10 18. Januar: Pascal anzufassen hab ich mich noch nicht getraut, aber Delight hat sich heute mal eine längere Streicheleinheit gefallen lassen. Auch bei Maurice habe ich heute etwas länger verbracht. Logan fand das natürlich klasse.

Schneeglöckchen hat sich in der Hütte streicheln lassen und vorsichtig meine Finger abgeleckt. Das Ganze während ich die 2 Kasper Rasko und Coffee ständig wegfegen musste.

Jamil hat mich aus der Hütte raus angeknurrt, o.k. ich geh ja wieder. Die Vela hat sich wenigstens gefreut.

Marc, Merle, Clover und Niue: Den Clover hab ich heute genötigt sich streicheln zu lassen - huah, die Niue auch, auf meinem Schoß und sie fand es gar nicht soooooo schlimm. Merle ließ sich in der Hütte das Gesichtchen steicheln und Marc hat kleine Bocksprünge der Freude veranstaltet.

Wolf hat mir heute zur Begrüßung ein Tänzchen gezeigt, ist kurz an mir hoch, hat sich kurz streicheln lassen und dann ist ihm wohl sein Übermut bewusst geworden. Liese hat sich an mich rangeschmissen, so schade, dass sie bei etwas Druck so abwehrend reagiert. Ist ne tolle Biene.

Leandra fühlt sich bei den Jungs echt wohl, sie ist ganz toll aufgeblüht. Das mit dem Streicheln kommt auch noch. Lotto ist übrigends auch ein ganz netter Bursche und so flauschig weich.

Im Gegensatz zum Fell von Markus, dass sich ganz, ganz speckig und stumpf anfühlt. Komisch, so fühlt sich kein anderer Hund hier an. Er wurde mit San zu Thommy gesetzt und lief dabei eigentlich ganz ordentlich an der Leine. Thommy tut das glaube ich gut, er war ganz neugierig.

Fortuno singt ja immer damit ich vorbei komme, er sitzt zusammen mit Carneol und Belana. Die 3 sind so, so süß! Carneol ist auch endgültig aufgetaut. Heute ist er vorsichtig an mir hochgeklettet und das ist schon ein recht großer Hund, aber er war wirklich ganz vorsichtig.

Es war Zeit mal Bilder von dem vorwitzigen kleinen Octay zu machen. Von Dunja gibt es auch neue Bilder. Ihr geht es sehr gut, sie scheint keine Schmerzen zu haben.

Heute hab ich Nomin-Che in der Hütte gesteichelt. Er war noch recht angespannt, aber dennoch hatte ich den Eindruck, dass er es gar nicht so schlecht fand. Nomin und Salvador sind dabei fast vor Schreck umgefallen. Aber einer muss ja mal den Anfang machen.

Allegra zog es heute vor meine Streichelattacken auf Tiago aus der Hütte zu verfolgen während Tiago heut wieder ein bisschen schneller stehen blieb. Als ich um die Ecke kam hatte er sich sichtlich gefreut.

Auch Nino musste heute daran glauben, ich wollte ein Foto von ihm. Es hat ganz schön gedauert, bis er sich einigermassen beruhigte. Aber tatsächlich, nach einigen Minuten konnte er mich im Zwinger ertragen. Klar, ich stand vor der Hütte, verstecken war nicht möglich. Also Nino und Tabea - neue Bilder.

Ich hab auch eins von Kimba gemacht. Ich glaub dem geht es nicht so gut, er atmet etwas schwer. Muss ich morgen Tibi sagen.

Die Bobas, Boris und Yvonne haben wieder nur geschaut ... hmmm - naja, wenigstens Bilder hab ich gemacht.

Dann war ich lang bei Cara, Cordy, Jessy, Marian, Hüpfer und Luna. Cara konnte ich nicht gleich finden. Sie lag unter den Hütten. Cara ist ne Süße, ich muss mich mehr um sie kümmern, damit sie wieder aus sich raus kommt. Die kann das, ich weiß das. Marian fasst auch langsam wieder Vertrauen und krabbelte mir auf den Schoß. Sie ist wirklich sehr sensibel. Bei Luna ist es sehr schwer. Schaut man sie nur an springt sie auf und rennt in die nächste Hütte. Der Zwinger ist ja sehr groß, ihre Möglichkeiten damit auch. Trotzdem hab ich sie wenigstens fotogafieren können. Sieht sie nicht besser aus? Ich finde ja. Ausserdem, auf dem letzten Bild sieht man, wie sie direkt auf mich zusteuert, so shlimm kann ich doch dann nicht sein. Von allen 6 Hunden gibt es neue Bilder.

Torben, Wenke, Balduin, Pricilla, Pauline, Phil und Peter... ich hab mal guten Tag gesagt, mehr geht da nicht. Manchmal glaub ich, dass Phil einen Hauch von Interesse in den Augen blitzen hat, aber wirklich nur einen Hauch.

Ich hab heute mit Luca angefangen. Zur Begrüßung kommt er an, aber dann will er sich nicht anfassen lassen und weicht aus. In der Hütte blieb er liegen und ließ sich streicheln.

Sunny geht es viel, viel besser. Sie sah aus wie ein Hund der sich vollkommen aufgegeben hatte, traurig, durchhängend, so gar kein Funken Lebenslust. Mir viel auf, dass ihre Zähne sehr, sehr schlecht aussehen, das Zahnfleisch entzündet und Maulgeruch. Tibi hat sie antibiotisch behandelt und dann einige Zähne gezogen. Das ist nun eine Woche her und Sunny hat sich heute erstmals gefreut mich zu sehen und war sehr schmusig.

17.01.10 17. Januar: Ernie und sein Kumpel Bert wundern sich über die komische Tante, die da immer wieder abgeschlappt kommt, ein Lecker hinlegt und wieder verschwindert.

Ich hab heute mal Bilder von Minja gemacht und sie endlich mal hochgeladen. Sie ist sehr schüchtern, aber inzwischen anfassbar und man kann sie auch sanft steicheln. Daisy würde auch sooo gerne, mit langem Hals schaut sie zur Hütte raus. Aber leider kommt sie nicht raus und leider sitzt sie immer in der Hütte, in der auch Manni und Lulu sitzen, die mir vermutlich ins Gesicht springen würden, wenn ich versuchen würde Daisy zu streicheln.

Auch Thomas habe ich heute endlich mal fotografiert und hochgeladen. Der sehr schüchterne Rüde stammt auch aus Gheorgheni. Kyra habe ich zu ihm gesetzt, sie ist so lustig und zutraulich. Doch leider so zutraulich, dass sie an einem klebt und ich zu Thomas nicht durchkomme. Versuche ich Kyra auf Abstand zu bringen, erschreckt sich der Junge so, dass er in der Hütte verschwunden ist. Von Bilal gibt es ebenfalls neue Bilder.

Inis bringt mich echt zum Schmunzeln. Heute wieder das übliche Spiel, sie umkreist mich und bellt. Ich hab das heute mal fotografiert, soweit das möglich ist. Manchmal kommt es mir wie ein Fangspiel vor. Und wenn ich sie dann tatsächlich mal etwas spielerisch jage, dann wird sie nicht sauer oder mehr ängstlich. Sie wird einfach nur ein wenig flotter, sie versteckt sich nicht oder sonst was. Bei der Gelegenheit hab ich auch von Malte und Letizia neue Bilder gemacht. Hanni war beim Anblick der Kamera verschwunden.

Simona ist jetzt Online und von Sylvester gibt es auch neue Bilder. Ein süßer Bub, auch schon länger hier als ich.

Donna stammt auch aus Gheorgheni, sie ist ne tolle, aktive, völlig unterforderte Hündin. Kaum war sie im Tieheim angekommen brach bei ihr Staupe aus. Zu allem Unglück war sie auch noch tragend und die Welpen starben kaum dass sie geboren waren. Donna hat sich aber gut erholt und hat Enegie für 2. Nur wo soll sie hier damit hin. Bei ihr ist Jason, der ein zuckersüßer pummeliger Rüde ist. Er orientiert sich viel an Donna. Von beiden gibt es neue Bilder.

Im Zwinger der Nomins hat sich Salvador an die Spitze der Mutigen gesetzt. Er krabbelt aus der Hütte um Leckerchen aufzusammeln, schneller als Nomin. Nomin-Che kommt etwas zu kurz. Die Herren waren ja schon mal weiter, aber durch Salvadors Räudebehandlung haben sie alle 3 nun wieder ziemlich Angst. Warum? Na, wenn ich mit Tibi reinkomme veschwinden alle 3 in der Hütte. Dort liegen sie dann gestapelt und Tibi musste sich dann immer vorsichtig an dem brummenden Nomin an Salvador heran tasten welcher auf Nomin-Che lag. Ausserdem haben die Nomins endlich ihre Chips gesetzt bekommen.

Tabea hat wieder heute ihr Spiel bekommen und sie hat es sogar gemacht, obwohl Andras uns zugesehen hatte. Das hat mich erstaunt.

Balou, Yunus und Leyla, ein Beispiel dafür, wie etwas schief gehen kann. Ich hatte Yunus und Leyla zu Balou gesetzt, damit ich in aller Ruhe mit den 3 arbeiten kann. Was ist passiert? Ihre Angst hat sich verstärkt.

Allegra findet es glaub nicht schlecht, dass ich den Tiago nun etwas fordere. Sie schnufelt mich gründlich ab und nimmt Leckerchen aus der Hand. Tiago haut zwar erst noch ab, aber es scheint sich eine Art Ritual zu entwickeln, denn er stellt sich in eine Ecke, aus der er nicht abhaut. Ausserdem wedelt er mich an. Ich hab ihn heute mal aus der Ecke rausgezogen und in der Mitte des Zwingers gestreichelt. Als ich ihn losgelassen hatte zischte er wie von mir vemutet erstmal ab. Aber halt, nur einen halben Meter und dann blieb er stehen, mit hoch erhobenem Schwanz. Das wird also.

Aladin ist inzwischen ganz zutraulich, läßt sich kraulen, blödelt mit mir rum. Meeko hab ich heute das Gesicht gestreichelt und Ramon macht nach wie vor sein Tänzchen an meinen Fingerspitzen.

Von Rocky und Finchen hab ich heute neue Bilder gemacht.

16.01.10 16. Januar: Heute hat Charlies Kette nachgegeben. Ich hab mich ja gefreut mal zu sehen, was der Kerl dann macht. Er ist rumgerannt, hat hier und da geschnuffelt. Dass er zwischen den anderen rumlief war also kein Problem. Dann kam ich ins Spiel. Ich rief ihn und er kam strahlend angerannt und ließ sich durchkraulen. auch einige der Freilaufhunde kamen her und da fing halt der Stunk dann an. Charlie beschränkte sich aber aufs Verscheuchen, gut, die anderen sind aber auch freiwillig gegangen. Es ist so schade, Charlie ist echt ein toller Hund, aber so wird das sehr schwierig für ihn ein Zuhause zu finden.

Gestern war Pauli frei und der hat überhaupt kein Problem mit anderen Hunden. Pauli ist sehr feundlich und lieb, mit Mensch und Hund.
14.01.10 14.Januar: Mal ein kleiner Überblick zu einigen Angstis und was sie so tun. Ich hatte jetzt einge Zeit nicht die Möglichkeit mich intensiver mit ihnen zu beschäftigen:

Endlich, Maurice wird neugierig. Übliches Prozedere, rein in den Zwinger, ganz dolle den dicken Logan kuscheln, dann Maurice den Weg aus der Hütte versperren, Deckel auf, Popo anfassen, Deckel zu, Logan kuscheln und raus. Normalerweise bleibt Maurice im Hütteneingang. Heute kam er raus und hat nur 1 Meter neben mir ausgiebig gestrullert, nach der heute etwas ausgedehnteren Popo-Aktion. Delight musste sich heute auch anfassen lassen.

Svenja läßt sich anfassen, wenn man sie etwas bedrängt, Svea bevorzugt noch die Rücken abschnuffeln Technik.

Familie Boba - nicht wirklich kontaktfreudig.

Tabea freut sich inzwischen auf das Spiel an der Türe, da wird es Zeit mal mit Leckerchen den nächsten Schritt zu fördern.

Nomin, Nomin-Che und Salvador. Maximal um die Ecke luken, Salvador sitzt im Hütteneingang und schaut mich offen an. Leckerchen für morgen.

Schneeglöckchen tät ja gerne, wenn sie von Coffee und Rasko nicht immer über den Haufen gerannt würde. Dino haut sofort ab.

Liese und Wolf machen Fortschritte. Wolf freut sich inzwischen sehr und läßt sich sanft das Gesicht streicheln. Liese ist ganz offen und zugewandt, sie kriegt nur angst, wenn sie irgendwelchen Druck verspürt. Dann schnappt sie leider.

Inis ist echt witzig, sie bellt und bellt und will einen loswerden. Aber will sie das wirklich? Sie bleibt eigentlich in der Nähe und schaut einen herausfordernd an. Streckt man die Hände hin haut sie nicht ab, macht eher noch ein oder zwei Schritte auf einen zu.

Hanni - sie gruselt sich - aber immerhin Popo anfassen in der Hütte geht.

Ernie zeigt sich auch interessiert, mit gaaaaaanz langem Hals schnuffelt er den Fingerspitzen entlang. Bert ist zur Zeit etwas verwettert und haut ab. Er hat Räude und bekam schon so oft eine Injektion. Als ich ihn kennenlernte war er ja praktisch nackt. Nun hat er Fell, ringsrum, aber er findet uns dafür jetzt doof.

Balou, Yunus und Leyla, das war wohl eine blöde Idee sie zusammen zu setzen. Alle 3 superkrass ängstlich und keine Fortschritte in Sicht.

Allegra ist neugierig und kommt, kurzes Schnuffeln an den Fingern, mehr mag sie noch nicht. Nico II verdünnisiert sich in die Hütte und läßt sich nicht blicken. Tiago aber läßt sich mit einem ganz zögerlichem Schwanzwedeln streicheln.

Cassandra und Hedy sind noch nicht arg viel weiter, Lenny dagegen ist super süß geworden.

12.01.10 12.Januar: So, das mit dem Stroh ist ja fein, aber... wenn es nicht regelmäßig ausgetauscht wird ist es halt nicht mehr ganz so fein. Und wenn man vor den Hütten auch nicht das rausgeschleppte alte, nasse Stroh wegmacht und dann die ganzen Hundis fein mit schlammigen Pfoten da langsam einen Schlamm-Gammelgras-Teppich draus machen wirds langsam ekelig. Ich bin heute mit dem Spaten los und hab angefangen zu kratzen.

Mick, der kleine Ekzemwelpe, sieht langsam echt gut aus. Er hat sich auch von einer schweren Durchfallerkrankung erholt und tobt nun munter ums Haus. Bei ihm sind Minimie, York und der kleine Simeon.

Ich war mit Anja in einem benachbarten Zwinger, als wir das Geschrei von Simeon hörten. Seine Mutter hatte ihn gepackt und geschüttelt und das sah sehr ernst aus. Anja spurtete hinüber und rettete ihn. Das kleine Kerlchen war sehr verstört und abgemagert. Die Mutter kümmerte sich also schon länger nicht mehr um ihn. Die von mir auserkorene Ersatzmutti wollte ihn auch nicht haben. So nahm ich Simeon zu mir. Die ersten Tage hatte ich geflucht, ich wollte doch keine Welpen mehr im Haus haben und nun saßen da schon wieder 4 Sück.

Irgendwas stimmte nicht mit dem Kerlchen, irgendwas. Mir kam ein Verdacht und zeigte Tibi den süßen Schnuckel. Er bestätigte was ich vermutete - Simeon hört und sieht so gut wie nichts. Simeon hat sich hier gut erholt und entwickelt sich ganz prima. Er kommt erstaunlich gut zurecht. Seit zwei oder drei Tagen (hier verliert man jedes Zeitgefühl) verläßt er selbständig das Haus und erkundet die Gegend. Dabei kam er mir so zielstrebig und sicher vor, dass ich erneut mit Tibi seine Augen testete. Leute, er sieht definitiv mehr, als noch vor Tagen.

Logan grüßt ganz dolle seine Paten und sagt danke und ich auch! Mit Logan hab ich echt Freundschaft geschlossen, das ist ein richtig doller Schmusebär geworden. Maurice findet meine Besuche immer noch megadoof. Von Delight und Pascal red ich erst gar nicht.

Yuccas Kinder sind für den nächsten Transport ausreisebereit. Eine süße Bande ist das, Yvette ist die Kesse, Yalonda die Muntere, Yorgos der Neugierige, Yuri der Schüchterne, York ist der Freche und Yovonnda die Ängstliche. Sie versteckt sich immer noch lieber, es könnte ja was passieren.

Kaum hatte ich auf die Website geschrieben, das Whitby noch so ängstlich ist, da hat er heute all seinen Mut zusammengenommen und kam mit den anderen zu mir. Er musste sich immer noch etwas hinter den Kleineren vestecken, dann hat er es versucht, aber lieber doch nochmal auf einem der anderen abgestützt um dann ganz, ganz lang gemacht an meinen Fingern zu schnuffeln. Er ist so ein goldiger Kerl, ich mag ihn sehr.

Xaver bekommt jetzt 3 mal täglich Augentropfen. Er hat ein Glaukom, da sind Tibi und ein Kollege sich nun einig. Er ist jetzt in Hausnähe untergebracht, bei Esther, die leider alle ihre Welpen verloren hat. Sie war immer sehr, sehr ängstlich, doch Xaver tut ihr gut.

Finchen hat nun neue Gesellschaft, da Xaver ja umgezogen ist. Der mit anderen Hunden etwas schwierige Sullivan kam in ihren Zwinger. Ich war ja echt neugierig wer wem Bescheid sagt. Die beiden haben sich gesehen und fingen sofort an zu spielen, total begeistert voneinander und sind es auch heute noch.

04.01.10 4. Januar: Ich versuche zur Zeit etwas Ordnung in die Welpenstation zu bekommen. Es war ja ganz schnell so, dass in dem Sicherheitsbereich sich die Kletterkünstler und Ausbruchsspezialisten tummelten. Danach auch viele andere, da die Pfleger auch nicht mehr aufpassten, wenn sie die Türe aufmachten. Aber eigentlich wollte ich den Bereich für erwachsene Hunde. Und so sammel ich langsam die ganzen Welpen ein und verteile sie neu. Die ursprüngliche Welpenbox werden wir einreissen, da dort fast immer die neuen Welpen krank werden. Bei den kleineren Welpen habe ich Basil und Roberto dazu getan.

Saidee ist richtig zutraulich geworden. Ich hoffe, das bleibt in ihrem neuen Zwinger auch so. Dizzy, der ehemals viel zu dünn war ist inzwischen viel zu dick. Deshalb war er nun der erste, der in den Freilaufbereich um die Welpenstation eingezogen ist. Nun muss er laufen und ihm gefällt es. Sehr, sehr herzig ist Hilary, die großen Gefallen an ihm findet. Sie liegen oft zusammen in einer Hütte. Hilary war ein sehr, sehr ängstlicher Welpe. Aber sie wird immer neugieriger und mutiger.

Summer scheint nun auch endlich richtig untergebracht zu sein, denn nun liegt sie nicht mehr nur dauernd in einer Hütte sondern spielt ausgelassen mit den anderen. Leider, leider muss ich für Jörg einen neuen Platz suchen. Er hat es auf Pinolit abgesehen und verletzte ihn zusätzlich. Nicht schlimm, aber nachdem ich die beiden trennte und wieder zusammen ließ machte er sofort wieder Anstalten es nochmal zu versuchen. Damit war ihm der Auszug aus dem Hausbereich sicher. Momentan rennt er bei Dizzy rum, aber da werde ich ihn nicht lassen.

Elihu hat seine OP gut weggesteckt, die Schwellung ist rückläufig, die Naht reizlos und er ist schon wieder munter unterwegs. Hm, hab ich es überhaupt schon erzählt? Er hat sich den Oberschenkel gebrochen. Sunny fiel mir mit einem zunehmend rundlichen Gesicht auf, es sind Schwellungen und als ich die Zähne anguckte ahnte ich es schon, was Tibi dann bestätigte. Sie wird jetzt antibiotisch vorbehandelt und dann werden die restlichen Zähne rausgemacht.

Momentan beschäftige ich mich mit Tabea, dieses verrückte Huhn. Ich hoffe, Nino schafft es auch mal bis zu mir. Noch rennt er nur einmal den halben Weg, dreht sich um und verschwindet in der Hütte. Tabea schafft es bis zu den Fingerspitzen bevor sie zurück rennt und es dann gleich wieder versucht.

Ich möchte ein wenig Werbung für Rocky machen, ein ganz süßer, lieber, etwas fülliger, älterer Rüde. Ein Schmusebär, trotz des Alters immer noch verspielt, absolut glücklich, wenn man ihn krault und sich mit ihm beschäftigt. Er ist wirklich zauberhaft.
01.01.10 1.Januar 2010: Ich weiß auch nicht, wo die Zeit immer bleibt. Meine schönen *Weihnachtsgedanken* - was ich so alles sagen wollte - Stromausfall - PC im Streik, jetzt brauch ich auch nicht mehr damit ankommen. Zum Jahreswechsel aber wollte ich spätestens einen Jahresrückblick schreiben, mit lauter Gedanken und Bedanken etc und was ist??? Nix hab ich geschrieben, rein garnix. Deshalb vorab jetzt die Kurzversion.

Ein gutes, gesundes, glückliches neues Jahr wünsche ich euch allen!

Ich möchte mich für all die lieben Worte und Päckchen bedanken, die meine lieben Freunde mir von euch mitgebracht haben. Ich habe längst noch nicht alles ausgepackt, ich kam nicht dazu.

2 Gründe für meine Zeitnot heißen Minimie und Simeon, 2 Welpen, die ich jetzt im Hause hab. Simeon wurde von seiner Mutter verstoßen, mager, ausgetrocknet und von seiner Mutter grob behandelt darf er sich nun hier erholen. Minimie passt einfach nirgendwo in eine Gruppe, ich versuchte sie erneut bei einer der Mütter unterzubringen mit dem Erfolg, dass sie nun humpelt. Nun ja, ich wollt eigentlich keine Welpen mehr im Haus haben.

Pinolit erholt sich zusehens, er ist munter, gut drauf, lebt jetzt fest am Haus und seine Wunden heilen zusehens. Djuny hält sich recht gut, aber irgendwas ist bei diesem Hund nicht in Ordnung und ich hoffe, er darf beim nächsten Transport nach Deutschland, damit er gründlich untersucht werden kann. Ich meld hiermit schon mal ein Pflegestelle gesucht an. Und Jörg macht meine neue Männer-WG komplett, er ist nach der Kastration am Haus geblieben, weil er so dünn ist und weil er einfach ein so lieber Kerl ist.

Maxime ist hiergeblieben, sie war so lieb und hat einer anderen jungen Dame den Vortritt gelassen. Sie fährt im Februar. Ariellas Haut ist nicht mehr entzündet und geschwollen und erste Haare wachsen nach. Vielleicht kann auch sie im Februar fahren. Gyosike ist auch noch hier, ihr geht es echt gut und sie hat ihr Revier gut unter Kontrolle. Nele das verrückte Huhn aus Belgrad scheint die Jungs zu mögen. Seit Eröffnung der Männer-WG ist sie wieder deutlich mehr am Haus und viel entspannter. Das Tishalein schaut etwas bedröppelt, weil ihre Spielkameraden alle, fast alle, weg sind. Sandra ist ja noch da. Die beiden versuchen nun ersatzweise mit Simeon und Minimie zu spielen, was entsetztes Quiken bei den Kleinen auslöst.

Meinen eigenen 6 Hunden geht es auch gut, pöbeln, ballern, rumrennen, fressen, schlafen, rein und raus wann und wieviel sie wollen.

Das ist das, was rund ums Haus passiert. Was sonst sich so tut schreib ich später noch auf.

Nochmal ein ganz, ganz dickes DANKESCHÖN!

Schaut mal die Tiffany an, ist die nicht süß?
14.12.09 14.Dezember: So, Hallo Tagebuch, Hallo liebe Freunde, heute habe ich so viel Zeit wie immer, aber ich schreib trotzdem was rein.

Was hat sich denn alles zugetragen. Zur Zeit ist es schlimm mit Beissereien. Irgendwas liegt in der Luft oder ist es die beginnende Kälte? Die Zone, die am meisten Potential für Auseinandersetzungen bietet ist die Zone 4. Zum Anschauen ist sie schön, die Zwinger sind schön hell und recht groß. Die Wände sind nur kniehoch aus Brettern, der Rest besteht aus Maschendraht. Darin besteht aber das Problem. Wenn sich 2 kloppen kriegen es alle anderen Hunde mit und heizen die Stimmung so richtig an. Die Kämpfe werden dadurch so ernst, dass Kopo leider so schwer verletzt wurde, dass wir sie eingeschläfert haben. Ein paar Tage später hat es nun Pinolit erwischt, auch er schwer verletzt. Tibi hat ihn operiert und wir hoffen nun, dass er sich erholt.

Heute war Erwin da und ich bat ihn mir auszurechnen, was es kostet, wenn man jede 2. Wand aus Holz macht. Ich hoffe, es wird nicht zu teuer, denn machen müssen wir das auf jeden Fall, denn die Sicherheit der Hunde geht einfach vor. Was die Jungs noch nicht wissen ist, dass ich die Gelegenheit zur allgemeinen Renovierung der Zone nutzen werde. Marode Bretter austauschen, losen Maschendraht befestigen, kaputte Türen reparieren usw.

Letzte Woche wurden wir mit Hunden und Welpen regelrecht überschüttet, 3 Mütter mit Welpen waren dabei. 2 Hunde wurden von ihren Besitzern wieder abgeholt. Krass war, dass einer davon ein sehr lieber, älterer Rüde mit Halsband war, den die Hundefänger orginal mit dem Betäubungsgewehr abgeschossen haben. Eine Hündin gehört auf ein Firmengelände und wird auch wieder dorthin zurück kehren. Sie wird noch kastriert und dann von den Damen aus der Firma wieder zurück gebracht. Einem Mann haben wir gesagt, dass wir seinen Karton Welpen nicht nehmen, da hat er ihn einfach auf den Boden gestellt und ist gegangen. Heute hat ein Mann 2 Hunde abgeben wollen und wir haben sie nicht angenommen. Ich habe heute mal ausgerechnet für wieviel Hunde hier überhaupt Platz ist. Und zwar so, wie eine Belegung der Boxen gut wäre, machbar wäre und unter der Vorraussetzung, das die Gruppen funktionieren. 310 erwachsene Hunde und 90 Welpen bzw. Junghunde haben Platz. Ich brauch wohl nicht erwähnen, dass wir weit drüber liegen. Mir gehen die 2 Hunde auch nicht aus dem Kopf, aber wir können nicht immer weiter Hunde aufnehmen. Die Hunde, die da sind müssen vernünftig versorgt werden und das ist irgendwann nicht mehr machbar, wenn die Zahl weiter und weiter steigt. Und was ist das dann für ein Leben?

Meine kleine Salt ist gestorben. Sie war lange krank, doch die letzten Tage baute sie massiv ab. Das tut mir so sehr leid.

Ariella ist nun am Haus, sie hat Demodex. Der Hund sieht furchtbar aus. Nachdem sie die ersten Tage auch nichts gefressen hat, kehrte jetzt endlich der Appetit zurück. Die Behandlung ist ja bekanntermaßen langwierig. Sie bekommt neben den Medikamenten und Salben Vitamine und Dosenfutter. Mach ich Algen dran frisst sie es nicht. Komisch, sie ist der erste Hund, der sich an Algen stört. Ansonsten schläft sie sehr viel.

Panda geht es übrigens wieder gut, der kann wieder hüpfen und springen.

Was war denn noch? Ich hab ganz viele neue Bilder gemacht, liebe Paten schaut mal, ob euer Patenhund dabei war. Ach ja, ich hab eine selbst gebastelte Türe mit selbst gebastelter Hundeklappe bekommen. Wird ja jetzt schon so richtig kalt. Die Hundeklappe musste ich aber wegmachen, die war aus Holz und der nachfolgende Hund bekam dann immer eins auf den Dez. Da wollten sie nicht mehr durchlaufen. Beim Thema Kälte, ich hatte ja schon fast nen hysterischen Anfall, weil ich dachte der Kühlschrank ist kaputt und ich kann die ganzen Impfungen wegschmeissen. Nun ja, ich legte erstmal ein Termometer in den Kühlschrank und er funktioniert einwandfrei. Die Umgebungstemperatur ist halt die Selbe und so kam mir das unnatürlich vor, als ich keinen Unterschied merkte.

Der Strom hier ist auch unterhaltsam. Wenn ich die Waschmaschine einschalten will muss ich erstmal die ganzen Heizkörper ausstecken, genauso wie bei der Kaffeemaschine. Ich renn dann immer durchs ganze Haus, alles ausstecken, dann Kaffeemaschine an, gespannt wartend ob der Saft reicht, ggf noch Licht ausschalten und dann wieder alles andere einschalten bevor ich lecker Kaffee trinken kann. Das wird noch lustig die nächsten Wochen.

Ein gute-Laune-Faktor sind Bundas und Jannick geworden. Die 2 sind richtige Kumpels, ständig albern sie rum, spielen wie junge Hüpfer, einfach schön.

Oh stimmt, den Roderich hab ich vor Schlimmerem bewahrt. Ich kam gerade dazu, als sich 2 Hunde über ihn hermachen wollten. Er will sich ja nicht wirklich anfassen lassen und so durcheinander und panisch wie er war, wollte ich es auch nicht so wirklich. Also machte ich ihm während ich die anderen beiden verscheuchte schnell die Türe auf. Mei, kann der schön Fuß laufen wenn es sein muss. Direkt an meinem Knöchel lief er neben mir her.

Anbetracht der Tatsache, dass jetzt noch der Newsletter fällig ist mache ich für heute Schluß.
03.12.09 3.Dezember: Djuny frisst, wenn auch wenig, aber er frisst.

Momentan treten wieder gehäuft Hautprobleme, Ekzeme bei den Hunden auf. Irgendwie ist immer irgendwas, auch das kriegen wir in den Griff. Die Jungs füttern, als wären die letzten 2 Transporte nicht gewesen, die Hunde werden immer dicker. O.k., kommt ja auch der Winter, trotzdem, das ist viel zu viel. Der ehemals zu dünne Dizzy platzt bald.

Panda hat sich das Bein verletzt, er hat keine Wunde, auch ließ er sich problemlos untersuchen. Er zieht es halt hoch. Hm. Nun hat er ein Schmerzmittel bekommen.
30.11.09 30.November: Ich muss mal eben nachlesen, wo hab ich denn aufgehört. Ist schon verhext, nach jedem Tagebucheintrag nehm ich mir vor, es wieder jeden Tag zu schreiben und dann... sind plötzlich schon wieder so viele Tage vergangen.

Die Tisha kann im Dezember doch nicht fahren. Sie war, ist immer noch ein bisschen erkältet und deshalb konnte der Impfplan nicht eingehalten werden. Ich hatte sie optimistischerweise schon vorher auf der Vermittlungsseite, nix wars.

Normalweise krieg ich die Krise, wenn hier Leute aufkreuzen, denn in der Regel haben sie das Auto voll mit Hunden, die sie abgeben wollen. Diese Woche war es ganz anders. Senta wurde vermittelt, Oskar wurde vermittelt, Patty fand Zuhause, Heywood ebenso und nach 4 Wochen suchen und rufen auf den Strassen von Miercurea Ciuc kam Papagenas Familie auf die Idee mal im Tierheim nachzusehen. Na da war aber die Freude groß.

Die Hunde der Zone 4 hatte letzte Woche intensiven Kontakt mit mir, ich hab alle neu fotografiert. Ausserdem war Floh- und Wurmbekämpfung bei diesen Hunden angesagt.

Hier kam ein Bernhardiner an. Leute sowas hab ich noch nie gesehen. An dem ist alles zu groß geraten. Der hat ein riesen Gesicht, er kann überhaupt nicht aus den Augen schauen. Den wollte jemand adoptieren - zum züchten - hat er nicht gekriegt. Betty nimmt ihn zu sich, zusammen mit Marvin sobald sie umgezogen ist. Betty, liebe Grüße, DANKE!

Djuny frisst immer noch nix, nur so ein bisschen. Ihr könnt euch vorstellen, er ist nur noch Haut und Knochen. Die Ekzeme von dem Welpen sind abgeklungen.

Eine absolut witzige Szene war, als Pauline und Peter in den Freilauf ausgebüchst waren. Der Anfang war nicht so witzig, denn Venos, Kim und Bundas sind auf Pauline los, die sich aber auf Teufel komm raus wehrte, Peter unterstützte sie. Ich war äusserst flott in die Richtung unterwegs, als unverhofft Kenan den beiden half und mal eben für Ordnung sorgte. Pauline schlüpfte gerade in ihren Zwinger zurück, Bundas, Kim und Venos drehten betont gemächlich ab, als Peter mit Vollgas zu Bundas raste, ihm kräftig in den Hintern biss um dann eiligst Pauline zu folgen. Also mit Menschen haben die fantastischen 4 nach wie vor nix am Hut, aber das Umsetzen in diesen Zwinger hat ihnen doch deutlich mehr Leben beschert. Phil und Peter sind viel mehr draussen, sonst musste man in oder hinter die Hütte gucken.
21.11.09 21.November: Es sind wieder Hunde in Deutschland angekommen, ein Transport der holprig begann und von mir noch fast sabotiert wurde, weil ich so kaputt war. Jetzt bin ich heil froh, dass wir es durchgezogen haben, auch wenn ich die ganze Zeit geflucht hab wie ein Räuber und geschworen habe nie wieder eine Frage zu beantworten. Ein Dankeschön an alle Beteiligten, Organisatoren, Fahrer, Telefonierer, Papierkramerlediger, Pflegestellen und Tierheime.

Mit auf die Reise ging auch Susanne, die 1 Woche zuvor den Fehler beging sich zu den Nachbarn durchzugraben. Ich hörte Getöse und fand sie verdreckt in der Ecke sitzend vor, eingekesselt und verschüchtert. Ich brachte sie zurück, suchte sie ab, da ich aber kein Blut sah dachte ich, es wäre weiter nichts passiert. Nun in Deutschland fand man eine Bisswunde am Bauch, ich geb zu, da hab ich nicht geguckt. Sorry Süße, das tut mir leid. Ich wünsch dir gute Besserung und ein ganz tolles Zuhause.

Ja, ruhig ist es geworden in der Welpenstation. Die war nämlich völlig überfüllt. Nun ist es fröhliches Gespiele und obwohl ich nun auch die meisten aus Zone 1 schon rübergeholt habe ist es angenehm. Im Haus ist es auch deutlich ruhiger und weniger Geschleppe.

Was ganz toll war beim Einladen der Hunde bzw schon im Vorfeld waren die vielen Halsbänder. Das war echt toll und hat auch Spass gemacht, weil so viele schicke Dinger dabei waren. Ich bettel aber schon wieder um kleine Halsbänder, die meisten sind nämlich direkt zurück nach Deutschland. Was ich reichlich habe und nicht brauche sind große Halsbänder und Geschirre.

Wie ein hypnotisiertes Karnickel starr ich auf die Karteikarten, die mal wieder sortiert und ergänzt werden müssen... ich hasse es.

Gestern hab ich mich mit Funafuti beschäftigt, Geschirr an, Leine dran und los gings. Hat er klasse gemacht der Kerl. Er sitzt jetzt bei seiner Mutter und bei Kenan. Funafuti kann nicht zu kleinen Hunden und ich sag auch jetzt gleich, keine Katzen, keine Kleintiere und keine kleinen Kinder. Ich musste ihn aus der großen Gruppe rausnehmen. Dafür macht er sich mit Menschen jetzt echt toll, ist super anhänglich, orientiert sich in neuen Situationen am Menschen und entsprechend gestützt meistert er sie auch richtig gut. Mich hat es sehr gefreut, dass er auch bei den Pflegern genauso reagiert. Er hat aufgehört in die Hände und Ärmel zu beissen, er hat das richtig kapiert, dass das nicht gewünscht ist und geht nun darin über stattdessen die Hände zu schlecken.

Der Welpensicherheitszaun ist super!!! Danke nochmal an die Spender!!! Die Neuen haben nämlich nun auch das Graben entdeckt und prompt sausten sie in dem nun entstanden Sicherheitsbereich rum. Hat auch den Vorteil, dass man da viel besser Fotos machen kann.

Mir ist aufgefallen, dass bei den Transporten immer wenig Hunde aus der Zone 4 raus dürfen. Deshalb hab ich mir für die nächsten 2 Wochen vorgenommen die Hunde mal besser vorzustellen. Da hat es so viele tolle Hunde dabei. Leider halt die meisten großen Hunde.

Logan schickt ganz liebe Grüße, danke schön!!! Logan ist auch ängstlich. Nicht so dolle, aber er muss einen kennen und das geht bei ihm nicht so schnell. Fühlt er sich bedrängt, kann es schon passieren, dass er schnappt. Logan fängt jetzt an mich zum Spielen aufzufordern, was bei ihm ganz reizend aussieht.

Die Welpen Summer und Linus sind sehr ängstlich. Summer lässt sich inzwischen schicksalsergebend streicheln, was sie davon hält sieht man ihr deutlich an. Linus hingegen rannte immer panisch davon. Gestern blieb er liegen, den Kopf zwar eingezogen, aber er hielt still. Dabei hätte er jede Menge Platz zum wegrennen gehabt. Seit einiger Zeit schreit und zappelt er auch nicht mehr, wenn ich ihn hochnehme. Es keimt langsam Hoffnung in mir auf.

In der Praxis befinden sich wieder 2 Hunde. Ein neuer Welpe, der aus einem einzigen Ekzem besteht. Der andere Hund ist ein neuer Rüde, der einfach nicht frisst. Egal was ich hinstelle, Dosenfutter, Trockenfutter, Selbstgekochtes, er frisst nicht Punkt.
13.11.09 13.November: Hollyanne ist gestorben.

Gestern Abend wurde eine LKW-Ladung Sägespäne gebracht. Es war schon dunkel und es war so ein riesen Ding. Der arme Fahrer versuchte lange im Finsteren durch das schmale Tor in die hügelige Matschlandschaft zu steuern, doch der angestrebte Platz war nicht zu erreichen. Ein ganz dickes Dankeschön an Loredana, die diese Sägespäne-Spende ermöglichte!!! Und an den Fahrer, der sich fast sein Fahrzeug damit runinierte.

Das Leben mit 20 Hunden am Haus ist anstrengend. Wer lebt denn nun alles hier? Meine 6 Hunde, Passadeena, Mie, Tisha, Gifu, Jinmaku, Laura, Salt, Cräcker, Blackfly, Gyosike, Nele, Maxime, Augustin und Ayala. Davon sind 14 Hunde Welpen bzw Junghunde. Liebe Welpeninteressenten, sparen sie sich das Geld für schmucke Weidenkörbe und Kissen mit Schaustofffüllung, kaufen sie lieber einen Schuhschrank, verstecken sie alle Kabel, halten sie die Türe ihres Büros geschlossen und achten auf gesicherte Schubladen (vorzugsweise die Schublade der Socken). Mit einem Welpen lernen sie nicht nur alles rund um den Hund sondern auch das Aufräumen. Es ist unglaublich, was die Kleinen hier schon alles angestellt haben.
11.11.09 11. November: Als würden sie wissen, dass ich langsam mal Schlaf brauche, heute morgen weckte mich Passadeena - weckte mich gezielt - der Rest schaute einfach lieb und ich hatte satte 6,5 Stunden Schlaf am Stück. Kein Pipi und kein Kacka im Haus. Schnell alle die Treppen runtergetragen, es wird also langsam. Eine Zeitlang dachte ich noch ich sauf in Ausscheidungen ab und das obwohl ich im 2 Stunden-Takt (24 Stunden am Tag) mit ihnen raus bin. Ein Problem war, dass sie nunmal die Treppe nicht alleine laufen konnten. Inzwischen schaffen sie es rauf, aber halt nicht runter. Es ist unglaublich, was Junghunde alles zerstören können und welches Chaos sie hinterlassen können. Nichts, aber wirklich nichts war vor ihnen sicher. Alles wurde zerpflückt, verkaut, verbissen, aber auch das wird langsam besser, Ziehtaue, Kordeln, Schuffeldecken und Kongs sein Dank.

In letzter Zeit ging so vieles nur mal eben nebenher, aber heute möchte ich unbedingt von Thekla erzählen, damit das nicht auch einfach nebenher ging. Thekla war alt, eine kleine puschelige Hündin. Ich hatte eine Anfrage nach einem alten Hund und sie hätte perfekt in das Profil gepasst. Ich weiss nicht warum, ich musste ja auch sofort an sie denken, aber ich erzählte nicht von ihr. Vor 2 Tagen, Tibi und ich waren auf der letzten Runde kamen wir auch in ihren Zwinger, kam Thekla erst nicht aus ihrer Hütte. Ich schaute nach ihr und die kleine Madame kam rausgestolpert. Offensichtlich hatte sie wohl einen Schlaganfall. Wir haben sie eingeschläfert. Ich hielt sie in meinem Arm ... und trug sie direkt nach hinten und nahm noch Wurmmittel mit, damit ich auf dem Rückweg noch die neuen Hunde entwurmen konnte...

Dass Jannick jetzt frei rumläuft habe ich erzählt oder? Es kam ein alter, großer Kaukase ins Tierheim. Natürlich kamen sie mit ihm um die Ecke gelaufen, der sollte an die Kette. Ich: nein - die Pfleger HÄ? Ich: na in einen Zwinger - das Entsetzen groß, so ein großer Hund, der würde ja den ganzen Zwinger belegen, wo sollen die anderen dann hin. Nun lebt er mit 2 Mädels zusammen, er macht überhaupt kein Problem. Gestern hat Tibi ihn kastriert und einen großen Hauttumor entfernt. Anschliessend haben wir die unglaublich dicken Filzplatten entfernt, kam da ein Geruch bei hervor.

Faramir ist inzwischen auch ab von der Kette, ein lieber, fitter Hundeopa, sehr geduldig mit Welpen. Und jetzt möchte ich noch ein bisschen Werbung für Xenia machen. Xenia neigte wohl im Zwinger dazu andere Hündinnen zu kontrollieren. Ich hab sie nun schon mehrmals ohne Kette gesehen und sie machte keine Probleme. Wenn Venos und Kim mal wieder meinen, sie müssten einen Hund ärgern, dann sitzt Xenia sogar sehr zusammengefaltet dran und wehrt sich nicht. Sie ist zwar groß und kräftig, aber sie ist soooo eine Schmusebacke. Ich kann sie richtig in den Arm nehmen und drücken, eine tolle Hündin.

In der Praxis sitzt gerade Hollyanne, ein Welpe, sehr, sehr ängstlich und in einem körperlich schlechtem Zustand. Mir tut sie sehr leid. Sie frisst schlecht, ist mager und ausgetrocknet.
01.11.09 1.November: Gestern bin ich ein bisschen aus der Hose gesprungen. Vor ein paar Tagen wollte ich eine Hündin umgesetzt haben, zurück in ihre alte Gruppe. Sie saß eine Woche einzeln, weil sie eine Verletzung am Bein hatte und Ruhe halten sollte. Man kam auf mich zu und meinte, das hätte nicht geklappt, die wären sofort auf sie los. Ich hatte mich gewundert, aber gut. Ich liess sie in eine andere Gruppe integrieren. Als ich später schaute wie es funktioniert war mir alles klar. Es war die falsche Hündin. Dann ging ich nachschauen, was der Umbau der Zwinger von Sunnyboy machte. Es waren nur oben die Bretter entfernt worden, die Türe nicht gegen Maschendraht ersetzt, die Wand nicht eingerissen. Das war der Moment, wo ich mal wieder die Nase voll hatte. Zornig holte ich den Maschendraht und schleifte ihn in Zone 2. Die Pfleger standen verduzt da, als ich in voller Fahrt mit der Rolle Maschendraht im Schlepptau an ihnen vorbei stürmte. Joschka rannte mir nach um beim Tragen zu helfen. Ich suchte nach einem Hebel, fand eine kleine Eisenstange und begann die Türe auszuhebeln. Da kam dann auch der Rest angelaufen und keine 20 Minuten später war der gesamte Umbau erledigt. Joschka Sinka machte dabei Nägel mit Köpfen und riss gleich noch die Wand zu dem nächsten Zwinger ein und nun haben 6 Hunde viel Platz und Spass zusammen.

Inzwischen leben bei mir die Welpen Mie, Passadeena, Jinmaku, Gifu, Tisha und seit gestern auch Salt. Salt litt lange an einer Lungenentzündung. Sie ist mir immer noch zu dünn und passiv, ausserdem sucht sie immer warme Plätze zum liegen. Obwohl die Hunde in der Welpenstation Platz haben muss es sehr stressig sein, denn jeder Welpe, der hier eingezogen ist hat erstmal tagelang geschlafen. Salt habe ich gestern einen Korb mit dicker Decke in die Sonne gestellt und da blieb sie liegen. Abends zog sie selbständig zu Blackfly und Cräcker ins Haus um. Laura durfte eigentlich immer oben schlafen, aber sie hat seit 3 Tagen Durchfall und ich hab seitdem kaum noch Schlaf bekommen. Jetzt muss sie leider unten bleiben, denn die Treppe kann sie nicht laufen. Ich vermute, dass sie das Dosenfutter nicht verträgt. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

Mich nervt die Tatsache, dass ich den Hausbereich kaum noch verlassen kann, da mir die Welpen immer nachlaufen. Ich muss sie immer einsperren. Gestern haben dann 2 Joschkas angefangen den Zaun dicht zu machen.

Die große Hundegruppe machte Probleme, es wollte nicht so harmonieren. Ich hab sie deshalb in 2 Gruppen eingeteilt und jetzt geht es viel besser.

Ich möchte heute mal ein Dankeschön an alle Pflegestellen aussprechen. Danke, dass ihr euch immer wieder auf das Abenteuer Pflegehund einlasst. Ihr gebt euren Pflegehunden die Chance auf ein neues Leben. Eure Arbeit, eure Liebe und Fürsorge ist ein ganz wichtiger Beitrag den Hunden in diesem Tierheim eine Zukunft zu geben, ein behütetes und glückliches Zuhause zu finden.

Danke auch an alle Tierheime, die uns helfen und den Hunden die Möglichkeit zur Ausreise geben und somit die Möglichkeit auf ein lebenswertes Dasein. Besonders möchte ich mich bei den Tierheimen bedanken, die Kettenhunde, alte Hunde und Hunde mit einem gesundheitlichen Problem bei sich aufnehmen.

Pflegestellen wie Tierheime helfen nicht nur den Hunden, sie helfen auch mir hier durchzuhalten. Zu wissen, dass das Leben für die Hunde hier kein Dauerzustand ist, dass ich den Hunden sagen kann \"halte durch, es kommen wieder bessere Zeiten\", gibt mir Kraft und Hoffnung.
29.10.09 29.Oktober: Also ich hab ein Problem. Welpen. Ja, ihr könnt es vermutlich nicht mehr hören, aber dennoch ist es so, ich hab viel zu viele Welpen. Und jetzt werden sie langsam groß und ich weiss nicht wie ich sie vernünftig unterbringen soll. Es sind wieder einige ausreisebereit. Ich brabbel ja schon die ganze Zeit rum, dass wir einen Welpentransport dazwischen schieben. Der nächste geplante Transport ist kurz vor Weihnachten. Ich quengel noch ein bisschen, vielleicht klappt es ja im November mit einem kleineren Welpentransport. Quengel. Schaut doch mal auf der Vermittlungsseite nach Aomori, Beya, Daijin, Effie, Fresh, Majestic, Marie-May, Mario, Tartaros, Saito, Taiho und Torrey. Die anderen lade ich auch die nächsten Tagen hoch. Ich sucht hiermit auch dringend Plätze für die Kleinen.

Es gibt noch ein weiteres Problem wegen der Welpen. Die Süßen sind immer wieder in der Zone 3 unterwegs, weil einer die Tür nicht richtig zumacht, weil sie sich durchgraben etc. Das ist aber inzwischen sehr gefährlich, da die Freilaufhunde sie zum Teil angreifen. Ich fand einen toten Welpen auf der Wiese, ich kannte ihn nicht, ich vermute er wurde nachts über den Zaun geworfen. Mie musste ich aus dem Maul von Bundas befreien. Deshalb wollen wir einen zusätzlichen Zaun um die Welpenstation errichten. Es wäre total schade, wenn das Projekt Freilaufhunde daran scheitern sollte. Wir brauchen dafür finanzielle Unterstützung.

Spendenkonto:
Freundeskreis Bruno-Pet
Sparkasse Merzig-Wadern
BLZ: 59351040
Konto: 7105208


Verwendungszweck: Sicherheitszaun

Beim Thema Freilaufhunde, der Nächste ist frei - Jannick. Jannick ist superlieb und anhänglich. Er spielt so gerne und ausgelassen. Es macht sehr viel Spass den Jungs zuzugucken. Beim Futter ist er halt wie so viele und auch Ritchie und so sind die beiden Herren schon so manches mal aneinander gerasselt. Sieht beeindruckend aus, aber im Prinzip passiert nicht viel.

Ich hab Janina berührt, ganz, ganz vorsichtig gestreichelt. Wir haben es beide überlebt. Sie hat heute neue Gesellschafft erhalten, Leonie, Azra und Angelo. Alle 4 Mobbingopfer und deshalb viel zu dünn. Als ich später vorbei lief sah ich Janina erstmals völlig entspannt in der Sonne liegen. Sie sah sich auch nicht genötigt aufzuspringen, als ich stehen blieb. Azra hat sich auch verändert, ich konnte sie heute problemlos auf den Arm nehmen. Ich finde sie ja wunderschön.

Ernie und Bert konnte ich zwar nicht viel mehr Platz aber dafür viel mehr Sonne verschaffen. Als ich heute an ihnen vorbei kam lagen beide vor der Hütte statt wie sonst in der Hütte.

Morgen werden Rocco, Sunnyboy und Luna große Augen machen, denn die Wand zum Nachbarzwinger (ehemals von Ernie und Bert) wird abgerissen. Die Tür von dem Zwinger wurde heute schon durch Maschendraht ersetzt und die komischen Bretter oben wurden auch weg gemacht, damit mehr Sonne rein kann.

Die Topi-Sisters haben große Fortschritte gemacht. Sie kommen inzwischen alle zur Hand und lassen sich echt fix einfangen. Am Anfang musste ich Hechtsprünge machen. Ich bin wirklich begeistert wie sie sich entwickeln.

Blackfly kommt inzwischen angelaufen, wenn ich ihn rufe, bei Cräcker brauche ich noch ein Stückchen Wurst, dafür rennt er einen dann fast um.
23.10.09 23.Oktober: Obwohl 53 Hunde fahren durften ist das Tierheim voll. Ich versuche gerade die ganze Welpen in Zone 3 zu holen, damit das etwas übersichtlicher wird, aber die Welpenstation ist schon wieder rappelvoll. Ich hörte es heute piepsen, aus einer Ecke wo es nicht piepsen sollte. Ich ging dem Geräusch nach und ... Bingo... eine neue Hündin beglückte uns mit 6 weiteren Welpen.

Ich habe heute zu Sascha und Trude die Zaida gesetzt und die Hütte der betagten Hunde mit Vetbed-Resten ausgelegt. Die Hunde waren sehr angetan von der warmen weichen Unterlage. DANKE, die Dinger sind spitze!

Ein weitere Welpenbox wurde mit den Gummimatten ausgelegt, welche wieder gespendet wurden. Das ist eine echt feine Sache. Der Boden ist sauber, stabil und auch nicht so kalt. Zudem lässt er sich viel leichter reinigen. Ein ganz, dickes Dankeschön! Morgen werden noch 2 Zwinger damit ausgelegt, in denen Mütter mit Welpen sind.

Ich half Tibi nach den Scheren zu suchen, die gespendet wurden. Er war ganz heiss drauf und glücklich und zufrieden, als ich sie ihm präsentierte. Auch der Nadelhalter kam gut an. Der restliche Inhalt des Paketes kam bei mir gut an, Danke schön!

2 Kartons bunte Mischung an Verbandsmaterial war dabei, nun konnten wir wieder auffüllen. Das war echt klasse, denn für Gusti hatte ich jede Menge verbraucht.

Vielen Dank für die warmen Füße, Hände, Popo, Bauch etc. Ich kann alles sehr gut gebrauchen. Auch Danke für die Leckereien, die für mich mitgegeben wurden. Eine Tube Mulgatol hab ich fast gleich leer gelutscht. Bei Regen werde ich nun garantiert nicht mehr nass, der Hut ist superklasse!

Ich bin noch nicht fertig mit auspacken, ich schleich schon die ganze Zeit um ein Paket mit Schleifchen drumrum. Durch die ganze Umsetzerei verbringe ich viel Zeit bei den neuen Gruppen um zu sehen wie es klappt und um ängstliche Hunde gleich in der neuen Situation aufzufangen.

Ich habe die Gelegenheit genutzt und Funafuti und Boris getrennt. Funafuti ist nun in der Großgruppe, Emma durfte auch mit rein. Funafuti klebte mir am Bein (sonst klebte er ja in der Hütte) und fand die anderen erstmal gruselig. Er saß ja nun 1 Jahr lang (sein Leben lang) immer mit den gleichen 3 Hunden zusammen. Aber er macht sich gut, Emma ging gleich mal den Raum erkunden, der sich plötzlich vor ihr auf tat. Beide haben kein Problem mit den anderen, wenn auch sie immer zusammen sind und sich noch nicht auf ein Spiel einlassen wollten. Funafuti springt jetzt an mir hoch, wenn ich den Zwinger betrete, er hat einen riesen Schritt nach vorne gemacht. Emma freut sich auch, versteckt sich nicht, wuselt aber um mich rum und braucht noch den einen Schritt um sich zu trauen.

Svea, Svenja und Yvonne hab ich aus ihren kleinen Zwingern in Zone 2 geholt und sie mit Ingo und Montano zusammen gesetzt. Svea findet es noch sehr gruselig, Svenja und Yvonne durfte ich heute in den Hütten streicheln, ein Fortschritt für die beiden.

Blackfly und Cräcker sind nun bei mir am Haus. Erst waren die beiden sehr verstört, Cräcker jammerte am Zaun und wollte zurück in die Welpenstation. Cräcker ist ein stattlicher, strammer Rüde geworden, doch leider sehr in sich zurückgezogen. Meistens lag er in einer Hütte in der Welpenstation, unbeteiligt, irgenwie wie leer, die Augen ausdruckslos. Kontakt versuchte er immer auszuweichen.

Nun lebt er erst den 3. Tag am Haus und er macht eine Verwandlung durch. Er wedelt vorsichtig mit dem Schwanz wenn ich komme und versucht nur selten auszuweichen. Er zieht zwar den Kopf noch ein, aber ich darf ihn streicheln. Er hat den Korb im Haus entdeckt und wenn es Futter gibt kann er sogar ein Tänzchen aufführen. Seine Augen haben endlich Glanz bekommen.

Blackfly war immer sehr schüchtern wenn ich kam. Er spielte aber gern mit den anderen Hunden und war wesentlich aktiver wie sein Bruder. So war es nicht verwunderlich, dass er als erster auf Erkundungstouir ging. Futter ist für ihn auch ein großes Motivationsmittel und so klettert er für ein Stück Käse auch schon mal an mir hoch. Er weicht ebenfalls nicht mehr so stark aus, er wedelt mit dem Schwanz, wenn ich die Treppe runter komm und hat sich zum streicheln auch schon auf den Rücken gedreht.
21.10.09 21.Oktober: Heute bin ich etweder am Bildschirm festgehangen um die Reise zu verfolgen oder ich hab Welpen umher getragen.
20.10.09 20.Oktober: Das mieseste Wetter überhaupt, Regen und Kälte, prima. 53 Hunde durften heute in den Sprinter steigen, Guido mit dem Plan in der Hand, nahm die Hunde von Jürgen entgegen, die die Pfleger und ich ihm einen nach dem anderen vor die Nase setzten, den Namen sagten und wieder mit eingezogenem Kopf im Regen verschwanden. Doch obwohl es ungemütlich war und wir oft bei diesem Matsch im halben Spagat durch die Zwinger rutschten lief es schnell, stressfrei und nach 2 Stunden saß jeder an seinem Platz. Die Jungs waren gut vorbereitet, Umschläge für die Pässe parat, einen Belegungsplan in der Hand, das war echt eine feine Arbeit. Joschka Sinka hat sich von *seinem* Gandalf verabschiedet, auch für so manchen anderen alteingessesenen Hund haben sich die Pfleger gefreut und gestaunt, dass diese doch auch einen Platz finden.

Gestern saßen wir abends schön beisammen und haben uns gut unterhalten. Das hat mir wohl getan. Wir hatten auch zügig ausgeladen und viele Kartons nach oben getragen. Dort stehen sie noch, ich hab nur mal hier und da reingelukt. Ich hab schon das Desinfektionsmittel entdeckt DANKE!!! Und einen riesen Karton Nahtmaterial, Tibi sind fast die Augen aus dem Kopf gekullert. Dankeschön!

Den Rest packe ich heute abend und morgen aus, denn ich war erstmal damit beschäftigt hier zu wischen und zu putzen, ich schätze 2 Eimer Schlamm dürften meine und diverse andere Hunde hier ins Haus getragen haben.

Beim Thema Hunde im Haus, klar hab ich schon wieder Sorgenkinder hier. 3 kleine Mädchen, die zu dünn, zu gemobbt und gebissen waren und die kleine Laura mit einem gebrochenen Bein.

Von all meinen Welpen, die in der Zeit seit ich da bin hier ankamen und es geschafft haben sich in dieser Lebenssituation durchzukämpfen und ausreisebereit wurden sind bisher nur 2 noch hier. Liberia blieb beim ersten *Schwung* übrig und durfte nun diesmal mit. Jetzt sind Blackfly und Cräcker noch hier und ich wünsche mir, dass sie im Dezember fahren dürfen. Sie sind halt sehr schüchtern und deshalb will ich sie ans Haus holen. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei der Hundeschule Wolfsblut bedanken, die immer gerne bereit ist meinen Zöglingen eine Chance zu geben, ebenso möchte ich auch dem Tierheim Weinheim danken, welches diesmal auch einige aufnimmt. Ich bin so froh, dass keiner von ihnen zurückbleiben muss, keiner in dem Gefüge des Tierheims unter- und verloren geht.

Inzwischen ist es Abend geworden, gerade habe ich gelesen, dass die Jungs mit den Hunden Ungarn erreicht haben. Ich habe die OP-Handschuhe entdeckt und Tibi auf seinen Tisch gestellt. Der wird sich bestimmt sehr freuen. Birgit, dein Päkchen hab ich extra gesucht, die erste Kassette läuft schon und die Nahrungsergänzungen werden den Welpen sich gut tun. Dann quoll aus einem Paket ein rotschwarzer Schal raus, darunter fand ich meine Lieblingsgewürze, Mama, das ist doch sicher von dir oder? Der Kuchen kam übrigens wieder bei jedem gut an. Anette, deine Tüte Leckereien hab ich schon gut geplündert. An alle ein dickes Dankeschön!!! Den Rest packe ich später aus.

Huhu Elke, die Grüße hat mein Vater ausgerichtet, ich war erstaunt, dass du das Tagebuch liesst. Ich hab mich sehr gefreut.
10.10.09 10.Oktober: Inzwischen laufen 2 weitere Kettenhunde frei, Ritchie und Bundas. Ritchie hing seit Jahren an ein und dem selben Platz. Er verhält sich ganz prima. Bundas lebte einsam sein Leben lang auf einem Wochenendgrundstück an der Kette bis seine Besitzer ihn mit Maulkorb, Hütte und einem Sack Futter im Tierheim abluden. Er ist 5 Jahre alt.

Ich erzähl heute mal von den Hunden rund um das Haus.
Gusti wurde schwer verletzt, sein ganzer Nacken wurde aufgerissen. Die Wunde war riesengroß und als ich ihn direkt nach dem Geschehen sah dachte ich erst nicht, dass er es schafft. Die Wunde wurde vom damaligen Tierarzt einmalig zusammengeflickt, die Naht hielt aber nicht. So verband ich Gusti über Wochen mehrmals täglich mit Calendula. Inzwischen ist die Wunde zu, die Narbe ist allerdings entsprechend groß und grob. Ich denke, dass es sich noch zurückbilden wird. Die Haare müssen noch nachwachsen, es wird also noch schöner aussehen. Ich vermute allerdings, dass er mit einem Halsband nicht laufen wird. Gusti ist ein süßer Schatz, spielt gerne, mag aber auch gerne seine Ruhe, er ist anhänglich, verschmust, er ist eher ein ruhiger Typ, der einfach nur gerne dabei sein möchte. Er begleitet mich oft durch die Zone 3 und wartet brav vor dem Zwinger in dem ich verschwinde. Er hat Stress beim Fressen mit den anderen, braucht da extra Futter, weil er sonst zu nix kommt.

Dann kam Maxime dazu. Vermutlich vom Auto angefahren lag sie mit kompliziertem Beckenbruch im Strassengraben. Sie wurde operiert und lernte langsam wieder laufen. Inzwischen flitzt sie sehr flott mit den anderen mit. Wenn es schnell gehen muss hüpft sie nur auf 3 Beinen, sonst benutzt sie alle 4. Ihr Gangbild ist unregelmässig, bei der Kastration wurde auch ein reibendes Geräusch in der Hüfte festgestellt. Vermutlich muss das Metall wieder raus. Dies kann hier aber nicht weiter abgeklärt und behandelt werden. Maxi ist eine unglaublich charmante junge Hündin, sehr klein und leicht, gut verträglich, sehr anpassungsfähig, lieb, süß und verschmust.

Tokio nahm ich zu mir, weil er Probleme mit seiner Größe, seinem Gewicht und seinem Durchsetzungsvermögen hatte. Als ganz Kleiner bekam er immer ein drauf und wurde beim Spielen schnell als Ball benutzt. Das blieb so bis ich ihn aus seinem Zwinger pflückte. Tokio hatte also wenig Bewegungsfreiheit, aber beim Fressen störte ihn niemand. So lang er mit Begeisterung den ganzen Tag vor dem Napf und wurde dicker und dicker. Dabei schoss er in die Höhe. Kaum Bewegung, Übergewicht und ungewohnte Höhen liessen ihn ständig umfallen, schwanken, schlenkern, sprich er konnte mit seinem Körper überhaupt nicht umgehen. da war Lauftraining und Diät angesagt.
Inzwischen hat er sich unter Kontrolle, wenn auch immer noch etwas grobmotorisch, er rennt, springt, spielt und das alles sehr standfest und zielgerichtet. Die Diät hab ich aus 2 Gründen in den Wind geschossen. 1. er braucht es anscheinend, er wächst und wächst und 2. meine Nerven, ihn vom Fressen abzuhalten ist nahezu unmöglich. Tokio hat ein Zuhause, die kriegen da einen ganz feinen, liebensweten Kerl

Joschka wurde stehend auf einem Wagen an allen 4 Pfoten abgebunden ins Tierheim gebracht. Da braucht man sich nicht wundern, dass der süße Kerl Angst vor Menschen hat. Nach der Kastration verkroch er sich in die Hütte, die neben der Praxis steht und wollte nicht mehr heraus kommen. Um den traumatisierten Kerl nicht wieder mit zu bedrängen durfte er am Haus bleiben. Ausserdem stellten wir zahlreiche kleinere Bisswunden an ihm fest, er hätte eh einen anderen Platz gebraucht. Ich versorgte ihn täglich mit Futter und Wasser in und dann vor der Hütte. Er begann nachts die Hütte zu verlassen, wuselte kurz über den Platz und um mich rum, dann begann er mir nachzulaufen. Ein paar Tage später fand ich ihn im Haus, hinter der Eingangstüre.
Ich habe ihn inzwischen Olli getauft, da sonst bei den vielen Joschkas Verwirrung herrschte. Olli ist inzwischen ganz aufgetaut. Er läuft problemlos mit den anderen Hunden mit. Nur in der Gruppe fressen stresst ihn noch. Olli lässt sich nun streicheln, auch von Fremden und zeigt sich sehr anhänglich. Er ist ein lieber, aufgeweckter Kerl, möchte alles richtig machen und lernt schnell.

Dann rennt hier seit ein paar Tagen Woody rum. Auch so ein Kerl, der schnell gemobbt wird. Nach der Kastration wurde er zu den großen Welpen gesetzt, da er in seinem Zwinger in der Zone 1 Probleme hatte und nur in der Ecke saß. Das Umsetzen brachte keinen Erfolg, er wurde gleich zerpflückt. Zum Glück ist nix passiert, aber auch weitere Versuche ihn zu integrieren schlugen fehl. Bei den kleinen Welpen kletterte er ständig raus mit dem Effekt von Kim vermöbelt zu werden. Nun denn, jetzt ist er also hier.

Dolomit - vor 2 Tagen bei der Kontrolle beschloss Tibi das Auge zu entfernen. Dabei fiel mir auf, wie dünn Dolomit ist. Ich blieb beim Füttern heute dabei und da war klar warum, er bekam nichts ab. Ich setzte ihn deshalb zu Sukey. Dort war er durch die Nachbarn aber auch so gestresst, dass er permanent zitterte und weinte... na gut... er darf ja fahren, er hat ein Zuhause. Dolomit ist sehr, sehr menschenbezogen, sehr anhänglich und verschmust. Ich leiste jetzt mal Vorarbeit in Sachen alleine bleiben, das tut er nämlich nicht gerne.
02.10.09 2. Oktober: Nachdem ich mir die Zeit seit der Abreise des Kastrationsteams mit der Dokumentation vertrieben habe möchte ich mich heute endlich mal mit dem Bericht und den Bildern beschäftigen.

Thomas, Ines und Nina brachten diesmal noch den Roman mit. Er wird von Thomas in die Geheimnisse des schonenden Narkotisierens eingeweiht und das macht er richtig gut. So hatte Thomas auch Zeit für andere Dinge, aber dazu später mehr (siehe Shoshoni).

Das Team kam direkt aus Bals, wo sie ein großes Strassenhundkastrationsprojekt durchführen, welches wir noch vorstellen wollen. Wir hoffen, dass wir euch dafür begeistern können, denn dieses Projekt braucht ebenfals Unterstützung. Jedenfalls hatten sie schon einige harte Tage hinter sich.

Tibi war die Tage vor Ankunft etwas angespannt, ich glaube, er war nervös. Das änderte sich sehr schnell und in seinem Gesicht war nur noch pure Begeisterung zu sehen. Er war mit Feuereifer dabei und auch das Team war von ihm angetan. So keimt nun Hoffnung auf, ihn ganz für den Tierschutz zu gewinnen, um ihn für Kastrationsaktionen in Rumänien auszubilden und einzusetzen. Ich hab mal schon mit Thomas den April für die nächste Aktion ins Auge gefasst.

Neben den vielen Kastrationen haben sie sich auch wieder bei anderen gesundheitlichen Problemen eingesetzt. So untersuchten sie einige Hunde mit Gangauffälligkeiten, entfernten Xavers Auge, welches sich seit dem letzten Einsatz verschlechterte, sie versorgten die Wunde von einem Junghund, die sich um den ganzen Hals erstreckte und sie konnten auch Shoshonis große Flankenverletzung wieder zunähen. Shoshoni hatte der intensive Kontakt zu den Ärzten gut getan und sie fasste Vertrauen zu ihnen. Thomas bemühte sich sehr um sie, nahm sie mit nach draussen und zeigte ihr sanft, sich an der Leine zu bewegen und gab ihr die dafür nötige Sicherheit. Zur weiteren Versorgung durfte Shoshoni mit nach Deutschland fahren.

Die Ärzte erlösten Barry von seinem Schicksal. Er war ein alter Hund, dessen Besitzer ihn mit dem Müllauto abholen liess. Der Grund war, dass er angefahren wurde. Barry konnte nur noch seine Vorderbeine benutzen, die Hinterbeine, das Becken, evtl. die Wirbelsäule waren gebrochen. Er muss furchtbare Schmerzen gehabt haben.

Auch die alte Albertine muss nun nicht mehr unnötig leiden. Sie war neu im Tierheim, ich weiss gar nicht, wo man so einen Hund einfängt. Sie war sehr alt, voller Arthrosen, konnte kaum gehen, konnte kaum fressen und war einfach nur in einem erbarmungswürdigen Zustand.

Orelho hatte ein Gewächs am Unterkiefer, welches das OP-Team entfernen wollten. Bei der OP stellte sich leider heraus, dass es ein Tumor war, der vom Unterkieferknochen ausging. Auch Orelho wurde ein schmerzhafter Tod erspart.

Nemmami muss furchtbar gelitten haben. Sie lag oft in ihrer Hütte, ich dachte, sie ist einfach ängstlich. Bei der OP stellte sich heraus, dass sie tote, infizierte Welpen im Bauch hatte. Ihre Milz ist sehr groß, evtl. hat sie noch weitere gesundheitliche Probleme. Gestern sah ich sie am Zaun stehen, gut gelaunt.

Ich versuchte mit einem der Arbeiter die Nachbarn hinter dem Tierheim davon zu überzeugen, ihre Hunde kastrieren zu lassen. Ich dachte mir schon, dass das nicht klappt. Für mich war es schon ein Erfolg, dass ich den Arbeiter dazu überreden konnte mitzugehen.

Der letzte zu kastrierende Hund war Bundas und der hat es noch geschafft Roman zu beissen. Insgesamt lief es mit den Hunden und den Arbeitern diesmal viel, viel besser. Es war deutlich weniger hektisch und anstrengend. Sie waren sehr bemüht es richtig zu machen. Dafür fragte mich jeder, aber wirklich jeder Arbeiter, welche Hunde denn nüchtern bleiben müssen.

Liebes Kastrationsmarathonweltmeisterteam, ich freu mich euch im Frühjahr wiederzusehen.
24.09.09 24.September: Ich durfte gestern Cassandra streicheln und heute nahm sie mir trotzdem wieder Leckerchen ab. Und heute hab ich Jorja gestreichelt, fand sie aber nicht so toll.

Shoshoni wurde gestern sehr schlimm von den anderen Hunden verletzt. Ich weiss nicht was vorgefallen ist, denn sie sitzt schon lange mit den anderen zusammen und es hat sich auch im Zwinger überhaupt nichts verändert. Nun ist sie seit gestern in der Praxis. Die Wunde ist sehr groß und sie tut mir sehr leid. Um aus der Situation was positives zu ziehen, sie muss sich jetzt mit mir abgeben und heute ist sie schon deutlich entspannter.

Maxime, die junge Hündin mit der Beckenfraktur ist sehr, sehr niedlich. Flink läuft sie inzwischen mit den anderen über den Platz. Wenn sie normal läuft benutzt sie alle 4 Pfoten, wenn sie rennt hüpft sie noch auf dreien. Sie schafft auch die 2 Stufen ins Haus.
21.09.09 21. September: Ich hab Panu gestreichelt ... und hab meine Hände noch. Wie kam es dazu? Bei Panu saß Rocky, dem es dort nicht gut ging. Entweder er klebte an der Tür in der Ecke oder er saß in der Hütte. Ich brauchte also einen anderen Platz für ihn. In Zone 2 saßen 3 ältere, größere und füllige Hundedamen schon seit ich weiss nicht und will es auch besser nicht wissen in einer kleinen Box zusammen. Nachdem Rocky umgezogen ist war genug Platz bei Panu und Pongo und so liess ich sie dort hinbringen. Ich war gespannt, wie sie es finden, da sie sehr schüchtern sind. Ich ging mit in die Box und sah mir an, wie sie den Zwinger erkundeten, sich bewegten, denn das war ja in der anderen Box nicht großartig möglich. Zufrieden und gedankenverloren streichelte ich den Hund vor mir und als ich runterblickte war es Panu. Ich registrierte als erstes, dass er es genoss und als nächstes, dass ihm einfiel, dass er ja doof zu Menschen ist. Ich war schneller, seine Zähne schnappten ins Leere. Penelope, Leandra und Heidi geht es gut dort.

Pamina geht es nicht gut, sie ist mager geworden und alt. Damit sie Ruhe hat und auch genug zu fressen abbekommt habe ich sie mit Rocky zusammengesetzt.

Der alte blinde Sascha sitzt nun mit Trude zusammen, der neuen Hündin mit dem großen Tumor. Die beiden sind sehr, sehr süß miteinander.

Gestern lief ich an dem Zwinger vorbei in dem Allegra, Tiago, Nicco II und Shoshoni sind. Ich ging rein, alle verkrümmelten sich bis auf Tiago. Ich streichelte ihn und er fand es gruselig. Mal sehen, wie lange.

San hat sich toll entwickelt. Die junge Dame ist auch noch nicht so lange im Tierheim. Man konnte sie überhaupt nicht anfassen, sie griff sofort an, wenn man auch nur daran dachte. Inzwischen kann ich sie streicheln, was nicht ganz risikolos ist, denn immernoch überfällt sie das Misstrauen und schnappt zu. Das Erstaunliche ist, dass sie sehr zielgenau direkt vor die Finger schnappt, ganz direkt, da passt dann nix mehr dazwischen. San wurde an einem Strick um den Hals ins Tierheim gezerrt, man muss sich also nicht wundern.

In ein paar Tagen kommen die Ärtze vom Tierärztepool wieder her und ich freue mich sehr. Sie werden Tibi in die hohe Kunst wie operiere ich ganz fix, ganz sauber und sehr schonend einen Hund einweisen. Tibi bringt alle Vorraussetzungen mit, das genauso fix zu lernen.

Gestern bin ich mit meinem Bürstchen rumgestapft und hab unter anderem Boba gekämmt. Der sah vielleicht toll aus danach, ja schon vorher, aber gebürstet halt noch schöner. Jannick darf ich inzwischen fast überall bürsten, er fand das nie so prickelnd, vermutlich weil ihm lange Zeit die Haut weh tat. Nur die Problemzone Schwanz und die Puschelhosen noch nicht, aber da ist auch kein durchkommen, die muss man mal mit der Schere bearbeiten. Seine Augen sehen leider weiterhin gerötet aus, da haben bisher keine Augentropfen geholfen.

Eine der Welpenboxen ist leergeräumt und ich habe nachgefragt, was es kosten würde diese mit Beton auszugiessen.
15.09.09 15.09.09: Trude wurde also heute operiert. Der Tumor war sehr groß und es kam auch Eiter zum Vorschein. Da ich selbst auch viel zu tun hatte und sonst in Sachen Assistenz bei OPs nun auch nicht die große Hilfe bin konnte ich Tibi nur immer wieder ein paar sterile Kompressen bereitstellen. Tibi war über den maroden Nadelhalter sehr unglücklich und es hat in dem ganzen Sortiment an Instrumenten auch nur 2 Backhausklemmen.

Wurmkuren, Impfungen, neue Hunde ... Welpen = Alltag.

Nachdem Franz und Lomé nun meinten sie müssen die ganze Gruppe kontrollieren hab ich die beiden mit Gypsi, Liberia und Junior zusammen getan. Girasol scheint in der großen Gruppe nun endlich ein wenig Ruhe zu finden.

Henning, Isa und Sylvester sind nun mit Sahara und Linda zusammen, das klappt gut und so wurde wieder eine Box in Zone 1 frei.

Es war wie so oft, ein Harap-Hund kam an. Beim Impfen war Tibi sehr vorsichtig und es ging sehr gut. Das macht echt Laune mit ihm zu arbeiten.
14.09.09 14.September: Der neue Tierarzt ist toll, er nimmt sich ganz arg viel Zeit für die Ängstlichen, wenn sie medizinische Versorgung brauchen. Heute kam eine alte Hündin mit großem Mamma-Tumor an, die er morgen operiert.

Gestern hab ich mich echt kaputt gelacht. Ich war bei dem Hund Joschka, um ihm Augensalbe reinzumachen. Währenddessen lieferten sich Branko und Emilio wieder ein heisses Gefecht durch die Bretter, es hörte sich mal wieder sehr böse an. Plötzlich fiel das Brett einfach um und die beiden standen sich direkt gegenüber. Denen sind sämtliche Gesichtszüge entgleist, beide wusste nicht was sie jetzt tun sollen. Von Branko kam dann ein halbherziges du kommst hier nicht rein und von Emilio ein kleinlautes na gut. Casanova und Grey fanden das super und sind dann gleich mal rüber.

Maxime hat sich inzwischen bis auf die Terrasse vorgearbeitet und ist im Hausrudel voll integriert. Das ist die junge Dame mit der Beckenfraktur. Sie wird immer flotter, wobei sie weiterhin nur 3 Beine benutzt.

Kimba habe ich heute einen einzelnen Diätzwinger verpasst. Dafür zog Tuana zu Danilo und Jatao. Dabei hab ich auf dem Rückweg den armen Jonas von Flecky und Karlchen befreit. So hatte ich das eigentlich nicht geplant, aber da war halt wirklich Handlungsbedarf. Balduin hab ich mit Jonas zusammen zu Heike und Tanja gesetzt. Balduin kann man wenn man langsam und vorsichtig ist auf den Arm nehmen.

Seit Babe nicht mehr da ist ist die Gruppe aus dem Gleichgewicht. Nini wurde so gemobbt, dass ich sie ebenfalls zu Tanja und Heike setzte. Damit wäre der Zwinger auch ausgereizt. Ich glaub, sie findet es ganz gut da, Jonas sowieso, der strahlt. Balduin versteckt sich mal wieder, aber das werde ich ihm noch etwas schwieriger gestalten.

Eliah hatte ebenfalls das Problem nicht akzeptiert zu werden und so zog er auch einen Zwinger weiter. Nun steht er schwanzwedelnd am Zaun. Schön.

Für Passadeena hab ich den Welpenauslauf der ganz Kleinen etwas erhöht, weil sie da rausklettern konnte und bei den nächst Größeren einfach unter geht.

Dann war Lärm in Zone 4, eigentlich nichts Neues, das ist eh die Radauzone und da sind ein paar beieinander, die immer was zu diskutieren haben. Aber das klang anders und so ging ich nachsehen. Ich glaub das war zur rechten Zeit, denn Räuber hatte sich zu Emanuel, Indy, Fiete und Efrem durchgegraben und die waren derart erbost darüber, dass sie gerade dabei waren ihn in 4 Teile zu zerpflücken, jeder zog an einem Stück Räuber. Ich hatte zu tun mit Räuber auf dem Arm heile da wieder rauszukommen, die waren vielleicht in Fahrt.

Neben ein paar Wurmkuren und Impfungen und 4 neuen Hunden war es dann auch für heute. Ach nein, eins war dann heute auch noch. Die neuen Zwinger haben ja eine komplette Überdachung. Dadurch bleibt der Boden schön trocken, der Erdboden, der inzwischen staubtrockene Erdboden. Durch die spielenden Hunde wird derart viel Staub aufgewirbelt, dass die Luft oft richtig staubig ist. Heute haben mich die Pfleger vermutlich für endgültig bekloppt gehalten, weil ich in die Zwinger Wasser gekippt habe um den Staub zu binden. Aber dann war die Luft wieder klar.
09.09.09 09.09.09 witziges Datum. Der neue Tierarzt hält mich auf Trab, Zone 2 ist entfloht, Cindy hatte ein dickes Hämatom an der Hüfte, welches er entleert hat, hier ein paar Bindehautentzündungen, dort ein paar mehr Flohekzeme, einen Hautpilz haben wir entdeckt und ein paar wenige Fälle von Räude. Dolomit hat ein verletztes Auge, Etienne vermutlich Demodex, wir waren einigen Würmern auf der Spur, Summer hat sich ihr Beinchen gebrochen. Jede Menge Vitamine und Salben haben wir verteilt. Das macht halt Spass, so soll es ja auch sein. Nur komm ich endgültig zu nix mehr, sorry Leute.

Texas lief gestern spät am Abend mal wieder in Zone 3 rum. Weil sich keiner der Herren bemühte schlurfte ich müde nach unten. Ich nahm seine Kette auf und Texas lief brav mit, sehr brav, als würde er es kennen. Er ist ein lieber und schöner Hund und ich hab ihn jetzt mehrfach mit anderen Hunden gesehen. Er war lieb, selbst wenn sie in seinem Bereich rumliefen oder gar an seine Hütte pinkelten und an ganz dreister Hund schnuffelte an seinem Knochen. Er zog nur eine Lefze hoch, der andere hat es gleich kapiert.

Dizzy hat vermutlich eine Allergie, da wir hartnäckig alles an Parasiten von ihm verjagt haben und er sich weiterhin kratzt. Er hat zugenommen und ist mein lieber Onkel für gemobbte, ängstliche und gelangweilte Junghunde. Das ist eine so süße Truppe geworden. Er macht das so toll mit dem Junggemüse und ihm scheint es gut zu gefallen. Die kriegen jetzt allen nur noch Trockenfutter, mal sehen wie es Dizzy damit geht.
06.09.09

Sondereintrag

Welpen, Welpen, Welpen ... Wir brauchen Eure Hilfe!

Bambi, Berenice (ca. 5 Monate alt) und Conroy (3 Monate alt) kamen zusammen mit 6 ca. 2-3 Wochen alte Welpen mit dem Müllauto an. Berenice und Bambi waren in einem schlechten Zustand, Berenice speichelte wie verückt unt zitterte am ganzen Leib. Bambi war mit Durchfall verschmiert. Zu den ganz Kleinen wurde mir nur mitgeteilt, dass die Mutter tot ist. Am nächsten Tag wurde mir erzählt, dass alle von einer Firma weggeholt wurden. Der Besitzer hatte die Hundefänger gerufen. Zu dem Zeitpunkt als die Hundefänger kamen lebte die Mutter noch...

Kerstin (4 Monate) wurde in der Stadt aufgegriffen.

Heywood, Heloise und Howey wurden nachts über den Zaun geworfen.

Yucca kam mit 12 neugeborene Welpen mit dem Müllauto.


(Yucca und Kinder)


(ein Welpe von Yucca)
Lamai wurde mit Mutter von Privatmenschen abgegeben.


Odelia, Ofilio und Orly kamen mit ihrer Mutter Ornella im Tierheim an, ich weiss leider nicht wie. Ornella war sehr verstört und brauchte ein paar Tage, ihre Jungs waren anfänglich misstrauisch, nur Odelia fand alles klasse. Sie sind ca. 3 Monate alt.


(Orly)


(Odelia)
Torrey kam mit Mutter Terrine und einem Geschwisterchen, das leider gestorben ist. Inzwischen ist er ca. 2 Monate alt.


(Torrey)
Stacy, Stormy, Stanley und Stevano sind die Kinder von Stella. Sie kamen mit dem Müllauto. Sie sind inzwischen ca. 2,5 Monate alt.


(Stellas Kinder)
Marie-May und Mario sind die Kinder von Marie, am 12.06.09 im Tierheim geboren. 2 Geschwisterchen sind gestorben.


(Marie-May)


(Mario)
Tami, Tarafee und Talela wurden von den Hundefängern gebracht. Mutter Tamara hatte sie in einer Grünanlage zur Welt gebracht und wurde von 2 Frauen versorgt. Aber sie störten wohl ein paar Fußgänger... sie sind inzwischen ca. 2,5 Monate alt.

Stefan - 2 Tage nach der Geburt von Susannes Kinder wurde er ebenfalls erst wenige Tage alt vom Futterlieferanten mitgebracht, er fand ihn an der Strasse. Inzwischen stolze 4 Monate alt, fertig durchgeimpft und auf der Suche nach einem Zuhause.

Elina wurde mit 3 Schwestern völlig verstört aus einem Kofferraum gehoben. 2 Schwestern starben, eine wurde adoptiert.

Shady, einziger überlebender Welpe von Penny und Huckleberry. Geboren am 13.05.09.


(Shady)
Mislason hatte 3 Geschwister, die alle gestorben sind. Er kam am 18.05.09 im Tierheim zur Welt.

Passadeena wurde einzeln abgegeben, vielleicht so 5 Wochen alt. Derzeit ist sie krank.


(Passadeena)

Hermine wurde einzeln abgegeben, vielleicht 4 Wochen alt. Sie ist inzwischen 2,5 Monate alt und putzmunter.


(Hermine)
Aprico kam kurz nach Hermine an, einzeln abgegeben, klitzeklein. Er ist derzeit krank.


(Aprico)

Fay und Fevian waren sehr klein und zart. Beide sind leider krank geworden, befinden sich aber auf dem Weg der Besserung und dürften inzwischen knapp 3 Monate alt sein.


(Fay und Fevian)
Batman kam mit 2 weiteren Welpen mitten in der Nacht im Tierheim an, das war eine der Hupaktionen. Die anderen beiden sind relativ kurz nach Ankunft gestorben, er erholte sich, wurde aber nun erneut krank.


(Batman)
Lovely kam im Alter von 4 Monaten ins Tierheim, wurde sehr krank und ist stark abgemagert. Um sie kämpfen wir noch, sie ist noch nicht überm Berg.


(Lovely)

Salt ist ca. 3 Monate alt und im gleichen Zustand wie Lovely.


(Salt)
Cinta wurde von Joschka auf dem Weg zur Arbeit gefunden und zu Tuana gesteckt. Inzwischen ist sie in der Welpengruppe, gesund und munter und bald auch ausreisebereit.


(Mislason und Cinta)

Majestic und Fresh, das war die 2. Hupaktion in der Nacht. Majestic wurde krank, aber er ist inzwischen wieder fit. Die beiden sind nun ca. 3 Monate alt.


(Fresh)


(Majestic)
Luciann kam mit 2 Schwestern, die beide gestorben sind. Sie hat die kritische Zeit noch nicht hinter sich.


(Luciann)

Klaus und Michael wurden von privat abgegeben. Sie waren so fett, dass sie noch nicht mal laufen konnten. Inzwischen ist Michael zwar noch irgendwie unförmig, aber nicht zu dick. Klaus ist noch ein Moppelchen. Beide sind nun flink auf den Beinen, die kritische Zeit noch nicht vorbei.


(Michael)


(Klaus)
Glen hat Andras vor dem Tierheim gefunden. Sie ist ca. 6-7 Wochen alt und neu im Tierheim.


(Glen)
Summer und Linus kamen mit Brüderchen, der leider verstorben ist. Sie waren sehr verstört. Sie sind zwar nach wie vor noch ängstlich, wenn man sie anfasst, aber kein Vergleich zu der Panik am Anfang. Sie sind knapp 3 Monate alt.


(Linus)


(Summer)
Mie, Beya, Takeshi, Aomori, Saito, Taiho, Daijin ,Jinmaku und Gifu kamen mit einem weiteren Schwesterchen an. Asashia starb leider. Inzwischen sind sie 3 Monate alt.


(Taiho, im Hintergrund ist Jinmaku zu sehen)

Pontos und Tartaros haben hier 3 Geschwister verloren. Sie sind auch ca. 3 Monate alt.

Fellino-Dany hat Eva in der Stadt gefunden. Der Kerl hat es geschafft, inzwischen ist er 5,5 Monate alt und sucht ein Zuhause.


(Fellino-Dany)

Ajándék stand einzeln in einem Pappkarton vor dem Tierheim. Inzwischen ist auch er ausreisebereit und sucht ein Zuhause. Wunderschön.


(Ajándék und Billy)
Tokio, Beverly und Abigail stammen aus der Bärchenfamilie. Ursprünglich waren es 6. Sie haben es geschafft, sind ausreisebereit und suchen ein Zuhause.


(Beverly)


(Tokio)

Billy kam fröhlich an und wurde sofort krank. Nach langem, intensivem Kampf ging er als Sieger hervor und wurde wieder gesund. Inzwischen ist er ausreisebereit und sucht ein Zuhause.


(Billy)
Elily und Elron kamen mit 5 weiteren Geschwistern in einer Pappschachtel an. Sie blieben gesund, der Rest wurde schnell krank und starb. Inzwischen sind sie knapp 4 Monate alt.

Carola wurde mit 2 Geschwistern in einem Sack abgegeben. Sie überlebte als Einzige.


(Carola)

Blackfly und Cräcker kamen in einem sehr schlechten Zustand ins Tierheim, abgestellt in einem Sack vor dem Tor. Ein Geschwisterchen starb. Blackfly und Cräcker sind nun stramme Kerle.


(Cräcker)


(Blackfly)
Guido, Ulli und Susi kamen am 23.April im Tierheim zur Welt. Sie sind die munteren Kinder von Susanne.


(Guido)


(Susi)
Peace kam mit den Hundefängern ins Tierheim. Er wurde leider krank und befindet sich so langsam auf dem Weg der Besserung.

Robinia, Romeo, Rosalyn, Roberto, Ronnie und Royal wurden vor ein paar Tagen abgegeben, noch nicht mal in der Lage selbständig zu fressen.

Krabbelgruppe:










Katleen und Kaleena wurden einfach vor der Türe abgestellt.


(Katleen)
Velvet, Darin, Yolanda, Wandis, Tyne, Zandra und Milicent. Einer nach dem anderen kamen sie ins Tierheim. Sie sind inzwischen so 6 Wochen alt. Dario, Brüderchen von Darin ist heute gestorben.


(Darin)


(Milicent)


(Tyne)


(Velvet)


(Wandis)


(Yolanda)


(Zandra)
Tisha wurde heute abgegeben, halb verhungert, kaum Fell...

Jeder dieser Welpen wird bei Aufnahme entwurmt und je nach Alter gleich geimpft. Das Erstimpfen ist bei den Kleinen immer schwierig, da das Alter nur geschätzt werden kann. Deshalb werden die Welpen unter 4 Monaten 3 mal mit jeweils 4 wöchigem Abstand geimpft. Meist bringen sie neben Würmern auch andere Parasiten wie Läuse oder Flöhe mit und werden entsprechend behandelt. Leider erkranken viele Welpen an Infektionskrankheiten und trotz aller Bemühungen sterben auch einige.

Die Welpen bekommen neben reichlich Juniortrockenfutter je nach Alter und Gesundheitszustand Nassfutter und Vitaminzusätze.

Zur Versorgung der Welpen möchte ich Euch um eine Spende bitte. Das Impfen ist ein großer Kostenfaktor, ebenso das Futter. Rund 100 Welpen belastet das Konto sehr.

Mit einer einmaligen Spende von 10 Euro könnt Ihr uns helfen die Impfungen zu bezahlen.

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Freundeskreis Bruno-Pet Sparkasse Merzig-Wadern BLZ: 59351040 Konto: 7105208

Verwendungszweck: Welpenimpfung

Wir möchten an dieser Stelle berichten, dass Ende September eine weitere Kastrationsaktion im Tierheim stattfinden wird. Es sind neben Welpen auch viele erwachsene Hunde im Tierheim eingetroffen. Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist den Inhaber der Firma Forest Service dafür zu gewinnen die Hunde auf seinem Gelände kastrieren zu dürfen.
Wir würden uns auch über eine dauerhafte Unterstützung durch eine Kinderstubenpatenschaft freuen.

Kinderstubenpatenschaft

Dieser Hilferuf darf sehr gerne verbreitet werden.

Vielen Dank!
05.09.09 5.September: es gibt viel zu erzählen. Ich hab wieder einige Hunde umgesetzt. Prinzessin ist wieder in der Gruppe mit Liberia, sie war sehr dünn geworden und hatte einige Bisswunden. Minna habe ich zu Streit gesetzt. Ich bin froh, dass das klappt, denn so ein Einzelzwinger ist auch nicht schön. Wenke und Torben sind jetzt bei den Fanta4 und Deniz ist bei Dizzy. Susanne und Gypsi hab ich getauscht, denn die liebe Susanne kann nicht so gut mit anderen Hündinnen, zumindest wenn sie quirlig und spielfreudig sind.

Ein neuer Tierarzt ist da, Tibi. Er hat sich einen Überblick verschafft, die Praxis auf- und eingeräumt (solltet ihr mal sehen), direkt mit der Behandlung kranker Hunde angefangen und am 2. Tag gleich jemanden mitgebracht, der die Zwinger gegen Flöhe ausspritzt. Gestern ist er dann mit Frontline losgezogen und hat angefangen die Hunde in Zone 2 zu behandeln. Dabei hat er dann einige behandlungsbedürftige Sachen entdeckt und dies auch gleich gemacht. Leute, dass ist echt schön und ein wahrer Lichtblick.

Bei der Tour mit Frontline bin ich mitgegangen und hab einige Hunde neu erlebt. Hedy habe ich gestreichelt, genauso Salvador (ihnen blieb nichts anderes übrig). Dann war ich im Zwinger von Karlchen. Ich wusste echt nicht ob ich lachen soll oder mich aufregen. Im April wurde eine Bestandsaufnahmetour gemacht und ich schrieb auf einem Block brav mit (Chipnummer, Geschlecht, etc.) und da wurde mir bei Karlchen gesagt, dass es eine Hündin ist. Nun ja, bei der Kastrationsaktion waren schon ein paar dabei, wo es nicht gestimmt hatte. Gestern stellte ich fest, dass Karlchen doch ein Bub ist. Er hat längere Zotteln am Bauch und er ist klein, sodass man es so nicht sieht. Ein beherzter Griff macht aber alles klar. Ich war bisher nicht oft in dem Zwinger, weil es eine kleine Krawallgruppe ist, die sich selbst genug zu sein scheint. Der Zwinger ist recht groß, die Hunde können unter dem Bauwagen usw. Karlchen ist ein toller Kerl, sehr, sehr aufgedreht, aber voll lustig, verspielt und er findet kraulen ganz arg toll. Durch den verschachtelten Bauwagenzwinger rennt er auch keine Kreise mehr. Er weiss einfach nur nicht wohin mit seiner Energie. Nino und Tabea waren auch interessant. Nino ist im Prinzip wie Balou, Pascal und Santiago. Kaum geht man in den Zwinger fällt der am Zaun agressiv auftretende Nino in sich zusammen. Balou hat mir fast ne Patellafraktur verpasst. Wir wollten ihn in der Hütte einsprühen, deshalb stellte ich mich vor den Hütteneingang. Ich war schon auf Flucht gefasst und stellte mich entsprechend stramm hin. War dem scheissegal, mit voller Wucht hat er mir die Beine weggefegt. Aua. Marvin kann übrigens auch mit 3 Beinen gut springen. Ich hab das jetzt schon ein paar mal beobachtet wie er auf der Hütte ist. Rauf ist kein Problem, runter nimmt er genau Mass, wippt ein paarmal mit dem Popo und hüpft dann runter. Ich finde das ne klasse Leistung.

Terrine war so lieb und hat mir einen neuen Welpen angenommen. Ich wusste nicht wohin mit ihr. Die neuen Mamis sein allesamt sehr nett.
25.08.09 25.August: 5:40 Uhr war die Nacht zu Ende. Welpen im Freilauf, danach hatte Gypsi ein Bein eingeklemmt. Und dann war der Tag auch schon da. Heute war wieder großes Umzugsfesival. Azra ist mit Honey und Etienne zusammen in den Zwinger von Finchen und Hesse. Hesse ist an den Platz von Xaver und sitzt nun endgültig allein. Finchen und Xaver können bisher gut miteinander und sind nun da, wo Etienne und Honey vorher waren.

Dann hab ich Familie Kleinchen neben Familie Niedlich gesetzt. Dazu zogen Susi, Guido und Ulli in die Welpenstation und Susanne zu Dizzy, Lomé und Franz.

Dann war Platz in Zone 1 und 3 junge Hunde konnten aus einer der kleinen Boxen befreit werden.

Tokio muss abnehmen, dringend, deshalb hab ich ihn zu mir ans Haus geholt. Sandra findet ihn ja ganz toll, nur er hat Angst vor Sandra und kann mit ihrem Temperament überhaupt nicht mithalten. Der arme Kerl liegt jetzt im tiefsten Tiefschlaf vor Erschöpfung.

Da sich Nikki nun Icarus angeschlossen hat habe ich heute eine der alten Hütten rangeschleppt und ein Dach über beide Hütten gestellt. Icarus Nerven liegen jetzt erstmal wieder blank.

Gusti geht es echt gut für diese riesen Verletzung und das scheint auch schön zu heilen.

Ich bin sehr müde, gute Nacht.
24.08.09 24.August: Ich muss mich erstmal beruhigen, boah, gibt es doch nicht. Da standen gerade 3 Männer vorm Zaun und obwohl ich Djuri schon hingeschickt hatte quatschte mich einer an. Ich machte klar, dass ich seine Sprache nicht spreche. War ihm wurst, er wollte einen Hund adoptieren. Und nicht irgendeinen sondern meine Sandra. Ich machte deutlich, dass Sandra mein Hund und nicht zu vermitteln ist. Es war ihm egal, er fing an um den Hund zu feilschen wie auf dem Markt. Ich bin fast aus der Hose gesprungen und musste sehr um Beherrschung kämpfen. Ich glaube, ich hab sie erfolgreich verscheucht. Ja gibts denn sowas. Das vermisse ich wirklich, PRIVATSPHÄRE! Boah, ey...

Inzwischen ist es wieder spät am Abend. War das tatsächlich auch heute, dass ich mich so aufgeregt hab? Hier ist Zeit wirklich eine seltsame Angelegenheit.

Furkan und Jorja nehmen inzwischen gerne Leckers am Zaun, ich will morgen sehen, wie sie sich drinnen machen. Nomin nimmt sie im Zwinger, Nomin-Che bleibt am Boden und wartet, dass ich ihm eins zuwerfe und Salvador verkrümelt sich lieber auf die Hütte. Etienne hat heute neue Gesellschaft bekommen, Honey, es sollte aber Azra sein. Morgen also nochmal umsetzen. Honey ist ne ganz nette Biene, sie ist aufgeschlossen und lässt sich streicheln. Sie ist echt ne Hübsche. Etienne nimmt nun auch Leckers im Zwinger, er hat sich toll gemacht. Ich kann auf ihn zugehen und er nimmt das Lecker prompt an. Klar, der Popo muss aber sicherheitshalber schon im Hütteneingang geparkt sein. Francesca taut ein wenig auf. Und dann ist mir heute was passiert, ich bin gedankenverloren in den Zwinger von Hedy und Cassandra. Ich steuerte schnurstarks auf Cassandra zu, ging in die Hocke und streckte ihr meine Hand unter die Nase. Und sie blieb und schnuffelte. Sie war vermutlich genauso überrascht wie ich...

Ja, ich habs getan, ich hab Welpenmilch angerührt und hab die 6 Wichte von gestern mit der Spritze gefüttert.

Heut hab ich wieder jede Menge Hunde eingesammelt. Unter anderem ist eine völlig verängstigte Bibi in die Hütte von Celine geflüchtet. Celines Verhalten war herrlich, Entsetzen, Empörung und Verwirrung. Ich fands dann aber nicht mehr lustig, als ich Bibi aus der Hütte holen wollte, da hatte Celine sich nämlich wieder gefangen und versuchte ebenso in die Hütte zu kommen.
23.08.09 23.August: Aufgewacht von dem Gebell von Hunden... und es wollte mal wieder nicht aufhören... und es fühlte sich mal wieder niemand angesprochen... Bibi war im Zwinger von Bobby, Ingo und Montano und sie hatten am hellen Morgen wohl noch keine Lust auf Besuch. Dies veranlasste Venos und Kim mal wieder zu kläffendem Beifall was die gesamte Hundebelegschaft rundrum dazu anstiftete mitzumachen. Bibi befreit, Ruhe war. Nicht ganz, in Zone 4 war auch was los, was konnte ich aber nicht feststellen, da ich jeden putzmunter und ohne Körperteile seiner Zwingerkollegen im Maul vorfand. Auf dem Rückweg sah ich Nikki mit Icarus spielen. Gut, dann hab ich Gusti wieder verbunden, das ist noch 3 mal täglich nötig.

Draussen ist wieder Unruhe, ich geh mal gucken. Ahh, auch schön, die Welpen haben sich zu mir durchgegraben, na prima. Meine Hunde sind ja inzwischen sowas von tolerant.

Es kam mal wieder ein Paket Welpen an. Ich wollte eh neu sortieren. Im großen Auslauf sind jetzt die Diät-Welpen bzw großen Welpen, im kleinen die Päppelwelpen. Am Ende hatte ich alle 5 Boxen an der Welpenstation, sauber und alle haben jetzt einen guten Platz mit den passenden Spielkameraden usw. Ich hab noch nicht von den 2 neuen super fetten Welpen erzählt. Der Hammer, die können noch nicht mal laufen so dick sind die. Andras und ich machen jeden Tag Lauftraining mit den beiden, damit sie mal Muskeln entwickeln und Kondition, ohne Witz!
22.08.09 22.August: Ich bin gerade dabei eine Art Besuchsplan aufzustellen, welche Angsthunde wie drauf sind etc. Ich hatte mir ganz viele aufgeschrieben und das war es, was mich echt traurig machte, es sind so viele. Ich erzähl mal ein bisschen.

Funafuti muss sich gerade Zwangsschmusen gefallen lassen. Ich geh rein, schnapp mir den Kerl und setz mich mit ihm auf eine Hütte. Er sitzt neben mir, ich kann ihn loslassen und richtig kraulen und bald schon liegt er neben mir und ja, fast hätte er sich getraut mir seinen Bauch hinzustrecken, es fehlten nur noch ein paar cm - *grins* Beim letzten Mal kam er dann nochmal von alleine auf die Hütte. Es gefällt ihm nämlich ausgesprochen gut, wenn man ihn denn mal auf der Hütte hat.

Bei Hedy und Cassandra tut sich gerade nichts neues, sie freuen sich sehr wenn ich komme und nehmen die Leckerchen, Hedy spielt mich auch an, aber anfassen ist ganz schrecklich für die beiden. Manchmal glaub ich, dass ich mir die Hedy einfach schnappen muss, dann wird das vermutlich schneller gehen. aber ich würde Cassandra vermutlich damit total verstören. Bei ihr würde ich sowas auch nie versuchen.

Easy und Francesca, sehr süß mein Easy-Bub, lutscht mir immer die Leckerchen aus den Fingern. Hautmässig sieht er zur Zeit echt gut aus, hinten noch etwas schuppig, aber kein Vergleich zu dem wie es war. Die Haut ist rosig und zu. Francesca ist auch sehr schüchtern und lässt sich von Easy dauernd die Leckers klauen.

Das mit Baldiun war wohl keine gute Idee, er sitzt weiterhin in der Hütte, neue Idee hab ich noch nicht. Na gut, hab ich schon, aber ich weiss noch nicht wie umsetzen.

Xaver ist immer noch verwettert, aber er freut sich, wenn ich vorbei komme und Leckerchen bringe.

Nomins und Salvador. Durch den Zaun nehmen sie nach eingehender Prüfung der Gerüche das Leckerchen, juhe, das war nämlich auch mal gruselig. Salvador traut sich das noch nicht so richtig.

Svea und Svenja. Svea nimmt Leckerchen im Zwinger an, Svenja schnuffelt daran, traut sich aber nicht es zu nehmen. Lass ich es dann fallen sammelt sie es schnell auf.

Romana und Romi. Mit anfänglichem Schweiss auf der Stirn kann ich in dem so kleinen Zwinger, dass ich keine Fluchtmöglichkeiten hab reinsitzen und Romana Leckerchen geben. Romi werfe ich Leckchen vorsichtig zu und heute war sie keine 30cm von mir entfernt. Romana hab ich heute vorsichtig das Schnäuzchen gestreichelt worauf sie erstmal wieder auf Abstand ging. 5 Leckerchen später hat sie es mir aber wieder aus der Hand genommen.

Etienne nimmt inzwischen auch Leckerchen am Zaun.

Babe, ja mit Leckers vergisst er alles und pflückt sie einem so blitzschnell aus den Finger und hat jede Menge Spass dabei, sehr süß, der kleine Mann. Auch Isa hat sich schnell überwunden und nimmt sie mir aus der Hand. Dabei weiss sie sehr genau, wann sie dran ist und kommt meinen Bemühungen ihr dies Lecker zu geben entgegen, denn da sind auch noch neben dem wendigen Babe auch der temeramentvolle Sylvester und der im Verhältnis zum Rest recht große Henning am Start. Nini hat wenigstens mal ein Lecker aufgehoben und ist nicht gleich verschwunden.

So und dann hab ich heute die Valentina am Zaun gefüttert. Mein eigentliches Ziel war Vin, der nämlich nicht in seiner Hütte verschwand sondern zuguckte. Allerdings mit einem Blick ... *räusper* ... öhm .. ja, da werd ich wohl mal schauen wie ich da reinkomm und am Stück wieder raus. Mit Nino ist es ja ähnlich.

Balou ... also ich find ja, dass es besser geworden ist. Er flippt längst nicht mehr so aus, ab und zu ist er sogar so neugierig, dass er mal in unauffälligen Kreisen drehen so in Zaunnähe vorbei kommt und er hat sogar schon leckers aufgesammelt während ich da stand. Yvonne macht sich am Zaun prima, im Zwinger ist sie immer noch sehr ängstlich. Fiona hat sich dafür supertoll gemacht und die Scheu ganz abgelegt. Bei ihr war das vermutlich wirklich so, dass sie das Verhalten der anderen nur übernommen hatte.

Miguel, seufz, was ist das Kerlchen süß. Nun hatte ich eine ganze Weile keine Zeit bei ihm vorbei zu schauen und heute machte er wieder den Krawallhans am Zaun. Nach einigen Sekunden realisierte er, dass da ja die komische Tante mit den Leckern am Zaun stand und wupp hatte er umgeschaltet.

Azra ist zu dünn, ich brauch einen anderen Platz für sie.

Dizzy sieht inzwischen besser aus, ihm tut auch das Junggemüse echt gut.

Celine, ach du liebes bisschen, wie kann man denn in dem Alter und mit dem Übergewicht denn noch so draufgängerisch sein. Wie es passiert ist weiss ich nicht, ich erzähl einfach, was ich vorgefunden hatte. Ich sah die Kettenhunde in eine Richtung kläffen und der Kindergarten war in Aufruhr, ebenso die Hunde in den neuen Zwingern. Nun ja, eigentlich passiert das öfter, aber da lag mehr in der Luft. Ich stiefelte also los und plötzlich kam Venos um die Ecke. Ich dachte, na das kann es aber nicht gewesen sein und bog um selbiges Eck. Ich fand Celine und Farouk ineinander verkeilt vor. Sie hatten eigentlich aufgehört zu kämpfen, waren am Schnaufen wie verrückt, Blutspuren an beiden Hunden. Doch Celine hatte sich samt Kette und dazugehörigem Pflock losgemacht und diese war nun mit Farouks Kette und Gestrüpp völlig verheddert. Die beiden konnten also gar nicht voneinander ablassen. Na denn, fröhliches Eingreiffen war gefragt. Im Prinzip hat keiner der beiden was gehabt, eine kleine Wunde an der Lefze von Farouk liess alles dramatischer erscheinen als es war.
15.08.09 15.August: Die letzten Tage waren damit gefüllt Ordnung in das Welpenchaos zu bringen. Die größeren Welpen bzw inzwischen Junghunde wurden in eine große Box der neuen Zwinger gesetzt. Dafür sind Happy, Pimboli und Lorena sind zu Schneeglöckchen und Dino gezogen. Damit gab es in der Welpenstation etwas Luft. Die improvisierte neue Box hab ich jetzt mal richtig hergerichtet, ein vernünftiges Dach, diese Folie an der Seite ab damit Licht rein kommt und auch das macht jetzt einen guten Eindruck.

Kopo und Fiedler zogen zu Norris, dadurch konnte eine Box für neue Hunde freigemacht werden.

Da ich eine Anfrage von Sammys Patin mit einem Hundeportrait beantworten wollte setzte ich mich vor den Zwinger des sogenannten Kindergartens. Kindergarten ist gut, inzwischen sind das alles Teenies. Naja, ich weiss zwar wie die Hunde sind, aber so ganz detailliert eben nicht. Der Grund ist, dass man wenn man zu diesen ungestümen Junghunden reingeht sie überall an sich kleben hat. Sie sind nett und freundlich und wenn ich nicht da bin spielen sie den ganzen Tag zusammen. Also konzentriere ich mich auf Hunde, die mich mehr brauchen. Da sass ich also und die Bande klebte statt an mir am Zaun, na prima. Bei Sammy fiel mir auf, dass die Haut am Bauch und an den Beinen gerötet war. Mir wurde erzählt, dass sie als Welpe in einem furchtbaren Zustand war, sie litt an Demodex. Nach der Kastration war die Haut bei ihr auch etwas rot, aber nicht so wie jetzt. Sammy hatte bis vor kurzem auch Husten und ich überlegte, ob das damit zusammenhängen könnte. Na gut, rein zu den quirligen Mäusen, das muss ich mir jetzt genauer ansehen. Ratet mal... Flöhe, aber wieviele... Ich hatte mir ein bisschen was für den Notfall von dem Frontline aufgehoben. Das hab ich nun im Kindergarten aufgebraucht. Nun denn, dann schreib ich von den Hunden, was ich weiss.

Bei Nikki und Icarus ist der Knoten geplatzt, die beiden lassen sich nun ausgiebig streicheln. Icarus hab ich auch gegen Flöhe behandelt und musste ihn dafür am Halsband festhalten und richtig einsprühen. Während ich das Mittel im Fell einrieb liess ich ihn langsam frei. Als er das bemerkte huschte er in seine Hütte. Ich dachte schon o.k., das wars erstmal, aber Icarus kam gleich wieder raus und liess sich weiter streicheln. Über Nikki bin ich schon mehrfach gestolpert, weil sie mir zwischen den Beinen rumrennt. Sie springt sogar an mir hoch.

Zwischen Venos, Kim und Daddy hat sich was verändert. Daddy wurde zum Einzelgänger seit er nun regelmässig das Tierheim für seine Streifzüge verlässt. Die 3 verstehen sich nach wie vor gut, doch man sieht Daddy im Tierheim meist allein unter irgendwelchen Brettern dösen, er macht einen zufriedenen und ausgeglichenen Eindruck.

Mysla ist übrigens ein total verspielter Clown. Es ist so herrlich, wie sie mit den anderen rumkaspert, ein Stück Stoff schüttelt, sich balgt, sie ist voller Energie und Lebensfreude.


Die Geschwister Amanda, Aaron, Alex, Ahmad und Aileen.

Als ich in MC ankam saßen sie zusammen mit Ackaturbo in einem viel zu kleinen Zwinger. Sie waren bis auf Ackaturbo rappelmager. Ackaturbo zeigte einen unglaublichen Fressneid, der mich schwer beschäftigte, denn er konnte irgendwie an allen Näpfen gleichzeitig sein. Er war aber auch nicht zu dick, also bekamen sie viel zu wenig Futter. Ackaturbo wurde umgesetzt und ich ging täglich zu ihnen mit Extrafutter.

Amanda war die Einzige, die von Beginn an aufgeschlossen war. Noch etwas unsicher, aber doch sehr interessiert und einmal geschmust konnte sie nicht genug bekommen.

Ahmad war zu gehemmt um direkt Kontakt aufzunehmen, allerdings war das mit einem Futtersack in der Hand dann schnell vergessen, Da sprang er an mir hoch um ja was abzubekommen. Anfassen war aber nicht gleich drin, er sprang schnell außer Reichweite, nahm aber gleich wieder Anlauf um am Futtersack hochzuspringen. Ich weiss noch, dass er ganz scharfe Krallen hatte zu dem Zeitpunkt.

Aaron war der stille Typ, er war so dürr, dass ich mir ernsthaft Sorgen machte. Er blieb im Zwinger in meiner Nähe und ich konnte ihn anfassen und streicheln. Er wurde von den anderen oft hin und hergerempelt. Er schien mir oftmals unbeteiligt und lustlos rumzustehen, nur wenn ich/Futter reinkam wurde er aktiver.

Aileen war die Ängstlichste von allen. Panisch huschte sie hin und her, versuchte an das Futter zu kommen, aber ja nicht in meine Nähe. Das war aber nicht so einfach in dem kleinen Zwinger.

Alex saß meist in der Hütte und kam auch erst raus, wenn ich direkt auf ihn zuging. Allerdings war er da mehr auf der Flucht... Er schien mir die meisten Probleme mit Ackaturbo gehabt zu haben und vermutlich zog er sich deshalb zurück.

Mit dem Auszug von Ackaturbo kam keinesfalls Ruhe in den Zwinger, denn die Rollen wurden neu verteilt. Sie klopften sich zu jeder Gelegenheit. Damit da mal etwas Stressabbau möglich wurde setzte ich die 5 in einen großen Zwinger in Zone 4. Es rumpelte zwar noch manchmal heftig, aber sie haben sich dann doch geeinigt. Heute leben sie friedlich zusammen, eine richtig nette Truppe und sie haben sich alle toll entwickelt. Zur besseren Laune dürfte nicht nur ein voller Magen sondern auch eine gesunde Haut beigetragen haben. Alle bis auf Aileen hatten Räude und wurden behandelt.

Amanda hat ihre Freude über Zuwendung deutlich ausgebaut und hüpft begeistert um mich herum und auf meinen Schoss. Streicheln, kuscheln, spielen, alles ist toll und wird ausgiebig gefeiert. Dies macht sie auf eine so sympathische Art, dass ich jetzt beim Schreiben sogar schmunzeln muss.

Der ehemalige Zappelphilipp Ahmad ist deutlich zur Ruhe gekommen. Er kommt gerne auf mich zu und lässt sich streicheln, er ist interessiert und freundlich. Er wirkt ausgeglichen und ist inzwischen sehr hübsch. Als ich ihn kennenlernte sah er gerupft und struppig aus. Wenn ihm das Gedränge zu viel wird geht er wieder und wartet einfach bis die anderen mal etwas Platz machen. Dann kommt er wieder zu mir und holt sich nochmal ein paar Schmuseeinheiten ab. Er mag es aber nach wie vor nicht, wenn er das Gefühl bekommt festgehalten zu werden.

Aaron hat am längsten gebraucht um zuzunehmen. Von dem ernsten, passiven Hund ist nichts mehr zu sehen. Er versprüht eine gute Laune, die ansteckend ist. Mit lachendem Gesicht balgt er munter mit mir rum und lässt sich durchknuddeln. Es ist eine Freude ihm zuzusehen.

Aileen hat immer noch Angst vor Körperkontakt. Sie kommt aber mit den anderen angelaufen und wuselt um mich herum. Schnell schnuppert sie an meinen Fingerspitzen, doch genauso schnell springt sie wieder zurück. Aileen kann ich aber nachlaufen bis sie sitzen bleibt und sich schicksalsergebend anfassen lässt. Ich streichel sie dann vorsichtig und an manchen Tagen fordert sie sogar einen Nachschlag ein. Heute bekam ich von ihr außerdem das Gesicht gewaschen.

Alex liegt immer noch gerne im Hütteneingang, aber das ist alles, was an den alten Alex erinnert. Er kommt freudig mir entgegen, läßt sich gerne streicheln, er geniesst es, wenn ich mich ihm zuwende. Es ist toll, einfach toll, wie er sich entwickelt hat. Alex ist ein Hund, den man nicht gleich entdeckt, er ist immer noch ein ruhiger Hund. Er hat eine so liebe, feine Art an sich, die mich sehr berührt.

Aileen, Ahmad und vor allem Aaron sind sehr verspielt miteinander. Sie toben und rennen vergnügt umher und gehen gut miteinander um. Vor allem bei Aaron gefällt mir diese Lebenslust, wirkte er doch noch vor einigen Monaten so verloren zwischen den anderen Hunden. Amanda spielt auch sehr gerne, nur kann ich es leider wenig beobachten, da ihr Interesse im Moment meines Erscheinens nun mal hauptsächlich beim Mensch liegt. Alex schaut lieber zu wobei er mir dennoch einen zufriedenen Eindruck macht. Er liegt entspannt im Hütteneingang oder steht bei mir um sich streicheln zu lassen. Alle kommen gut miteinander klar, keiner drängt den anderen ab. Es macht Spass diese Hunde zu besuchen und sich mit ihnen zu beschäftigen.
10.08.09 10.August: Heute war ich mit Spokane spazieren. Ich denke, ich habe viel Geduld um mit einem ängstlichen Hund umzugehen. Doch bei manchen Sachen bin ich kurz angebunden. Ich hab Spokane ein Geschirr angezogen, 2 Leinen dran und ab ging die wilde Luzzie. Nach 2 Minuten Rodeo war es dann gut und wir schafften es bis zum Tor und sogar hindurch. Dass er an der Strasse Angst hatte war mir verständlich, trotzdem mussten wir da nun mal drüber. Nach ein paar Metern auf der Wiese hatte er es dann verstanden und lief mit. Er fand es immer noch nicht schön, aber es funktionierte besser als ich gedacht hatte. Dann hab ich ihn abgemacht und das war dann doch oberklasse. Er sauste mit Ledi über die Wiesen und ging ausgiebig schnuffeln. Am Ende des Spazierganges, ein ganzes Stück vor der Strasse liess er sich problemlos wieder anleinen.

Maxime hab ich heute wieder aus der Gitterbox geholt und auf die Wiese gesetzt. Inzwischen liegt sie in der Hütte vor der Praxis. Sie ist selbständig dort hingekommen, leider hab ich nicht gesehen wie.

Die Waschmaschine funktioniert übrigens super, ein dickes Dankeschön an die Spenderin! Sie ist eine echte Bereicherung in meinem Alltag!

Hier kriegt man Sachen zu sehen, unglaublich. Vorweg, ich hab keine Ahnung, wie das in D läuft, aber ich glaube, das wird schon anders sein wie hier. Ein Geräusch lockte mich ans Fenster, es hörte sich ein bisschen an wie bei einem Heissluftballon. Auf der Strasse, mitten auf der Strasse fuhr ein Fahrzeug, das aussah wie ein Traktor mit integriertem Güllefass. Einer fuhr, ein anderer lag lang hinten drauf und hatte so Baustellenhütchen in der Hand. Das Fass war gefüllt mit Farbe und sprühte neue Mittelstreifen auf die Strasse, alle paar Streifen lang warf der Mann ein Hütchen. Und das bei vollem Verkehr.

Heute war ein bewegter Tag, angefangen haben wir mit Brasilia. Sie zog zu Chef und Vanessa um, weil sie leider alle anderen um sich rum ankeifte. Dann wollten wir Tuana an Brasilias Platz setzen, das ging aber nicht gut, weil die liebe Tuana sich ganz unfein mit den jüngeren Hunden benahm. Da setzten wir sie zu Kopo und Fiedler, Hunde, die mit solch einem Benehmen anders umgehen. Am Ende saß Tuana wieder in ihrem Zwinger und wir setzten dafür Balduin zu ihr. Das hat dann auf Anhieb geklappt.

Dann setzte ich Mysla um, nämlich zu den kleinen Hunden Fu Man Chu, Covellin, Minze und Elodie. Nach kurzer Zeit fühlte sie sich wohl und stand sogar abends Schwanz wedelnd am Zaun.

Franz und Lomé wurden aus dem Päppelzwinger entlassen und zu Dizzy gesetzt. Dafür zog Xaver, der völlig verwettert und dünn geworden ist in den Päppelzwinger.

Lemon, eine neue Mutti durfte in den Zwinger von Mysla ziehen, was ihr besonders gut getan hat, denn sie war für diese Mini-Mama-Zwinger in Zone 1 viel zu groß.

Dann kam ein ca. 4 Monate alter Welpe an, ein Auge vereitert, der Augapfel fast nicht zu erkennen. Der zog dann in Zone 1 in die Box von Lemon. Der Tierart meinte, dass es sich vielleicht um einen angeborenen Defekt handeln könnte.

Beim Thema Bewegung, ich wollte heute ja Suva besuchen und traf sie aber im Freilauf. Später am Tag sammelte ich wieder Bobby und Montano ein und nagelte auch dort Bretter hin. Die Welpen mischten sich wieder, also auch dort Bretter hingenagelt. Dann hat Beverly angefangen zu graben, was mir Ajándék im Freilauf bescherte, Brett drangenagelt. Später am Abend sah ich Kitty draussen, auch wieder zurück gebracht usw. Gerade eben hupte es, ich bin runter, fand aber kein Fahrzeug. Dafür die ganzen Welpen im Freilauf. Leute, manchmal ist es schon anstrengend.

Henrike wartet jetzt schon immer auf ihr extra Futter. Sie ist zum einen etwas dünn und zum anderen habe ich sie ihren eigenen Kack futtern sehen. Nun kriegt sie immer eine Dose + Algen (danke Swanie) zusätzlich. Ne Wurmkur hab ich ihr zuvor verpasst.

Für mich war heute der Anblick von Mysla am schönsten. Ihr scheint es richtig gut zu gefallen. Oder Balduin, der sich endlich auch mal ausserhalb einer Hütte bewegte.

Am traurigsten war für mich heute der Anblick von 14 Welpen. Es kamen ja mal an einem Tag 10 Welpen, die ich gänzlich gesondert in eine Box tat. Es kamen 4 weitere hinzu. Ich sagte, wie sie gefüttert werden sollen und beschloss alle 2-3 Tage vorbei zu schauen, mit extra Futter um zu sehen wie es ihnen geht. Als ich heute kam war kein Futter da und so wie sie aussehen haben sie auch länger keins gehabt. Ein Welpe, mein Engelchen, ist verschwunden, eins hab ich völlig apathisch hinter einer Hütte eingeklemmt aufgefunden...


Heute erzähle ich von 3 Hündinnen. Als erstes berichte ich von Gretchen. Sie kam mit 9 weiteren Hunden im Müllauto, dem Fahrzeug der Hundefänger. Sie wurden auf 2 Zwinger verteilt. Es wurde ein paar mal hin und her getauscht und am Ende saß sie mit 4 kleinen Hunden zusammen. Ja, mit ihren 40cm Schulterhöhe war sie die Größte. Der Zwinger war etwas klein und es hatte nur 2 kleine Hütten, aber sie arragierten sich. Gretchen fand das mit diesen verspielten Clowns sehr nervig, versuchte ihre Ruhe zu haben, was nur selten gelang. Also brachte ich sie mit Lorena, Pimboli und Happy zusammen. Einige Zeit konnte sie sich behaupten, doch auch diese Gruppe entwickelte sich zu einer aktiven, spielfreudigen Bande, was Gretchen nun mal einfach nicht liegt. Sie wurde krank und die anderen begannen sie zu mobben. Eines morgens fand ich sie zusammengekauert und völlig verdreckt in der Ecke einer Hütte vor. Ich hatte genug gesehen und klemmte mir das arme Gretchen unter den Arm. Es gab einen kleineren leeren Zwinger und eine andere Hündin, die Hilfe brauchte. Ich konnte mir vorstellen, dass die beiden gut zusammen passen würden.

Marian kam ebenfalls mit dem Müllauto der Hundefänger, mitten in der Geburt ihrer Welpen. Verstört, verängstigt wurde sie in eine der kleinen Boxen in Zone 1 gesteckt zusammen mit ihren neugeborenen Welpen. Die ersten Tage wollte sie keinen in ihre Box lassen, was Joschka dazu brachte mich aufzusuchen. Er meine ich wäre doch Chef von den Haraps (bissigen Hunden), ich sollte das mal regeln. Ich musste schallend lachen. Marian beruhigte sich nach ein paar Tagen, es war einfach nur Zeit und Geduld nötig. Sie wurde zugänglich und freute sich unglaublich, wenn ich vorbei kam und sie ein wenig streichelte. Ihre Kleinen wuchsen und gediehen, doch nach ein paar Wochen fingen sie an zu sterben, einer nach dem anderen. Am Schluß saß sie allein in der Box und nach ein paar Tagen wurde sie zu Kopo, Ghana, Balduin und Fiedler gesetzt. Sie hatte Angst, saß nur in eine Ecke gedrängt und wann immer ich an ihr vorbei kam sah sie mir mit flehendem Blick nach. Ich wartete etwas ab, aber es wurde nicht besser. Da setzte ich sie zu Minna und Vales, sehr viel ruhigere Hunde, aber da verkroch sie sich in der Hütte und kam nur raus, wenn ich sie besuchte. Sofort kam sie an, kroch auf meinen Schoss und versuchte soviel Streicheln und Zuwendung wie möglich zu erhalten. Mit großen Augen sah sie mich an und genoss die Aufmerksamkeit, das Streicheln, den Körperkontakt. Dabei war sie immer ganz ruhig und sachte. Auch da half zuwarten nichts. Andere Hunde sind ihr einfach viel zu unheimlich. Ich wusste, ich muss sie aus dieser Situation befreien, aber alleine lassen, das wollte ich auch nicht. Sie muss sich einfach an Hunde gewöhnen und dann kam der Moment, als ich mit Gretchen auf dem Arm nach einer Lösung suchte.

Ich setzte also Gretchen mit Marian zusammen und was soll ich sagen. Die zwei haben sich beschnuppert, jede hat sich in eine Ecke gelegt und fielen wie mir schien in erholsamen und entspannten Schlaf. Der Stress war weg, sie machten einen gelösten Eindruck. Auch die Zeit danach verkroch sie keine der beiden, sie waren sehr ruhig, zufrieden und dann kam Püppi.

Püppi lernte ich zusammen mit Hüpfer kennen. Sie bewohnten nur zu zweit eine große Box in Zone 4. Sie wurden zusammen von Privat abgegeben, hatten also ein Zuhause und kamen mit dem lärmenden Tierheim überhaupt nicht zurecht. Meist saßen sie zusammen hinter der Hütte versteckt und bibberten. Sie hatten gleich Vertrauen zu mir und konnten vom Streicheln und Spielen nicht genug bekommen. Zwei sehr aufgedrehte Hunde, die einen umrannten wenn man rein kam. Hüpfer springt auch wie ein Flummi auf und ab und vor allem auf einen drauf, Püppi versuchte es mit in mich reinkriechen. Ein ungestümes Duo, herzig, lieb, ihr Wunsch nach Beschäftigung und Aufmerksamkeit ist fast herzzerreissend, aber auch anstrengend, weil man sie überall gleichzeitig an und auf sich hat. Um die beiden mal ein bisschen aus ihrem Versteck zu locken habe ich ihnen Gesellschaft verschafft. Das war richtig gut. Man sah sie zusammen mit den anderen durch den Zwinger flitzen, spielend und tobend, es ging ihnen richtig gut. Nach ein paar Wochen aber änderte sich die Situation. Immer öfter fiel mir auf, dass Hüpfer Püppi sehr forsch behandelte und sich Püppi immer öfter zurück zog.

Ich hörte Lärm in Zone 4 und ging nachsehen. Püppi saß in der Ecke und wurde von Rico angekläfft. Immer wieder schnappte er nach ihr. Im Nachbarzwinger tobten sie am Zaun, die Stimmung war richtig aufgeheizt. Ich ging rein und trennte die beiden. Ich ging wieder raus und wartete, was sich tut, ich wusste ja nicht was vorgefallen war. Mein Gefühl trügte nicht, Rico fing erneut an Püppi zu verfolgen und schnell machten die anderen mit. Plötzlich schoss ein Hund aus dem Nachbarzwinger durch ein Loch im Zaun und stürzte sich auf Püppi. Ich rein, den Hund geschnappt, rübergetragen, zurück, Draht gesucht, Loch geflickt, Püppi auf dem Arm und raus aus dem Zwinger. Püppi war mit den Nerven restlos am Ende. Ich beruhigte die Arme, während ich aus Zone 4 stampfte und mir überlegte, was ich denn nun mit Püppi mache. Da kam ich an Marian und Gretchen vorbei.

Püppi durfte sich bei den beiden erstmal erholen und sich in der neuen Situation zurecht finden. Marian zog sich nicht zurück, Gretchen war nicht angenervt. Püppi hat den beiden gut getan, sie hat wieder etwas mehr Leben in diesen Zwinger gebracht. Heute stehen die 3 nebeneinander am Zaun, aufmerksam und interessiert. Püppi hat ihren Übereifer etwas abgelegt und kann das Streicheln nun auch geniessen und zappelt nicht umher. Marian kommt gut mit den beiden klar und steht dicht bei ihnen ohne sich zu gruseln und Gretchen zeigt eine Fröhlichkeit, die ich an diesem Hund immer vermisst habe. Gerne lassen sich alle 3 gleichzeitig durchkraulen ohne sich vom anderen abwenden zu wollen. Gretchen ist inzwischen auch wieder gesund, sie hatte schlimmen Husten.
09.08.09 Ein Sonntag - 9. August - ausschlafen? Aber nicht doch, 6:30 Uhr - Bobby, Montano und Gypsi hatten sich in den Freilauf gegraben und ein Fest veranstaltet. Steine rangeschleppt, Hunde rein - guten Morgen allerseits.

Seit einer Woche liegt eine kleine Hündin in der Praxis. Sie hat ein gebrochenes Becken und wurde operiert. Nun ja, da liegt sie nun in einer Gitterbox und hat eigentlich keine Möglichkeit sie die nötige Bewegung zu verschaffen. Nachdem heut dann keiner da war hab ich mich mit ihr beschäftigt. Das Becken ist irgendwie schief, ein Oberschenkel sieht versetzt aus. Entsprechend schlecht bis gar nicht kann sie laufen. Ich hab ihr ein Schmerzmittel gegeben und Christians Rolli geholt. Sie fand es toll im Gras zu sitzen und versuchte zu laufen. Sie knickte aber nach wenigen Schritten wieder um. Dann hab ich mich mit den diversen Einstellmöglichkeiten des Rollis befasst. Leider ist er ihr einfach zu groß, dennoch war das Ganze erfolgreich, denn sie musste sich viel bewegen bei der Sache und vor allem konnte sie sich bewegen. Maxime heisst die junge Dame übrigens.

Sonntag, eigentlich wollte ich heute nix machen. Ich war ausgiebig mit meinen Hunden spazieren.

Ich hatte dann doch einen Zwinger geputzt um eine der Mütter aus Zone 1 mit ihren Kindern umzusetzen. Die haben jetzt viel mehr Platz und auch einen der schönen Hundekörbe. Ein herzliches Dankeschön an die lieben Spender!

Mit Mysla hab ich mich heute intensiver beschäftigt. Sie ist ein Hund, der gerne Kontakt möchte, sich aber nicht recht traut. Sie hüpft einem begeistert entgegen, aber wenn es ums anfassen geht verlässt sie schnell der Mut.

Dann hatten die lieben Kleinen auch mal wieder gegraben und es entstand ein riesen Tumult.

Den Tag schloss ich ab, wie ich ihn angefangen hatte - Bobby, Montano etc. Schon allein deswegen will ich nie wieder was anderes wie Betonböden...

Ach ja, ich hab noch eine Taube befreit. Die hatte ein Arbeiter vor 3 Tagen gefunden, sie konnte wohl nicht fliegen. Sie wurde in eine Plastikbox gesteckt und einen Tag versorgt. Vermutlich dann nicht mehr, zumindest sah es danach aus. Sie tat mir leid, ich hab die Box aufgemacht, ihr Wasser hingestellt und was von meinem Müsli. Ich beobachtete sie und konnte nichts Ungewöhnliches an ihr feststellen. Da hab ich die Gitterbox weit aufgemacht und sie flog davon.


Suva, die liebenswerte, süße, zarte Suva. Sie lebt zusammen mit 6 weiteren Hunden in einem großen Zwinger. Bis zur Kastrationsaktion hatte ich nicht viel Kontakt mit ihr und sie schien das auch nicht ganz verkehrt zu finden. Sie war wirklich sehr schüchtern. Bei der Kastration wurde eine Bisswunde am Gesäuge versorgt. Ich war erstaunt, sie schien doch eigentlich keine Probleme mit den anderen Hunden zu haben doch bald sollte sich der Grund dafür herausstellen. Sie und eine weitere Hündin aus diesem Zwinger waren tragend, eine 3. Hündin läufig. Ja, die letzten Tage vor der Kastrationsaktion war da immer wieder Krach in dem Zwinger, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass Suva involviert war.

Während des Wartens auf die OP freundeten wir uns an und mir viel ihre zärtliche, sanfte Art auf. Ein leises Hoffen auf Freundlichkeit in ihrem Blick, ihr Wunsch nach Zuneigung und Zuwendung war deutlich zu spüren.

Dieses Band, das wir in dem Moment knüpften hat bis heute Bestand, obwohl ich wirklich wenig Zeit für sie habe. Ungefähr 2 Wochen nach der OP zog Loriot in diesen Zwinger und sorgte für Abwechslung, denn der große Kerl liess sich von dem Türverschluss nicht aufhalten. So begegnete mir Suva häufig freudig im Freilauf und folgte mir sofort. Hätte ich nicht schon so viele Hunde, dann würde ich Suva zu mir holen. So eine liebe, sanftmütige Seele. Sie braucht nur ein wenig Zeit um zu wissen, dass man es gut mit ihr meint. Dann ist sie bereit ihr Herz zu öffnen und sich anzuschliessen. Es ist so rührend weil es für diesen Hund was besonderes ist Freundschaft zu schliessen. Ich zumindest habe das Gefühl mit Suvas Vertrauen etwas Wertvolles erhalten zu haben.

Suva hat leider eine Verhärtung an den rechten Rippen. Dies könnte ein altes Hämatom oder eine Geschwulst sein. Ich würde mir sehr wünschen, dass Suva die Chance erhält nach Deutschland zu fahren, damit dies abgeklärt und entsprechend behandelt werden kann. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass es was Harmloses ist.
08.08.09 8.August: Um 5:00 Uhr in der Früh stürmte ich nach draussen zum Kindergarten, ich hatte die Nase aber sowas von voll von dem Gekläff. Boris und Funafuti haben sich erneut durchgegraben. Mit ner gehörigen Portion Wut im Bauch sortierte ich die Hunde wieder richtig hin und holte weitere große Steine. Das Gekläff war nun deutlich weniger, aber donnoch vorhanden. In den neuen Zwingern haben sich wieder einmal Happy, Pimboli und Lorena durchgegraben. Eigentlich wär das nicht so schlimm, wenn nicht Happy immer häufiger und ernsthafter den Clover auf links drehen würde. Ich also weitere Steine geholt etc. und Hunde sortiert. Nun denn, dann war es auch so spät, dass ich gleich aufgeblieben bin. Das Happy-Spiel gabs heut noch öfter, bis ich nun einige Holzlatten davor genagelt habe. Mal sehen, wie lange das hält.

Ich hab heut an der Kartei weitergearbeitet, es fehlen noch einige Daten. Dann hab ich noch eine Flasche Frontline in einer Kiste entdeckt und bin losgezogen.

3 weitere Welpen kamen an... weitere Hunde wurden geimpft... nix besonderes heute.


Dann erzähl ich heute von Augustin. Kennengelernt hab ich ihn als kleinen, ängstlichen Welpen. Er versuchte zu flüchten und zappelte immer furchtbar, wenn man ihn hochnahm. Ich übte fleissig mit ihm und es wurde auch bald besser.

Er zog nach kurzer Zeit zu den großen Welpen um und kam dort auch mit den großen und rauhen Rüden gut aus. Da es dort schwieriger war zu ihm durchzukommen wurde es mit der Schüchternheit wieder etwas mehr. Hatte ich ihn auf dem Arm konnte er das Streicheln durchaus sehr geniessen.

Dann wurde die Welpenstation fertig und Augustin zog mit weiteren Welpen zu Mira und Melek. Das hat ihm nicht gut getan, er begann zu lahmen, frass schlecht und machte einen verwetterten Eindruck. Die Welpenstation bot die Möglichkeit Mira und Melek abzutrennen. Die anderen Welpen freundeten sich mit Augustin an und er lernte sich nun durchzusetzen. Als die Welpengruppe ein festes Gefüge war wurden Mira und Melek wieder dazugelassen. Nun war Augustin stark genug sich von den beiden nicht unterbuttern zu lassen.

Ein Großteil der Gruppe reiste ab und Augustin war inzwischen der Größte von allen. Er besitzt die gleichen hervoragenden Kletterkünste wie seine Schwester und so fand ich ihn immer wieder im Freilauf vor. Ich versuchte dies natürlich zu verhindern und brachte ihn immer wieder zurück - erfolglos. Die Hinterherjagerei trübte für kurze Zeit unser gutes verhältnis, doch inzwischen habe ich es akzeptiert, dass der kleine Hundemann im Freilauf lebt.

Es ist für ihn nicht immer schön, da Venos und Kim ihn nachts attackieren. Aber gut, er kann ja nachts auch in die Welpenstation klettern. Er besucht regelmässig die verschiedenen Welpengruppen und benimmt sich sehr nett. Auch mit Nico hat er Freundschaft geschlossen und sucht bei Übergriffen von Venos und Kim seinen Schutz auf. Er darf in Nicos Hütte schlafen. Den Kettenhunden begegnet er respektvoll und freundlich.

Augustin ist ein toller Freund, er ist sanft, verspielt und anhänglich. Ich freue mich immer ihn zu sehen und dass er mich ein Stück begleitet. Ich nehme mir gerne die Zeit für ein Spiel oder für ausgiebiges Schmusen mit ihm. Er ist bildhübsch geworden, mit tollen Stehohren. Bei aller Verspieltheit ist er doch ein zarter Junge, der vorsichtig mit einem umgeht. Augustin ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich hoffe, dass er ein schönes Zuhause findet.
07.08.09 07.August: Es regnet und regnet. Gestern hab ich Nikki einen Unterschlupf gebastelt und heute habe ich sie darin entdeckt.

Ich habe heute morgen einiges am PC gemacht und hörte den Kindergarten unentwegt kläffen und toben. Ich bin dann irgendwann runter, weil das den normalen Bereich nun wirklich verlassen hatte. Ich fand Caroline, Boris und Funafuti in der Nachbarbox wieder und sie terrorisierten die komplette Besetzung des Zwingers. Alle sassen verängstigt und pottdreckig mit kleineren Blessuren in irgendwelchen Ecken. Ich liess ein Donnerwetter los, was Caroline direkt in die Flucht trieb. Sie hatten sich nämlich durchgegraben. Ich nutze die Situation aus und trug Jessy, Jolly, Sammy, Gina und Panda rüber und stopfte das Loch. Ich freue mich für Emma, denn sie wurde von dem Trio auch in letzter Zeit ganz schön fertig gemacht. Nun hat sie nette Spielkameraden.

Icarus hat das Umsetzen richtig gut getan. Er liess sich gestern von mir richtig streicheln und fand das schön. Er ist viel zugänglicher an diesem Platz. Terk hat sich noch nicht ganz damit arrangiert und stakst hochbeinig um die Hütte.


Henrike, ich bin von ihr sehr fasziniert. Wann immer ich an ihr vorbeikomme sitzt sie sprungbereit wie eine Katze da. Ich hab sowas noch nie bei einem Hund gesehen - sprungbereit ja, aber so wie sie noch nie. Der Po ist unten und die Pfoten auch hinten versetzt und sie fixiert mich genau. Das sieht bei einem schwarzen Hund dieser Größe sehr beeindruckend aus. Sie kommt dann auch pfeilschnell angeschossen, aber sie springt mich weder an noch schnappt sie nach *Teilen von mir*. Nein, sie ist dann einfach vor oder neben mir und schaut, was ich mitgebracht habe.

Henrike ist eine schöne Hündin, mit klaren aufmerksamen Augen. Manchmal schnappt sie etwas forsch nach den Leckerchen, aber nur, wenn Nikki dabei steht und auch Leckers will. Ich kann nichts zu Henrikes Verträglichkeit mit anderen Hunden sagen, mit den Freilaufhunden hat sie kein Problem. Nikki darf auch zu ihr an die Hütte und aus ihrem Napf fressen. Bei den Leckerchen versucht sie einfach nur schneller zu sein und versucht nicht Nikki abzudrängen.

Henrike leidet an einem Hautproblem. Da es unter Ivermectin schlimmer wurde scheinen die Flöhe Schuld daran zu sein. Es ist wirklich krass, wie die Hunde teilweise darunter leiden und wie stark auch der Flohbefall sein kann. Henrike war über und über voll damit. Dass das hier verwendete Mittel bei vielen Hunden nicht wirkt scheint vorher nicht aufgefallen zu sein. Es fing mit einer kleinen entzündeten Stelle an und weitete sich ruckzuck aus. Nun von Flöhen und Juckreiz befreit ist die Haut abgeheilt und die Haare müssten auch bald wieder nachwachsen.

Henrike habe ich noch in Zone 2 kennengelernt und sie war es eigentlich, die mich am meisten motivierte die Kettenhunde aus der Zone 2 zu holen. Sie sass in einem der kleinen Zwischengänge, links und rechts Hundezwinger. Die Kette war sehr kurz und sie hatte eigentlich keine Chance dem Gekläff links und rechts zu entfliehen. Sie tat mir sehr leid.

Kaum an den Platz in Zone 3 gezogen legte sie sich in die Sonne und schlief. Ja, lächerlich sich über einen besseren Kettenplatz zu freuen, aber ich hab mich trotzdem gefreut. Ich weiss nicht, warum sie an der Kette ist. Oft ist einzig und allein die Größe des Hundes der Faktor.

Henrike, die Katze, ich versuch mal ein Bild zu machen, wenn sie so da sitzt. Ich hatte ihr mal eine Stuhlpolsterung in die Hütte gelegt. Die hat sie sich rausgeholt und hat sich darauf in die Sonne gelegt. Leider hatte sie der Wind zu Farouk geweht, der ein mords Spass mit den Schaumstoffschnipsel hatte, die er daraus produzierte. Ich hab mir dann überlegt ihr eine Art gepolsterter Liegebrett zu machen, aber wenn das nass wird trocknet es nicht richtig und gammelt vor sich hin. Mal sehen was ich ihr diesbezüglich noch Gutes tun kann.
05.08.09 05.August: Nach der Impftour heute nehm ich mir einfach mal Zeit und schreib am Tagebuch weiter. Was hab ich denn als letztes geschrieben?

Ah ja, Serano, manchmal muss man auch einfach zuwarten. Er hat sich toll eingelebt und spielt jetzt mit den anderen mit. Maja war nach der Abreise der Spielgefährten Mausi, Melek usw. sehr traurig und zog sich zurück. Auch sie ist inzwischen wieder aufgetaut und spielt mit den anderen. Prinzessin hat sich irgendwann mal in dieses Gehege geschmuggelt und sorgt für ordentlich Stimmung.

Weitere Welpen kamen an... und es sind weitere Boxen für Welpen entstanden.

Nikki hat sich für den Freilauf entschieden und scheint sich mit ihrer Entscheidung wohl zu fühlen. Sie hat einen festen Platz wo man sie häufig antrifft. Sie spielt mich inzwischen wieder an und freut sich über meinen Besuch. Beim Fressen aus der Hand schielt sie aber nach wie vor auf mich und sie bereit abzuhauen. Ich hab ihr neue Gesellschaft verschafft. Aus dem hinteren Teil der Zone 3 habe ich die Hütten von Terk und Icarus zu den anderen holen lassen. Ihre Hütten standen an der Wand zu Zone 2 wo es sehr lärmt und der Wand besteht aus Bleche, die scharfkantig sind und abstehen. Nachdem sich Terk sich daran verletzt hat war es für mich dann genug. Wenn die Wand nicht repariert wird, dann kommen die Hunde halt da weg. Nun haben sie mehr Bewegungsradius und mehr zu gucken. Ich war fasziniert, wie Icarus darauf reagierte. Er nutzte doch echt mal den gesamten Kettenbereich aus und sah sich neugierig um. Nikki hat gleich mal geguckt, ob er nett ist, so ganz geheuer ist er ihr aber nicht. Terk war erstmal verwettert und scheint auch heute dem Braten noch nicht ganz zu trauen.

Wenke und Torben haben wir von Josie und Jacqueline weggeholt, weil sie nichts zu fressen abbekamen.
02.08.09 02.August: Der erste belesene Welpe fand heute Abend seinen Weg ins Tierheim. Ich sitz auf der Terrasse, es hupt ich ich blicke auf. Ein kleiner schwarz-weißer Hund läuft auf der Strasse und schert sich nicht groß um die Autos. Immer wieder blickt er zu mir rüber und steuert schliesslich direkt Richtung Zaun. Ich sprang auf und lief zum Tor, er folgte nicht. Ich also raus, rum ums Eck und der Hund sass quitschend am Zaun. Als ich ihn aus dem dichten Gras aufhob sah ich, dass es kein kleiner Hund, sondern ein Welpe war. Aha, sie kommen also nun auch von selbst, nun gut.

Heut hab ich Serano von Brasilia befreit, Gretchen von dem Rest der Truppe und Marian aus der Hüttenisolation in Zone 2. Gretchen und Marian sind nun zusammen und das passt ganz gut. Marian hat Angst vor anderen Hunden und Gretchen keine Lust auf andere Hunde. So lässt jeder den anderen in Ruhe und beide lagen entspannt im Zwinger. Serano hat es jetzt mit der Ungestümtheit der Jungen zu tun, so ganz wohl ist ihm nicht dabei. Ich warte morgen mal ab was sich tut. Das kommt dabei raus, wenn man die Welpen so lange bei den Müttern lässt. Er sass ja bis zur Abreise von Locke mit ihr zusammen, als einziger Welpe und inzwischen ist er so 9 Monate alt.

Happy und Pimboli haben sich zu Clover, Merle, Niue und Marc durchgegraben. Ich hatte bei der Gelegenheit den Zwinger aufgeräumt und das Loch gestopft. Keine Stunde später waren sie wieder durch. Pimboli hat sich zu einem echten Clown entwickelt, sehr fröhlich und verspielt hat er Clover um den Finger gewickelt. Er schmust unendlich gerne und ist überhaupt ein echter Sonnenschein. Ich werd mal sehen, ob man da nicht einfach auch die Türe auflassen kann.

Heute lief ein Hund am Strassenrand vorbei bei dem ich dachte - oh was für ein schöner, großer Kerl, sieht aus wie unser Loriot. - Kurze Zeit später lief Djuri mit Halsband und Leine hinterher, es war Loriot. Der Schöne ist leinenführig, das kann ich jetzt so sagen, er lief ganz brav wieder mit zurück.
01.08.09 Hallo liebe Leut, es ist der 1. August, morgens um 11:00 Uhr. Es fehlen noch ein paar einzelne Hunde, doch insgesamt hab ich die letzte Zeit damit verbracht ein Karteisystem zu erstellen. Nun sind für die Hunde also Karteikarten vorhanden. Wäre fein, wenn sie auch benutzt werden. Noch feiner wäre es gewesen, wenn es sie schon wie besprochen gegeben hätte...

Welpen, Welpen, Welpen... es müssten inzwischen 84 Welpen sein. Das ist unerträglich, für die Welpen wie auch für mich. Inzwischen hab ich einen halbfertigen Einzelzwinger kurzerhand zu einem Welpenzwinger umfunktioniert, weil ich nicht mehr wusste wohin mit ihnen. Ja, da war die Presse ja mehr als einmal da und hat hübsche Aufnahmen von der Welpenstation mit den schönen Ausläufen gemacht und wie sie lieb geherzt und betüddelt werden. Ich weiss nicht ob es daran liegt oder ob das immer so war, aber es werden TÄGLICH Welpen abgeliefert. Vielleicht sollte man die Presse nochmal bemühen, damit sie die vollgestopften Zwinger JETZT mal fotografieren. Was mich extrem ärgert ist, dass man die Welpen immer unkommentiert entgegen nimmt und nicht mal wenigstens versucht die Leute dazu zu bewegen die jeweiligen Mütter kastrieren zu lassen. Das ist kein Tierschutz, das ist totaler Irrsinn. Von Seiten der Behörden ist auch kein Beikommen, eine Kastrationsaktion von Strassenhunden wird nicht zugestimmt. Ich frage mich, was wir hier eigentlich machen, Hunde stapeln? War das unser Ziel?

O.k., aber es gibt auch schöne Sachen zu erzählen. Box 4 und 5 wurde inzwischen zusammengelegt und Boris, Funafuti, Emma und Caroline haben jetzt richtig viel Platz und Hütten. Ich machte mir Sorgen wegen Nikki, die immer wieder in der Freilauf ging, aber halt auch immer wieder zurückkehrte. Nun kann sie nicht mehr selbständig rein und wirklich wohl fühlt sie sich im Freilauf auch nicht. Heute Nacht war es entsprechend laut, da Nikki versuchte reinzukommen und der Kindergarten kam nicht zur Ruhe. Ich versuchte ihr zu helfen, aber sie traute sich nicht. Heute morgen hab ich sie in einer Ecke sitzend vorgefunden und ich durfte sie in ihren Zwinger tragen.

Hab ich es schon erzählt? Inzwischen haben wir Trockenfutter zu günstigeren Konditionen gefunden, sodass nun deutlich mehr und besseres Trockenfutter gefüttert wird.

Ich drehe heute nur meine Medikamentenrunde und besuch meine Angsthasis und sonst mach ich heut nix mehr ausser Gedanken für die Zukunft, wie die aussehen soll...
29.07.09 29.Juli: Gestern sind die Bobas umgezogen, raus aus dem kleinen provisorischen ehemals Welpenzwinger in die neue Anlage. Dazu musste erst Hexe umziehen, diese Box wurde dann von Susanne und ihren Kindern bezogen und die große Box vorne dann eben von den Bobas. Ich hatte noch einen Korb reingestellt - Danke an die Korbspender! - und Spielzeug und die Bande hat dort richtig Spass. Sie toben den ganzen Tag ausgelassen und es ist einfach herrlich zuzusehen. Ganz große Freude bereitete es mir heute, dass ich Boba jetzt anfassen und streicheln kann. Er findet das noch nicht so schön, aber das wird immer besser.

Kaum war Familie Boba raus aus ihrer Box habe ich mit der Renovierung angefangen, denn Funafuti, Boris, Caroline, Emma und Nikki sitzen ja in selbiger Situation. Minizwinger mit 1 Hütte, kein vernünftiger Regenschutz. Es fehlt eigentlich nur noch die Türe und ein Stück Seitenwand und dann haben auch diese Hunde endlich Platz und sind bei schlechtem Wetter gut geschützt. Sie haben momentan zwar durch die Aktion von Loredana und mir inzwischen Wetterschutz, aber noch weniger Platz. Die Renovierung hat dann irgendwann der neue Joschka übernommen, Motorsägen sind mir dann doch nicht so geheuer.

Hedy und Cassandra freuen sich inzwischen richtig über Besuch, auch wenn sie sich nach wie vor nicht anfassen lassen möchten. Muss ja nicht, Hauptsache sie fühlen sich wohl.

Gestern hab ich mit Santiago angefangen. Ein traumhaft schöner Hund, aber mit ganz arg viel Angst. Er ist wie Balou und Pascal, prescht voll an den Zaun und bellt was das Zeug hält, geht man rein verstummt er und zieht sich schlotternd zurück. Es wird wohl noch dauern, bis er auch nur ein zugeworfenes Leckerchen aufnehmen wird. Jim, Madame Mim und Tombolinka finden das natürlich spitze, dass ich mit Leckers komm.

Miguel erschreckte mich heute, er war in der Hütte und kam nicht raus als ich am Zaun stand. Als ich ihn rief klebte er innerhalb einer Sekunde in alter Kläffmanier am Zaun. Ich hab mich gefreut ihn zu sehen und dass alles in Ordnung war.

Heute morgen mussten wir unseren alten Tyler gehen lassen. Die letzten 2 Tage ging es ihm schon nicht gut, er konnte nicht richtig aufstehen und hatte Blasenprobleme. Der Tierarzt meinte gestern noch, dass er vielleicht einen Tumor in der Blase hat.

Weil wieder eine Mutter mit Welpen kam ist Serano heute zu Brasilia und celina gezogen. Serano tut das sehr gut endlich mal mit Gleichaltrigen zusammen zu sein und der schüchterne Bub wurde innerhalb kürzester Zeit zum Draufgänger. Es geht ihm also richtig gut. Seinen alten Zwinger hab ich erstmal gründlich geputzt und auch hier neue Näpfe und einen Korb reingestellt.

Wo ich dann heute in Putzlaune war hab ich mir den kleineren Welpenauslauf vorgenommen. Auf solche Ideen kommt hier irgendwie keiner...

Ritchie lief seit gestern ohne Kette rum. Er hatte keine Probleme mit den Freilaufhunden und hielt sich meist bei seiner Hütte auf. Die Pfleger bemerkten es heute im Laufe des Tages, aber auch sie machten ihn nicht wieder fest. Erst heute Abend wurde er wieder angebunden. Warum eigentlich, er hatte doch niemanden gestört...
27.07.09 27.Juli, der Tag ist noch jung, gerade mal 10:00 Uhr und doch kann ich schon wieder was erzählen.

Aufgewacht vom Gebell der Hunde ging ich nachsehen. es wurde ein Hund gebracht, auf einem Holzwagen stehend an den Pfoten festgebunden.

Bei meinem Gang durchs Tierheim fand ich die Türe eines Zwingers am Boden liegen. Celina sass noch drin, Brasilia sammelte ich ein und Malte hatten sie schon wo anders in einen Zwinger getan, weil sie nicht wussten wohin der Hund gehört. Reparatur nicht möglich, da keine Türscharniere da sind.

Alf fand ich in der Praxis tot auf, er war seit einiger Zeit sehr krank und stark abgemagert. Machs gut kleiner Freund, es tut mir sehr, sehr leid. Ich kann es nicht fassen, dass du keine Chance bekommen hast.

Xenia, Celine und Senta sind inzwischen von den kurzen Ketten umgezogen auf Plätze in Zone 3 mit langen Ketten. Der Kontakt zu den Freilaufhunden verlief bei allen problemlos. Senta ist ein wirklich schöner Hund. Ja, alle, aber Senta halt nochmal besonders.

Ayala und Augustin sind inzwischen fest im Freilauf integriert und fühlen sich sehr wohl. Nico hatte sich gestern das Halsband abgestreift und war im Freilauf unterwegs. Es war sehr nett anzusehen, wie lieb er mit den Jungen gespielt hatte. Dann hatte er Uljana besucht und sich dort auch niedergelassen. Etwas später hat es dann ein Pfleger bemerkt und ihn wieder festgemacht.

Gestern war ein harter Tag für mich. Oldie und Schnucki sind gestorben. Schucki war ein Welpe von Tuana. Sie machte den Fehler ihren Kopf in den Nachbarzwinger zu stecken und wurde gebissen. Der ganze Kopf war aufs doppelte angeschwollen. Sie erholte sich und blieb am Haus bei uns. Leider bekam sie eine Lungenentzündung und starb, ich bin unsagbar traurig. Einen Tag zuvor lag sie noch bei Oldie im Korb an ihn geschnuckelt. Oldie baute die letzten Tage rapide ab. Ich trug ihn rein und raus, weil er es alleine nicht mehr schaffte. Ihm ging einfach die Kraft aus, kein Leiden, keine Krankheit, er ist an Altersschwäche verstorben. Alter Mann, ich wünsch dir eine gute Reise. Ich hoffe, dir hat die letzte Zeit bei uns gut gefallen. Es grüßt dich deine Mädchenbande.

13.07.09 13.Juli: Otto ist vor 3 Tagen gestorben. Auf mich lief ein ratlos und entsetzt dreinschauender Andras zu und gestigulierte, dass Otto tot sei. Er hätte ihn doch noch kurze Zeit zuvor gestreichelt und er wäre doch munter gewesen. Ja, er wäre alt gewesen, trotzdem ... Andras wollte es gar nicht einsehen.

Ayala und Augustin laufen seit gestern immer wieder im Freilauf rum und es kümmert irgendwie keinen. Ich hatte sie gestern so an die 5 mal eingefangen, heute hab ich dann auch keine Lust mehr.

Inzwischen war Erwin da und hat nochmal einen Schutz angebracht. Jetzt jammern die beiden natürlich rum. Ich bin ganz betrübt, es war Erwins letzter Tag. Er hat so viel getan im Tierheim, nicht nur den Bau, der übrigens spitzenklasse ist. Erwin hat auch vieles repariert und ausgetauscht. Heute wollte er nur noch kommen um die überstehenden Schraubenspitzen abzuschleifen, seine Flex war am Freitag kaputt. Nur von 10:00 Uhr bis 11:00 Uhr, ja, gekommen ist er um 10:00 Uhr und gegangen um 18:00 Uhr. Ich hab aber schon angemeldet, dass wir gerne wieder seine Dienste in Anspruch nehmen würden. Er hat erst wieder im September Zeit, aber bis September hab ich bestimmt wieder Pläne.

In die neue Anlage habe ich heute Susanne geholt mit ihren 4 kleinen Welpen. Sie waren nun lange genug in dieser kleinen Box. Die 5 kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Hinten hab ich schon zuvor eine Box mit Holger, Happy, Hexe und Lorena besetzt. Nun muss ich überlegen, wen ich noch da rein hole, denn der Kindergarten kann erst umziehen, wenn sie wieder alle gesund sind.

Ich wünsche mir eine Fliegenklatsche mit 1 Meter Durchmesser.

Da ich mich heute zwar wieder vernünftig bewegen kann, aber keine Lust hatte gleich wieder Schmerzen zu haben, hatte ich mir vorgenommen heute bei den Behandlungen und Impfen keinen Hund einzufangen. Im ersten Zwinger beim 3. Hund musste ich aber reingehen um die Stimmung etwas zu mildern. Dann konnte ich mich noch ein paar mal beherrschen und irgendwann hatte ich wieder genug gesehen und hab geholfen.

Ich muss meine Listen aktualisieren mit den ganzen medizinischen Daten. Sorry, gute Nacht.

PS: Hab ich noch nicht erwähnt, 22:30 Uhr, Hupkonzert und Welpen.
12.07.09 12.Juli: Es regnet und regnet und regnet. Zeit also was für das Tagbuch zu schreiben. Ich muss oft an die Kastrationsaktion denken und wünsche mir die Ärzte zurück, auch wenn diese Augenöffner mir ein ganzes Stücks meines Elans geraubt haben. Aber besser den Tatsachen ins Auge sehen. Dann kann man auch was verbessern, als ständig sich im Kreis drehen und nix ändert sich.

Ich hatte dann die erste Zeit danach versucht alles auf einmal und sofort umzusetzen und bin natürlich baden gegangen. Zum einen waren es viel zu viel Dinge, zum anderen die schleppende Umsetzung hier vor Ort. Man braucht schon manchmal ein sehr dickes Fell und ich bin das eine oder andere Mal auch regelrecht ausgeflippt mit nur geringfügigem Erfolg. Ich habe mich inzwischen darauf besonnen mich an den wenn auch kleinen Erfolgen festzuhalten. Zum Beispiel muss ich mich echt nicht mehr um Mütter mit Welpen oder die Welpenstation kümmern und habe so etwas Zeit gewonnen. Diese Zeit konnte ich zum Beispiel Abu widmen und das ist dann wieder ein echt toller Erfolg.

Das Mitbringen von Welpen war bei uns auch immer so ein Punkt, das haben wir nie so gern gemacht. Diesmal war es ein tolles Gefühl, ich kannte die Kleinen ja wirklich gut und nach 3 Impfungen war es ein gutes Gefühl sie mitgeben zu können. Und so haben mich also meine ersten 8 Welpen verlassen. Die Geschwister Mira und Melek, Mausi und Mäuschen, Hugo, Kitts, Charlotte und meine lustige Nudel Femke. Sie hatte pünktlich zur Fahrt ihren ersten neuen Zahn vorblitzen lassen. Besonders bei Charlotte und Kitts war es komisch, ich hoffe so sehr dass alle ein tolles Zuhause finden. Ich hatte sie schön hübsch gebürstet, sie sahen toll aus, jeder Einzelne. Dann hatte es etwas geregnet und die kleinen Schweinchen haben fein gespielt und getobt und waren dreckig ohne Ende. Ja, aber Mama Meli liess sie so nicht ziehen und hat alles nochmal gemacht.

Ich freue mich für Leni ganz dolle, sie hat schon einen Termin zur Nachbehandlung. Auch für Ice freue ich mich sehr, der mit seiner ausgeprägten Flohstichallergie besonders zu leiden hatte. Die letzten Behandlungen hatten gut angeschlagen und er sah schon viel besser aus. Dennoch hat er noch eine offene und viele kahle Stellen. Ein Dankeschön an das Tierheim, dass sich bereit erklärt hatte ihn aufzunehmen.

Die Sanja durfte mitfahren, eine tolle, schöne, aktive Hündin. Nun hab ich vielleicht mal Chancen mich mit Bobby und Ingo zu beschäftigen. Das Trio Bommel, Lisann und Levent sind auch unterwegs, sowie die süße Nera. Anke, liesst du das? Ich möchte hübsche Berichte über Nera, sie ist mir auch besonders ans Herz gewachsen. Sie war so überfordert mit allem und wollte doch nur Kontakt, die Arme.

Der schöne Jänö fährt gerade seiner Familie entgegen, Coconut, Barney und der supersüße Scottie ziehen zusammen in ein Tierheim. Oh was muss das toll sein für Barney, endlich ab von der Kette. Mimmi ist auch weg von der Kette, eine ganz reizende Hündin, die auf eine Pflegestelle geht.

Pia, das verrückte Huhn, da bin ich auch froh, dass sie dann mal ihre Energien beim Spaziergang abbauen kann, das niedliche Hummelchen, Thea, Schmetterling und Vanillivi sind die anderen Ausreisehunde. Nun sind sie schon in Deutschland und fast an ihren Zielen angelangt. Ich kann es kaum erwarten erste Rückmeldungen zu hören bzw zu lesen.

Es regnet immer noch, ich werde heute wohl nicht viel tun können.

Was hab ich denn schon umsetzen können? Das mit der Quarantäne hab ich jetzt anders gelöst bzw bin immer noch dabei das den Leuten hier zu verklickern. Die Zone 1 ist jetzt komplett Quarantäne. Auf der einen Seite sind 8 Boxen, da kommen die neuen Hunde rein. Nach 3 Wochen kann man sie auf die andere Seite der Zone 1 umsetzen. 2 Wochen nach 2. Impfung können sie die Zone 1 verlassen. Die Zone 1 ist räumlich direkt am Tor und in sich abgeschlossen. Keine der Boxen hat Kontakt zu einer Box einer anderen Zone oder einem anderen Teil (z.B. Lagerraum) des Tierheims.

Ich hab viele Hunde mit Flohmittel behandeln können und die Extremfälle wie Abu werde ich mit speziellen Präparaten behandeln. Dazu pick ich mir ein paar raus und verbrauch jeweils die Packung und hoffe auf Nachschub aus Deutschland mit dem ich dann die nächsten Hunde behandeln kann. Steter Tropfen höhlt den Stein oder wie war das? Entwurmung hab ich auch angefangen, da muss ich aber noch besser am Ball bleiben. Da frag ich mich noch ein bisschen wie sinnig das ganze Prozedere ist, wenn die Hunde das dann direkt wieder vom Boden aufnehmen können. Klar, logisch muss das sein, nur der Boden ... seufz

Oldie ist inzwischen sehr pflegeintensiv. Ich muss ihn rein und raustragen und beim fressen dabeibleiben, weil er sonst mit der Nase im Futter einschläft bzw die anderen ihm halt alles wegfressen. An Tagen wie heute wo es regnet ist es anstrengend, da man ihn nicht einfach raustragen und später wieder irgendwo einsammeln kann. Gerade habe ich ihn vom schlammigen Boden aufgehoben und erstmal abgeduscht, in eine Decke gepackt, in seinen Korb gelegt und was zu Fressen gegeben. Jeder der Oldie nicht kennt und ihn sieht denkt natürlich gleich ans einschläfern. Doch ich werde mit dem alten Kerl den Weg bis zu Ende gehen. Solange ich den Eindruck habe, dass ihm lediglich die Kraft fehlt, er keine Schmerzen hat und weiter bei uns sein möchte trage ich ihn halt rein und raus. Beim Thema Schmerzen, meine Bandscheiben geben erstmals Alarm seit ich hier bin. Ich hatte eigentlich während der Kastrationsaktion damit gerechnet, aber da blieb es bei einem tauben Bein.

Nachdem mir hier vor Ort der Wunsch nach einem Frontline-Spray versagt blieb und ich dafür ein Pet-Spray erhielt testete ich dies ausgiebig. Ich konnte keine Wirkung sehen und deshalb bin ich so froh, dass mit dem Transport gleich 2 Flaschen ankamen.

Ich hab in meinem Leben noch nie so ungeduldig auf Rückmeldung bei einem Transport gewartet. Ich würde mich übrigens freuen, wenn ihr die Fahrt finanziell unterstützen würdet. Auf der Startseite der Website gibt es so ein blaues Kästchen für Fahrkarten.

Und während diese Fahrt noch nicht beendet ist suchen wir schon wieder Plätze für die nächste Fahrt. Und ich bin heute fast ausgeflippt vor Freude, dass Uljana beim nächsten Mal mit darf.
11.07.09 11.Juli: Die Zeit vergeht, unglaublich. Lorena schickt liebe Grüße an Ines. Sie wäre für den nächsten Transport ausreisebereit. Sie ist umgezogen und sitzt nun mit Happy, Holger und Hexe zusammen. Das tut ihr ganz gut, sie ist viel munterer und verspielter. Jetzt muss nur noch ein Zuhause gefunden werden.

Claudia und Christian waren da und haben einen Anhänger voll guter Sachen mitgebracht. Vielen, vielen Dank für die Leckereien, Kaffee, Tee und Kleider. Decken, Hundekörbe, Näpfe, jede Menge Futter, Handtücher und Medikamente sind auch angekommen. Ich hab mir als erstes die Flohsachen gekrallt und bin damit abgezogen. Vielleicht sollte ich mir auch noch ne Dusche damit verpassen.

Fatima, die kleine süße Fatima ist gestorben. Ich hab jetzt ein wenig Zeit gebraucht das zu verdauen. Sie hätte ausreisen dürfen, doch es sollte nicht sein. Es wird mir ein Rätsel bleiben, warum oder wie sie in den Nachbarzwinger geraten ist. Ich hatte sie am Tag zuvor auf dem Schoss, sie gebürstet und mich gefragt wie sie wohl aussehen mag, wenn das ganze Fell nachgewachsen ist. Ich hab ihr was von Deutschland erzählt und ein schönes Leben gewünscht. Den Besuch bei den Nachbarn hat sie leider mit dem Leben bezahlt.

Nachdem ich ja mein letztes Geld für Impfungen ausgegeben hatte und dafür verschimpft wurde habe ich jetzt dafür einen Kühlschrank gekauft – nun kann man die Impfungen direkt im Tierheim lagern.

Das Verständnis bzw das Nicht-Verständnis von Hygiene treibt mich hier noch in den Wahnsinn. Es scheint mir, als wüssten sie nicht, wie sich Infektionen verbreiten. Da werden munter kranke Hunde aus der Quarantäne rausgenommen und in die Praxis gesteckt, ohne zu bedenken, dass man damit wieder andere Hunde gefährdet. Wozu hat man denn eine Quarantäne? Durch die Praxis wird fröhlich durchgelatscht, schön die Türe aufgelassen und die freilaufenden Hunde rund ums Haus kommen damit in Kontakt. Unter anderem auch meine Hunde. Erklärungen, Gesten, selbst wütendes Türen zuknallen wird nicht beachtet. Um dem Ganzen noch eins draufzusetzen stellt man direkt neben einer am Boden stehenden Gitterbox mit einem an Staupe erkrankten Hund einen Futtersack auf den Boden. All meine hektischen Gesten missdeutend geht man davon aus, dass wohl was mit dem Futter nicht in Ordnung ist und trägt den Sack wieder davon. Abgestellt wurde er dann direkt neben dem Futter für meine Hunde auf dem Tisch. Ich komm mit desinfizieren nicht mehr nach. Auch so ein Thema, Desinfektion eines Bereiches, z.B. Gitterbox. Stolz schwenkt man den Lappen, man hätte desinfiziert. Die Näpfe und anderes Inventar bleibt bei solchen Aktionen völlig unbeachtet. Manchmal geht mir echt die Lust aus. Ich wünschte mir, es gäbe ein Färbemittel um Krankheitskeime sichtbar zu machen. Vielleicht würde es dann ja mal Schnackeln.
08.07.09 ... und inzwischen ist der 8.Juli und ich kam nicht mehr zum Schreiben. Am Montag war ich noch bei Edgar, Miguel und Stina. Stina ist ne ganz süße, nette und hübsche Hündin. Ich weiss gar nicht, warum sie nie aufgefallen ist. Sie schlägt zwar Alarm wie Miguel und verschwindet dann in der Hütte wenn man reinkommt, wie Miguel, aber sie kommt auch sofort wieder rausgewuselt. Miguel schaut sich seinerseits dann dies von Stina ab und hat mir aus der Hand Futter abgenommen. Dann kam ganz unvermittelt der blinde Edgar aus der Hütte geschossen, die Nase abwechselnd in die Luft und am Boden haltend lief er eilig zwischen uns durch bis er die Quelle des Duftes geortet hatte. Aha, das geht dann also doch. Von aussen betrachet möchte man bei diesem Zwinger einfach weitergehen, weil einem fast das Trommelfell platzt. Doch wenn man reingeht ist es da sehr nett.

Der Montag endete mit einem Hupkonzert um 23:00 Uhr. Ich dachte, was ist denn nun los und bin rausgerannt. Ach ja, da haben 3 junge Damen 3 junge Welpen abzugeben. Unglaublich, hatten die mal auf die Uhr gesehen?

Auch Abu hab ich weiter besucht und heute habe ich ihn gekämmt und ganz doll in den Arm genommen. Sein Schwänzchen hat weiter gewedelt. Dann bin ich ganz frech aufgestanden und hab die Hedy angestupst. Na die hat vielleicht geguckt.

Ich war in vielen Zwingern, ich weiss gar nicht, was ich alles erzählen soll. Im Kindergarten ist passend zur Fahrt der Zwingerhusten ausgebrochen und alle müssen da bleiben. Ganz großes Kino. Nun ja, dann mussten wir halt sehr umplanen und nun sind andere Ausreisekandidaten auf der Liste. Ich bin heute los, hab alle hübsch gekämmt und wenn ich schon dabei bin auch die Zwingerkollegen und weil man keine halben Sachen macht hab ich auch gleich Zwingerweise entfloht. Ich hab bei Icarus ein Flohekzem entdeckt und da ich schon das Zeug in der Hand hatte, musste er dann auch herhalten.

Während ich mich mit Icarus beschäftigte klaute mir Sereno mein Heft mit allen Chipnummern und machte Schnipsel draus. Super, jetzt hab ich ein ganz besonderes Puzzel. Es könnte mir ja langweilig werden.

Aladin lässt sich inzwischen auch gut von mir anfassen. Meeko und Ramon rennen immer im Kreis um mich rum und würden ja so gern, wenn es denn nicht so gruselig wär. Nepomuk hat sich ganz toll entwickelt, Torben weiss nicht was er tun soll und flüchtet vor sich selbst. Manni ist echt ne Marke, volle Möhre Schiss und Angriff ist die beste Verteidigung. So kommt er dann auf einen zugeschossen, kläfft und statt zuzubeissen nagt er auf einem rum. Sowas hab ich auch noch nicht gesehen.

Pascal ist heute fast in Ohnmacht gefallen, als ich sein Gebrüll ignorierend den Zwinger betrat. Ich zeigte dem Tierarzt Delight, der doch auch äusserst lichtes Haar hat. Es dauerte doch 5 Minuten bevor Pascal wieder zu Stimme kam. Auch diese 4 Hunde in dem Zwinger wurden entfloht.

Nikki kann ich nun in der Hütte streicheln und sogar aus der Hütte nehmen und im Arm halten. Sie findet es nicht toll, aber sie hat auch keine Panik mehr. .

Eine ganz schöne Sache ist Marlon im Zwinger von Coconut, Tequila und Surise. Marlon splittet schon im Ansatz, wenn Tequila meint, dass sie den anderen Mädels sagen kann was ihrs ist und was den anderen. Coconut und Sunrise sind viel entspannter. Marlon macht das auf eine ganz feine und spielerische Art.

Auch sehr schön ist die Situation zwischen Etienne und Huckleberry geworden. Liegt es an der Kastration oder haben sie sich einfach so zusammengerauft, keine Ahnung. Aber Huckleberry und Etienne stehen jetzt gemeinsam am Zaun und Huckleberry hat aufgehört Kreise zu drehen.

Gut, es gäbe sicherlich noch mehr zu erzählen, doch jetzt fällt mir gerade nix mehr ein.
06.07.09 6.Juli: Erste Runde beendet, ich gönn mir ein Zigarettchen und nen Kaffee. Klappt inzwischen auch gut, Ohren einfach auf Durchzug stellen.

Abu hat heute deutlich weniger Flöhe.

Ich war bei Diana, die sich sehr gefreut hatte, genauso die muntere Vela. Lenny war wenig angetan. Auch hier Hautprobleme und Flöhe.

Filomena durfte ich heute durch den Zaun kraulen. Und dann musste ich kurz den kleinen Eddy einfangen. Meine Güte, ist das ein netter kleiner Hundemann, sehr süß! Erwin reparierte die Zwingertüre (man braucht sich nicht wundern, wenn das mit dem neuen Bau dauert). Also blieb ich bei Eddy, bis die Reparatur fertig war und der hat es sichtlich genossen.

...
05.07.09 5.Juli: Heute war mal echt ein schöner Tag. Weil ich die Welpenstation versorgt weiss bin ich heute mal länger liegen geblieben. Und ja, die Welpen haben so viel Futter, dass es vermutlich für eine ganze Woche reichen würde.

Dann hab ich mir heute nochmal schön Zeit für Abu genommen. Er ist inzwischen zutraulich geworden. Ich hab mich mit ihm vor seine Hütte gesetzt und Hedy und Cassandra lagen auf dem Hüttendach ganz entspannt (solange ich nicht nach oben geschaut habe, ich hatte kein Futter dabei). Abu liess sich untersuchen und ich habe leider ganze Scharen an Flöhen auf ihm entdeckt. Ich hab ihm mein vorletztes Advocate drauf gemacht. Ich hoffe, es hilft ihm auch so schnell und gut wie Sonja. Ich bin dann losgezogen um Istvan zu zeigen wie toll er sich gemacht hat und da hat er sich erstmal wieder in der Hütte versteckt. Doch ich durfte ihn einfach rausnehmen.

Ich habe bei Icarus einen weiteren wenn auch kleinen Fortschritt feststellen können. Ich darf jetzt ohne Futter in der Hand bis direkt an seine Hütte laufen und er freut sich trotzdem statt sich zu verstecken.

Dann hab ich mich heute mal wieder bei Bandana blicken lassen und ja, sie hat sich gefreut und ist um mich rumgesprungen und liess sich ganz feste durchkraulen. So eine liebe Maus und sie ist noch richtig fit. Sie hat ein so nettes, lachendes Gesicht. Auch hier gleiches Bild, die Haare dünn, der Rücken schuppig und Flöhe ohne Ende. Das war jetzt mein letztes Advocate. Ganz heimlich (sie glaubte ich merke es nicht) hat mir Jorja den Rücken abgeschnuffelt. Leider weicht sie aber noch immer aus. Furkan hat fast nen Herzinfarkt bekommen, als ich mich zu ihm umdrehte und ihn ansprach. Aha, also hier ist noch Trainingsbedarf.

Ein weiterer Zwinger, Flöckchen, Speedy, Filomena und Velasquita. Hier habe ich heute Rebecca angetroffen und das macht sich richtig gut. Flöckchen und Speedy sind ja kein bisschen kontaktscheu und springen an einem auf und ab. Velasquita und Filomena sitzen erstmal in ihren Hütten. Ich hab mich dann durch Flöckchens und Speedys Beine gekämpft um dann Velasquita in ihrer Hütte sehen zu können. Frohen Mutes reingelangt gab sie mir ihr Pfötchen und so fing sie in der Hütte an mit mir zu spielen und kam dann raus und spielte draussen mit mir weiter. Richtig anfassen lassen war noch ein bisschen gruselig. Etwas weniger Flöckchen wäre von Vorteil gewesen. Filomena zeigte sich sehr ängstlich, blieb in der Hütte und als ich zu ihr ging versteckte sie sich noch mehr. Also hab ich nur nett guten Tag gesagt und bin wieder zu den anderen Hunden. Nanu, was war denn das? Tjaaa, die Neugierde hat sie dann doch aus der Hütte gelockt. Sie gesellte sich zu den anderen, aber mit gebührendem Abstand zu mir. Rebecca hat munter mitgespielt und schien richtig Spass zu haben.

Und dann zu meiner Kracherbande, Funafuti und Boris. Beide hatte ich nun schon mehrfach auf dem Arm – grusel – was sie mir jeweils ganz schnell verziehen haben. Funafuti hat sich heute in der Hütte liegend ganz genüsslich eine ausgiebige Krauleinheit gefallen lassen. Es hat ihm sichtlich gut getan, er war ganz entspannt. Nikki ist irgendwann selbständig in den Zwinger zurück gekehrt. Ich durfte draussen kurz ihre Flanke streicheln und heute in der Hütte versteckt durfte ich sie am Oberschenkel und am Rücken streicheln ohne dem panischen Blick, den sie früher hatte. Caroline hingegen findet das nach wie vor schrecklich.

Ich hab nach Sonja geschaut, die wegen ihrem massivem Haarverlust und geröteter Haut aufgefallen war. Auch ihre Fröhlichkeit liess sie vermissen. Nun ja, Flöhe ... Die Rötung hat schon stark nachgelassen und Sonja ist wieder der alberne Clown, wie wir sie kennen.

Die letzte Pappschachtel voller Welpen hat besonders viele Würmer, meine Güte...

Dem Hund mit der Verletzung geht es recht gut ... dem Hund mit der Verletzung, jetzt reichts aber, Name her... hmmm... Houdini... er schaffte es zur geschlossenen Gitterbox raus, ohne dass man dem Ding anschliessend was ansah. Naja, Houdini geht es eigentlich auch ganz gut, er frisst und trinkt, sonst schläft er noch viel. Zur Gesellschaft liegt noch ein altes Hundemädchen bei ihm. Sie schläft doppelt so viel. Ich komm nicht ganz dahinter, was ihr fehlt. Sie befinden sich in der Praxis zur weiteren Beobachtung.
04.07.09 Samstag, 4.Juli: Es ist ein neuer Mitarbeiter auf Probe da. Und gestern war doch echt die Welpenstation versorgt. Es gibt also Hoffung. Joschka ist krank, er ist in einen Nagel getreten und das hat sich böse infiziert.

Darwin hat jetzt Gesellschaft von Cindy und die beiden kommen gut miteinander aus. Bei beiden sehen die Lefzen jetzt gut aus.

Da die neuen Zwinger des Freilaufs immer noch nicht fertig sind haben Loredana und ich bei den Bobas und nebenan mehr Schutz aufgebaut und umgestellt.

Marian geht es wieder gut, sie muss nur noch zunehmen. Für Kirsche habe ich kaum noch Hoffnung.

Abu, Hedy und Cassandra haben sich gut an mich gewöhnt. Hedy kommt mir inzwischen entgegen gelaufen und Abu hat sich durchs Gitter ein Krauli gefallen lassen.

Ritchie hat bei Gewitter Angst, er tut mir echt leid wie er da in seiner Hütte hockt.

Ich hab gestern die eine alte Welpenbox mir vorgenommen, die alte Erde abgetragen und die Hütte und die Holzterrasse geschrubbt. Das war mehr als nötig. Jetzt muss nur noch das Dach der Hütte abgedichtet werden.

Es kamen 5 kleine Futzis von ca. 4 Wochen an. Ein Glück, sie fressen selbständig.

Marlon versteht sich klasse mit den Mädels und sieht richtig toll aus.

Ich komm mit den Listen langsam nicht mehr nach, wer wann geimpft, entfoht, entwurmt oder sonst wie behandelt worden ist.

In der Praxis sitzt ein Hund, der letztes Wochenende aufgenommen wurde. Er wurde blutverschmiert abgegeben. Ich hatte ihn gewaschen doch die Wunde schien nicht so dramatisch. Nur war der Junge völlig apathisch, frass nicht und erbrach. Er hatte sich wohl an irgendeinem Holz aufgespiesst, musste operiert werden und so ganz langsam erholt er sich.
26.06.09 26.Juni: Zur Zeit ist echt viel los, viele neue Hunde sind ins Tierheim gekommen. Auch viele Welpen snd dabei. Klar, sie kränkeln alle, manche fangen sich, manche nicht. Wie Welpenstation platzt aus allen Nähten. Die Welpen sehen es aber offensichtlich nicht so eng wie ich, sie haben viel Spass und spielen den ganzen Tag.

Gestern ist mir Pongo II aufgefallen, er war merkwürdig still. Heute Nacht ist er dann gestorben. Komisch, vor ein paar Tagen haben wir noch gestritten, weil ich der Meinung war, dass die alten Fellfranzen am sein Hintern weg können und daran gezupft habe. Den ganzen Tag war er noch sauer mit mir.

Spooky-Spokane hält mich ganz schön auf Trab. Er büchst gerne in den Freilauf aus und ich kann schauen, wie ich ihn wieder zurück bringe. So haben wir dann wenig erfolgreich unser erstes Leinentraining hinter uns gebracht und beim letzten Mal war es mir dann wurst, ich hab ihn einfach getragen. Und es geht, der Knabe muss einen einfach nur kennen.

Darvin hat heute seine letzte Ration Tabletten bekommen. Es sieht echt gut aus. Liebe Nina, ich sag für Darvin danke! Hier ein Bild, damit du auch siehst, dass es schön gehalten hat.



Gerstern war hier was los, die Hunde aus Box 11 in Zone 3 haben den Türverschluss geknackt und waren insgesamt 4 mal unterwegs. Dazu gehört die süße Suva. Eine ganz reizende Hündin. Sie war am Anfang so schüchtern und jetzt geht sie mit wenn ich sie rufe. Sie ist so eine sanfte und ruhige, sehr anhänglich, wenn sie einen mal ins Herz geschlossen hat.

Und Mimmi hat sich dann auch noch von der Kette abgemacht und hat munter mitgemischt.

Die Mütter haben alle bis auf 2 an Gewicht zugelegt, Marian und Kirsche sind leider krank geworden. Marian geht heute wieder, Kirsche sieht echt schlecht aus und ich mach mir große Sorgen um sie. Auch Jacqueline hat Husten bekommen, aber sie ist fröhlich und munter.

Der neue Hund, der jetzt an der Laufkette ist, ist ja mal wieder herrlich. Ich hab gleich gesagt, ich traue ihm nicht, ich geh nicht zu dem Hund. Ich wurde belächelt. Inzwischen hat er Andras und Joschka Sinka gebissen und ich hab das breite Grinsen im Gesicht.

Cindy ist in der Praxis, sie hatte eine ganz geschwollene Lefze, die langsam wieder abschwillt. Sie wurde auch gemobbt und ich grübel nun, wo ich sie lasse.

Ich hab mir neue Opfer rausgesucht. Abu, Cassandra und Hedy. Ich gehe jeden Tag zu ihnen und fütter sie aus der Hand. Abu kommt inzwischen schon sehr flott aus der Hütte. Kurz das Näschen streicheln ist aber noch gruselig.
19.06.09 19.Juni: Die Liste für die Hunde zum Nachimpfen ist fertig und die Liste für die Hunde mit Räude so gut wie. Dann brauch ich noch die Liste für die Floh- und Wurmmittelbehandlungen. Joschka hat sich glaub gefreut als ich fragte ob er mithelfen will.

Es kamen weitere Hunde im Tierheim an. Es muss dringend was passieren. Die Pläne für die Quarantäne werden wir wohl auf das eigene Gelände der Stiftung verlegen (Zone 3 und 4).

Und beim Thema Pläne und Bauen, nach einer kurzen, aber einprägsamen Kopfwäsche seitens der Ärzte sind wir wieder bei Betonböden und dabei bleibt es jetzt auch. Punkt. Hab ich dann alles abgearbeitet?

Die Tierärzte hatten bei Lomé eine große Wunde an der Flanke versorgt. Die Naht ist reizlos, das Wundgebiet entspannt. Auch Suva erholt sich gut und die Wunde neben dem Gesäuge macht keine Probleme. Lenis Naht hält, insgesamt sieht es deutlich besser aus, gleiches bei Darvins Schnütchen. Alle Hunde sind gut drauf, ich hab noch so einen Schleckkasper entdeckt, aber die Wunde sieht gut aus, alle Fäden drin.

Fliege, meine kleine Zaubermaus, mein Brummbienchen, der einzige Welpe, der mich hätte wirklich schwach werden lassen ist heute gestorben...

Nikki wird immer zutraulicher und ich bin zu müde fürs Tagebuch. Ich hab heute die Welpenstation und die Mütter mit Welpen und die Hunde im Futter Plus versorgt.

Sehr schön finde ich, dass die Hunde im sogenannten Kindergarten keine Makkaroni mehr bekommen, sondern nur noch Trockenfutter.

Bei neuen und plötzlichen Ereignissen ist Spokane erstmal ängstlich. Sandra wurde ja operiert und lag meist oben. Ich dachte, sie will halt ihre Ruhe, aber nix, es liegt an dem großen fremden Rüden – grusel. Heute kam Sandra von der einen Seite und Spokane von der anderen Seite um die Ecke. Beide sind kreischend davongerannt.

Es ist 1:20 Uhr, gute Nacht.
18.06.09 18.Juni: Tja, kaum hatte ich mich abgeregt wegen der 7 Welpen wurden die nächsten 4 abgegeben. Ich sag jetzt einfach nichts mehr dazu.

Ich bat gestern nochmals darum, dass die Welpenstation von den Pflegern versorgt werden soll. Um 11:30 Uhr bin ich dann zähneknirschend los und hab sie gefüttert und mit Wasser versorgt.

Unverhoffter Geldsegen von 100 Euro investiere ich jetzt in Impfungen um die neu eingetroffenen Hunde nochmal nachimpfen zu können. Es herrscht gerade akuter Geldmangel. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch für eine Kastrationspatenschaft melden würdet. Irgendwie muss das ja alles bezahlt werden. Es sind noch nicht alle Hunde online, da ich ja auch noch Fotos etc hochladen muss.

Kastrationsaktion


Ich richte an dieser Stelle mal liebe Grüße von Marlon und Lorena aus, es geht ihnen gut. Darvins Wunde sieht auch soweit gut aus. Neele habe ich aus diesem Zwinger rausgenommen und Darwin ist gut drauf. Darvin hat eine massive Verletzung an der Lefze, die Nina (eine der TÄ) in liebevoller Klein- und Feinarbeit wieder zusammengepuzzelt hat. Wenn die Wunde verheilt ist kann Darvin auch umgesetzt werden. Momentan hab ich aber Angst, dass er sich wieder die Schnute aufreisst, wenn er mehr zu gucken bekommt und die Nase überall durchstecken kann. In dem Zwinger sind die Wände halt heile.

Mr. Oberharap – oder auch Spokane – hat sich hier gut eingelebt. Es scheint seinen Grund zu haben, dass er hier am Haus ist, denn der Herr scheint fest gewillt der einzige Hund mit Wundheilungsstörungen zu sein. Er schleckt andauernd an der Wunde rum. Ich gebe ihm jetzt Antibiotika und mach Calendula gegen das Jucken drauf.

Darling Nikki ist vorgestern aus ihrem Zwinger ausgebüchst. Natürlich kann sie keiner fangen. Es ist so schön diesen Hund frei zu sehen und nicht mehr verängstigt in der Hütte. Ich hab ja schon öfter von ihr berichtet. Und sie hat mich nicht vergessen. Sie kommt jetzt bis zu meinen Fingerspitzen gelaufen, ein Gefühl des reinen Glücks. Sie lacht mich an, sie spielt mich an und kommt wirklich um an meinen Fingerspitzen zu schnuffeln. Heute Abend durfte ich es dann sogar fotografieren. Was auch besonders schön ist, sie hat sich mit Farouk angefreundet. Und er geht so lieb und vorsichtig mit ihr um.

Bei Leni wurden heute die Fäden entfernt... Die Tierärzte haben sich während der Kastrationsaktion auch hier eingesetzt und das gesamte Wundgebiet sieht schon deutlich entspannter aus.

Lord wurde heute an einen Bekannten von Andras vermittelt. Supi, jetzt rennt die Rotti-Version des gleichen Typs an der Laufkette rum.

Ich konnte heute endlich einen Platz für Prinzessin freischaufeln und hab sie umgesetzt. Sie ist jetzt bei Leni und Scottie im Eckzwinger. Dunja, Viktor, Hexe und Jan sind in der Mitte. Mal sehen, wie lange die Damen sich leiden können. Sie haben zu 4. rumgespielt. Dunja hält sich echt gut und macht munter mit.

Mirva hab ich aus dem Futter-Plus rausgenommen. Sie hat toll zugenommen und fühlt sich wohl. Ich behalte sie aber im Auge.

Icarus bekam heute eine bessere Hütte von Joschka Sinka spendiert. Icarus freut sich sehr wenn ich komme und er mir den Rücken abschnuffeln kann. Er ist einer der Hunde, die nur kurze Sequenzen aushalten und dann wieder Schiss kriegen. Es wird aber immer ein klitzekleines bisschen besser.

Da ich heute und die nächsten Tage damit beschäftigt bin endlich von allen Hunden ein Bild zu machen war ich auch bei den fantastischen 4, die Peter, Phil, Pricsilla und Pauline heissen. Sooo schlimm ängstlich sind sie dann auch nicht. Man hat aber kaum ne Chance an sie ranzukommen, weil man immer den extrem gut gelaunten, fröhlich herumspringenden Deniz vor der Nase hat. Hilfe, wer sucht noch einen aktiven, lustigen, freundlichen, verspielten und zuckersüßen Jungrüden?
17.06.09 17.Juni: Ich dachte ja gestern ich hätte Feierabend. Da wurde nichts daraus, denn die Welpenstation war unversorgt.

Ich wusste gar nicht, dass ich so Probleme mit Zahlen habe. Ich musste mit jedem Hund mitdackeln, weil ich nicht die Zwingernummer sagen konnte. Und auf die Frage wieviele Hunde noch zu kastrieren sind hatte ich jedes mal ein anderes Ergebnis.

Ich verteilte am ersten Tag Gummibänder an den Zwingertüren, als Kennzeichnung, dass die Hunde nüchtern bleiben müssen. In Zone 4 war das kein Problem, denn die Türen haben so Holzverschlüsse und die Bänder waren gut zu sehen. Am 2. Tag in der Zone 2 waren sie schnell zu übersehen und deshalb erkläret ich Djuri, dem neuen Mitarbeiter, wo die Bänder sind und als ich später sah, dass da immer noch Wasser drinstand erklärte ich es Istvan. Da Joschka Sinka aber die Zone 2 fütterte hatte er leider einige Bänder übersehen. Am 3. Tag stellte ich also die Näpfe vor die Zwinger. Nun ja, der Neue will seinen Job gut machen, die Hunde anständig versorgen und trug die Näpfe wieder rein und fütterte. Kreisch. Am 4. Tag versuchte ich es mit Stoffbändern an den Zwingern, was dann wirklich gut funktionierte, nur seltsamerweise verschwanden die Bänder an den Zwingern, wo die Hunde schwierig sind. Dadurch wurde der 5. Tag echt hart, die Pfleger waren ausgelaugt und hatten keine Geduld mehr und der Großteil der Hunde waren „harap“. Als ich mittags dann feststellte, dass die Hunde vom Vortag immer noch sehnsüchtig ihre vor den Zwinger liegenden Näpfe anschauten verlor auch ich die Nerven und warf kreischend die Näpfe herum. Ich hab die Jungs noch nie so flott Wasser austeilen sehen. Die Einzigen, die niemals die Ruhe verloren waren die Ärzte und das bei dem Arbeitspensum. Man darf nicht vergessen, dass keiner die Sprache des anderen spricht, da kommt es halt zu Missverständnissen. Die Pfleger redeten ständig auf ungarisch auf mich und ich am Ende nur noch auf deutsch auf die Pfleger ein. Joschka schaute oft kreuzunglücklich, weil ich mal wieder am kochen war und nach Erklärungen rang. An Joschka muss ich ein ganz dickes Lob aussprechen, er nahm die Aufgabe sehr ernst und blieb jeden Abend bis 22:00 Uhr oder noch länger da, während die anderen schon längst nach Hause gegangen waren. Auch Loredana war eine sehr große Hilfe. Sie kam jeden Abend nach ihrer Arbeit ins Tierheim und hat bis zum Schluß geholfen. Danke dafür!

Eigentlich wollte ich heute nur die Hunde betreuen, die noch medizinische Versorgung brauchen, ein Kontrollründchen laufen und sonst mal nichts tun. Nun ja, es fing mit einem Hilferuf von Joschka an, ich böses ahnend runter und er stand mit einer Pappschachtel da. Nicht schon wieder!!! 7 Welpen darin, ich kann nicht mehr. Wo soll das noch hinführen. Dann kam Andras, seufzte und meinte, er bringt am Freitag auch nochmal 5 Welpen. Ich hab ihm gesagt, dass er es ja nicht wagen soll.

3 der Bärchenfamilie sind zwischenzeitlich gestorben. 2 andere Welpen sind krank. Irgendwann kamen neben der 3 Welpen aus einem Sack über den ich während der Kastrationsaktion stolperte noch 3 größere Welpen hinzu. Plus den 6 Monate alten Welpen, den man mit einem Strick um den Hals über den Zaun geworfen hat. Na klasse Freunde, das macht zusammen 24 kleine und 13 größere Welpen allein in der Welpenstation. Ich bin begeistert. Wir dürfen gespannt sein wieviele Welpen von den Müttern noch dazu kommen.

Ich hab jetzt hin und her überlegt und beschlossen, dass man vor dem Tierheim eine Quarantäne hinbaut. Da hat es eine völlig ungenutze Ecke mit ausreichend Platz. Nur weil man im Tierheim an die ersten 2 Zwinger Quarantäne hinschreibt ist das noch lange keine Quarantäne. Völliger Unsinn. Es hat Platz für mindestens 5 Zwinger und das dann konsequent durchziehen bis die Hunde durchgeimpft und kastriert sind.

Die Tierärzte haben mir dann noch gesagt, dass das hier verwendete Mittel zur Entwurmung nicht gegen Bandwürmer wirkt. Auch schön, wir wollen nur bestimmte Würmer im Gedärm unserer Hunde. Und da die Hunde auch noch allesamt Flöhe haben werde ich mir nächste Woche den Joschka schnappen und die Hunde entsprechend mit wirksamen Präparaten behandeln. Da der arme Kerl auch so schon nicht mehr weiss wo ihm der Kopf steht werde ich die Arbeitsbereiche der Pfleger neu aufteilen.
16.06.09 16.Juni: Lange kam ich jetzt nicht dazu das Tagebuch zu schreiben. Die Kastrationsaktion ist beendet und ich fühle mich, als wäre ich 3 mal hintereinander den Ironman-Triatlon gelaufen. Natürlich auch, als hätte ich ihn 3 mal gewonnen. Alle, ich betone, alle Hunde sind jetzt kastriert. Sie sind heute morgen nochmal gekommen um 2 Hunde zu kastrieren. Heute Nacht wurde ein Hund mit einem Strick um den Hals über den Zaun geworfen und bevor der sich umgucken konnte fehlten ihm die Hoden. Und weil sie schon dabei waren haben sie von Loredana auch noch 2 Hunde kastriert.

Die Tierärzte haben ... haben, ich weiss nicht, einfach sensationelle Arbeit geleistet. So viele Hunde kastriert, ich müsste jetzt nachzählen (dazu später mehr) aber 210 Hunde waren es Minimum. Ich hab immer noch den reinsten Bienenstock im Kopf. Und sie haben nicht nur kastriert, sondern auch Nabelbrüchen operativ versorgt, sie haben Bisswunden versorgt, sie haben 3 Hunde mit Stickersarkom mit Chemotherapie behandelt, Zähne gezogen, eine Augen-OP durchgeführt, sie haben sich um das Marlenchen und um Leni gekümmert und haben diese Hunde auch über die Zeit betreut. Marlene war leider nicht mehr zu retten, alle Bemühungen waren vergeben. Sie haben Lambic erlöst, die von Schmerzen geplagt war durch einen schlecht verheilten Bruch, durch erneute Mammatumore und durch weitere Leiden.

Es war für mich eine lehrreiche Zeit. Ich habe viel gezeigt bekommen, medizinisch und auch zum Thema Hundeverhalten. Es ist ein wahrer Genuss zuzusehen, wie sanft und umsichtig sie mit den Hunden umgehen und wie positiv die Hunde darauf reagierten. Schon allein deshalb hätte ich sie am liebsten nicht mehr gehen lassen. Aber auch natürlich wegen der kompetenten medizinischen Versorgung der Hunde.

Ich muss zugeben, dass gestern ein Tag war, da war ich dermassen fertig, dass es ein Stündchen gab, in dem ich mir wünschte, sie würden jetzt gehen. Das lag aber an meinen verpufften Kräften, ich war stehend k.o..

Wirklich glücklich über die Abreise der Ärzte sind meine Hunde. 5,5 Tage lang bin ich von morgens um 7:00 Uhr bis abends um 23:00 Uhr einfach an ihnen vorbeigeschossen und hab ihnen nur 2 mal am Tag was zu futtern hingestellt. Zur Krönung gabs heute noch nicht mal Frühstück, weil heute Sandras kastriert wurde. Ja, ich schreib Sandras, denn dieser Hund scheint weder das eine noch das andere zu sein. Nun liegen sie alle um mich rum oder auf mir drauf und ich find es toll, denn ich hab sie auch vermisst, die Saubande.

Nun werd ich das Haus aufräumen und putzen. Wenn 8 Hunde den Haushalt schmeissen und noch alles kreuz und quer liegt, weil man ständig nur reinrannt kam um irgendwas in dieser Rumpelkammer zu suchen und nur den Kram um sich wirft den man grad nicht braucht, dann bleibt Chaos übrig.

Ich werde noch mehr über die Kastrationsaktion schreiben, es gibt so viel davon zu erzählen, doch momentan krieg ich das nicht sortiert.
07.06.09 7.Juni: Ob ich den Tag heute noch erzählt kriege, ich bin echt platt. Die 3 neuen Welpen sind in einem schlechten Zustand, mager, verängstigt, appetitlos, die Haut schuppig und stellenweise haarlos und ich hab ja keine Ahnung was da alles auf den armen Fiffis rumkraucht, aber es war ekelig. Wo man das Fell auseinanderzog krochen dicht an dicht Viechzeug auf ihnen rum. Es gab die Chemiekeule, volle Breitseite. Später am Tag haben sie dann doch Hunger bekommen und es war für sie auch nicht mehr ganz so schlimm, wenn ich sie hoch nahm.

Eines der Bärchen ist krank, frisst nicht und schläft viel... 2 andere der Familie stellen mich vor ein ungeahntes Problem. Sie fressen den ganzen Tag – nonstop – und sind entsprechend fett. Ich mein, ich bin ja froh, wenn die Kleinen schön mollig sind, dann haben sie Reserve, wenn sie doch mal krank werden, aber sooo. Meine Güte, die fressen sogar im Liegen. Sie sind munter, sie spielen, sie sind sogar erstaunlich beweglich mit ihren dicken Bäuchen. Ich frag mich nur, ob dass denn normal ist. Wie kann man denn so verfressen sein? Ich werde was unternehmen müssen, das kann ja nicht gesund sein.

Marlene war heute vom Blick her etwas wacher, lag aber die ganze Zeit. Naja, heute war es auch sehr heiß. Sie wollte nicht fressen und so hab ich meinen Kartoffelauflauf mit ihr geteilt. Der war wohl lecker.

Dann hab ich mich mal wieder um eine bessere Belegung gekümmert. Auf der Suche nach einem Platz für Dizzy kam ich an Hesse vorbei. Das ist ein alter Stinkstiefel, keiner kann es ihm recht machen. Jeder Hund, der von ihm frisiert wurde kam dann in den Nachbarzwinger. Und so stand ich heute vor diesen beiden Zwingern, in einem Hesse ganz allein und im anderen stapelten sich die Hunde. Hatte was von einer Comiczeichnung, vorallem Pimboli ganz vorne am Gitter, hechelnd und sichtlich angenervt. Wir haben Hesse nochmal überredet es doch wenigstens mit Pimboli und Linda zu versuchen, da Linda ein bissi Probleme mit Honey und Finchen hatte. Pimboli kommt irgendwie mit jedem aus. Ich kann den kleinen Kerl wirklich jedem empfehlen.

Ja und da sass dann noch Loriot an der Kette, ein riesen Kerl, der seine Quarantänezeit absitzen musste. Die ist rum und somit brauchte er auch einen Platz. Er wurde mit Dallas und Jarne vergesellschaftet. Ich hab ja ein bisschen die Luft angehalten, weil Dallas sich ja immer sehr heftig mit Charlie geprügelt hatte. Loriot hat das aber sehr, sehr gut gemacht und Dallas hat ihn akzeptiert. Natürlich musste er noch den Zwinger reichlich markieren, aber das wars dann auch. Ich glaube, Dallas ist von Loriots Größe mächtig beeindruckt.

Jo, für Dizzy muss ich mir immer noch was einfallen lassen...

Am 11. Juni startet hier die Kastrationsaktion, ich muss eine Liste machen, wann wer wie und die Praxis herrichten. Der Generator wurde schon gewartet und das BP-Mobil wird vermutlich als eine Art Aufwachraum genutzt.

Joschka hat heute wieder Zwinger repariert und ich hab die Zonen wegen einem Wasserschlauch vermessen. Mit dem angedachten 30 Meterschlauch kommen die Jungs gerade mal zur jeweiligen Tür der Zonen. Zone 4 - 50 Meter, Zone 1 - 40 Meter, Zone 2 - 70 Meter usw. alles in allem 200 Meter Schlauch. Kostenpunkt 150 Euro. Ich glaub den kriegt man in Deutschland nicht billiger.

Ritchie hat sich heute selbständig gemacht. Alle 4 Freilaufhunde haben ihn begleitet und der Kerl hatte kein Problem damit. Er war sogar eher etwas ängstlich, auch als wir ihn einfangen wollten. Eva hatte ihn sogar ein Stück getragen, aber das war für beide nicht so klasse. Also hab ich Halsband und Leine geholt und das ging dann ganz prima. Anke, liesst du das?

Heute Abend haben dann 4 Hunde aus Zone 4 Party gemacht, sie hatten den Trick raus die Türe zu öffnen. 3 mal mussten wir sie wieder einsammeln, dann haben Joschka und ich einen vernünftigen Riegel an die Türe gemacht.

Vorgestern kamen bei Leni die Fäden raus. Ich hatte mir Scottie nochmal vorgenommen, er hat immer noch ein paar Filzplatten. Nachdem wir dann beide keine Lust mehr hatten brachte ich ihn zurück und schnappte mir mein Lenilein um zu sehen, ob das Nässen endlich aufgehört hat. Die Naht ist auf und morgen wird sie erneut operiert.

Ich hab mit Eva die notwendige Renovierung der Zone 2 besprochen. Ich mach BP noch arm, aber wat mut dat mut. Loredana hat einen Freund, der 3 Einzelzwinger für Kettenhunde bauen würde. Ich bräuchte halt Holz und Maschendraht.
06.06.09 6.Juni: Heute kamen 3 neue Hunde an, alle 3 recht groß. Einer davon ist kastriert oder ist kryptorchid. Hmm... Dr. Roth hat sie gleich geimpft und nochmal nach Darwin und Marlene geschaut. Marlene macht ihm Sorgen, denn sie hat wohl sehr viel Blut verloren. Darwin durfte zurück in seinen Zwinger.

Darwin ist harapós laut Joschka und er fiel fast um, als ich mal wieder einfach in den Käfig langte. Darwin lässt sich in der Tat nicht einfach hochnehmen. Als Dr.Roth ihm Antibiotika gespritzt hatte hätte mich Darwin ernsthaft beissen können, aber er tat mir nicht weh. Als ich ihn aus der Box nehmen wollte machte er mir aber deutlich, dass das dann doch zu weit gehen würde. Also Plan B. Ich holte mit Joschka eine große Gitterbox (mit der brachte Joschka ihn auch zur Praxis) und Joschka hatte schon seine Handschuhe an. Als Joschka zur Tat schreiten wollte schickte ich ihn aber weg, weil ich wusste, dass das mit meiner Methode halt länger dauern würde. War ja egal wie lange Darwin brauchen würde um die Box zu wechseln. Mit einer Futterspur war er nicht zu überlisten, aber mit Box sauber machen. Ich zog ihm vorsichtig das Handtuch unter dem Hintern weg und legte alles neu aus. Da ging er dann zur Seite in die andere Box. In seinem Zwinger angekommen wurde er von den anderen beiden freudig empfangen und Darwin darf ich jetzt auch in seinem Zwinger streicheln, was vorher nicht möglich war.

Neulich ist Lulu ausgebüchst und in die damals noch leerstehende Quarantäne-Box geflüchtet. Auf den Kommentar harapós pfeiffend hab ich dann schnell den Rückwärtsgang eingelegt und sein Urteil bestätigt. Später hat Joschka sie dann mit der Gitterbox wieder in ihren Zwinger zurückbringen können. Mei war der Bub stolz. Jetzt steht also recht zentral eine Gitterbox für solche Fälle.

Marlene durfte noch nicht zurück, damit sie aber nicht in der Praxis bleiben muss hat Andras sie in das Pupsgehege am Haus gesetzt. Marlene ist ja nur so ein kleines Hundchen und ausserdem sehr müde. Zum Übernachten fand ich das aber nicht geeignet und setzte sie in die alte Welpenbox, da ja gerade keine Welpen drin sind. 1,5 Stunden später fuhr ein Auto vor, hupte, ein Mann sprang heraus , legte einen Sack vors Tor und weg war der Mann samt Auto. Diesmal nicht schreiend, aber nicht weniger verängstigt, 3 Welpen, boah ich werd nicht mehr. O.k., jetzt sitzen die also im Pupsgehege und ich kann mir wieder was einfallen lassen.

Wenn ich daran denke, wie ich hier angefangen habe, 1 Welpenbox sonst nix. Erstmal das Pupsgehege gebastelt und die Welpen rein und rausgetragen, morgens diese Überflutung der Gitterboxen in der Praxis usw. Jetzt sind das insgesamt 15 kleine und 11 inzwischen größere Welpen. Wie in aller Welt war das denn vorher?
05.06.09 5.Juni: Marlene wurde heute notfallmässig operiert, Dawin mit allem möglichen versorgt. Beide sind nach wie vor in der Praxis. Dawin ist übrigens auch ein ganz lieber Kerl. Joschka rennt seit heute auch mit seinem eigenen Calendula-Lösung-Sprühfläschen rum.

Ich hab Dr.Roth Kimba gezeigt, weil ich der Meinung war, dass er Herzprobleme hat. Das EKG ergab eine massive Herzvergrösserung.

7 neue Hunde kamen an, alle plus der von gestern wurden geimpft. Einer wollte nicht, echt nicht und hat ein Geschrei gemacht. Auch nach dem Impfen musste er noch etwas schimpfen, ein junger, hübscher, zotteliger Rüde.

Schmetterling sah heute schon besser aus. Ich holte sie aus ihrem Zwinger und trug sie auf dem Arm durch die Zonen (sie ist ja noch ängstlich beim direkten Kontakt). Auf dem Weg zur Praxis zeigte ich Dr. Roth verschiedene Hunde (Kimba, Moano, etc) und erklärte kurz die Probleme. Moano frisst zum Beispiel seit 3 Tagen schlecht, nun hat er oberdrauf Nahrungskarenz und Knochenverbot. Und mein Schmetterling saß die ganze Zeit ganz brav auf meinem Arm. Das ist auch ein ganz liebes Hundchen.

Neues aus Pupis-Paradise: Nachdem sich ja Augustin von dem Schrecken Melek erholt hatte prüft er nun erstmals seine Durchsetzungskraft. Hugo und Kitts sind ja beide recht willesstark und Augustin zieht jetzt mit und da raucht es halt auch ab und zu. Nichts dramatisches, nur viel Krach. Charlottchen war ja eh immer etwas schlank, doch gestern fand ich es doch bedenklich. Ich gab ihr ein Extraschälchen Futter, das sie so mau gefressen hatte. Heute morgen war dann Schicht im Schacht, egal was ich ihr anschleppte, sie wollte es nicht. Ich setzte sie separat und behielt sie im Auge. Später dann hat sie leidlich den extra für sie gekochen Kartoffelbrei gefressen, das hatte sonst immer bei ihr funktioniert. Ich nahm sie mehrmals raus und liess sie auf der Wiese springen, sie war fit, munter, fiedel ... hmmm... Dr. Roth meinte, dass es stressbedingt wäre und er hatte recht. Ich setzte sie zu den ganz kleinen und es dauerte nicht lang und sie spielte mit ihnen. Als ich die ganze Bande fütterte sah ich eine zufriedene Charlotte mit einem dick vollgefressenen Bauch.

Ich hab das Haus heute wieder Haus sein lassen und hab mich an Kimbas Zwinger gemacht, denn er muss ja noch eingezäunt werden. Erwin kam mehrfach anmarschiert um den einen oder anderen Tipp zu geben. Erwin hat derweil mit dem Bau des Junghundgeheges angefangen – hüpffreufreu Hab ich schon mal erwähnt, wie sehr ich Erwin schätze?

Heute haben wir Pia, Hummelchen, Schneeglöckchen und Dina aus dem kleinen Zwinger in Zone 2 befreit und zusammen mit Catalinko und Xaver in die Zone 4 gebracht. Endlich Platz zum rennen. Catalinko und Xaver wurden kurzfristig in einer der Quarantäneboxen untergebracht. Xaver hatte Stress mit seinen Zwingerkollegen, Catalinko war zur Beobachtung weil er nach der Kastration Probleme mit der Wunde hatte. Jetzt ist also ein Zwinger der Quarantäne wieder frei.

Ich möchte nochmal auf die Welpenstation und das geplante Junghundgehege eingehen. In der Welpenstation sind 2 verschiedene Arten von Boxen (Zwinger). Für die kleinen Welpen hat es entsprechend 2 kleine Boxen. An einer dieser Boxen ist der Welpenauslauf angeschlossen. Morgens setze ich alle in den Auslauf und mach die Türe zu der einen Box auf. Es hat genug Platz in den Hütten und auch im Auslauf hat es einen Hundekorb, eine Kuschelhöhle und eine kleine Transportbox als Unterschlupf, Liegeplatz, etc. Dann hat es 2 große Boxen für die eben schon größeren Welpen. Daran soll auch noch ein Auslauf kommen. Die 2 Boxen sind miteinander verbunden. Man braucht morgens nur die Türen aufmachen und den Hunden stehen 2 Boxen plus Auslauf frei zur Verfügung.

Wenn diese Welpen dann größer werden sollen sie in das Junghundfreigehege. 4 Boxen wie schon erklärt komplett zu öffnen und bei Bedarf ist jede Ecke separierbar. Die Hunde können den ganzen Tag mit jedem Hund zusammensein, haben dennoch genug Rückzugsmöglichkeiten. Warum das so wichtig ist kann man schnell an Mira und Melek erklären. Die beiden sind mit Mausi und Mäuschen über mehrere Wochen alleine gewesen. Mausi haben sie zusammengefaltet bis ich sie raussetzen musste. Die Welpenstation gab es halt noch nicht. Diese eine alte Welpenbox wird übrigens nun für Neuankömmlinge genutzt bis sie entwurmt und dann geimpft sind. Mira und Melek sind ein starkes Team und haben jetzt Schwierigkeiten mit den anderen in einem vernünftigem Mass umzugehen. Sie sind zu grob und können nicht angemessen spielen, wodurch es immer wieder zu Krach kam. Es ist jetzt eine schwierige Phase, sie müssen es lernen, aber es bedarf einfach der Überwachung, damit die anderen nicht in Stress geraten. In der großen Welpengruppe kommt es natürlich auch mal zu Rangeleien, das ist ja normal, aber sie arrangieren sich und können sich auch mal einfach aus dem Weg gehen. Ein weiterer absoluter Pluspunkt ist, dass ängstliche Welpen in der Gruppe ganz von alleine ihre Scheu abbauen und auf den Mensch zugehen, sie schauen es sich bei den anderen ab, kommen in der Gruppe angelaufen und nicht wie vorher sich in irgendeiner Ecke zu verstecken. Den Platz zu haben auch gehen zu können scheint mir sowieso der Schlüssel zu sein.

Ich hoffe natürlich, dass die ganzen Junghunde dann auch garnicht weiter im Tierheim integriert werden müssen, sondern dann ausreisen dürfen.

Da ich immer noch Kisten auspacke entdecke ich immer wieder ein liebes Päckchen mit Schokolade und Kaffee, andere Dinge und ein paar nette Zeilen. Ein ganz dickes Dankeschön an alle, ihr macht mir große Freude damit!!!
04.06.09 4.Juni: Heute stand Andras mit einem mir fremdem Mann plötzlich im Haus. Das kam schon öfter vor, dieser Herr sollte wohl die Möglichkeiten einer Heizung prüfen und schaute in jeden Raum. Ich hatte gerade Wäsche zum Waschen die Treppe runtergeworfen, im Bad hingen frisch gewaschene Unterhosen, oben herrschte komplettes Chaos, da immer noch Kartons etc vom Transport rumstanden usw. Daraufhin hatte ich alle Pläne für den Tag über den Haufen geworfen und mal angefangen aufzuräumen. Ich bin natürlich nicht fertig geworden, aber es ist jetzt schon deutlich besser.

Später am Tag zeigte mir Joschka die Marlene, eine Hündin aus Gheorgheni. Ihr Gesichtchen war ganz geschwollen. Ich beugte mich gerade in die Hütte, als Joschka mich warnte – harapós (bissig), mit gewohntem Ausgang. Das Mädchen liess sich problemlos untersuchen, es schien mir eine Zahngeschichte zu sein. Als Dr. Roth nach meinem Anruf kam und sie untersuchte zeigte sich, dass sie Fieber hatte und ausserdem aus der Scheide blutete. Sie hatte neben dem vereiterten Zahn also noch ein viel schwerwiegenderes Problem. Joschka hatte Marlene doch tatsächlich vorsichtig auf den Arm genommen und zur Praxis getragen. Kaum war Dr.Roth weg kam Joschka mit dem nächsten Fall daher. Dawin und Fiedler haben sich durch die Bretter gearbeitet und Dawin hat sich dabei schwer an der Lefze verletzt. Alles geschwollen und zerfranst.

Schmetterling wurde von Dr.Roth behandelt, sie sah ein klitzekleines bisschen besser aus.

1 neuer Hund kam an.

Erwin hat jetzt einen kompletten Plan erstellt. Die Boxen von Boris und Co sowie von Familie Boba will er komplett neu aufbauen. Er hat ja recht, das was da steht ist einfach nix, das sind die Welpenboxen von denen ich mal erzählt hab, wo sie Brett um Brett höher gemacht haben und sich 5 ausgewachsene Hunde 1 Hütte teilen. Und sie kommen jetzt in ein Alter, wo es halt inzwischen immer wieder Krach, weil es viel zu eng ist.
Daran angeschlossen kommt das Junghundgehege. Es ist ein Rechteck von 7 auf 10 Meter aufgeteilt in 4 gleichgroße Bereiche. Es gibt einen Eingang und die 4 Bereiche können komplett aufgemacht werden, sodass sie den ganzen Tag überall hinlaufen können und wenn es mal Probleme gibt kann man eine Ecke zumachen und hat dann immernoch eine vollständige Box. Das Ganze wird komplett überdacht. Nun ja, ihr könnt es euch denken, es wird teuer. Dafür ist es aber solide Arbeit, die auch lange hält und sauber ist. Er hat alles mitgeplant, auch den Wasserablauf vom Dach etc. Im Prinzip ist somit auch der Ausbau der Zone 3 im vollen Gange.

Kostenpunkt inklusive Gehalt für Erwin: 1400 Euro.

Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn ihr dafür eine Spende übrig hättet. Ich sag schonmal ganz herzlich Dankeschön!
03.06.09 3.Juni: Schmetterling ist krank. Sie hat Husten und Schnupfen. Ich hab sie mit allem Kram versorgt, der bei Erkältung gut ist. Schmetterling ist noch etwas scheu, aber als ich heute Abend dann wieder mit leckerem Futter dastand fand sie es schon nicht mehr sooo gruselig. Lorena fand das oberklasse, sie überwindet sich ganz schnell und will natürlich auch die Vitaminbombe haben.

Eva war heute glücklich als sie den Welpenauslauf gesehen hatte. Die Bande ist aber auch echt lustig anzusehen. Als ich sie dann vorhin alle in ihre Nachtquartiere getragen habe fanden sie das garnicht gut.

Erwin kam heute auf einen Sprung vorbei um sich die Notizen für das Junghundgehege zu holen. In seinen guten Kleidern stand er dann plötzlich neben mir, als ich gerade dabei war für Kimba seine Hütte und Terasse zu zimmern. Das konnte er wohl fast nicht mit ansehen und half mir kurz und versorgte mich mit Ratschlägen nachdem ich sein Angebot er würde das morgen machen ablehnte. Erwin hat ja so schon so viel zu tun. Auf dem Rückweg versuchte er den ersten Pfotenabdruck auf seinen sauberen Sachen noch abzuwehren, beim 2. Pfotenabdruck hat er gelacht und dann die Hunde der Reihe nach durchgeknuddelt. Das ist einer der vielen Gründe, warum ich Erwin so mag. Nicht nur, dass er tolle Arbeit leistet, nein, er passt hier so toll rein. Er mag die Hunde und die Hunde mögen ihn.

Kenan macht sich gerade dauernd selbständig, er quetscht sich durch die Lücke in der Türe seines Zwingers. Dann sitzt er mitten auf der Wiese und wufft rum. Es reicht einfach auf ihn zuzugehen und ein zurück zu sagen und schon verschwindet er wieder in seinem Zwinger.

Wir haben uns überlegt neben Kimba dann den Streit zu setzen. Komisch, ich war heute den ganzen Tag draussen beschäftigt, mir will aber nichts einfallen, was ich noch berichten könnte. Der Platz für Kimba wird aber so richtig schön. Die Hütte ist toll groß, das Dach mit Folie bezogen, ne kleine Terasse vorne dran. Japp, damit bin ich echt zufrieden. Jetzt muss das Ganze nur noch eingezäunt werden.
02.06.09 02.06.09: Geschichten aus der Welpenstation. Erwin kam heute wieder und sah mein improvisiertes Welpengärtchen. Ruckzuck hat er da was Vernünftiges daraus gemacht und jetzt gibt es jeden Tag Welpenauslauf, fest gebaut und ausbruchsicher.

Ajándék und Fellino bekamen heute von mir eine Lektion in Sachen Fressen ist für alle da. Meine Herrn, die können vielleicht Theater machen. Heute Abend waren sie gezwungen aus einem Napf zu fressen. Sah schon lustig aus, wie sie dann jeweils den Hintern in die Flanke des anderen stemmten und brabbelnd dann gefuttert haben. Zur Belohnung gabs Nachschlag.

Augustin hat sich vollständig erholt. Er hat doch echt ein Problem mit Melek gehabt. Das ist ein sehr sensibles Kerlchen. Auch Ayala bewegt sich wieder freier und mutiger, seit ich neu gewürfelt habe. Erwin kommt am Donnerstag wieder und baut den größeren dann auch einen Zaun, damit sie Auslauf haben. Über eine Spende für Maschendraht würde ich mich sehr freuen.

Jolly geht es mit den Tabletten ganz gut, sie kann aufstehen und rumlaufen. Sie scheint momentan keine Schmerzen zu haben. Ich weiss nicht, ob ich es erzählt habe, sie hat auf beiden Seiten Hüftprobleme und darf bei der nächsten Fahrt zu anja in Pflege gehen.

Gestern kam ein Sack Welpen an. Ich weiss nicht wie und woher, aber plötzlich stand Istvan mit einem schreienden Sack da und als er reinschaute sprang der erste gleich kreischend davon. 3 dicke Welpen, natürlich wieder einer süßer als der andere. Sie waren völlig verängstigt. Heute war eine schon wieder ganz gut drauf, die anderen beiden schreien noch wenn man sie anfasst, aber das ist schon nicht mehr so ernst gemeint, sie beruhigen sich relativ schnell. Morgen dürfen sie dann zu den anderen Scheisserchen in den Auslauf.

Heute kam Loredana mit ihrer Cousine und wir haben den Zwinger von Kimba umgeräumt. Wir wollen mit 4 Hunden den Zwinger tauschen. Das ist so ein kleiner Zwinger und Kimba ist allein in einem großen Zwinger. Kimba ist leider viel zu dick, sehr viel zu dick, er sollte dringend abnehmen. Er kann sich deshalb schlecht bewegen. Ich bringe es nicht übers Herz den Kimba in den so kleinen Zwinger zu stecken, zumal da auch noch Stufen sind und lärmende Hunde und hach.. Ich fühl mich damit nicht gut. Und Kimba ist ganz unglücklich mit dem Umbau, er kommt damit nicht zurecht, weil das natürlich jetzt für einen anderen Schlag Hunde gebaut ist. Lange Rede kurzer Sinn, ich hab beschlossen ihm ein ruhiges Plätzchen zu bauen, da hinten wo jetzt Charlie ist. Ich bräuchte halt Maschendraht und Holz. Kimba ist übrigens wenn er einen kennt doch ein ganz lieber Kerl.

Charlie geht es übrigens wieder gut. Wir hatten ihn separiert, damit er Ruhe hat. Er hat sich ja auch kein Stück mit Dallas verstanden. Nun hat er wieder etwas zugenommen und macht einen munteren Eindruck. Das Gras um Charlies Platz war sehr hoch und so hatte er zusätzlichen Schutz. Da es ihm ja besser geht hab ich mir heute die kleine Sense geschnappt und ihm Sicht verschafft. Mit der großen Sense kann ich noch nicht umgehen. Ende vom Lied, das Gras ist ab mit samt den Brennesseln und meine Hände kribbeln wieder.

Die Datenbank hab ich heute auch wieder fleissig gefüttert. Das sind nicht alles neue Hunde, sie sind zum Teil schon lange da, aber nur noch nicht von uns erfasst worden.
01.06.09 1.Juni: Gestern hat es viel geregnet und in der Zeit hab ich wieder die Datenbank gefüttert und mich im Forum rumgetrieben.

Als es aufhörte zu regnen hab ich den Welpen einen Auslauf gebastelt. Die hatten jede Menge Spass. Heute hab ich das gleich nochmal gemacht und auch einen kleinen Wiesenausflug, immer 2 Welpen, damit ich sie schnell genug einsammeln kann falls die Freilaufhunde kommen. So und damit hab ich schon wieder einen Bauwunsch, nämlich einen Freilauf rund um die Welpenstation.

Unter den Hunden geht gerade eine Erkältung rum. Denen, die eine arge Rotznase haben hab ich Medikamente gegeben und ein bisschen Vitamine in Form von Algen. Die Pfleger gucken immer schon mit was für Wässerchen, Sälbchen, etc ich um die Ecke komme. Grünes Futter (wegen der Algen) fanden sie besonders spannend. Die Hunde habens natürlich nur so in sich reingeschlungen, was aber eher daran lag, dass es gematschtes Nassfutter mit Kartoffelbrei war.

Es gibt zur Zeit auch viel zu organisieren, da in den nächten 2 Wochen die Kastrationsaktion beginnen soll.
30.05.09 30.Mai: Hier wird Pfingsten groß gefeiert und es kommen laut Andras 300000 Menschen hier her, laut Eva sogar 500000. Nööö, keine Null zuviel. Wie auch immer, die Strassen sind verstopft und in alle Himmelsrichtungen kann man Menschen und Autoschlangen sehen. Da es heute sowieso dauernd regnet bin ich ins Haus geflüchtet.

Oldie habe ich das große Hundebett in die Küche gestellt, weil das für ihn einfacher ist als der Korb. Seitdem verlässt er die Küche nur noch zum Pieseln. Gyosike liegt neben ihm im Korb. Ist schon schön, so umgeben von vielen Hunden.

Nun ja, ich hab morgens ne flotte Runde gedreht und saß dann lange am PC als mich der Kindergarten ans Fenster lockte, es war ein großes Geschrei. Nico schaute dauernd seine Hütte an und ich ahnte es schon... Ayala konnte ja schon damals da rausklettern. Sie saß in Nicos Hütte, kam heraus und Nico war so süß und so vorsichtig mit ihr als sie ihn zum Spielen aufforderte. Ich sammelte Ayala ein und wollte nach Augustin sehen, aber er war nicht da. Ich schaute in die Welpenstation und da sass er drin, wie und warum auch immer...

Ich musste die Welpenstation neu würfeln, denn in der alten Box von Ayala und Augustin war inzwischen Jessy eingezogen, weil die Hundis nun mal immer größer werden usw. Ich glaub, jetzt funktioniert es ganz gut.

Es regnet immer noch, sie pilgern immer noch und ich drehe gleich eine flotte Abendrunde. Ich glaub für heute gibt es nichts weiter zu berichten. Ach doch, falls ich es noch nicht erwähnt habe. Joschka ist inzwischen ein großer Fan von Calendulasalbe, düst damit in der Gegend rum und schmiert sie auf jede Hautveränderung, die er findet. En megsinalom - ich mache das - fragt mich nicht nach der Schreibweise.

Es hat einen neuen Pfleger seit ca. 3 Wochen. Einer wurde entlassen weil er wohl gestohlen hat... Der Neue, das ist echt ne Type, er spricht nur sehr wenig und stapft seine Bahnen. Dabei ist es ihm Wurst, was da gerade auf ihn zugeschossen kommt. Heute kam er einfach ans Haus und rief nach mir. Von hinten kam Gyosike angeprescht, von oben kamen 5 Hunde auf ihn zugestürzt (wer meine Hunde kennt, weiss was das bedeutet) und er stand höflich nickend im Türrahmen und sagte Maccaroni. Entweder ist er absolut furchtlos oder eben sehr mutig.
29.05.09 29.Mai: Wir haben heute einige Hunde umgesetzt, damit die Boxen besser ausgenutzt werden. Ahmad, Amanda und Co sind in die Zone 4 gezogen, wo sie deutlich mehr Platz haben.

Mimmi ist mit ihrer Kette rumgelaufen und liess sich brav daran zurück führen. An der Leine zu laufen wird vermutlich für sie kein Problem sein.

Das Wetter ist leider sehr schlecht, es regnet die ganze Zeit. Mich fröstelt es ein wenig. Oldie findet jetzt den Weg rein ins Haus und in einen Korb, das ist schön.

Die Pfleger sind gerade sehr aufmerksam, ich glaub sie freuen sich, dass jemand sich um die Hunde sorgt. Morgen schaut Eva nach, was ein Wasserschlauch kosten würde. Ich hoffe, es ist nicht so teuer.

In der Welpenstation hab ich das Problem, dass die Hunde sich dauernd durchgraben. Ayala und Augustin hat es überhaupt nicht dort gefallen. Augustin machte heute Abend einen sehr kümmerlichen Eindruck und wollte nicht fressen. Wir haben die beiden in eine andere Welpenbox gesetzt um zu sehen, ob mit ihm alles o.k. ist. Wenn er sich wieder wohl fühlt, dann dürfen die beiden halt zurück in ihre alte Box. Charlotte ging es heute wieder gut.
28.05.09 28.Mai: Nanu, schon wieder 2 Tage nichts geschrieben. Das ist mein erster direkter Tagebucheintrag, ich hab ja jetzt Internet im Tierheim. Das ist hier recht billig. Wenn man die bisherigen Telefonkosten von uns und meiner Familie zusammen nimmt könnten wir vermutlich halb Ciuc mit Internet versorgen.

Momentan mach ich viel am PC, die ganzen Daten und all die Hunde, die noch nicht auf der Website waren müssen eingetragen werden. Um auch gleich schöne Seiten für die Hunde zu haben bin ich mit Loredana los und wir haben ein Fotoshooting mit ein paar Hunden gemacht. Blondie und Mäuschen fanden das unheimlich, der Rest hat jede Menge Spass dabei.

Die Welpenstation ist jetzt fertig und Erwin hat noch ein paar Reparaturarbeiten gemacht.

Da wir dringend einen Platz für die Mütter mit ihren Welpen brauchen verhandeln wir gerade eine Mutter-Kindstation mit 6 Plätzen zu bauen. Wenn dann keine Mütter mit Welpen da sind werden die Plätze für Hunde verwendet, die sich zum Beispiel verletzt haben, nach OP betreut werden müssen, etc.

Gestern haben die Männer die schlechten Hütten der Kettenhunde in Zone 3 gegen die besseren aus der Zone 2 ausgetauscht. Das bedeutet, dass es in Zone 2 nur noch 2 Kettenhundplätze gibt. Einen Notfallplatz, wenn man gerade nicht weiss wohin mit dem großen, neuen Hund und Otto. Otto ging es heute nicht gut, das Wetter macht ihm vermutlich zu schaffen.

Gestern kam wieder ein kleiner Welpe an. Vorgestern starb die kleine Rosi.

Ich hab mit Joschka heute Abend ein paar Hunde begutachtet, die uns krank erscheinen. Ich hatte Nassfutterschälchen mitgenommen, um zu sehen, ob sie Appetit haben. Es war wie so oft in der letzten Zeit, er sagte wieder - harap, harap - und wollte mich vor einem beissenden Hund warnen. Ich hab hier bisher wenig Hunde getroffen, die wirklich bissig waren. So wars auch diesmal, der Freund hatte Hunger und nur Interesse daran sich das Futter zu holen.

Ich muss meine Pläne Angsthunde in die Zone 3 zu holen leider etwas verschieben, da aktuell erstmal was gegen den Räudebefall unternommen werden muss und deshalb im Tierheim viel umgesetzt wird. Es ist wie es ist, wenn ich jetzt bei dem ganzen noch mit meinen Angsthunden ankomme sind sie überfordert.

Jessy hab ich dem Tierarzt gezeigt, weil mir ihre Augen nicht gefallen. Sie hat eingerollte Lider, was operativ korrigiert werden muss.

Ich ahne, dass mein Charlottchen krank ist, sie ist so still...
25.05.09 25.Mai: Ich geh die Tage nun etwas langsamer an, sonst geht mir irgendwann die Puste aus. Ich hab heute den Kindergarten neu durchgewürfelt. Vor 3 Tagen kamen 6 neue Welpen an, die in die erste der beiden kleineren Boxen der Welpensation durften. Die 2. ist noch nicht fertig. Ich hab die kleine Zaubermaus und Ajándék (der Welpe, der Richtung Strasse rannte) dazugesetzt, weil sie für das Pupsgehege am Haus zu groß bzw zu klettertalentiert sind. Rudi ist heute gestorben und ich fürchte sein Schwesterlein wird ihm folgen.

Ich hab Leni mit Dunja und Scottie zusammengesetzt und somit war die 2. Seite in der Welpenstation frei. Darin kamen Mira, Melek und Mäuschen, sowie Augustin und Ayala. Das ist echt ne nette Truppe. Mausi musste ich gestern schon in die erste Seite setzen, weil sie bei den anderen den kürzeren zog und schon recht schlank geworden ist. Sie hat dort deutlich mehr Spass und spielt ausgelassen mit den anderen. Ist schon erstaunlich, dass das viel kleinere Mäuschen sich besser durchsetzen kann. Morgen mach ich Bilder von dem ganzen Verein. Ich hab schon vor ein paar Tagen Bilder gemacht, die ich noch bearbeiten muss.

Dizzy ist auch recht schlank geworden und ich hab mir das heute kurz nach dem Füttern angeguckt (hatte es zu spät gesehen, dass Joschka Sinka füttert). Er schleckte die letzten Krümel auf und war sichtlich hungrig. Ich zeigte Joschka den schlanken Dizzy und er dachte wohl ich will ihm sagen, dass er mehr füttern soll. Er schwenkte den großen Eimer vor mir und zeigte, dass er sooo viel Futter gegeben hat. Ich grinst nur und zeigte auf Dizzys Zwingerkollegen. Die beiden entsprechen der Fütterung eines ganzen Eimers, der auch für 5 Hunde locker reichen würde. Für Dizzy suchen wir also aktuell einen besseren Platz.

Mirva hat leider nur leidlich gefressen, sie wird morgen dem Tierarzt vorgestellt. Ich war beim Füttern und auch nach dem Füttern da. Futter grad genug, aber sie frisst nicht.

Es ist ganz komisch, mir geht es zumindest so. Wenn man die Hunde in Zone 4 anguckt glaubt man lauter große Hunde zu sehen. Setzt man sie um, so wie Mirva, sehen sie plötzlich viel kleiner aus. Randbemerkung, nicht wirklich wichtig.

Jessy geb ich jetzt Augentropfen. Sie hat immer so nasse Augen, nix dramatisches, auch nichts entzündlich oder so, aber immer sind die Augenränder feucht.

Ich hab schon wieder neue Pläne. Ich möchte neben der Welpenstation eine „Mutter-Kind- bzw. Krankenstation. Ich muss das mal besprechen und mir anhören, wie teuer das wäre. Es sollen 6 Einzelboxen sein. Dann könnte man verletzte Hunde bzw behandlungsbedürftige Hunde für kurze Zeit in Praxisnähe unterbringen. Und es wäre Platz für Mütter mit Welpen, damit die raus aus dem Stress im Tierheim kommen. Sie werden zwar einzeln gesetzt, aber es sind halt Boxen zwischen anderen. Oder die kleinen Boxen 37 a-c, die für den Anfang zwar was taugen, aber wenn die Welpen anfangen rumzulaufen wird es halt echt eng. Gleichzeitig hatte ich mir überlegt ein Junghundfreilaufgehege zu machen. Dann wären die Boxen, wo sie jetzt drin sind frei. Wir planen und rechnen mal und dann trag ich es vor.

Bei Vela, Sorella, Lenny und Diana scheint das mit dem Durchgang ganz gut zu funktionieren. Diana ist noch ganz durcheinander und kommt nur vorsichtig gucken. Vela findet das spitze, sie geht mit Diana auch echt vorsichtig um. Vela ist sowieso ne tolle Hündin, schade, dass sie immer übersehen wird. Sie ist zwar schon älter, aber sie macht einen guten Eindruck. Lenny ist von seiner neuen Begleitung eh ganz angetan, stellt die Öhrchen und tut so, als wäre er ein großer Mann.
24.05.09 24.Mai: Eine ganze Woche kam ich nicht dazu was zu schreiben. Kaum hab ich Internet bin ich wieder im Stress. Die Woche war sehr anstrengend und fing glaub damit an, dass morgens um 7:00 Uhr ein mords Krach war. Ich ging runter und sah Boba und Bibo rumspringen, eingekesselt von Daddy und Co. Ich wollte sie gerade aus ihrer misslichen Situation befreien, als ein anderer Hund meine Aufmerksamkeit erregte ... vor dem Tor ... vor dem auch eine Pappschachtel stand. Ein kleiner Welpe rannte gerade Richtung Strasse, joohh jetzt krieg mal um die Uhrzeit die Augen so schnell auf und den Schlüssel aus der Tasche gezerrt und das Vorhängeschloss vom Tor auf – puh, ich kam noch rechtzeitig.

Die nächste Überraschung bereitete mir Eva, die geschniegelt und gebügelt mit einem Fernsehteam anrückte während ich ungewaschen und ungekämmt in meinen Klamotten vom Vortag gerade meine Morgenrunde beendete. Da kam Freude auf... ich bat mir aus mir wenigstens die Zähne putzen zu dürfen, bevor ich ein Interview gebe. Im nachhinein bin ich froh, dass das so war, damit hab ich mir Lampenfieber und eine schlaflose Nacht gespart. Das Fernsehteam war fast den gnazen Tag da und hat so viel gefilmt. Die waren vom TVR, das ist sowas wie der 1. Sender hier. Ich hab natürlich mit der Welpenstation angegeben wie verrückt.

Puh was war denn alles diese Woche? Wir waren im Zwinger von Jacqueline um neue Hunde zu impfen. Plötzlich führte sich Chef auf wie verrückt und Dr. Roth sah ihm zu. Er meinte nur, der hat ein Wirbelsäulen-Problem. Die Röntgenaufnahmen am nächsten Tag ergaben eine Geschwulst an der Wirbelsäule. Chef soll diese Woche operiert werden. Kein Wunder war er immer so gereizt.

Die Ankunft der neuen Hunde: Man zerrte sie an einem Strick ins Tierheim und so dann auch in ihre Box, weil sie natürlich nicht mehr anzufassen waren (Getöse und Gebell von beiden Seiten). Dann standen wir mit den beiden in der Box und der Strick muss ja vom Hals. Joschka ging seine Handschuhe holen und währenddessen beruhigten sich die beiden ein wenig. Ich konnte vorsichtig den Knoten am Strick jeweils auffummeln und sah einen erstaunten und strahlenden Joschka. Ich weiss nicht, wie er das mit seinen viel zu großen Handschuhen hätte machen wollen.

Jason und Israel haben wir getrennt und zwar haben wir mit Guyana und Fine gemischt (beide kastriert) was echt gut war, weil bei Guyana und Fine es auch immer ein wenig knisterte. Jetzt ist alles entspannt.

Mirva gefällt mir immer weniger, der Hund wird immer weniger. Deshalb ist sie jetzt in einem Futter – Plus – Zwinger. Das mit dem Futter – Plus – ist hier so eine Sache. Es bringt die Pfleger völlig aus dem Konzept, wenn man einen Zwinger, der halt irgendwo im Tierheim ist zum Futter – Plus erklärt. Man muss die Hunde echt umsetzen in die Zwinger, bei denen wir das eingeführt haben. Allerdings muss man das dann auch im Augen behalten und einen Hund dann auch wieder raussetzen. Das hatte ich noch nicht so raus und der abgemagerte Victor ist jetzt eine dicke Wurst.

Irgendwann die Woche habe ich Julia gerettet, sie ist ein junges Ding, das einfach auch nicht zurückstecken kann. In 2 Zwingern wurde sie vermöbelt mit dem Resultat, dass sie eine tiefe Wunde im Nacken hat. Nun sitzt sie bei Dejanto und Flitz und endlich ist auch dieses Mädel gut untergebracht.

Jolly geht es nicht gut, sie hat schwere HD beidseits. Ich muss sie anders unterbringen, ich weiss nur noch nicht wie.

Wir haben wieder ein massives Problem mit Räude, dass nun angegangen werden muss. Der Transporter mit Guido und seinem Kollegen Stefan war da und Claudi und Christian brachten das BP-Mobil. Das war wie Weihnachten, lauter gute Gaben kam hervor. Ein ganz dickes Dankeschön an alle. Ich muss noch richtig auspacken, dazu kam ich noch gar nicht.

Hallo Guido und Stefan, falls ihr hier lest, es war so schön euch hier zu haben, ich hoffe, ihr kommt mal wieder. Danke für alles!

Mit Joschka hatte ich die Woche ein paar kleinere Reparaturarbeiten durchgeführt und Christian hat der Notfallbox in Zone 1 eine neue Tür verpasst. Claudia und Christian sind den ganzen Samstag noch hier gewesen was mir natürlich sehr gut getan hatte. Wir haben noch einen Durchgang bei 2 Boxen gemacht, als Test sozusagen. In Zone 2 sind die Boxen wirklich klein und ich hätte das gerne bei mehreren Boxen so.

Ich möchte jetzt versuchen, die ersten Angsthunde in die Zone 3 zu holen. In Zone 1 haben wir 2 Boxen geleert um dort neue Hunde unterbringen zu können.

Piet haben wir schweren Herzens eingeschläfert. Er hatte manchmal kurze Phasen wo es ihm besser ging. Aber meistens ging es ihm schlecht, er kam einfach nicht zu Kräften.
17.05.09 Sonntag, 17.Mai und ich hab wieder bis um 8:00 Uhr geschlafen. Der Tag fing damit an, dass Joschka mir einen ca. 4 Wochen alten Welpen in die Hand drückte. Ich steckte ihn zu den anderen ganz kleinen, die übrigens Rosi und Rudi heißen.

Dann ging es weiter damit, dass ich am Praxisfenster die Sonja rumspringen sah. Sonja wurde gestern in die Praxis gebracht, weil ihre Kastrationsnaht aufgegangen ist. Weil sie einen großen Schnitt hat sollte sie zur Beobachtung in der Praxis bleiben. Ich hab sie noch 1 mal in die Gitterbox zurückgesteckt und sie dann ins Bad gesperrt. Sie schafft es wirklich die Gitterboxtür soweit aufzuhebeln, dass sie sich durch einen Spalt zwängen kann. Nun gut, diese eine kleine Notfallbox in Zone 1 aufgeräumt und Sonja ist wieder raus aus der Praxis. Die Wunde versorge ich jetzt auch 2 mal täglich. Sonja ist eine weiße Labradorhündin und vielleicht so 4-5 Jahre alt. Sie ist aktiv, unternehmungslustig, freundlich und anhänglich, sehr klug und wie es scheint ist sie zudem schmerzresistent.

Dann nach meiner Wund- und Medikamententour bin ich über Scottie hergefallen und hab wieder lange an ihm rumgeschnippelt. Langsam kommen wir ans Ziel. Das Problem bei Scottie ist, dass er so dünn ist und man echt aufpassen muss wo man schneidet. Hebt man das Fell an, dann auch gleich die Haut. Dunja fand das doof, dass ich mich mehr um Scottie kümmerte und musste dauernd ihre Nase dazwischen halten.

Terk hat sich heute ganz unfein benommen. Jacqueline hat ihr Beinchen aus ihrem Zwinger durch das Gitter gehalten und Terk hat zugepackt und gezogen. Als Joschka von der einen Seite und ich von der anderen Seite angefegt kamen ließ er los. Jacqueline hat eine Verletzung an der Pfote, eine Hautabschürfung und vermutlich ne ordentliche Zerrung. Sie ließ sich ganz brav von Joschka und mir untersuchen und ich hab ihr ein Schmerzmittel gegeben.

Heute Abend kam Joschka mit dem Wort Problem zu mir. Israel ist recht demoliert, es war also doch Jason. Da es schon spät war haben wir uns eine Lösung für morgen früh überlegt, da die beiden wieder Ruhe gaben. Da Sunnyboy zu Nino und Tabea gesetzt wurde sitzen Rocco und Luna allein. Pimboli und Catalinko auch. Jetzt wollen wir morgen früh umsetzen und Jason und Israel trennen. Als wir dies diskutierten standen wir vor Pimbolis und Catalinkos Zwinger. Catalinko war in der Hütte und kam nicht raus. Da sind wir rein und der kleine Mann kam dann doch rausgelaufen. Ich war schon erleichtert als Joschka plötzlich zu mir sagte „Problem“. Näääg ... Catalinko wurde ja kastriert ... und alles ist dick und blau – seufz Nun ja, ich werde morgen früh wohl gleich eine Rüdenwundkontrollrunde laufen, ich hatte eigentlich gehofft, dass das nicht nötig sein würde. Satz mit x, war wohl nix – Haarerauf

Joschkas erste Idee war übrigens Jason an die Kette zu tun. Die Suche nach einer Alternative fand er aber auch gut und willigte schnell ein. Samira, eine Hündin aus Gheorgheni, war bisher der letzte Hund, der an die Kette kam ohne wirklichen Grund oder Alternativlösungssuche. Ich war noch nicht lange da und ich hatte es auch gar nicht mitbekommen. Mein Staupe-Piet ist was anderes, er hat eine Hütte weit ab vom Rest hingestellt bekommen. Dort hat er seine Ruhe, dort kann ich ihn betüddeln und versorgen. Gestern kamen übrigens 4 neue Hunde an.

Mein ungarisch hat sich um folgende Wörter erweitert. Krank, groß, gestorben, die Zahlen 1, 2, 3 und 6, nicht (z.B. nicht schön), Plastikwelldach, Motorsäge, Zoll, Steuer, jetzt, morgen, werfen, Hund, Halsband, Trockenfutter und komm.

Ich habe beschlossen, dass es so nicht weitergehen kann. Ich muss mit Lord Freundschaft schließen und werfe ihm jetzt immer ein paar Krümel Trockenfutter zu. Der Freund lernt schnell. Er kommt nicht mehr fletschend angeflogen, sondern erwartungsvoll angelaufen (zumindest meistens).
16.05.09 16.Mai: Ich wollte heute das Haus aufräumen und putzen. Ich hatte mir das schon oft vorgenommen, aber nie geschafft, nur das Notwendigste. Ich hatte es sogar extra angekündigt, naja und als ich heute Abend mich umsah dachte ich „aber morgen mach ich es wirklich“.

Femke und Co sind heute umgezogen in den ersten fertigen Welpenzwinger. Der andere ist noch nicht ganz fertig und die kleinen Boxen fehlen auch noch – Montag... Da Jan noch keinen Platz hatte durfte er in den freien Zwinger. Hexe und Dunja haben sich heftig gezofft, Dunja ist etwas übellaunig und einfach berührungsempfindlich und Hexe lebhaft und fressneidisch. Bei Hexe ist das halt darauf zurück zu führen, dass sie in dem anderen Zwinger so furchtbar gemobbt wurde und nur noch ein Strich in der Landschaft war. Da hab ich Hexe zu Jan gesteckt. Jan kann es glaub gar nicht fassen, so viel Platz und Licht. Seine Schnute ist wieder etwas abgeschwollen, ich hab ihm was gegen Schmerzen gegeben und die Wunde mit Calendula gespült. Ich mag den Hund sehr, er hat was ich bisher weiß nicht viel Schönes erlebt. Das Fell rings um seinen Hals ist viel kürzer als der Rest. Er war erst zusammen mit Jonas, Sidney und Chef in einer der schmalen Boxen in Zone 2. Chef gerät schnell in Stress und dann haut er auf die anderen drauf und so konnte Jan nicht viel tun in seinem eh schon kleinen Zwinger. Dann wurde er zusammen mit Jonas umgesetzt und das funktionierte die letzten 2 Wochen ganz gut und plötzlich wurde er von Jonas so zerpflückt. Jan lässt sich echt sehr brav untersuchen und behandeln. Als ich später an ihm vorbei kam lag er genüsslich dösend in der Hütte. Er hat wie Hexe Futter - Plus nötig und das soll er jetzt auch bekommen. Die Batterie der Kamera war leider leer, ich wollte seine Wunde fotografieren.

Ich hatte ja leider keinen Platz in meiner Nähe und musste deshalb Leni in die Zone 2 zurückbringen. Da hat sie sich gleich in die Hütte verkrümelt. Jedesmal, wenn ich nach ihr gesehen hatte war sie darin versteckt und kam sofort angeflitzt, als ich sie gerufen hatte. Ich konnte einfach nicht anders, es ist ja nur noch eine Woche bis zum Transport. Verzeihung, wenn ich also die Welpenstation kurzzeitig missbrauche, ich hab Leni in den noch nicht ganz fertigen Zwinger gesetzt. Es fehlt nur das Dach und die Napfhalterung, die Hütten und alles andere ist ja fertig. Sollte es je regnen passiert ihr ja nichts. Joschka findet meine Napfhalterung klasse und auch meine „Wassereimertechnik“. Ich mach sie mit dem Bügel durch das Gitter fest und somit fliegt weder Wasser noch Futter durch die Gegend.

Ice wurde heute in die Praxis gebracht, weil er massive Ekzeme hat. Joschka brachte den gemütlich neben ihm herstapfenden Ice mit Halsband und Leine. Ich würd jetzt mal frech behaupten, der Junge ist leinenführig. Ice, Pamina und Nicoletta wurden gegen Flöhe behandelt.
15.05.09 15.Mai: Ich hab heut verschlafen und bin erst um 8:00 Uhr aufgewacht. Schnell runter in die Praxis, doch Leni hatte immer noch kein Kacka gemacht. Kurze Info – nach einer Darm-OP wäre das extrem wichtig. Ich hab sie in der Praxis rumspringen lassen und hab meine Tour gemacht. Dann kam Andras um die Ecke und sagte – „Victory – Kacka!“ Leni hat die Praxis geflutet und einen Haufen gemacht. Leni ist ein sehr reinliches Tier, sie hat ihre Gitterbox nie beschmutzt. Und wenn ein Tropfen Wundflüssigkeit aus der Wunde läuft kriegt sie voll die Krise und putzt sich ordentlich sauber. Das wird wohl auch der Grund sein, warum das bei ihr so massiv aufgegangen ist. Sie ist sehr goldig und anhänglich und man muss sie einfach lieb haben. Sie ist so durch und durch nett. Ich würde mich freuen, wenn sie einen Platz findet und im Mai mit darf.

Von den Welpen wurden natürlich wieder alle krank. Liberia hat nur einen Tag geschwächelt, dann war sie wieder fit. 2 Buben sind ganz schnell gestorben, 2 Mädels sind ihnen etwas später gefolgt. Meine Femke ging es sehr schlecht, aber sie hat es gepackt. Hugo ist nach wie vor nicht fit, aber ich hab das Gefühl, dass er es schaffen könnte. Liberia ist ein gestromter Collie-Kurzhaar-Dackel-Mix, wenn ihr wisst was ich damit meine. Kitts sieht einfach klasse aus, dick und plüschig sitzt er da, vor einer Woche war er ein Gerippe und dem Tod so nah.

Ich hab mich heute nochmal intensiv mit Box 2 und 3 beschäftigt. Ich hab sie hübsch gebürstet, gemessen und fotografiert. Nachdem ich wieder draußen war brauchte ich dringend eine Kaffeepause. Alles haben sie mir geklaut, die Bürsten, den Meterstab (ich konnte ihn gerade noch rechtzeitig vorm zerkauen bewahren) die Kamera, den Stift, den Block ... Es gibt ja keine Ablagemöglichkeit. Heute war also Partytime bei dem Junggemüse. Und dann messt mal so einen zappelnden Junghund, während der Rest genauso wenig still steht. Sie klettern dir die Beine rauf, hängen sich an den T-Shirtrand und wenn man sich bückt hat man sie sogar auf dem Kopf. Kreisch

Heute wurde klar, woran sich Jan die Schnute verletzt hat. Dr. Roth konnte eigentlich nicht viel tun für Jan und so brachten sie ihn zurück in seine Box. Heute Abend ist er wieder umgezogen, denn Jonas hat sich nochmal an Jan ausgelassen. Der Arme sieht echt übel aus.

Ich hatte heute morgen Piets Nase und Augen nicht ausgewaschen, weil er viel besser aussieht. Heute Abend dachte ich mir, ich lass es nochmal, damit man einen besseren Eindruck über 24 Stunden hat. Die Nase war fast frei, ein Augen zugeklebt, das andere nur verkrustet. Ich wollte gerade gehen als Piet mit den Pfoten die Augen rieb, fast als würde er sagen wollen „He, und was ist mit meinen Augen“. Dann hab ich sie doch gewaschen, aber es war echt viel besser als sonst. Bei Donna war die Wascherei bisher nicht nötig. Obwohl Piet viel besser aussieht und auch besser atmet liegt er fast den ganzen Tag und macht einen sehr schlappen und teilnahmslosen Eindruck.

Die Welpenstation soll morgen fertig werden, ich freue mich darauf. Ayala und Augustin werden mit Mira und Melek, Mausi und Mäuschen umziehen. Femke, Liberia, Hugo, Kitts und Charlotte beziehen die 2. Seite. Ich bin gespannt wie das wird. Loredana hat heute für mich bzw. die Welpenstation Näpfe und Trinkeimer organisiert. Mal sehen, ob Erwin noch eine Befestigung der Näpfe machen kann. Ich hab nochmal die Kuschelhöhle mit den neuesten Bewohnern fotografiert. Sie wurde bisher wirklich von allen Welpen sehr geliebt.

Heute waren es nochmal 5 Rüden, die kastriert wurden. Einer davon war Flitz und ich nutzte die Gelegenheit mich mit Dejanto zu beschäftigen. Ja, was soll ich sagen... mit Flitz und mit Zaun neugierig und zutraulich wirkend war von Dejanto nichts mehr zu sehen, als ich dann den Zwinger betrat. In die hinterste Ecke der Hütte hatte er sich verkrochen. Als ich den Deckel anhob und ihn streichelte ließ er es über sich ergehen. Er ist einer der Hunde, für die man einfach Zeit und Raum schaffen muss, denn er schaute mich ganz zaghaft an, versteckte aber sein Gesichtchen gleich wieder zwischen den Pfoten. Als ich den Zwinger verließ saß er schon wieder neugierig am Hütteneingang. Ich hab zwar Fotos von ihm gemacht, aber ein schwarzer Hund in einem dunklen Hütteneingang, da sieht man leider nicht viel. Vielleicht hat er die Möglichkeit auszureisen, wenn das nicht klappt, dann hol ich ihn mir nach vorne in Zone 3.

Ich hab nach Hüpfer und Püppi gesehen. Die 4 anderen haben anscheinend kein Problem, sogar Sternchen war draußen und schien sich wohl zu fühlen. Hüpfer war vor und Püppi auf der Hütte was ein Fortschritt ist, denn sonst sitzen sie hinter der Hütte.

Bei Thema hinter der Hütte sitzen, jetzt war Schluss mit lustig. Ich hab Maja diese Möglichkeit verbaut und nun ist sie viel mehr vorne mit am Zaun oder sitzt in einem Korb. Ich hatte gehofft, dass sie sich so entwickelt und sich nicht in eine der Hütten verkriecht. Ich hab auch neue Bilder von ihr gemacht.
14.05.09 14.Mai: Ich war heute ein wenig faul. Ich hab nur so mein Pflichtprogramm durchgezogen und sonst den Tag verbummelt. Ein großes Highlight war es dann mit Loredana beim Piizaservice anzurufen. Ich habe 2 ganze Pizzas verdrückt.

Piet sieht heute besser aus, auch die Wunde. Ich schnippel morgen nochmal am Fell rum, ich glaub jetzt kann man es langsam gefahrlos richtig freilegen. Es ist schon erstaunlich, was ein Hund alles ertragen kann. Donna hat zum Glück immer Appetit und reißt mir förmlich die Tabletten aus der Hand. Ich hasse es ja Hunden Tabletten geben zu müssen, aber offensichtlich stellen sich nur meine Hunde dabei so doof an.

Von Leni kein Kacka, deshalb Nahrungskarenz und Welpenmilch als Abführmaßnahme. Bitte Daumen drücken. Leni ist inzwischen nicht mehr alleine in der Praxis. Jan hat sich die Schnute verletzt, aber wie. Die ist ganz dick angeschwollen und nun muss er auf den Tierarzt warten. Warum ausgerechnet in der Praxis, da der Tierarzt ja erst morgen wieder kommt weiß ich nicht, aber lieber so rum als so wie mit Thelma. Ich verbuche es als einen Fortschritt. Ich hatte mir ja eh überlegt den Kindergarten nach der Fertigstellung der Welpenstation und dem Transport anders zu nutzen. Mal sehen, vielleicht mach ich die eine Reihe ja wirklich zur Krankenstation.

Ich hab heute mit Joschka über die Böden gesprochen, schließlich arbeitet er ja damit und ich wollte seine Meinung hören. Er findet Erde besser, ich ehrlich gesagt auch. Nachteile des Betonboden: Aufgrund der massiven Kälte und des weichen „arbeitenden“ Untergrundes bricht der Beton irgendwann auf oder senkt sich ab. Die Oberfläche wird uneben und dadurch bilden sich ordentliche Pfützen. Die Bereiche werden von den Hunden gemieden, sie können sie nicht nutzen. Die Pfützen sind zum Teil so groß, dass 1/3 Zwinger „unter Wasser steht“. Die Pfleger versuchen das Wasser raus zukehren und saugen den Rest mit Sägespäne auf. Den Sägespänenmatsch müssen sie dann irgendwann raus schaufeln, er verbindet sich ja nicht mit dem Untergrund. Zum Liegen ist der Beton zudem im Winter viel zu kalt. Die Schäden im Betonboden können die Pfleger nicht reparieren.
Im Vergleich der Erdboden. Statt Pfützen hat man nun eine Matschschicht, die die Hunde selbst aber anscheinend nicht so stört wie die Pfützen, sie nutzen trotzdem den ganzen Zwinger, ausgenommen frisch nach dem Regen, da bleiben sie noch eine Weile in den Hütten bis wohl das Gröbste versickert ist. Die Pfleger streuen die Zwinger dick mit Sägespäne aus, worauf der Zwinger gleich wieder recht ordentlich ist. Die Sägespäne können liegen bleiben, sie verbinden sich mit dem Untergrund zu einem festen Belag. Buddeln die Hunde mal ein Loch wird das einfach wieder aufgefüllt, Schäden sind also nicht bleibend. Im Winter ist der Boden auch deutlich besser für die Hunde wie der kalte Beton. Nun haben wir uns überlegt, dass man zusätzlich zu der Holzterrasse vor den Hütten kleine, erhöhte Liegeflächen aus Holz in die Zwinger baut, mit abgeschrägte Kanten um sie einfach sauber halten zu können.

Heute wurden 5 Rüden kastriert, das war auch ganz interessant. Diese unbekümmerte Art mit Hunden umzugehen hat mich heute echt wieder amüsiert. Boris wurde heute kastriert, er ist einer jener Hunde, die man als Welpe mal in Box 5 abgesetzt hat und heute hat er diese Box wohl das erste Mal verlassen. Mal eben an den Zaun binden und die Sedierung in den Po, aha. Ihr könnt es euch ja denken, den hab ich da nicht alleine sitzen lassen. Das Borislein saß völlig überfordert mit Halsband und Leine mit mir im Gras beim Haus bis die Sedierung wirkte. Dieses Wechselbad der Gefühle, in der einen Sekunde die nackte Angst, in der nächsten die plötzliche Erkenntnis, dass da ja Kacka von einem fremden Hund liegt, boah, gleich mal kräftig schnüffeln, dann wieder Angst, dann vollkommenes Erstaunen, als eine völlig desinteressierte Elli an ihm vorbei lief – ui ein fremder Hund - usw. Nach der OP wurde der doch recht große Boris zu der doch sehr kleinen Leni in die Gitterbox gelegt. Der Blick von Leni, die da vor dem „Berg“ Hund saß war einfach herrlich. Uhhha, Mama, mach das Ding da weg. Da musste sie leider durch, ich hatte keine Ahnung wohin mit ihr und nach etwas Eiteitei und Extrastreichlern war es auch nicht mehr schlimm. Als Boris aufwachte hat er mich doch glatt angewedelt und erstmalig ein Ganzkörperkrauli richtig genossen.

Dunja hatte übrigens immer so breiigen Durchfall. Ich hatte unter den Futtersäcken aus Deutschland auch Spezialfutter gefunden, welches für Lebererkrankungen. Das hab ich Dunja jetzt 3 Tage lang gegeben und der Durchfall ist so gut wie weg. Nur leider ist das halt so ein Probesack gewesen und jetzt ist er leer. Schade.
13.05.09 13.Mai: die 7 Welpen von Susanne leben alle noch, aber Susanne scheint nicht richtig fit zu sein. Ich weiß nicht, hab ich es erzählt, Susanne war die erste Hündin, bei der ich mir dachte, dass sie komisch aussieht. Ihre 6 Babys kamen am 23.04.09 auf die Welt und 2 oder 3 Tage später brachte ein Mann ein ähnlich großes Geschöpf, welches wir kurzerhand Susanne unterschoben und sie nahm es an.

Heute Nacht kam dann der erste selbst produzierte Wurf auf die Welt, ich kann diesmal also auch was zum Vater sagen. Mutter ist Penny, Vater ist Huckleberry, herzlichen Glückwunsch, das haben wir ja toll gemacht. 2 ganz dunkle und 4 schwarzweiße Welpen, es würde sich langsam lohnen eine Mutter-Kind-Station zu eröffnen. Letizia, eine Hündin aus Gheorgheni, hatte am 9.05. uns damit überrascht. Ich schreie hiermit ganz, ganz laut Kastrationsaktion!!! Hilfe!!! Nicht nur, dass es grad genug Hunde gibt, es schafft ja weitere Probleme. Zum Beispiel Platzprobleme, denn die Mütter werden immer dann alleine in eine Box gesetzt. Nun mach das mal schön hübsch getrennt nach Geschlechtern. Dann hast du 4 potente Rüden in einem Zwinger, die sich logischerweise irgendwann die Köpfe einschlagen. Das Problem, warum es wieder so viele unkastrierte Tiere gibt liegt an der langen Winterperiode, in der man nicht operieren kann. Der Tierarzt konnte vor dem Winter die inzwischen wieder „angesammelten“ anstehenden Kastrationen von vor seiner Einstellung nicht mehr abarbeiten. Dann die neuen Hunde, die sich im Winter eingefunden haben plus die Hunde aus Gheorgheni, das kann ein Mann alleine nicht schaffen. Es ist nun mal so, es werden jeden Monat Hunde aufgenommen, dazu ist das Tierheim von der Stadt aus verpflichtet. Dafür zahlt die Stadt 2 Arbeiter und 250 Euro Futtergeld. Und damit kommen wir zum nächsten Punkt. Geld.

Ich bin jetzt vor Ort, sehe den Bedarf und die Rechnungen und muss sagen, es reicht vorne und hinten nicht. Die Futterkosten belaufen sich im Monat auf 1900 Euro. Das ist der Preis für eine Mischung aus Trockenfutter und Selbstgekochtes. Eine reine Trockenfutter-Ernährung würde nochmal ca. 900 Euro mehr kosten und das wäre noch billig (ich glaub 70 Cent das Kilo). Welpen ab ca. 3 Monate und Junghunde bekommen 3 mal am Tag, davon 2 mal am Tag reines Juniorfutter, die Welpen bis 3 Monate nur Juniorfutter. Das Juniorfutter ist geeignet ab einem Alter von 1 Monat, ich war extra im Futterladen und hab nachgefragt, weil es auf der Verpackung für mich nicht herauszufinden war. Für mich wäre es jetzt noch interessant zu wissen ob es Welpennassfutter gibt, geeignet ab sobald es selbständig fressen kann. O.k., das waren die Futterkosten, die Kosten für Personal belaufen sich auf 1300 Euro. Das sind 2 Arbeiter, der Verwalter/Koordinator/Materialbeschaffer oder auch einfach Andras und der Tierarzt. Für knapp 400 Hunde sind insgesamt 4 Arbeiter da, einer bleibt immer über Nacht. Ich habe mir von Leuten sagen lassen, die oft im Tierheim sind, aber dem Tierheim nicht direkt angehören, dass es eine der besten Ideen war Andras als Verwalter einzustellen. Seitdem wäre deutlich mehr Struktur in den Abläufen. Ich selbst kann nur sagen, dass der Mann seit ich hier bin jeden Tag hier war und ständig irgendwas organisiert, herbei- oder wegschafft und ich mir nicht vorstellen kann, wie das ohne ihn war. Auch ich bin sehr froh, dass wir ihn im Tierheim haben. Auch die nahezu tägliche Anwesenheit eines Tierarztes gab es vorher in dem Sinne nicht. Nur leider sind die Kastrationen bzw der Kastrationsrückstau ein Problem. Wenn er 2 Hündinnen kastriert hat er im Prinzip ja seine Zeit damit schon „abgearbeitet“ und somit bleibt nur noch Zeit für das Notwendigste. Da er auch noch seinen eigenen Praxisbetrieb hat, kann er beim besten Willen nicht einfach länger bleiben. Ist die Anzahl der zu kastrierenden Hunde wieder bei Null kann er sich um die Hunde umfangreicher kümmern.

So, dann haben wir noch Kosten für den medizinischen Bedarf (Impfungen, Chips, Wurmkuren, Antibiotika, Infusionslösungen, usw.), die im Monat mindestens 200 Euro ausmachen und 100 Euro wäre eigentlich auch für Material notwendig (Sägespänne, Bauholz, Brennholz, Stroh, was weiß ich), die man aber einfach nie regelmäßig zur Verfügung hatte. Macht zusammen 3500 Euro Minimum. Man darf mit einen müden Lächeln die 250 Euro von der Stadt abziehen... Ich zähl heute Abend nochmal durch, aber wir sind derzeit kurz vor der Grenze von 400 Hunden.

Die Leni macht mir etwas Sorgen, sie hat bis jetzt kein Kacka gemacht ... hmmm. Sie darf ja nicht zurück in ihre Box zu Kopo. Ich hab sie dann in der Praxis rumspringen lassen, worauf sie einen riesen See gepieselt hat, aber halt kein Kacka. Nun gut, dann hab ich ihr ein Geschirr angezogen und bin mit ihr in den Freilauf, worauf Daddy und Konsorten angeschossen kamen und da war dann an Kacka auch nicht mehr zu denken. Blöd.

Kittys Kastrationswunde sieht wieder gut aus, es war ein paar Tage etwas gerötet. Sie hat halt ein kleines Leckekzem drumrum, ist aber nicht schlimm. Bei Miri und Jessy sind die Wunden schön zugewachsen.

Bei Piet und Donna ist zu beobachten, dass Piet am Morgen immer relativ gut aussieht und am Nachmittag geht es wieder los und bei Donna ist es gerade anders rum.

Rico, Fatima, Sternchen und Cara sind heute zu Hüpfer und Püppi gezogen. Ich muss mal schauen wie es ihnen geht. Ich hoffe Hüpfer und Püppi profitieren von den anderen Hunden und entspannen sich etwas.
12.05.2009 12.Mai, 8:00 Uhr am morgen: Nun erzähle ich eine ganz unschöne Geschichte, an der ich sehr zu leiden habe und die mir heute Nacht den Schlaf geraubt hat.
Die Hündin mit dem riesen Lipom wurde bisher noch nicht operiert weil keine Zeit dafür war. Ich habe nicht so oft nach ihr gesehen, weil ich ganz dicht an Lord vorbei muss. Das ist für mich jedes Mal eine Mutprobe, weil er echt in einem Affenzahn keifend angeflogen kommt. Ich hab schon zu viele Kettenhunde frei laufen sehen um der „Technik“ zu trauen. Nun ja, wie auch immer, ich bin nicht zu der Hündin. Loredana erzählte mir zwar von ihr und drängte sie zu operieren. Nur Worte kann man so und so verstehen und ich nahm die Situation nicht ernst. Ich fand zwar auch, dass es Zeit wäre, damit der Hund mal von dem schweren Ding befreit wird und sich wieder bewegen kann, aber einen Tag hin oder her, andauernd waren andere Dinge wichtig.
Gestern Abend schleppte mich Loredana zu der Hündin und ich bin fast umgefallen. Das Lipom ist massiv wundgelegen und der Hündin geht es entsprechend schlecht. Jetzt liegt sie in der Praxis und wird in einer Stunde operiert. Das nächste Mal werde ich gleich mitgehen, damit ich weiß was sie meint und nicht irgendwelche Rückschlüsse ziehen. Loredana gab ihr den Namen Thelma. Thelma sah mich heute morgen mit großen Augen an, ich wünsche ihr viel Glück für die OP. Es tut mir so leid, dass ich nicht nach ihr gesehen habe. Leni war heute morgen munter und verschmust. Ich werde sie bei mir in der Nähe lassen, damit ich sehe wie es ihr geht.

Ich habe noch nicht geschrieben, dass von den Pupis Charlotte und Kitts überlebt haben. Es geht ihnen gut und ich hoffe es bleibt dabei.

Immer noch 12.Mai: Als ich heute morgen das erste Mal meinen Blick über die Zone 3 schweifen ließ sah ich Daddy in gewohnter Haltung auf einem der Sägespännehaufen thronen. Ich nickte ihm zufrieden zu. Später am Tag erledigte er seinen Job, denn Meggie war ausgebüchst und er sorgte dafür, dass sie wieder in ihren Zwinger zurück ging.

Thelma hatte Krebs, kein Lipom, und hat die OP nicht überlebt. Heute wurden 2 Hündinnen kastriert, eine heißt Sonja und die andere Jacqueline.

Ich hab mich heute mit Dunja beschäftigt. Sie ist eine sehr verschmuste Maus. Sie ist fit und man würde ihr nichts anmerken, wenn der Bauch nicht wäre. Scottie hat mit Hexe gespielt, der Zwinger scheint wirklich sehr harmonisch zu sein.

Es wurde eine Pappschachtel abgegeben, der Inhalt 2 kleine Furzis, wirklich sehr klein. Ich hab davon keine Ahnung, aber 3 Wochen sind sie vielleicht alt. Der eine hat gleich richtig gefressen, der andere war das Kauen vermutlich nicht gewohnt. Ich hab alles plattgematsch und dann gings. Natürlich sind die beiden verwurmt. Das Kacka kann hier manchmal fast schneller laufen als die Welpen, die es ausscheiden.

Gerade kam wieder eins der überfallartigen Unwetter runter. Von einer Minute auf die nächste regnete es sehr heftig. Es läuft immer gleich ab, ich renn los, sammel alles ein und dann suche ich den kleinen blonden Hund. Sie kann ja nach wie vor nicht alleine Treppen hochlaufen. Ich renn dann zu jeder mir vorstellbaren Versteckmöglichkeit und ruf nach ihr wie bekloppt. So schnell wie der Regen kommt so schnell ist er auch wieder weg. Am Ende steht plötzlich eine trockene Destiny vor mir und ich bin klatsch nass. Ich möchte wirklich wissen, wo sie jedes Mal ist.

Piet sieht immer noch nicht gut aus, aber er freut sich wenn ich komme. Donna hingegen scheint einen milderen Verlauf zu haben.

Israel hat sich heute am Nasenrücken verletzt. Joschka hat bald den halben Zwinger auf den Kopf gestellt, konnte aber nicht herausfinden an was. Es gäbe noch die Möglichkeit, dass Jason ihn gebissen hat, aber eigentlich fehlen dafür weitere Anzeichen. Außerdem verstehen sich die beiden ganz gut. Nun ja, die Blutung hat aufgehört, es bleibt ein Rätsel was passiert ist.

Kopo hat ein dick geschwollenes und entzündetes Auge, es wird nun behandelt. Leni findet es überhaupt nicht gut, dass sie Hausarrest hat und würde gerne rausgehen. Die Extraschmusis sind natürlich viel zu kurz.

Uljana ist mitsamt der Kette rummarschiert und hat Joschka auf Trab gehalten. Als er sie dann hatte ist sie echt brav an der Kette mit ihm mitgelaufen. Das hat sie toll gemacht, sie läuft also ordentlich an der Leine.

Die beiden von der Tierhilfe Thüringen waren nochmal da und Joschka hatte sie wohl erkannt und sich gefreut. Sie sind sehr nett und engagieren sich unter anderem für das Kinderheim in Frumoasa und besuchen auf ihrer Reise immer das Tierheim hier und in Brasov. Sie haben viel erzählt über die Entwicklung der letzten Jahre. Es war schön, dass sie zu Besuch waren.

Was mich sehr gefreut hat war, dass die Arbeiter versuchen die Bodenprobleme in manchen Zwingern zu lösen. Es ist nicht so einfach den richtigen Bodenbelag für dieses Tierheim zu finden. In den betonierten Böden stehen zum Teil große Wasserlachen, bei den nicht betonierten Böden der Matsch.
11.05.2009 11.Mai: Gestern war ich abends nicht in der Lage was zu schreiben, denn ich war mit den Nerven durch. Es wird in Zukunft ein Notfalltelefon geben. Ich wusste nicht, dass die Pfleger kein Telefon haben um sich notfalls melden zu können. Auf meiner Handykarte war kein Geld mehr. Bei Leni ist die komplette Naht aufgegangen. Heute morgen konnte mit dem Eintreffen von Andras der Tierarzt gerufen werden und Leni wurde sofort operiert. Es musste ein Stück Darm entfernt werden und jetzt drücke ich der Kleinen die Daumen, dass sie sich gut erholt.

Heute war sowieso ein schlechter Tag. Platzregen ohne Ende und Erwin konnte deshalb nicht weiterbauen. Daddy und Sereno sind aus dem Tierheim ausgebrochen. Ich fürchte, Daddy werden wir nicht mehr wieder rein bekommen. Es gibt direkt nebenan ein Rudel Hunde und Daddy und Sereno haben sich mit ihnen angefreundet. Sereno kam aber ans Tor und so habe ich ihn wieder reingetragen. Nach kurzer Zeit war er wieder draußen. Ich hatte ja schon erzählt, dass er klettern kann. Ich hatte mir überlegt, über welchem Zwinger ich also ein Netz spannen werde. Da war plötzlich Besuch vor dem Tor. 2 Menschen aus Erfurt, die Tierfreunde Thüringen. Es war schön sich mal wieder in fließend deutsch zu unterhalten. Und während wir so dastanden kam Sereno wieder angelaufen ... von innen. Aha, er kann also auch alleine wieder rein, so so. Ein wenig später habe ich beobachtet wo er raus geht, hab ihn rein geholt und dicht gemacht. Daddy hätte an der Stelle eh nicht reingekonnt, von außen ist es zu hoch für ihn. Mal sehen, wie ich den Burschen wieder einfange.

So, inzwischen war ich nochmal unten und Daddy lag auf einem Erdhaufen vor dem Tierheim. Da lag er jetzt schon ein paar mal, so toll ist der Ausflug heute wohl doch nicht. Ich hab alle Hunde eingesperrt und das Tor aufgemacht. Venos und Kim fanden es auch blöd ohne Daddy und sind den ganzen Tag am Zaun rumgelaufen. Ich hab mich am Hauseck postiert und gewartet, weil der Herr natürlich erstmal wieder abgezogen ist. Dann kam ohne Absprache Istvan – einer der Arbeiter - um nach Daddy zu sehen. Er hat nachdem er meinen Plan durchschaut hatte Daddy dann von hinten wieder Richtung Tierheim getrieben. Und jaaaa, wir haben ihn wieder unseren dicken Stinker.
09.05.2009 9. Mai: Gestern war ich so platt, ich kam nicht dazu was zu schreiben. Ich bin dabei Karteikarten für alle Hunde zu erstellen, mit Bild und dem ganzen drum und dran. Dunja und Scottie sind gestern in ihren neuen Zwinger umgezogen, ich glaub sie finden es klasse. Hexe durfte heute auch da rein und sie verstehen sich ganz gut. Hexe ist noch etwas verwettert, aber das gibt sich bestimmt bald wieder. Sie wurde gestern kastriert. Hexe ist zu dünn, weil sie in ihrem Zwinger gemobbt wurde, deshalb durfte sie in einen meiner Päppelzwinger rein. Naja, wenn man es genau nimmt, dann ist das mein erster Päppelzwinger, weil der erste Zwinger an Blondie und Ackaturbo ging und der 2. Zwinger an die neuen Welpen.

Die Welpenstation nimmt schon langsam Formen an. Ich musste nochmal umplanen, weil Erwin sehr solide baut und somit mehr Holz als geplant braucht. Aber lieber einmal vernünftig gebaut, als später ständig nachbessern zu müssen.

Ich habe heute gebeten Joschka mal zu fragen, was er sich für seine Arbeit als Verbesserung wünscht. Er war ziemlich verduzt, ich glaube, das wurde er noch nie gefragt. Einen Wasserschlauch wünscht er sich. Die Männer tragen nämlich das Wasser für die Hunde in Eimern ran. Sie schauen jetzt mal, was ein Schlauch kosten würde.

Hinter dem Wagen der Arbeiter steht ein weiterer Wagen. Den kann man innen so auskleiden, dass er vor Nagern sicher ist und schon haben wir einen relativ zentral gelegenen Lagerraum. Um an diesen Wagen ranzukommen muss man 2 Zwinger abreißen, was mich sehr freut, weil der eine davon so ein kleiner Minizwinger war (weg damit). Aber eins nach dem anderen, jetzt ist die Welpenstation dran, dann die Erweiterung der Boxen 4 und 5. Das waren ursprünglich mal provisorisch gebaute Welpengehege, die man mit dem Wachsen der Hunde halt einfach Brett für Bett nach oben gezogen hat. Da leben aber jetzt inzwischen fast ausgewachsene Hunde drin, in dem einen 6, in dem anderen 5 Hunde. Die 5 Hunde teilen sich eine Hütte.

Scottie habe ich mir heute vorgenommen und angefangen das Fell zu „ordnen“, das scheint ein Großprojekt zu werden. Bei Dunja wurde heute ein Ultraschall gemacht, weil sie an einer Stelle am Bauch sehr schmerzempfindlich ist und weil sie immer noch nichts auf den Rippen hat, aber der Bauchumfang zunimmt. Sie hat einen inoperablen Lebertumor. Sonst ist sie jetzt glücklich in dem neuen Zwinger und zeigt sich lustig und verspielt. Klar hat sie Angst, wenn man sie anfasst, es könnte ja weh tun. Aber sie ist klug und merkt, dass ich ab jetzt ihren Bauch in Ruhe lasse. An dem hab ich in letzter Zeit genug rumgefummelt. Ich hoffe, ich kann ihr ihre letzte Zeit möglichst schön gestalten.

Vielleicht habe ich noch nicht die richtige Marke gefunden, aber Schokolade schmeckt hier alle gleich. Man kann es sich sparen verschiedene Geschmacksrichtungen auszusuchen, sie schmecken alle einfach pappsüß.
07.05.2009 7. Mai: Nevis lebt nicht mehr...

Ich habe heute viel Schreibkram erledigt. Nochmal danke und ganz lieben Gruß an meine Büroartikelspender, ich hab heute ganz fest an euch gedacht.

Piet sah heute schlechter aus (Augen, Nase), aber dafür war er mehr auf und hat auch selbständig gefressen. Der 3. Zwinger ist heute Nachmittag fertig geworden und Erwin hat angefangen die Welpenstation zu bauen. Ich freue mich sehr darüber und möchte mich ganz herzlich dafür bedanken! Ich habe Bilder von dem Bau der Zwinger und von der „Fuhre Holz“ gemacht.

Ich hab die Pläne für den Ausbau der Zone 3 wieder verändert. Ich muss morgen schauen, ob sie sich so realisieren lassen. Ich hätte gerne ... ohhh ich hätte vieles gerne, aber was ich neben dem Ausbau der Zone 3 noch gerne hätte wären ein paar Einzelzwinger, um endlich von den Ketten wegzukommen. Die freien Ketten sollen nicht mehr belegt werden, dafür setze ich mich stark ein. Mal für eine Nacht als Übergangslösung wie bei Jänö und Jacqueline o.k., aber dann muss ein Zwingerplatz frei sein. Momentan muss ich noch dafür kämpfen.

06.05.2009 6.Mai: Ich habe nach dem Geschlecht des anderen neuen Hundes geschaut und finde, diese Hündin sieht komisch aus...

Das Holz ist da, juchu und diesmal mit dem LKW. Sieht schon befremdlich aus, wenn so ein großer LKW einmal rund um die Kettenhunde fährt. Ich habe heute beschlossen, dass die Freilaufhunde Venos, Daddy und Kim auch frei bleiben sollen. Ich ernenne sie hiermit zu Arbeitshunden. Es gibt nichts besseres, als diese 3 Hunde um ausgebüchste Hunde einzufangen. Heute hatte Sammy den Anfang gemacht, gefolgt von Mimmi und dann Emma. Am Nachmittag waren es Barbara und Thommy.

Heute wurden Brasilia und Kitty kastriert. Brasilia ist noch nicht richtig fit, Kitty dagegen liegt schon sehr relaxt da.

Szep lag heute morgen tot im Korb, zu meiner Überraschung lebte Nevis noch. Und er lebt immer noch, wenn auch nur sehr schwach. Zu meiner Freude ist Charlotte einigermaßen fit und Kitts scheint es auch besser zu gehen, auch wenn das, was hinten raus kommt einem anderes vermitteln will. Ich hab Nevis mit ins Haus genommen um den „Tüttelfaktor“ noch zu verstärken und um ihn intensiver betreuen zu können. Vielleicht hilft es ja.

Piet geht es nochmal ein kleines bisschen besser und er bekommt langsam Appetit. Dafür hat ein anderer Hund auch Staupe, die beiden kamen zusammen an und saßen auch zusammen. Der 2. Hund - eine Hündin - ich brauch noch einen Namen für sie, scheint es nicht so schlimm erwischt zu haben. Piets Wunden säubern sich langsam, sie sahen echt furchtbar aus.
05.05.2009 . Mai: Ich bin ein ausgesprochener Morgenmuffel und brauche morgens nach dem Aufwachen eine Stunde Ruhe und Kaffee. Diese Stunde Ruhe habe ich inzwischen etwas verschoben, weil ich erst die Pupis versorge usw. Wie jeden Morgen war die Stunde nach 10 Minuten beendet, weil .. ich weiß es nicht mehr, ich glaub Erwin stand schon auf der Matte.

Ein Blick zu den Pupis hatte mir schon gereicht, es geht ihnen schlecht. Ich hatte Louis gerade hingelegt und mir ein Brot geschmiert, als Andras wild gestikulierend auf mich zu kam. In Zone 2 Box 1 war irgendwas passiert. Alle meine Sinne zu rate ziehend kam ich drauf, was er mir sagen wollte, Tuana hatte Welpen bekommen und es hat keinen Platz. Wenn ich das nächste mal an einem Hund vorbei komme, bei dem ich mir denke, die sieht aber komisch aus, dann werde ich mich auf Nachwuchs einstellen. Das ist mir jetzt zum 2. Mal so passiert. Für manche Sachen habe ich einfach keinen Blick. Gestern dachte ich noch, Tuana ist für einen „Futter – Plus – Zwinger“ ganz schön rund und irgendwie sieht sie komisch aus... Das Problem, das wir nun hatten war einen geeigneten Platz zu finden. Haben wir aber leider gerade nicht. Ich bin also mit meinem ersten Brot in der Hand los und hab eine Gitterbox geholt und ausgepolstert. Soll ja nur für heute sein, da Erwin, der fröhliche Handwerker ja die Zwinger baut. Die Gitterbox, schön abgedeckt, steht nun neben der Hütte und Tuana und ihre 3 kleinen Welpen haben sie angenommen.

Zufrieden stapfte ich zurück zu meinem 2. Brot und fand Louis tot auf. Seine Schwester Hope folgte ihm nur kurze Zeit später, sie starb in meinen Armen. Ich bin froh, dass Joschka mir jeweils die toten Welpen abnimmt, wenn ich sie nach hinten trage. Er macht immer ein so „feierliches“ Gesicht dabei.

Terk ist heute wieder ausgebüchst und ließ sich wieder ganz brav an seinen Platz zurückführen. Icarus hat sich gut an mich gewöhnt und freut sich wenn ich vorbei komme. Heute hat er ganz ausgiebig meinen Rücken beschnuffelt.

Pia und Leni sind heute kastriert worden. Ihnen geht es gut. Ich werde sie im Auge behalten, denn es ist mir aufgefallen, dass die frisch kastrierten Hunde in ihrem Zwinger häufig gemobbt werden. Ackaturbo und Blondie liefern sich heiße Gefechte. Beide sind recht fressneidisch, aber sie tun sich nicht ernsthaft weh. Es ist halt viel Getöse, ich hoffe, es bleibt dabei. Verletze Hunde werden an den betroffenen Stellen farblich markiert. Ich fand das recht komisch, aber inzwischen finde ich das sinnvoll. Man kann auch nach längerer Zeit die Stellen schnell kontrollieren, ob alles gut verheilt ist. Hört sich jetzt krass an, aber bei fast 400 Hunden kann man sich das einfach nicht alles merken wo wer welche Schramme hatte. Nicht zu verwechseln mit den Impfmarkierungen, die es eine zeitlang gab.

Musste kurz eine Runde heulen wegen meiner Pupis... Es sind meine ersten Welpen überhaupt, von den ersten 3 sind Mira und Melek nicht krank geworden und ich glaube ... hoffe ganz fest .. dass sie es auch nicht mehr werden. Andy ist gestorben. Die 7 Pupis (6 + Szep) sind alle krank, alle... 3 sind inzwischen tot. Wenn man so einen sterbenden Welpen auf dem Arm hat, dann hat man so gar kein Ohr mehr für irgendwelche andere Belange und könnte jedem ins Knie schießen, der einem gerade was von Problemen, Projekten usw. erzählen will. Zumindest geht es mir und jetzt noch so. Verzeihung an alle, die ich heute hab einfach stehen lassen.

2 neue Hunde sind gebracht worden, die beiden sind nun kurzfristig an der Kette, bis man einen Zwinger frei hat. Das dauert immer einen Tag, weil man die umgesetzten Hunde erst im Auge behalten will (so hab ich das wenigstens verstanden). Morgen kommen sie dann in den freien Zwinger. Einer der beiden ist noch sehr ängstlich, hat mich aber schon zaghaft angewedelt. Der andere ist ein ca. 2 Jahre junger, verspielter und freundlicher Schäferhund. Er ist bildhübsch und er hat mir seinen Knochen zum Spielen angeboten. Ich nenne ihn Jänö und möchte gleich mal feste Werbung für ihn machen, ab August ist er zu haben.

Um die Geschichte von morgens beim 1. Brot zu vervollständigen, die Holzlieferung kam nicht und Erwin hatte kein Baumaterial mehr um den 3. Zwinger fertig zu bauen. Das war es auch, was Andras mir in einer Flut von Worten aus 50% ungarisch, 50% englisch/deutsch-Mix + Handzeichen mitteilte. In Zone 2 Box 1 hat Tuana (fekete dog) Kicci Welpen bekommen, die Hütte in Beschlag genommen, die anderen Hunde haben keinen Platz mehr (Dunja, Vales und Minna), die Boxen 37 a-c sind schon mit säugenden Müttern belegt, es gibt keine Ausweichmöglichkeit, das Holz kam nicht und Erwin kann deshalb den 3. Zwinger nicht fertig machen, sondern erst morgen. In den 3. Zwinger möchte ich nämlich Dunja und Scottie holen, sowie Prinzessin (weil kastriert und gemobbt) und vielleicht das Sternchen. So wäre dann Platz.

Piet – mein Staupehund legt sich immer in die Brennnesseln. Weiß jemand, ob sie eine besondere Heilkraft bei Verletzungen oder Staupe haben? Das fällt mir unter anderem deshalb auf, weil ich ihn ja morgens und abends füttere (er frisst mir aus der Hand, sonst frisst er nicht) und ich hab jedes mal die Hände kribbelig, weil ich natürlich wieder voll reingelangt hab.

Die Wunden von Jessy und Miri heilen inzwischen ganz gut. Jessys Wunde ist bald zu, bei Miri dauert es noch etwas, aber auch das sieht alles rosig und sauber aus.

Von den 7 Welpen im neuen Zwinger – Andras sagt Hawaii dazu, weil er wirklich schön groß und hell ist – sind 3 Hündinnen und 3 Rüden und eben meine kleine Femke, die sich echt gut hält. Sie spielt, kuschelt und schläft mit ihnen, als wäre es nie anders gewesen.

Ich wollte mal danke sagen an alle, die mein Tagebuch lesen und gut finden, wenn auch der Inhalt manchmal traurig ist. Ich freue mich inzwischen abends darauf den Tag nochmal zu erleben und euch zu erzählen. Ich kann inzwischen einige Worte ungarisch, ihr werdet lachen aber meine ersten 2 Worte waren Hammer und Nagel. Dann kann ich noch die Worte Regen, Wind, Schnee, klein, schwarz, weiß, blond/gelb, braun, grau, schön, Holz, Maschendraht, Schlüssel, bissig bzw. beißt, weiblich und männlich, tschüss und kein (z.B. kein Holz). Die Worte Müll und Schubkarre erkenne ich, wenn ich sie höre, sie wollen mir aber gerade nicht einfallen. Ach, wie konnte ich es vergessen, das Wort Maccaroni.
28.04.2009 Ein neuer Tag – Im Zwinger von Jolly – Box 3 – hat es vermutlich mal richtig geknallt, denn Mister Obermegaking Roth ist gerade sehr kleinlaut. Ich vermute, dass Jolly deshalb gerade etwas lahmt, denn sie ist munter und frisst.

Die 3 Welpen im Haus dürfen wieder fressen und sie haben alle Appetit, sogar Mäuschen, die bisher nicht fressen wollte. Kacka normal, kein Erbrochenes. Morgen dürfen sie raus aus dem Haus, ich weiß nur nicht wohin. Erstmal zu Mira und Melek.

Die Kuschelhöhle und der Plastikkorb werden von den 6 Pupis so gerne genutzt. Charlotte ist heute Abend auffallend müde. Ich bin wohl gerade sehr sensibel was das anbelangt.

Ein absolutes Highlight war heute ein Paket von Carol – DANKE! Darin war Kaffee, der mir gerade ausgegangen war und noch andere Dinge. Ich hab mich riesig gefreut.

Charlotte war heute morgen wieder gut drauf. Ich habe sie im Auge behalten und mir ist aufgefallen, dass sie kaum Futter abbekommt. Ich hab heute abend angefangen sie zusätzlich zu füttern. Das gleiche gilt für Alf, den ich seit heute morgen zusätzlich füttere. Die 3 Welpen aus dem Haus habe ich nun rausgesetzt. Erst alle 3 zu Mira und Melek, aber Szep war sehr unglücklich. Ich habe ihn dann zu den 6 Pupis gesetzt und das funktioniert viel besser. Auch er liebt die Kuschelhöhle sehr. Mäuschen ist inzwischen sehr aufgetaut. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass Mausi und Mäuschen Schwestern sein sollen. Sie sind so unterschiedlich.

Oldie ist heute morgen aufgestanden und hat getrunken, fressen wollte er nicht. Also habe ich ihm zähneknirschend meinen Sellerieeintopf spendiert. Klar, den hat er dann komplett aufgefressen... Es geht ihm deutlich besser.

Sereno hat sich zu den Freilaufhunden gesellt und macht jetzt fleissig mit beim Pöbeln. Uljana hat sich inzwischen mit ihnen arrangiert. Mal ärgern sie sie, mal spielen sie mit ihr. Trotzdem, sie sind Unfriedenstifter, ich hab den Kanal voll. Brasilia ist heute auch ausgebrochen, fragt mich nicht wie, denn der Zwinger war zu. Ich musste schon sehr genau hinschauen bis ich realisierte, dass sie vor und nicht im Zwinger saß. Ihr war das wohl zu unheimlich mit den Krawallis und saß ganz brav, bis ich sie hochgenommen habe. Sie ist eine sehr süße, liebe junge Hündin.

Jetzt muss ich meine Katalogisierung weitermachen. Schaut doch bei den Patenhunden mal nach, da sind viele neue Hunde dabei. Bis bald!
27.04.2009 Ein neuer Tag - Oldie habe ich heute morgen in die Sonne getragen. Ich dachte nicht, dass er heute nochmal aufsteht. Um die Mittagszeit ist er aber doch aufgestanden, sehr, sehr wackelig. Er blieb ein wenig auf und hat sich dann in seine Hütte verzogen und dort liegt er immer noch. Ich habe ihn wieder gut zugedeckt und ihm Djösike draußen gelassen. Er hat nicht mehr getrunken und gefressen und das bisschen was er die letzten Tage zugenommen hatte ist schon wieder weg.

Djösike muss ich leider etwas in ihren Rechten beschneiden, sie führt sich gerade ziemlich auf. Joschka kommt nur noch in den Hausbereich, wenn ich sie einsperre, sie geht ihn wirklich volle Kanne an.

Heute musste ein Hund eingeschläfert werden, der neu war. Er hatte Staupe und krampfte. Von den 3 Welpen im Haus leben alle noch und bei 2 wage ich zu hoffen, dass sie über den Berg sind. Bei Mäuschen bin ich mir leider nicht sicher. Szep hat mir sogar ein geformtes Häufchen hingelegt. Ich hab mich irrsinnig gefreut. Ich habe den Kleinen nun zu den 2 Schwestern getan, denn es ist unsinnig zu glauben, dass er geschützter ist, wenn er in einer Gitterbox direkt neben dran sitzt. Seitdem ist er zufriedener und Mausi fand das auch sehr toll. Mausi ist einer der Hunde, der gerne die Stimme benutzt. Sie quietscht in allen Tonlagen zu jeder Gelegenheit – Hilfe wo bin ich – He spiel mit mir – du, bitte tu mir nichts – Hunger – usw. Von Mäuschen hab ich noch keinen Ton vernommen, sie ist sehr, sehr ängstlich und versucht sich immer zu verstecken. Heute hab ich ein erstes ganz kleines Schwanzwedeln wahrgenommen und sie richtete sich ein wenig auf, als ich sie gestreichelt hatte.

Jolly muss ich im Auge behalten. Sie lahmte heute Abend und war nicht munter.

Nikki hat mich heute Abend wieder am Zaun ertragen und mir sogar ein Leckerchen abgenommen. Nun weiß ich es genau, es ist eine Hündin. Icarus scheint sich inzwischen richtig zu freuen, wenn er mich sieht. Er wedelt mit dem ganzen Popo und ich durfte sein Näschen berühren.
26.04.2009 Ich schreib heute gleich mal weiter, denn ich brauch auch einfach mal ne Pause und muss das Erlebte aufarbeiten. Andy geht es schlecht und ich glaube nicht, dass er es schafft. Oldie geht es auch schlecht, er lag vor der Praxis und stand nicht mehr auf. Ich habe eine der Kudden meiner Hunde geholt und ihn da rein gelegt und feste zugedeckt. Als der Wind dann so stark wurde haben wir ihn an einen anderen Platz ums Haus gelegt. Es waren 2 Damen aus Ghorgheni oder so ähnlich da, um ihre Hunde zu besuchen. Ich war vermutlich ein schlechter Gastgeber, aber ich war einfach zu müde. Ich wollte Oldie nicht einfach in seine Hütte legen, er wollte doch immer bei uns sein und so soll er auch nicht alleine sein, wenn er nicht aufstehen kann. Es war sehr süß, Ledi und Djösike haben sich zu ihm gelegt. Nun bin ich mit allen Hunden im Haus und Oldie habe ich mit Andras auch ins Haus getragen. Ich habe ihm was gegen Schmerzen gegeben, worauf er nun schläft. Djösike ist bei ihm.

Djösike hat vorhin versucht Joschka von hinten in die Waden zu beißen, worauf ich mit ihr sofort zu üben begonnen habe. Sie ist zum Glück so verfressen, dass Joschka plötzlich nicht mehr so interessant war. Joschka hatte von weitem gegrinst und hammhamm gesagt.

Für morgen nehme ich mir die 3 Stinkstiefel vor.

Ich wollte Andy gerade seine Abendmedikamente geben und habe ihn tot aufgefunden. Ich habe ihn in 2 Tücher gewickelt und wollte ihn zu Joschka bringen als ich an dem kleinen Weidenkorb vorbei gelaufen bin. Er saß so gerne in diesem Korb. Also habe ich ihn dort rein gelegt und bin mit diesem Korb durch das Tierheim gelaufen. Es war seltsam, es war als würden die Hunde ihn verabschieden, als ich an ihnen vorbei kam. Auf dem Rückweg war mir so schwer zu Mute und Barney und Uljana schienen mich trösten zu wollen. Ich nahm es dankbar an doch die allergrößte Freude machte mir Nikki meine Panikmaus. Sie stand am Zaun und spielte mich an. Da stand ich nun, Tränen in den Augen und musste lachen.

Oldie ist bisher nicht aufgestanden, hat auch nichts gefressen, aber getrunken. Ich bin gerade etwas fertig, aber ich weiß, es kann nicht immer nur schön und positiv sein. Oldie ist nicht alleine, muss nicht im Kalten sein und liegt weich gebettet. Wenn es denn sein soll, dann kann er würdig gehen.

Es ist 22:30 Uhr und ich höre in der Praxis den kleinen Bären Szep weinen. Ich werde jetzt nach unten gehen, mich ums Haus schleichen, dabei das halbe Tierheim wecken und mit dem Kleinen eine Runde spielen. Er tut mir wahnsinnig leid.

So, jetzt hab ich eine halbe Stunde mit den Welpen gespielt, was ihnen sehr gefallen hat. Die beiden Schwestern haben jetzt auch Namen – Mäuschen und Mausi. Oldie schläft tief und fest. Sandra inzwischen auch wieder, sie hatte während meiner Abwesenheit einen großen Haufen gemacht. Ich wusste gar nicht, wie man sich über fest geformten Kot freuen kann.

Ich wünsche euch eine gute Nacht, mir fällt gerade nichts mehr ein, was ich schreiben könnte. Djösike träumt wohl gerade von knackigen Pflegerwaden, zumindest könnte man den Geräuschen nach darauf schließen. Die Pfleger sind nett, zu mir und auch zu den Hunden. Es gibt eigentlich keinen Grund warum Djösike gerade die Pfleger angehen will.

25.04.2009 Guten Morgen,

Ich war gerade dabei die Pupsis aufzudecken, als mir ein schwarzer Hund im Freilauf aufgefallen ist. Ich dachte mir, ich schau nach, wenn ich den Regenschutz aufgeschlagen habe, denn er rannte mit Venos und Kim, als ich nur noch sah, wie der schwarze Hund auf Uljana losgeht. Joschka Sinka (es gibt 2 Joschkas) und ich haben ganz schön lang gebraucht sie auseinander zu kriegen. Beide hatten nur harmlose Kratzer, der schwarze Hund hatte sich aber damit endgültig seine Chance auf Ausreise verbaut, es war Farouk. Es war also auch kein harmloses Rennspiel, dass er sich mit Venos geliefert hatte.

Ich war gerade dabei Andy seine Medikamente zu geben als Joschka sich seine Makkaroni holen wollte. Ich hatte an diesem Tag vergessen sie vor die Türe zu stellen und dachte mir, er kann sie sich ja auch selbst holen. Er ist mutig genug sich hier rein zutrauen und sieht es schon als persönliche Herausforderung an, sich von Ledi nicht einschüchtern zu lassen, als ich eine mir schon sehr bekannte gefährliche Drohung wahrnahm. Ich also aus der Praxis gerannt und sah Joschka in Torerohaltung seine Jacke schützend vor sich halten. Djösike hatte die Lefzen bis zu den Ohren gefletscht und ließ ihn keinen Schritt weiter bis zum Haus gehen. Das muss ich ihr unbedingt wieder abgewöhnen.

Der Tierarzt war schon da und hat einen Medikamentenplan für alle in der Praxis befindlichen Welpen aufgestellt, denn natürlich hat jetzt auch der kleine Bär Szep Durchfall. Ich werde mir für heute nur eins vornehmen, eine bessere Struktur der Versorgung der Welpen bis die Welpenstation fertig ist.

In Box 5 habe ich gestern festgestellt, dass Emma derzeit die größten Fortschritte macht. Die 5 Hunde müsste man mal trennen. Boris und Funafuti haben die Angewohnheit mir ständig in die Ärmel zu beißen. Das ist bei ihnen keine böse Absicht, sondern ihre Art zu spielen, Kontakt aufzunehmen und vielleicht auch um meine Hände ein wenig zu kontrollieren. Nur hab ich das Problem, dass ich gerne Emma mehr streicheln möchte, sie lässt es jetzt am Kopf bis zu den Schultern zu, aber sobald ich meine Hände nach ihr ausstrecke habe ich links und rechts die Buben an den Ärmeln hängen. Boris hat einen kleinen Fortschritt gemacht. Nachdem er ja anfassen halb schrecklich und halb gut fand hatte er angefangen sich in die Hütte zu verkrümeln und von da aus sich Kopf, Hals und Schultern berühren zu lassen. Ich kam also in die Box, er in die Hütte und hatte von dort aus erwartungsvoll geguckt und sich dort auch anfassen lassen. Nun kommt er wieder aus der Hütte raus und lässt sich außerhalb der Hütte bis zum Hals anfassen. Es sind kleine Schritte, aber es sind Schritte. Ich bleibe immer nur kurz bei den Hunden, weil es für meinen Paniker der absolute Stress ist. Ich habe sie/ihn Nikki genannt. Nikki darf ich aus 2 Meter Abstand zum „Zwinger“ begutachten ohne dass sie in die Hütte flüchtet (ich glaub es ist eine Hündin).

Ich habe den Zwinger von Ahmad, Amanda und Co zum „Futter Plus-Zwinger“ erklärt. Die Hunde sind alle zu schlank.

Während ich hier sitze und schreibe höre ich, wie Venos und Co die arme Uljana ärgern. Ich überlege ernsthaft ob ich sie nicht an ihren alten Platz zurück bringe. Was nützt ihr die bessere Sicht, wenn sie jetzt nur Stress hat. Alternativ könnte ich mich auch mal einen ganzen Tag damit befassen den 3 Doofies das gründlich auszutreiben.

Ich werde sehen, was der Tag heute bringt. Nachdem es gestern geregnet hat ist es heute sehr frisch und ich komm nicht richtig in die Gänge. Sandra findet auch, dass der Tag zum Faulenzen gedacht ist und liegt neben mir unter der Decke.
24.04.2009 Ich habe inzwischen viele neue Hunde gesehen. Leider kann ich noch nicht viel zu ihnen sagen. Hüpfer und Püppi sind 2 kleine Hunde, die eigentlich fröhliche und menschenbezogene Hunde sind, die aber mit der Tierheimsituation überhaupt nicht zurecht kommen. Sie verstecken sich hinter den Hütten. Wenn man dann vor dem Zwinger steht und sie ruft gucken sie mehrmals aus allen Richtungen kurz hervor, bis sie dann schließlich ganz schnell an den Zaun gewuselt kommen.

Es ist 23:30 Uhr, mir fallen dauernd die Augen zu. Ich guck jetzt nochmal nach Andy und wenn ich nach dem Spurt ums Haus wieder wach bin, dann schreib ich weiter.

Klar, Kacka wegwischen, Decken...

Nun gut, was kann ich noch erzählen. Dejanto ist ein kleiner Beller am Zaun, sehr neugierig, aber ich war noch nicht drin.

Gute Nacht!
24.04.2009 Und ein weiterer Vorteil, meine Päppelzwinger bleiben Päppelzwinger. Momentan muss ich wohl eine der 3 neuen Boxen schon an Welpen abgeben, die Pupsis brauchen ja auch was Vernünftiges.

Ja, warum ist Sandra eigentlich bei mir im Haus gelandet? Die anderen Welpen haben sie vermutlich wegen ihrer kaputten Schnute gemobbt. Und ich war an dem Tag noch im Glauben am nächsten Tag schon mindestens 2 der neuen Zwinger fertiggebaut zu haben. Inzwischen hat sie sich hier so gut eingelebt und spielt so toll mit Ayla und kuschelt mit Djösike (die seit heute auch im Haus schläft, ich Weichei) und überhaupt, ich kann sie in keinen Zwinger zurücksetzen. Die kleine Maus ist stubenrein und kann die Treppe schon alleine hoch. Um meine Sicherheit braucht sich hier keiner Sorgen machen, Ledi, Elli und seit heute auch Djösike lassen hier noch nicht mal mehr die Pfleger in den Hausbereich rein.

Szep, der kleine Bär, Joschka brachte diesen wütend, tobenden Welpen, Joschka sagt immer „Hammhamm“, wenn er mir signalisieren will, dass einer beisst. Ich dachte, der nimmt mir gleich die Hütte auseinander, dabei ist der Fiffi noch keine 2 Monate alt. Ich hab gewartet bis er fertig war mit schimpfen und seitdem knuddel ich das Bärchen mehrmals täglich durch. Er ist sowas von süß und kuschelt inzwischen auch sehr, sehr gerne.

Ich hab ein spezielles Training mit unserem ganz speziellen Balou angefangen. Ich beobachte es gerade an mir selbst, wie schnell man den Fokus auf die bekannten Angsthunde verliert, weil man ständig was anderes zu tun hat. Als Ayala und Augustin noch in dem Welpengehege waren bin ich automatisch mehrmals am Tag zu ihnen hin und hab sie hoch genommen. Sie sind inzwischen ja auch nicht mehr so scheu. Seit sie aber in Box 3 mit all den Wuselhunden sitzen komm ich nicht mehr so oft dazu mich mit ihnen zu beschäftigen. Ständig hat man das „Freuvolk“ am Bein und man muss sich zu ihnen erstmal durch rudern. Ich weiß, ich muss am Ball bleiben und mach es auch. Wenn aber keiner da ist, der das regelmäßig macht, dann werden sie halt wieder scheu. Ich habe ja schon mal geschrieben, dass viele der hier aufwachsenden Hunde scheu sind. Sie sind zwar neugierig, aber anfassen ist nicht drin. Und manche, zum Glück wenige, sind halt sehr verhaltensauffällig wie Balou. Er kommt mit einem Affenzahn aus seiner Hütte geschossen und tobt wild am Zaun. Dann zieht er sich weiterhin tobend vom Zaun wieder zurück um dann gleich wieder nach vorne zu preschen. Zeigt man sich ihm gegenüber unbeeindruckt oder wird gar laut zieht er sich ängstlich in die Hütte zurück. Dreht man ihm dann den Rücken zu stürzt er sich sofort wieder aggressiv nach vorne an den Zaun. Heute habe ich am Zaun Yvonnes Näschen gekrault und Balou kam bis auf 1 Meter an den Zaun gelaufen, relativ entspannt und neugierig, also nicht tobend und knurrend. Als ich dann aufgestanden bin um einen Zwinger weiterzulaufen verfiel er natürlich ins alte Muster, also hab ich gleich den nächsten Schritt angefangen. Kein Toben, wenn ich weggehe.

Ich habe Uljana in Zone 3 an Oldies alten Platz geholt. Einerseits ist das für sie schön und sie genießt es sichtlich. Andererseits wird nun sie von Venos, Kim und Daddy geärgert. Die 3 nerven mich bzw die Kettenhunde echt mit ihrer Art. Wobei sie das nicht ständig machen, manchmal spielen sie auch mit den Kettenhunden. Wenn die Zone 3 ausgebaut wird werde ich die Gelegenheit nutzen und die 3 in irgendeiner Art separieren, ich weiß nur noch nicht wie. Ganz in eine Box sperren bring ich nun auch wieder nicht übers Herz. Daddy findet übrigens Liebelein sehr nett. Er legt sich oft in ihre Nähe. Das Üben mit Venos und Nico war dafür echt gut. Aus dem aggressiven Verhalten wurde inzwischen ein Spiel. Ich hab ganz tolle Fotos gemacht, wie Nico und Venos sich freundlich gegenüber liegen. Ich weiß nicht, ob ich es schaffe die Bilder heute noch zu bearbeiten.

Ich habe heute einen angefahrenen Hund am Zaun gefunden. Leider war er nicht zu retten. Ich bin sehr, sehr traurig darüber.
24.04.2009 ... heute ist kein schöner Tag gewesen. Seit meinem Geburtstag sind 5 Tage vergangen. So ein Zwingerbau dauert doch viel länger als ich es mir gewünscht habe. Ich hatte an meinem Geburtstag gerade mal einen halben Zwinger in „Extremleichtversion“ geschafft und am nächsten Tag kam Joschka Sinka dazu und schüttelte nachsichtig seinen Kopf. Er hat den Bau jetzt in die Hand genommen. Der erste Zwinger ist fertig und die nächsten 2 sind im Bau. Mein eigentlicher Plan mit Päppel- und Angsthunden droht an den Welpen zu scheitern.

Ich habe euch bis zum 9. Welpen erzählt und dann war doch auch glatt 3 Tage Ruhe. Und dann kamen 3 an einem Tag. Die Praxis ist inzwischen auch belegt, die 2 Welpen, die morgens kamen in einer Gitterbox (beide krank), der, der abends kam in einer anderen Gitterbox. In der ganz großen Gitterbox im Nebenraum liegen meist über Nacht 2 frisch kastrierte Hunde und nun noch separat in einer Box auf dem Tisch der an Parvo erkrankte Andy. Infusionsschläuche und Co erinnern mich sehr an meinen alten Job. Ich putz den ganzen Tag Erbrochenes und Kacka weg, Decken und Tücher verbrauche ich Stapel weise.

Damit zu meinem derzeitigen Tagesablauf. Morgens 6:30 Uhr Oldie begrüßen, der schon aufgestanden ist. Er ist viel stabiler und flotter geworden. Ich habe ihn nach 2 Nächten schon nicht mehr abends festgebunden. Er schafft das wirklich von alleine in seine Hütte rein. Nur heute war er völlig platt und ich habe ihn einfach in seine Hütte gelegt und da blieb er auch gleich liegen. Er hat inzwischen etwas zugenommen. Er frisst am liebsten Senior-Trockenfutter. Ich gebe ihm 4-5 mal am Tag was zu futtern, was die anderen natürlich auch wollen. Meine Futterstreumethode hab ich inzwischen wieder abgelegt, aber dazu später mehr. Nachdem ich also Oldie mal eben nen Happen hingestellt habe gehe ich zuerst zu meine Gänschen, die 6 Welpen, die seit 2 Tagen bzw Nächten nicht mehr in der Praxis schlafen dürfen. Dazu musste ich erstmal diesen Welpenauslauf Wetterfest machen. Nachdem es heute wie aus Eimern gegossen hat kann ich sagen, dass Ding ist dicht. Die Pupsis decke ich also erstmal auf und hör mir ihr Geschnatter an, schaff Wasser und Futter ran und während die sich die Bäuche voll schlagen mache ich die Kennels und den Boden sauber und leg frische Wäsche aus.

Dann wandere ich weiter zu Melek und Mira, Futter, Wasser, Sauber machen, Decken austauschen. Die frisch operierten Hunde, Futter, Wasser, Sauber machen, frische Wäsche, Wunden kontrollieren. Der dicke Rüde - von dem muss ich noch erzählen, Joschka hat ihn irgendwo gefunden und heute Abend hat er ihn Szep (so ähnlich geschrieben, ich lern gerade so grammatikalische Grundregeln) getauft - Futter, Wasser, Decken usw. + einmal richtig dolle lange kuscheln, weil er ja alleine ist. Dann die beiden kranken Angstwuffiwelpen Futter ... Andy – Medikamente geben, Saubermachen und hoffen, dass er durchkommt.
Bis ich damit durch bin ist keine Ahnung wie spät und mich plärrt meine Bande an, dass sie gefälligst auch Frühstück haben wollen. Dann kommen 8 Näpfe auf den Tisch. Seniorfutter für Oldie, Elli und Ledi, Sky, Djösike und Destiny normales Futter, Ayla futtert zur Zeit das Welpenfutter für große Rassen bis 24 Monate auf, weil das außer ihr sowieso keiner mag und sie einfach alles frisst, was sie vor die Nase bekommt und Sandra (jaja, da ist noch einer dazugekommen) kriegt normales Welpenfutter. Dann stehe ich kurz Wache, dass jeder bei seinem Napf bleibt und keiner Streit anfängt und dann habe ich keine Lust mehr auf eigenes Frühstück. Ich muss dann eh schauen, dass ich mal in meine Klamotten komme, denn meist hab ich mich noch nicht gewaschen und Zähne geputzt. Bis ich das erlegdigt habe könnte man eigentlich schon wieder bei den Pupsis anfangen, weil das Wasser alle ist usw. Ich habe mit Dr. Roth und Eva beschlossen, dass die Welpen jetzt konsequent nur geeignetes Welpenfutter bekommen, das Futter ist auch gleich bestellt worden.
Nachdem ich dann also selbst soweit bin steht meist Andras auf der Matte und kurz darauf auch der Tierarzt. Die kastrierten Hunde werden begutachtet und in ihre Zwinger zurückgebracht. Dann bekommt Andy ne neue Infusion gelegt und ich meinen Infusions- und Medikamentenplan. Und so nimmt der Tag seinen Lauf, Decken tauschen, Kacka und Erbrochenes usw. und alles in dem engen Praxisbereich. Ich weiss gar nicht, wo die ganzen Welpen sonst immer waren, ich hab ja schon neu für die 6 Pupsis gebaut, was eigentlich nur ein Behelfsding ist. Um es kurz zu machen, das ist kein Zustand, das muss geändert werden. Ich brauch eine Welpenstation. Ich hab mit Eva heute geplant und durchgerechnet, 500 Euro Materialkosten, davon kann man was Sinnvolles bauen. In der Mitte einen Versorgungsbereich, mit allen notwendigen Materialien wie Futter, Wäsche usw und rings drumzu kleine Welpenboxen, 2 kleine Boxen für Neuankömmlinge und 4 für heranwachsende und 2 große Zwinger mit Welpen, die dann 3 Monate alt geworden sind. Mit 500 Euro kann man in diesem Bereich wirklich viel erreichen, es ist relativ einfach zu bauen und wirklich, wirklich wichtig. Ich will das so, wie es jetzt ist auf Dauer nicht betreiben. Man kann sich schier nicht umdrehen, man krabbelt ständig zwischen den Boxen hin und her, die frisch operierten Hunde sind mir zu nahe, ein vernünftiger Praxisaufbau ist auch nicht möglich, weil man ständig einen Stapel auf den anderen stapelt weil einfach kein Platz ist – huaaaaahhhhh HILFE! Es wäre ein Gewinn für die Welpen, sie würden viel mehr Ruhe erhalten und einen geregelten Tagesablauf, das Saubermachen wäre für alle Welpen und für mich schneller und einfacher. Ich müsste sie nicht mehr hin und her schieben um an alle Ecken ranzukommen usw. Keine unnötig lange Wege mehr. Für die Praxis wäre es ein Gewinn, weil endlich mehr Platz und auch und vor allem die hygienischen Bedingungen deutlich verbessert würden.
19.04.2009 Hallo liebe Fories,

jetzt habe ich 2 Tage nichts aufgeschrieben. Vorgestern sind ein paar schöne Dinge passiert und mir fallen sie jetzt nicht mehr ein. Eine Sache aber kann ich von diesem Tag berichten. Die Pfleger haben von sich aus alle Kettenhunde der Zone 2 in die Zone 4 und einen noch in Zone 3 versetzt. Nun lebt nur noch Otto in Zone 2 an der Kette. Er ist direkt gegenüber der Futterküche und die Pfleger möchten ihn einfach bei sich haben. Der Platz ist auch sonnig, sodass ich das o.k. finde. Ich war an diesem Tag mit Oldies Hütte beschäftigt. Ich habe ihn also an die Terrasse geholt. Ich habe ihn dort angebunden, damit er sich in seiner neuen Umgebung nicht verläuft. Er ist sehr wackelig auf den Beinen und wollte nicht, dass er gleich irgendwo drüber fällt und nicht zur Hütte zurück findet. Ich dachte so eine Woche, dann kennt er seinen Platz und ich kann ihn laufen lassen. Oldie ist trotzdem ein paar mal umgefallen. Sein Gleichgewichtssinn ist völlig aus dem Ruder. Gestern stellte ich allerdings fest, dass er sehr wohl noch was sehen kann und hab ihn direkt losgebunden. Die vielen neuen Eindrücke tun ihm einerseits sehr gut. Er wird insgesamt stabiler und in seinen Aktionen zielgerichteter, andererseits kommt er durch die Veränderung nicht zur Ruhe. Er sucht ständig unsere Nähe und das entkräftet ihn. Den Kontakt zu anderen Hunden findet er ganz besonders gut, speziell Ledi hat es ihm angetan. Er hat eine eitrig verstopfte Nase, deshalb bekommt er jetzt Antibiotika. Ich hoffe, er kann dann auch wieder besser fressen.

Ich habe noch an diesem Tag die Durchgangstür von Box 2 und 3 geöffnet, weil ich wollte, dass die kleinen Racker mehr Platz zu Toben haben. Es sind einfach zu viele Junghunde da. 7 Hunde in Box 2 und 9 Hunde in 3. Die Box 2 ist für 7 Hunde einfach zu schmal, die Box 3 ist deutlich größer. Nun rennen die Kleinen hin und her und es geht ihnen gut damit.

Hab ich von dem letzten Welpen erzählt? Sie kam einen Tag nach den 5 aus der Pappschachtel an. Sie war sehr ängstlich, schrie und biss um sich. Inzwischen freut sie sich wenn sie mich sieht und wedelt mit ihrem kleinen Schwänzchen. Als ich die Würmchen gestern morgen aus dem Haus in ihr Gehege gesetzt habe packte mich der Rappel und ich habe gestern wie verrückt in der Praxis und im Lagerraum gewütet. Ich war den ganzen Tag damit beschäftigt. Das nimmt jetzt echt mal Formen an und nun kann ich all die Medikamente und Verbandssachen vernünftig lagern. Oben im Haus sieht es nämlich auch aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, denn ich hab den Raum mit Sachspenden ausgeräumt und angefangen zu sortieren, nur wusste ich einfach nicht mehr wohin damit. Dann hab ich das Futterlager mal aufgeschichtet und nun hab ich auch Platz für Werkzeug, wenn auch nicht viel. Irgendwann war ich dann völlig platt und ausgehungert und ich wollte nur noch ins Bett und was essen. Ich hatte morgens um 7:30 Uhr angefangen und da war es dann 21:00 Uhr. Eva hatte einen Hund in der großen Gruppe entdeckt, den sie da raus haben wollte. Es war Sandra und sie hatte sich zwischen 2 Hütten versteckt. Ihr tun die Lefzen halt weh und kann das permanente rummachen an ihr nicht brauchen. Sandra sollte nun zu den 3 Welpen – Andy, Mira und Melek. Ich bemängelte, dass sie da rausklettern kann, war aber gewillt es zu versuchen. Ich hatte Eva gerade am Tor verabschiedet, hatte nur noch Essen im Kopf, als ich Sandra wieder einsammeln konnte. Keine 5 Minuten hat sie gebraucht, bis sie rausgeklettert war. Also bin ich mit dem Döz auf dem Arm hin und her gelaufen, und beschloss sie über Nacht in die Praxis zu tun, weil ich keinen Kopf mehr für eine Problemlösung hatte. Sie schrie mir die Ohren ab als ich sie in der Praxis zurück ließ, das hatte ich befürchtet. Also bin ich wieder mit ihr in die alte Box und hab Miri und Joker und die 3 Hunde, die gerade eh in Box 2 waren zusammen und hab die Türe wieder zugemacht. Miri und Joker sind recht rauh zu Sandra und das fand Eva nicht gut. Jetzt sind also 5 Hunde in 2 und der Rest in 3 und das lass ich jetzt so, bis bei Sandra die Lefzen o.k. Sind. Sandra hat übrigens ein ganz, ganz samtweiches Fell. - Gut, jetzt aber was essen, ähhh, da waren noch die 6 Wichte, die ich noch ins Haus tun muss. Dabei ist mir aufgefallen, dass Nico dabei war sich in das andere Welpengehege durchzugraben. Also Steine geholt und Loch dicht gemacht, Welpen ins Haus gebracht und Wasser auf dem Herd aufgesetzt. Das Wasser war kurz vorm kochen als es hupte. Es war Dr. Roth, der nach Djösike und einer anderen Hündin schauen wollte, die er an diesem Tag kastriert hatte. Gas abgedreht und das Tor aufgemacht. Als wir in die Praxis gingen quollen uns die 6 Wichte entgegen. Sie haben sich durch 2 lose Gitterstäbe nach draußen gequetscht. Kreisch – Dr. Roth verabschiedet, Draht geholt, Käfig repariert und Essen gekocht. Beim kochen war ich betrübt, warum Oldie seine Hütte nicht aufsucht (ich hab ihn für die Nacht festgebunden, weil er nicht die Kraft hat alleine bis zur Terrasse zurückzukommen falls es regnet oder so). Ich also strahlend raufgerannt, juhuuu, endlich essen, endlich Ruhe als mir auffiel, dass die Elli nicht da war. Ich also wieder aufgestanden und rausgegangen und mich fragend umgeschaut. Ich befürchtete schon sie versehentlich in der Praxis eingesperrt zu haben. Ich hab dann erstmal gerufen und wo kam sie her? Aus Oldies Hütte. Die fand sie schon beim Aufbau sehr klasse.

Heute ist mein Geburtstag und ich schenke mir heute einen Zwinger, den ich aus dem restlichen Holz bauen werde. Gestern hat sich Dr. Roth Scottie angeschaut, weil der kleine Kerl einfach nicht zunehmen will. Er hat ein Herzgeräusch festgestellt und wird am Montag ein EKG machen. Scottie ist laut Dr. Roth so ca. 9 Jahre alt. Ich werde ihm auch noch Dunja zeigen, die nämlich auch nicht zunimmt. Ich möchte die beiden bei mir in Zone 3 haben. Den ersten Zwinger, den ich baue bekommt aber Blondie, die Hündin, die so sehr gebissen wurde. Sie erholt sich ganz gut und braucht jetzt einen ruhigen Platz. Falls mir jemand was zum Geburtstag schenken möchte würde ich mich über Holz freuen.
18.04.2009 Jetzt erzähl ich nochmal ein bisschen aus Zone 3.

Bei Faramir ist mir eine nässende Stelle am Rutenansatz aufgefallen, das nehm ich mir morgen vor. Liebelein hat von ihrem Halsband eine Wunde am Hals.
Die versorge ich inzwischen mit Calendula und Salbe und Andras hat ihr ein besseres Halsband besorgt. Das sitzt auch ganz anders, sodass die Wunde abheilen kann und nicht dauernd neu geschürft wird. Falls jemand Calendulasalbe übrig hat wäre das toll. Barney ist mit Rüden und Hündinnen verträglich, sie gehen zu ihm hin und spielen mit ihm. Moano hingegen würde sich vermutlich ein Stück Freilaufhund holen, aber sie sind auf der Hut ihm nicht zu nahe zu kommen.
Er ist überhaupt ne Type. Hast du Futter, dann bist du toll, wenn nicht dann uninteressant. Fremde ohne Futter findet er zum Anbeissen.
Moano grunzt den ganzen Tag zufrieden seine Knochen an, pooft in der Sonne und scheint sonst nicht viel zu wollen.
Faramir ist völlig resistent gegen die Pöbeleien anderer Hunde. Daddy hat ihm direkt ins Ohr geblökt und Faramir hat in keiner weise reagiert. Er will nur nur nur gestreichelt werden. Das ist alles, streicheln, streicheln, streicheln. Wenn jemand also einen alten, großen, anhänglichen Schmusebär sucht, den man in den Arm nehmen und knuddeln kann, der ist mit Faramir bestens bedient. Was anderes interessiert ihn nicht.

Nico – ein besonderer Fall – er hatte als Welpe Lungenentzündung und Vernarbungen davon übrig behalten. Deshalb pumpt er nach Luft, was ihn aber nicht weiter zu beeinträchtigen scheint. Er geht mit freundlichen Hunden ebenso freundlich um und ich glaube die Dauerbeschallung von Daddy, Venos und Kim kann er auch wegstrecken. Es darf halt kein erwachsener Hund in seine Hütte, da wird er ungemütlich. Als die kleine Ayala das gemacht hat hat er zwar ne Schnute gezogen, aber er hat es akzeptiert.
17.04.2009 In Zone 3 hat es noch viel Platz zum Ausbauen. Vorletzte Nacht sind 3 Hunde aus ihren Zwingern ausgebrochen und waren mit den 3 Freilaufhunden unterwegs. Daddy ist halt nicht einzufangen, mir gefällt das aber nicht.
Daddy ist nicht gerade ein netter Geselle zu anderen Rüden und macht damit eine große Freilaufgruppe unmöglich. Venos ist eigentlich o.k., hat es sich aber bei Daddy abgeguckt. Venos ist aber ein kluger Junge und man kann super mit ihm arbeiten. Er hat inzwischen gelernt, dass er Ärger kriegt, wenn er Nico provoziert und jetzt kommt das kaum noch vor, nur abends machen sie noch Stunk. Da er gerne in meiner Nähe sein möchte gehe ich jetzt bewusst oft mit ihm in Nicos Nähe und die beiden bauen ihre Aggressionen langsam ab.

Eigentlich wollte ich gerne, dass er bald mitfahren darf, aber da ist noch die scheue Kim. Mit Venos kommt sie zu mir und nimmt Leckerchen. Ist Venos nicht in der Nähe haut sie vor mir ab. Deshalb möchte ich gerne, das Venos erst fährt, wenn Kim sicher zugänglich ist. Da die beiden ihm Freilauf ein gutes Leben führen ist das hoffentlich o.k. Venos läuft mir inzwischen durch die Beine durch und Nico lernt gerade „Sitz“.
Freilauf hat den ausgebüchsten Hunden so gut getan, sie waren sichtlich entspannter und zufriedener. Ich hab mir für den Ausbau Gedanken gemacht, wie man das machen kann. Büchst ein Hund aus ist immer große Aufregung in allen Zwingern der betroffenen Zone. Den Auslauf vor die Zwinger zu machen wäre vermutlich eine Katastrophe. Es bringt nicht viel, wenn man nur kleine Ausläufe vor die Zwinger macht, sie müssen mal richtig rennen können.
Dann sind sie auch entspannter, wenn sie mal ordentlich Gas gegeben haben. Ich überleg mir da was und sprech das dann mit dem Baumeister durch, ich hab schon was im Kopf und hoffe, dass das realisierbar ist.
16.04.2009 Ich drehe jetzt wieder eine Runde zu meinem Junggemüse. Das ist hier extrem wichtig. Alles was an Junghunden hier groß wird wird über kurz oder lang scheu. Zum Beispiel Cucinas Sohn – Etienne – ist ganz furchtbar ängstlich. Er ist wunderschön und gestern hat er mir erstmals Leckerchen am Zaun abgenommen obwohl er mich noch nicht oft gesehen hat. Leider sitzt er in Zone 2 und ich hab keine Idee, wie ich ihn da ohne großen Aufwand rauskriege. Da er aber noch kastriert werden muss, werde ich dann die Gelegenheit nutzen.br> Es gibt ein paar ganz furchtbar dünne Hunde, die jetzt alle zusammengesetzt wurden und 3 mal am Tag Futter bekommen. Gestern, als ich noch ne zusätzliche Runde Nassfutter geben wollte stand in den Näpfen dieser Hunde noch reichlich Futter drin. Nassfutter lieben die Hunde hier.
15.04.2009 Meine Hunde sind komplett ausgelastet und leben im Hundeparadies. Den ganzen Tag tun und lassen was man will. Sie fallen abends genauso müde um wie ich. Destiny ist heute zum ersten Mal die Treppe selbständig runtergelaufen. Das ist für sie eine tolle Leistung, denn die Treppe ist eher eine Leiter und man kriegt sie eigentlich nicht mal über die einfachen Agilitygeräte. Djösike lebt bei uns am Haus und ist gut integriert. Sie ist eine ganz tolle Hündin.

Barney ist zum Beispiel ein ganz, ganz toller Junge, ich mag ihn sehr. Ich wünsche mir für diesen Kerl unbedingt einen Platz im Mai. Farouk habe ich einen Platz in Zone 3 beschafft. Das ist ein ganz alberner kleiner Clown und es tut ihm sichtlich gut, dass er aus dem engen Gang raus ist.
Mr. Oberpongonese – auch einfach Pongo II – ist ja sowas von schön. Die Pfleger waren nicht müde mich zu warnen, dass er beisst. Er ist ja inzwischen an der Kette zum Durchgang zu Zone 4. Und es hat ihm gut getan. Klar regt er sich bei Unruhe auf, aber inzwischen auch nicht mehr wie alle anderen Hunde. Jaaa und er weiss, was Beschwichtigungssignale sind, das kann er nämlich auch. Ich weiss nicht, ob er es je hier raus schafft, aber da ist noch nicht Hopfen und Malz verloren. Ich kann mich knapp ausserhalb seiner Reichweite hinsetzen ohne dass er den Verstand verliert. Icarus, ja, hmm, das dauert noch. Das ist ne echte Schissbux. Fast, aber nur fast hätte er mir heute ein Lecker aus der Hand genommen.
Er sitzt nicht optimal, da ist viel Unruhe an seinem Platz. Ich muss mal schauen, was man da verbessern kann. Direkt hinter ihm ist der Knallizwinger mit den tempramentvollen Hunden Allegra, Thiago, usw. Die machen halt echt Radau und können da oben rausgucken.
14.04.2009 Es ist schwierig sich durch die Zonen zu bewegen ohne im Tierheim große Unruhe auszulösen. Ich habe deshalb beschlossen nach meiner „Bestandsaufnahme“ die Zone 3 zu nutzen um die Problemfälle dort unterzubringen um die ich mich speziell kümmern möchte. Ich mache mal einen Lageplan, damit ihr euch das besser vorstellen könnt. Die Zone 3 muss dringend ausgebaut werden, aber das nehme ich mir nach meinem Rundgang vor.
Ich schätze 4 Wochen werde ich mindestens brauchen. Ich weiss jetzt warum die Mühlen hier langsam mahlen, es gibt wahnsinnig viel zu tun und man verzettelt sich ständig. Ich laufe von hier nach dort und hab bestimmt 4 Sachen entdeckt, die ich jetzt tun möchte. Der Tag ist viel zu kurz. Ich stehe morgens so um 7:00 Uhr auf und falle um 23:00 Uhr k.o. ins Bett. Falls es also freiwillige Helfer gibt, dann kommt nur her. Ich sag es gleich, es sind Aufräumarbeiten.

Ich würde mir Plastikhundekörbe wünschen! Die Dinger werden gern genutzt und einen Welpenauslauf, falls jemand sowas rumstehen hat.
Seit ich hier bin sind 3 Hunde gestorben. Ein Hund mit einem großen Tumor am Rücken wurde eingeschläfert. Dann ist ein alter Hund friedlich eingeschlafen. Er döste immer in der Sonne, es schien ihm nicht schlecht zu gehen. Und heute wurde wieder ein Hund eingeschläfert, der sehr krank war. Er war erst ein paar Tage da und war nicht zu retten, so einen fertigen Hund hab ich noch nie gesehen. Alle 3 waren keine Patenhunde, ich hatte noch nicht mal Namen für sie. Trotzdem ist es o.k., dass sie gegangen sind.
Oldie wird von mir verwöhnt, das ist ein echt zäher Brocken. Er kriegt immer extra lecker Futter und ich habe ihm ein schönes Lager gemacht.
Einen Transport hätte er nicht geschafft. Ich würde ihn gern zu mir an die Terrasse holen, aber die Strasse ist ganz in der Nähe und Oldie ist blind. Ich befürchte, er würde sich bei den vorbeifahrenden Autos immer erschrecken. Andererseits hört er eigentlich kaum mehr was... mal sehen ob ich ihn morgen nicht doch herhole.
13.04.2009 Hallo liebe Fories,

mir geht es sehr gut. Hier sind alle nett und zuvorkommend, ich werde gut umsorgt. Jetzt bin ich seit 4 Tagen „allein“ und es kommt mir schon viel länger vor. Ich habe mich bisher nur um Zone 3 gekümmert, denn ich will mich Zone für Zone durcharbeiten. Natürlich gibt es immer noch Kettenhunde, aber es sind jetzt deutlich weniger. Es gibt „gute“ Plätze, die in Zone 3.
Ich habe die freigewordenen Plätze mit Kettenhunden aus Zone 2 belegt und werde sie so langsam abbauen bis in Zone 2 keine mehr sind. In Zone 2 sind die Ketten sehr kurz und die Plätze dunkel. Dazu ist es ein großer Stress, weil die Kettenhunde ganz nahe an den Zwingern sind. Henrike zum Beispiel war dem Dauergekläffe eines kleinen Fiffis ausgesetzt, der ihr dauernd ins Ohr bellte. Jetzt räkelt sie sich sichtlich entspannt in der Sonne.
Ich hab sie feste durchgekrault und sie gebürstet. Das hat sie sehr genossen. Ihr Fell ist am Rücken sehr dünn und die Haut extrem schuppig.
Da werde ich Calendulaeinreibungen machen, ich hoffe es hilft. Faramir findet es natürlich auch klasse, dass er jetzt viel mehr Kontakt hat.

Viele Dinge werden hier gar nicht gesehen, weil sie halt immer so waren und man sich dabei nichts gedacht hat. Das ist keine böse Absicht. Die Pfleger schauen immer sehr interessiert zu was ich mache und nehmen das eine oder andere an ohne das ich was sagen muss. Ich habe heute angefangen bei den Kettenhunden den Boden von spitzen Gegenständen zu reinigen und ein Pfleger kam dazu und half mir. Später am Tag habe ich beobachtet, wie ein anderer Pfleger beim sauber machen auch Dinge aufgehoben hat. Ich fand das irgendwie süß.
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