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 Betreff des Beitrags: Am Ende aller Tage ...
BeitragVerfasst: Mo 19. Dez 2005, 23:35 
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Beiträge: 1591
Wohnort: Bonn
In memoriam
Für die Opfer der 'Hölle von Suceava'
24.12.2004


Bild

Am Ende aller Tage …

Sie gaben euch den Befehl, uns zu töten.
Aber 'nur' zu töten, war euch nicht genug.
Ihr wart besessen vom Teufel Hass,
besessen vom Teufel Alkohol.
Ihr wolltet uns leiden sehen,
uns langsam zu Tode quälen.


Am Ende aller Tage …

In euren Augen waren wir Müll,
schmutzige, räudige, nutzlose Kreaturen.
Eingefangen, eingesperrt, zum Sterben verurteilt.
Kein Platz für uns in eurer Welt.
Geboren, um in Angst zu leben.
Ohne Hoffnung, ohne Zukunft.


Am Ende aller Tage …

Während die Welt sich auf das Fest
zur Geburt des Herrn vorbereitete,
habt ihr für uns die Hölle inszeniert.
Während die Welt von Frieden und
Liebe sprach, habt ihr uns euren
grenzenlosen Hass spüren lassen.


Am Ende aller Tage …

Nicht einen Moment habt ihr gezögert
bei eurem schrecklichen Tun.
Nicht eine Sekunde habt ihr Mitleid
mit uns verspürt, während ihr das
unvorstellbar grausame Schauspiel
vorbereitet habt.


Am Ende aller Tage …

Die Schreie der vom siedenden Teer
Verbrannten haben euch nicht berührt.
Ihr habt nur gelacht und weitergemacht, habt
euch ergötzt an unserem unsäglichen Leiden.
Vor Schmerz gekrümmte kleine Körper, brennendes Fell,
die Luft erfüllt vom Geruch verbrannten Fleisches.


Am Ende aller Tage …

Ihr habt eure Rolle als Henker genossen,
habt eure Macht ausgekostet ohne Gnade.
Immer mehr von uns wurden Opfer dieses
grausamen Spektakels, ihr wart wie von Sinnen.
Unsere Augen waren voller Angst, wir versuchten
zu entkommen, aber wir hatten keine Chance.
An diesem Tag hatte die Hölle einen Namen: Suceava …


Am Ende aller Tage …

werden wir uns wiedersehen …

…ich werde euch fragen:
Warum habt ihr uns das angetan?
… ich werde euch fragen:
Wie könnt ihr euch Menschen nennen, wenn ihr
kein Herz und kein Gefühl habt?
… ich werde euch fragen:
Wie konntet ihr mit dieser Schuld weiterleben?

Ihr werdet sagen: wir haben nur einen Befehl ausgeführt.
Ihr werdet euch keiner Schuld bewusst sein.


Bild


Am Ende aller Tage …

werde ich euch ansehen, und ihr werdet unter meinem Blick zusammenzucken.
Ihr wolltet mich zerstören, aber es ist euch nicht gelungen.
Ich bin 'nur' ein Hund, aber ich habe meinen Platz in dieser Welt, der ganz allein für mich bestimmt ist.

Niemand von euch und euresgleichen, die überall auf dieser Welt zu finden sind, hat das Recht zu entscheiden - über Wert oder Nutzen eines Lebewesens, über sein Leben oder über seinen Tod.

Es werden noch viele Tiere qualvoll sterben müssen, aber irgendwann wird der Tag kommen, an dem alles Leid und alle Qualen ein Ende haben und dann werdet ihr euch verantworten müssen für euer Tun.

… AM ENDE ALLER TAGE …


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BeitragVerfasst: Mo 19. Dez 2005, 23:47 
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Wohnort: Dreieich, Hessen
Oh Marita, solche Worte ... ich sitze hier und mir laufen die Tränen ...

_________________
Carol, Herbert, Polly, und Tati. Mickey und Sara für immer im Herzen.


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BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 00:01 
Ich kann mich Carol nur anschlissen, ich finde es ist ein super tolles Gedicht. Mir stehen die Tränen jetzt noch in den Augen, mann kann nicht glauben wo zu Menschen in der Lage sind.

Ich hoffe nur das diese Menschen die gerechte Stafe irgentwann bekommen, so wie sie es den vielen Hunden angetann haben.


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BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 00:13 
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Beiträge: 0
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Marita, was für ein ergreifendes Gedicht!
Ich kann gar nichts sagen...

_________________
Liebe Grüße
Claudi und die Monster
________________________________

Ein Freund ist jemand, vor dem man laut denken kann


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BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 04:45 
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Beiträge: 391
Oh,Marita
das ist schön,das du das hier reingesetzt hast.
Es ist so unfassbar.

_________________
Liebe Grüße von Aja
ohne Cappuccino und Belinda


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BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 07:25 
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Beiträge: 6386
Das ist wirklich sehr eindrucksvoll Marita. Ich habe einen dicken Kloß im Hals.

LG
Sandra


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BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 10:04 
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Registriert: Mo 24. Okt 2005, 22:13
Beiträge: 3536
Wohnort: Stuttgart
Oh Marita,

wie empfindsam von Dir, an dieses grauenhafte Geschehen zu erinnern, das nun ein Jahr zurück liegt .
Mich erinnert es wieder daran, wie sehr es sich lohnt, sich für unsere Mitgeschöpfe zu engagieren, und sei es nur einem einzelnen Hund ein sicheres Leben zu ermöglichen.

Danke Marita .

_________________
Viele Grüße von Ute mit Nelly aus MC und Tippi aus Madrid


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BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 10:42 
Hallo Valentine,
ein wirklich ergreifendes Gedicht!!!
Ich sitze hier mit laufenden Tränen. Es ist wirklich nicht zu glauben, dass es solch grausame Menschen gibt!!!

Viele Grüße

Adeline


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BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 10:49 
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Beiträge: 428
Wohnort: 1. Wadgassen 2. Geilenkirchen
Danke, liebe Marita, für diese mitfühlenden und ausdrucksstarken Zeilen. Ich sitze hier und könnte nur heulen... Aber das hilft nichts, wir müssen kämpfen für eine bessere, gerechte Welt.

Ganz ganz liebe Grüsse an alle
Cornelia

_________________
Liebe Grüße
Cornelia

---------------------------

Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.
Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.


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 Betreff des Beitrags: Die Hölle von Suceava
BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 13:09 
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Beiträge: 3299
Hallo Marita,
du hast mich mit deinen Zeilen mitten ins Herz getroffen. Du hast das so treffend gebracht, ich würde es so wie du es gemacht hast auf der Bruno Pet Homepage verewigen. Zur Erinnerung und zur Mahnung.
Gänsehautgrüße von Anne


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 14:48 
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Beiträge: 87
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Wenn ich an solchen Berichten, an solchen Bildern innerlich fast zerbreche, dann muss ich daran denken: Irgendwann ... irgendwann wird jedem Menschen vor Augen geführt werden, WAS er getan, auch was er unterlassen hat. Irgendwann ... sei es in diesem Leben oder im nächsten Leben wird jeder Mensch an den Punkt kommen, wo ihm ALLES klar wird, wo er ALL das ERKENNEN wird, was der durch seine Taten oder durch seine Unterlassungen angerichtet hat ... für jeden Menschen, ob noch in diesem Leben oder im nächsten Leben kommt der Zeitpunkt, wo sein GEWISSEN erwachen wird!!! Und vor diesem inneren Gewissen, vor diesem inneren Erkennen wird niemand fliehen können. Mit dieser Schuld werden sie leben müssen lange Zeit bis es ihnen gelingen wird, irgendwie wieder etwas gut zu machen. Nicht Gott ist der Richter für diese Teufel, nein, ihr Richter wird das eigene Gewissen sein.

Für alle, die es interessiert, habe ich hier den Link zu einer wirklich außergewöhnlichen "Geschichte" von Manfred Kyber (er war ein bekannter Mystiker und lebte von 1880 - 1933). Ich habe sie gelesen, da war ich fast noch ein Kind, aber sie hat mein Denken sehr beeinflusst ... und sie zeigt, dass es Gerechtigkeit gibt, auch wenn man das in diesem Leben meist nicht wahrnehmen kann.

Diese "Geschichte" beginnt mit dem "Tod" eines "großen" Forschers ... und zeigt sein Erwachen und Erkennen in der nächsten Welt ... und so wie es diesem "Forscher" ergeht, so ergeht es wohl jedem, der anderen Leid zufügt.
http://www.tierversuchsgegner.org/T...r-nachruhm.html

Liebe Grüße
und herzlichen Dank für diesen Thread
Ursula

_________________
Für immer in meinem Herzen und meinen Gedanken: Peterchen, Sandy, Lady, Kucky, Angie, denn:

Niemand ist fort, den man liebt. Liebe ist ewige Gegenwart.
Stefan Zweig


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BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 15:38 
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Hallo Marita,

ein sehr sehr schönes Gedicht! Danke!
Santana und etliche andere Hunde hatten Glück nach dem schrecklichen Tun. Aber mir geht dieser kleine Welpe der an den Folgen starb, nicht aus dem Kopf. Und das Bild des erschlagenen Hundes auf dem Platz.

Wer von uns hätte vor fast 1 Jahr gedacht, dass so viele Hunde von BP innerhalb weniger Monate ein besseres Leben bekommen?
Wenn ich das Leidensbild von Santana und ihr heutiges Bild vergleiche:
Unglaublich, diese Wandlung.
Liebe Grüße
Ajana

_________________
Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. (Pearl S. Buck)


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BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 20:42 
DANKE - die Hunde sind es wert zu kämpfen!!


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BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 21:27 
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Registriert: Fr 21. Okt 2005, 19:43
Beiträge: 1591
Wohnort: Bonn
Hallo,

das Gedicht bzw. ein Teil davon ist entstanden an einem Abend, als Santana schlafend neben mir lag. Sie war erst wenige Wochen bei mir. Ihr Schlaf war sehr unruhig, sie zitterte öfters und stieß seltsame Laute aus, einmal war es wie ein leiser Schrei, dann wieder eine Art Stöhnen.
In diesen Minuten hatte ich das Gefühl, dass sie alles nochmal durchlebte, sie hat mir unendlich leid getan.
Gleichzeitig habe ich einen ungeheuren Hass gespürt auf diejenigen, die ihr und den anderen Hund diese Qualen zugefügt haben. Ich habe ihnen die Pest an den Hals gewünscht und einen langsamen grauenhaften Tod!
Mittlerweile hat sich der Hass in Verachtung verwandelt und in die Gewissheit, dass sie irgendwann zur Rechenschaft gezogen werden.

Der 24.12. wird in Zukunft der Tag sein, an dem wir Santanas Geburtstag feiern. Es war der schlimmste Tag in ihrem Leben, aber es war auch der erste Tag ihres neuen Lebens, der Anfang eines Lebens in Freiheit.

Santana glücklich zu sehen, zusammen mit ihrem Kumpel Paddy, ist immer wieder Ansporn für mich, weiterhin Tierschutz-Arbeit zu machen. Jeder Hund hat ein glückliches Leben verdient, und wir haben die Möglichkeit, etwas dafür zu tun, dass dies für einige ... viele ... von ihnen Wirklichkeit wird.

Wie Cordula geschrieben hat: die Hunde sind es wert, zu kämpfen!

Liebe Grüße

Marita


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BeitragVerfasst: Di 20. Dez 2005, 21:39 
Da auch ich den Geburtstag meiner drei nicht weiß werde ich es auch so machen wie Du, der 24.12. ist der Geburtstag - mit der Gewissheit auf ein schöneres besseres Leben für Sie.


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